Beiträge von Volker_D

    Was ratet ihr mir? Ein neues Laptop für Windows 11 kaufen oder auf Linux umsteigen?

    Kann man meiner Meinung nach gar nicht 100% beantworten, sondern höchsten vermuten.

    Sag mal, welche Programme du so bisher nutzt und was du damit so machst. Die Wahrscheinlichkeit ist recht groß, dass ein Umstieg auf Linux möglich ist, aber bei bestimmten Programmen oder zusätzlicher Hardware kann es auch sein, dass Linux keine Alternative für dich ist. Von einigen YouTubern, die schon Linuxfans sind und technisch richtig was auf dem Kasten haben, mussten zum Beispiel den Versuch Linux leider wieder abbrechen, weil ein Umstieg nicht komplett möglich ist.

    Ein recht gutes Video zu dem Linux-Problem finde ich zum Beispiel dieses hier (Und das ist kein Windowsfan!):

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    Mit Folding@home wurde Covid besiegt - und das war erst der Anfang. :aufgepasst:

    Wenn die halbe Welt zuhause sitzt und ein großer Teil davon um sein leben bangt, dann nutzen die ihre PC eben für so ein Projekt.

    Ich kann mich erinnern, dass ich damals SETI mitgemacht habe. Auch, weil der Bildschirmschoner so toll war.

    Aber in dem Artikel habe ich erlich gesagt nicht gefunden, dass das Projekt auch Covid besiegt hat. Bzw. das das Projekt an der Erforschung der Impfstoffe beteildigt war. In dem Text wird "?nur?" (für mich ist das so leihenhaft ein Unterschied) an Medikamenten geforscht hat und ob die Forschung auf dem Gebiet erfolgreich war, steht dort nicht.

    Eine Fritzbox ist aber kein Desktop Computer.

    Wäre in etwa so, als wenn du sagst: "Als Kraftfahrzeug benutzen Landwirte einen Traktor. Die werden sich schon etwas dabei gedacht haben (du dummer/unwissender VW-Golffahrer)."

    Linux ist im Embeddedbereich, bei den Supercomputern und auf Telefonen absoluter Marktfüher. Das hat aber nur bedingt etwas mit Desktoprechnern zu tun. Analog wie Traktoren, Personenwagen, Busse, LKW, eben auch komplett andere Zielgruppen haben und in jedem Bereich gibt es dort andere Marktführer.

    Das ist schön, dass du die vielen Einzelpersonen als Ausnahme siehst. Das macht natülich alle gut. Als ein gute bezahlter Lehrer (Beamter?) ist das auch leicht. Du hattest in dem Artikel schon das Wort "Tagelöhner" gelesen?

    Oder zum Beispiel hier:

    https://www.heise.de/news/Viele-Ope…te-9904636.html

    Oder hier: Wo sind den da die vielen Massen für wichtige Open Source Software? Ein überlateter Entwickler und keiner hilft:

    https://www.heise.de/hintergrund/Ei…-1-9788145.html

    Das Netz ist voll davon.

    Es gibt auch soetwas wie "fürsorgepflicht" für Mitmenschen. Du solltest sie nicht ausnutzen, wenn du genau weist, dass sie daran zerberechen. So z.B. der Entwickler, mit dem ich zusammenarbeite. Sozialhilfe, Psy.., ... und wenn ich den immer wieder versuche aufzubauen oder mal zu motivieren einen bezahlen Job zu machen, dann schreibt er mir immer etwas davon "Ich habe die Hoffnung, dass ich mal eine große Spende bekomme." Jeder, der ihn anschreibt, dem versucht er sofort zu helfen. Es ist ein super lieber Mensch und ich sehe, wie er von tausenden Leuten ausgenutzt wird und zerbricht. Das ist echt ganz hart sich das anzugucken und dann so "blöde" Kommentare von dir zu lesen.

    Du hast aber schon gelesen, dass mehrere sehr wichtige Softwareentwickler massiven Burnout hatten und mindestens einer sich dann auch umgebracht hat, oder?

    Dein "Nö. So viele professionelle Programmierer, wie daran "aus Spaß an der Freud - und um Gates eins auszuwischen" mitarbeiten, kann Gates sich gar nicht leisten ;)".

