Nö, es ist fraglich, ob man den Ausgang einer Klassenarbeit überhaupt nach "besser" und "schlechter" kategorisieren kann. Und ob man das tun sollte. Was hat denn ein Schüler davon, dass die Arbeit "insgesamt schlecht" ausgefallen ist, oder so'n Kram?
Einer von uns beiden hat wahrscheinlich nicht richtig gelesen. Ich sage doch genau das gleiche aus, oder?
Vielleicht dann doch besser die Standardabweichung, dann passt die Dimension. Rechnest du übrigens bzgl. einer Stichprobe oder bzgl. der Grundgesamtheit? Und wer kann ein solchen Streuparameter vernünftig interpretieren?
JaT
zur Dimension:
Welche Dimension bzw. Einheit hat den eine Note? Die Note basiert doch auf einer prozentualen Angabe und prozentuale Angaben sind dimensionslos.
vgl http://de.wikipedia.org/wiki/Dimensionslose_Gr%C3%B6%C3%9Fe
Aber ich gebe zu, dass eine Standartabweichung evtl. leichter zu verstehen ist als die Varianz. Es darf auch gerne die Standartabweichung benutzt werden. Letztendlich aber eh egal, da ich ja erklärt habe wie unsinnig es in diesem Fall ist.
Zu Stichprobe und Gesamtheit:
Überfordere mal die Leute nicht. Es reich erst einmal aus, wenn man die Klasse als Gesamtheit ansieht. Eine Stichprobe wird dafür gar nicht benötigt.
Wenn die Lehrer jetzt noch die Klasse nur als Stichprobe ansehen sollen und sich noch Gedanken über die Gesamtheit machen sollen, dann können wahrscheinlich im Schnitt pro Schule maximal noch ein Lehrer die Rechnung durchführen. (Ich zähle gerade mal alle Schulformen).
Zu vernünftig interpretieren:
Ich sagte ja schon in meiner ersten Antwort, dass es Unsinnig ist.
Natürlich ist es Unsinn. Da stimme ich voll zu.
Meine schriftliche Arbeit für das erste Staatsexamen war eine empirisch Untersuchung, die selbstverständlich unter anderem eine schöne statistische Auswertung beinhaltet. War für mich, als Mathe und Physikstudent, kein Problem, habe ich ja oft genug in Mathe und Physik machen müssen. Obwohl ich es als selbstverständlich ansehe, dass man das als Mathe und Physikstudent kann, wurde meine Arbeit vom Professor ausdrücklich für die mathematische Präzision, Analyse und Auswertung gelobt und mit 1 benotet (ok. Es war eine 1,7; aber die Abzüge gab es nicht für den mathematischen Teil).
Während meines zweiten Staatsexamens sollte ich ebenfalls eine empirische Untersuchung durchführen. So konnte ich 1 zu 1 teile meiner Staatsexamensarbeit vorstellen. Kommentar meiner Mathe-Fachseminarleitung: Das wäre falsch und könnte keiner verstehen. (Was falsch war konnte sie mir übrigens nicht sagen). Mehr als eine 5 könnte sie für die statistische Untersuchung nicht geben. (Als ich dann (später) merkte, dass die Frau noch nicht einmal ein Ereignis von einem Ergebnis unterscheiden kann (Thema war Wahrscheinlichkeit in Klasse 7) und mir gesagt wurde wie man Mathefachsimarleiter(in) werden kann, wurde mir so einiges klar.)