    Genau diesen Satz benutzen übrigens ganz viele Firmen. Nur dass sie statt "Programmierer" dann Redakteure/Studenten/Aushilfe/Volunteer meinen, die auch Spaß und Freude haben einen Job kennenzulernen und sich Forzubilden in der Hoffnung später einen bezahlten Job dadruch zu bekommen.

    Ein recht humaner Artikel ist zum Beispiel hier:

    https://gnulinux.ch/die-wenigen-di…urce-entwickler

    Ich finde so schnell nicht den c't Artikel. Der war wesentlich härter. Google aber gerne mal selbst "Burnout Open Source".

    … und Ubuntu steht jedem/jeder kostenlos zur Verfügung.

    Denk bitte daran, dass diese Aussage ist wie:

    "Und Otto macht morgen Party und jeder ist kostenlos eingeladen". Klar ist das super. Alles fein. Und wenn dann auch all die anderen Partygäste mal mithelfen und/oder auch zu einer Party einladen funktioniert das auch super. Leider sind im Linuxbereich so viele "Schmarotzer". Wenn die auch mal mit anpacken würden, dann wäre Linux sehr schnell besser als Windows, MacOS und co.

    Und nein, nur weil alle sagen "Ich helfe doch! Ich machen kostenlose Werbung für die Party. Kommt alle zur kostenlosen Party!" wird es nicht besser. Ja, ein paar Leute kann man gebrauchen, die Werbung machen. Aber wenn 99,9999% der Gäste nur helfen Werbung zu machen, dann hilft das nicht viel.

    So hinkt Linux leider immer hinterher. Wie halt bei Parties auch. Je höher dort der Eintritt ist, desto größer ist auch die Chance, dass es dort besseres Essen, Trinken, Musik, ... gibt. Klar gibt es immer mal Ausnahmen. Klar kann auch eine kostenlose Party bei der keiner mithilft mega toll sein, wenn ein Multimillionär wie Mark die Party schmeißt oder man sich mit weniger zufrieden gibt oder es einem nur auf Konservation ankommt.

    Aber immer dieser Aufruf: "Geht zur Party. Die ist nonstop 24/7. Sie ist kostenlos! (Und ihr müsst absolut nicht dafür machen. Ihr braucht nicht helfen, kein Gastgeschenk mitbringen, keine eigene Party machen, ...)" Ja, das "geht", aber dann darf man sich aber nicht wundern, warum die Party nicht so gut ist, wie sie eigentlich sein könnte.

    Naja, das ist halt immer so bei Betriebsystemen. Es gab immer mal Knoten. Das dürfte bei bisher fast jedem Betriebsystem gewesen sein.

    Ich kann mich noch damals an meine Lieblingsdistibution von Linux erinnern: Mandrake. Das war echt toll. Ich hatte es mir auch regelmäßig gekauft. Leider wurde ein Knoten reingemacht. Es wurde dann zu Mandriva umgestellt (Fusion von Mandrake und Conectiva Linux). Hat aber nicht geholfen. Die Programmierer konnten nicht mehr bezahlt werden und das Projekt wurde noch von ein paar Hobbyprogrammierern am Leben gehalten (Mageia). Das ist leider auch gescheitert und andere haben es noch mal mit OpenMandriva versucht. Aber auch da wurde wieder ein Knoten reingemacht und das Projekt ist nun tot.

    Davor hatte ich SuSE benutzt. Das ist ja auch im Laufe der Zeit mehrfach in und her gegangen. War ja sogar mal kurz an der Börse, aber weil sich mit Linux einfach nicht richtig wirschaften ließ, wurde es wieder von der Börse mit riesigen Verlusten für die Anleger von der Börse genommen. Also auch wieder Knoten reingeamcht. Ok, "die" Firma gibt es heute noch unter dem Namen SUSE. S.A., aber die haben auch öfters Knoten gemacht. Erst lief es nicht mehr auf 386er, dann nicht mehr auf 486er, ...

    Man kann viele solcher Geschichten bei Linux erzählen.

    Ich habe hier auch mehrere Linuxprogramme und Spiele, die ich mir vor vielen Jahren gekauft habe. Laufen alle nciht mehr, weil die alten Schnittstellen für Soundkarte, Grafikkarte und/oder glib nicht mehr unterstützt werden. Ist zwar toll, dass es immer irgendwo eine neue Linux Version gab. Hilft aber nichts, wenn die alte Software dann nicht mehr läuft :(

    (Und ja, analoge Probleme gab es auch bei Windows, MacOS, ...)

    Ganz interessant ist auch RedHat. Guckt mal, welchen trouble es dort in den letzten Monaten um die Freigabe des Quelltextes gab bzw. gibt!

    Wer sich mit Linux beschäftigt, der kennt auch die Geschichten von Ubuntu und Mark Shuttleworth. Darauf sind viele Linuxfanboys gar nicht gut zu sprechen drauf. Aber wenn wir nicht solche Millionäre hätten, die Spaß daran haben ein Betriebsystem aufzubauen, dann würde es in der LinuxWelt deutlich dunkler aussehen, weil nur mit den "normalen" geizigen Linux Nutzer alleine Linux noch deutlich schlechter wäre, als es heute ist.

    Bei Windows habe ich bei mir vorsichtshalber den Timer eingestellt, dass die Updates erst nach einer Woche eingespielt werden. Da habe ich dann genug Leute, die es für mich vorher testen. Ist eben abwägungssache. Manchmal muss man Updates auch sofort einspielen. Ich danke da nur z.B. an den OpenSSL Bug in Linux. Das war ja echt nicht mehr feierlich. Extrem hohe Sicherheitslücke, die viel zu lange auf war. Aber gut, wenn es nur wenige bezahlte Programmierer gibt, die testen und bugfixen, dann darf man sich bei Linux nicht beschweren, dass es leider doch immer wieder zu extrem kritischen Schwachstellen kommt.

    Wenn MS ankündigt, die Sicherheitsupdates einzustellen, dann wird das gemacht. Nur so bringt man die Kundschaft dazu, neue Produkte zu kaufen.

    Stimmt nicht ganz. Ab und zu gab es in der Vergangenheit auch Updates für Windowsversionen, obwohl die schon abgekündigt waren. Ebenso bei MacOS.

    Und es gibt ja noch für die nächsten 3 Jahre Updates für Windows 10; allerdings nicht kostenlos. Schulen müssen wohl im ersten Jahr 1$ zahlen. Im zweiten Jahr 2$ und im 3. Jahr 4$ (pro Lizenz).

    Privatpersonen müssen 30$ für das erste Jahr zahlen.

    Firmen mehr (habe den Preis vergessen, müsste ich nachgucken).

    Ich bin nicht panisch. Muss ich auch nicht sein - denn ich bin Linux-Exot.

    Wobei meine Bank in den AGB stehen hat, dass ich u.a. einen Virenscanner haben muss, wenn ich Onlinebanking mache. Ob es jetzt Sinn macht oder nicht will ich gar nicht diskutieren, aber im Zweifel (also selbst ein einer anderen Angriffsmethode) befürchte ich, dass ich vor Gericht dann ganz schnell den kürzeren ziehen werde. Prüf mal vorsichtshalber, was in den AGB deiner Bank steht (Denn Virenscanner für Linux gibt es ja durchaus. Hat aber (aus mir nachvollziehbaren Gründen), kaum einer).

    Ubuntu for 10 Jahren war ja auch etwas sonderbar. Das war ja eher so, wie das Windows 8. Da fingen die doch an und hatten die Kacheloptik nachgemacht.

    Wenn ein Windowsnutzer umsteiegen will, dann würde ich dem eher eine KDE Oberfläche empfehlen. Die kann man bei bedarf auch so einstellen, dass die von Windows nicht zu unterscheiden ist.

    Oder meinst du eher, wie man Software installiert oder Daten freigibt?

    Ja, da ist Linux eben zum Teil anders. Ist aber analog so iOS vs Android. Oder MacOS zu Windows.

    Geht mir ähnlich. Linux? Nie wieder!

    Mein Highlight war damals nach der Installation, die eigentlich recht problemlos lief, die Anmeldung an der Konsole, um dann später das XWindows zu starten.

    Beim Prompt wurde jede Tastatureingabe zweimal erfasst, einmal wenn man die Taste runterdrückte und das zweite Mal, wenn die Taste wieder hochschnellte. So wurde aus dem Benutzer „root“ der Nutzer „rroooott“. Das System war also auf ganzer Linie nicht nutzbar.

    Du solltest während des Schreibens nicht immer wegnicken. Wenn du noch langsamer schreibst, dann kommen die Buchstaben sogar 3 oder 4 mal. Alternativ kann man in vielen BIOS Versionen es so einschalten, dass du langsamer schreiben kannst ohne das sofort sehr viele Buchstaben kommen.

    Aber mal ersthaft: Wenn erst die Konsole lief und du dann XWindows gestartet hast, dann muss das aber schon sehr lange her sein. Mit dem gleichen Argument könnte ich dann ja auch sagen: "Nie mehr Windows. Mein Highlight war damals nach der Installation (von DOS), die eigentlich recht problemlos lief, die Anmeldung an der Konsole, um dann später das Windows 3.11 zu starten."

    Nur weil Windows damals totaler Mist war, muss es heute nicht mehr Mist sein.

    Übrigens: manche Rechner haben wohl TPM 2.0 schon integriert, aber nicht aktiviert, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Wenn bei euch TPM nicht "aktiviert" ist, dann folgende drei Tipps, die sehr oft helfen:

    1) Im BIOS gucken, ob man dort TPM aktivieren kann.

    2) Wenn es nicht geht (oder nur TPM 1.3 aktiviert werden kann), dann gucken, ob es ein Update für das Board gibt und das ggf. installieren.

    Wenn ihr nicht wisst, was BIOS oder wie ein BIOS aktualisiert wird, dann am besten mal einen Nachbarn/Kollegen zum Kaffretrinken einladen. Leute, die das schon mal gemacht haben, machen das in wenigen Minuten. Das jemanden aber zu erklären, der das noch nie gemacht hat, dauert vermutlich wesentlich länger.

    3) Und wenn das nicht geht, dann ist der Rechner deshalb immer noch nicht sofort Elektroschrott für Windows 11. Viele Boards besitzen einen TPM-Header oder ein SPI-Header und da kann man dann ein Modul draufstecken. Das kostet dann natürlich ein paar Euro.

    Ob Microsoft da zurückrudern wird halte ich eher für fraglich. Ich würde jetzt keine teure Wette eingehen, aber eher auf "nein" tippen. Es geht um ein wichtiges Sicherheitsfeature. Ich glaube kaum, dass die das abschaffen. Dann kann ich mir eher vorstellen, dass sie doch den Windows 10 Support kostenlos verlängern, da der Support ja eh für 3 weitere Jahre angekündigt wurde. Die Frage ist da dann wieder, wer das so finanziert. Man muss schließlich bedenken, dass das meisten Windowsnutzer mit so einem Problem sich einen "Fertigrechner" gekauft haben, auf dem ein Windows vorinstalliert war. Das sind "gesponsorte" Windowsversionen, die wesentlich günstiger sind als eine Windows-Einzellizenz. Und diese Leute haben ihr Windows i.d.R. schon seit Windows 7 und immer kostenlose Updates bekommen. Auch Microsoft muss irgendwie Geld verdienen und seine Programmierer bezahlen. Vergleicht dass mal mit dem Support von einem Android Handy (~3-5 Jahre) oder MacOS (~6-8 Jahre). Windows 7 gibt es schon seit 2009. Also ~14 Jahre! Und wenn man ein BIOS-Update macht oder ein TMP auf das Mainboard setzt, dann erhält man noch immer kostenlosen Support für Windows 11.

    Nie wieder Linux. Super umständlich. Wesentlich komfortabler, moderner und verbreiteter ist MacOs

    Kann ich leider voll nachvollziehen. Ich würde nie jemanden zu Linux raten, der mit Windows oder MacOS zufrieden ist.

    Wobei das aber wieder abhängig davon ist, was man so macht.

    Aus meiner Sicht als Softwareentwickler, der Programme für Linux, MacOS und Windows programmiert, ist MacOS das schlechteste und unkomfortableste System von den 3 genannten.

    Und so gerne ich auch Linux nutze und so schön hier eben "Flatpak" gelobt wurde. Es ist für den Programmierer nicht "gut". Abgesehen von dem fragwürdigen Konzept, das shared Libaries nicht mehr shared sind, tauchen andere Probleme auf. Ich habe Kubuntu 24.04 auf meinem Rechner. Also relativ aktuell. Damit baute ich die Images für Linux. ... Bis der ersten Bug-Report kam: Das Linuximage lief nicht auf Chromebooks. Ursache: Ich hatte ein zu neues Linux und die glibc wurde auf dem Chromebook nicht unterstützt. Toll, was muss ich also unter Linux machen, damit das Image von anderen benutzt werden kann? Ein möglichst altes Linux benutzen, damit es auch möglist jeder nutzen kann. Also arbeite ich persönlich mit einem neuen Kubuntu 24.04, aber zum Erstellen der Images wechsel ich auf so ein altes Debian 12, damit wenigstens die meisten Linuxnutzer das Image nutzen können. :( Und so geht es ja nicht nur mir. So geht es allen Leuten, die Flatpack oder andere Images nutzen.

    MacOS ist da jetzt aber auch nicht so viel besser. Analoges Problem dort. Ich habe zwar einen aktuellen M2 auf dem neusten OS, aber dann beschweren sich wieder die Leute, die mit alten Versionen unterwegs sind. Also habe ich noch einen zweiten MacOS Rechner mit älterem Betriebsystem und Intel CPU.

    Bei Windows brauche ich zum Glück nur einen Rechner um abwätzkompatibel zu bleiben. Theoretisch zurück bis Windows XP, aber da war ich zu faul einige Stellen im Quellcode doppelt zu führen. Da ist also nicht Windows schuld, sondern ich war schlicht zu faul. Daher ist nun das Minimum Window 7 (obwohl ich ein neueres Windows benutze!), was ich aber für ok halte, weil Windows 7 nicht mehr aktualisiert wird. Selbst ein Minimum von Windows 10 wären für mich ok.

    Bei den Tools zum Prüfen von Quellcode und Programmen ist Linux um längen ungeschlagen. Da halten Windows und MacOS nicht mit. Softwareentwicklung ohne Linux ist deutlich schwieriger.

    Das Problem beim Linux-Umstieg sind für mich nicht die 90% an normalen Arbeiten, sondern die restlichen 10%. Beispielsweise wenn ich Fotos mit Photoshop bearbeiten will und 20 Jahre Rückschritt auf ein Programm ohne fortschrittliche automatische Werkzeuge keine Option ist.

    Letztlich bin ich deshalb immer wieder zurück migriert, weil die dadurch nötige Pflege zweier Betriebssysteme unsinnig ist.

    Ja, leider. Kann ich vollkommen nachvollziehen (Wobei ich privat zu 100% mit Linux auskomme. Beruflich nutze ich dann aber auch Windows, ChomeOS, MacOS, ...).

    Der Hauptursache ist leider, dass viele Linuxnutzer zu geizig sind die Programmierer zu bezahlen und alles kostenlos haben möchten. Und für die vielen letzen 10% (viel, weil es nur 10% von einer Person ist. Aber die 90% nutzen im Grunde fast alle, während die 10% bei vielen Leuten verschieden sind. Auf alle betrachtet also weit mehr als 10%) finden sich dann keine Leute, die das bezahlen und/oder programmieren.

    Guckt ihr z.Z. die Videos vom 38c3?

    Es geht zwar eigentlich um ein ganz anderes Thema, aber wenn ihr euch z.B. "Knäste hacken" anguckt, dann werdet ihr sehen, dass es immer auf selbe hinausläuft: Wenn man nichts/wenig bezahlt, dann kann man nicht viel erwarten.

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    Nicht ganz. Beliebteres Angriffsziel ist Windows vor allem durch seine Konstruktion. Innerhalb von Linux laufen alle Prozesse in abgeschotteten Prozeduren. Unter Ubuntu nun sogar in abgeschotteten Paketen (Flatpacks). Da wäre es unglaublich aufwändig (und wenig Erfolg versprechend) einen Virus zu programmieren.

    Das stimmt so leider nicht ganz. Ja, es läd shared libaries (so Dateien) aus dem Flatpak oder AppImage oder ... und nicht vom Betriebsystem. Ist insofern "abgeschottet".

    Aber:

    a) Das macht eigentlich das ganze Konzept von shared libaries ad absurum. Es ging ja ursprünglich darum, dass alle die gleichen Dateien nutzen, damit man Resourcen sparen kann (Festlatte, Arbeitsspeicher, ...) und es nur an einer stelle Updaten muss.

    und viel schlimmer:

    b) Linux ist im Vergleich zu Android oder iOS total unsicher. Linuxanwender und Windowsanwender müssen dem Programmierer der Software total vertrauen. Da ist nicht viel abgeschottet. Ich kann als Programmierer z.B. auf die Webcam zugreifen ohne das da vorher nach einer Berechtigung gefragt wird wie man das von Android oder iOS kennt. Da ist noch keine Sicherheitsebene im Betriebsystem dazwischen. Ebenso die Festplatte. Da habe ich den vollen Zugriff auf das komplette Homeverzeichnis und kann alle Daten, die der User sehen kann, auch sehen und lesen.

    Ich könnte technisch also z.B. einen Rechentrainer für das kleine 1x1 programmieren und zum Download für Windows und Linux anbieten und während der Benutzung durchsuche das Programm in Ruhe die Festplatte und sendet wichtige Daten an einen Server weiter. Das ist echt nicht schwer. Wenn man als Windows oder Linux Nutzer dann das Programm nutzt und etwas das kleine 1x1 übt und nicht zufällig die Plattenaktivität und Netzwerkauslastung kontrolliert, dann hat man keine Chance das mitzubekommen. Da nutzt Flatpak abolut gar nichts. Da kommt weder von Linux noch Windows eine Warnung, wie man die bei Android oder iOS hat, dass dort eine App auf andere Daten zugreifen möchte.

    Ja, KI (bzw. das nutzen der KI-Bibliotheken; die Bibliotheken selbst sind oft in C geschrieben) und grafische Aufbereitung von Daten in der Wissenschaft z.B. mit Mathplotlib sind Bereiche, in denen Python bevorzugt genutzt wird.

    Ich werfe Schüler ja nicht (mehr) ins kalte Wasser. In den letzten Jahren habe ich immer zuerst Scratch gemacht.

    Wobei "c++ ist old school" so auch nicht stimmt. C++ entwickelt sich immer noch sehr aktiv weiter. Datentypen müssen nicht mehr zwingend vorgegeben werden. (Stichwort "auto". Sinn und Einsatzbereich ist aber ganz anders als bei Python. Man kann jetzt auch lambda-Ausdrücke schreiben, ...). Ich gucke mir auf YouTube schon mal ganz gerne die Vorträge c++ Compilerentwicklern an. Es ist schon interessant zu sehen in wie unterschiedliche Richtungen sie die Sprache weiterentwickeln möchten und warum sie einige "modernere" Techniken nicht aufnehmen wollen oder können bzw. warum sie schon mehrfach einige "moderne" Features aus aktuellen Versionen wieder entfernt haben.

    Habt ihr eigentlich auch Erfahrungen in der Softwareentwicklung, insbesondere in Bereichen wie Design Pattern und UML?

    Zu "Design Pattern" und "UML": Im Grunde nur das, was so auch in Fachbüchern steht. Aber "richtig" genutzt: nein.

    Zu "Softwareentwicklung". Ja. Ich programmiere Software, die wirklich im Berufsleben von anderen Leuten produktiv angewendet wird. Also nicht so ein Hobby "Ich programmiere mal Taschenrechner oder Sodoku".

    Schwerpunkt bei mir C++/Qt. GUI, welche NP Probleme lösen kann. Daten werden u.a. in einer SQL Datenbank gespeichert. Daten werden aus verschiedensten Formaten gelesen (xml, csv, ...) und in verschiedensten Formaten exportiert (html, cvs, ...). (Da ist sogar etwas css, JavaScript und LaTeX dabei. Aber da bin ich nur auf Anfängerniveau). Ich kompiliere die Software für Windows, MacOS, Linux, x86, ARM. WebAssembly habe ich mal ausprobiert, geht aber noch nicht gut genug. Versuche ich mal in ein paar Jahren nochmal.

    Eine gute Anlaufstelle für Design Pattern und UML kann ich nicht nennen. Für Qt ist definitiv das offizielle Qt Forum die erste Anlaufstelle bei Fragen (Nach der sehr guten Dokumentation, die (fast) alle Qt Dinge sehr gut vorstellt.).

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