Beiträge von Volker_D

    Ich suche die Stelle in einem der Bücher Moses nicht, aber es heißt nicht Rock oder Hose, sondern sinngemäß, Frauen in Männerkleidung seien Gott ein Gräuel. (Wurde mir damals auch mehrfach vorgelesen).

    Richtig. Und zu der Zeit gab es in der Gegend keine Hosen. (Es gab Hosen zu der Zeit, aber das war bei den Reitervölkern in der Steppe des heutigen Russlands.). Demnach dürften die Baptisten gar nicht zwischen Hose und Kleid unterschieden (wie sie es heute machen), sondern müssten es, wie in der Bibel, über andere Eigenschfaten machen. z.B. die Farbe, das Muster des Stoffes, ... .

    Könnte es nicht gut sein, dass Kleid" dort synonym zu "(0ber)Bekleidung/Kleidung(sstück)/Gewand" benutzt wird?

    Andererseits würde das aber auch nicht viel an der eigentlichen Aussage ändern, dass Männer und Frauen das gleiche tragen.

    Gewand ist vielleicht zu doppeldeutig. Unter Gewand kann man auch verstehen, dass es besonders prächtig ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das zu der Jesus-Figur passen soll.

    Diese Diskussion hatte ich auch einmal an meiner ersten Schule. Ein Russlanddeutscher Baptist stand beim Elternabend zu diesem Thema auf und las aus dem alten Testament vor, dass die Kinder abends zu Hause sein sollen. Es war also kein Kompromiss, die baltischten Eltern haben sich durchgesetzt.

    Die Stelle kenne ich nicht. Hatten meine Baptisten auch nicht zitiert/gefunden. Meine hatten nur so Sätze wie (sinngemäß) "Die Erziehung liegt bei den Eltern". Woaruf hin ich immer gesagt habe, dass die Eltern die Erziehungsberechtigten bleiben und sie ihre Kinder sofort von der Klassenfahrt abholen müssen, wenn sich das Kind nicht ordentlich benimmt, weil es schlecht erzogen wurde. Insofern war es bei mir ein Kompromiss. Die wollten ja ürsprünglich gar nicht mit.

    Jesus hat auch nie in Mikrofone gesprochen. Da halten sich Baptisten auch nicht dran.

    Weiß ich auch. Du glaubst gar nicht wie ich für "meine" Baptistenmädchen gekämpft habe, damit sie auf Klassenfahrt dürfen. Die haben mir eine Seite mit Bibelzitaten geschickt, die ich dann Satz für Satz auseinander genommen habe.

    Das hat dann zumindest zu dem Kompromiss geführt, dass die Mädchen mitfahren durften, aber jeden Abend von den Eltern abgeholt wurden und dann morgens wieder gebracht wurden. Sie durften dann eben nur nicht bei der Klassenfahrt übernachten, aben sie haben ansonsten an der (kompletten?) Klassenfahrt teilgenommen.

    Finde ich gut. Auch Männer oder „Männchen“ dürfen dürfen schließlich Rock tragen.

    Ich kenne ich nicht mehr den genauen Auslöser, aber ich habe mal in der Klasse mal behauptet, dass unsere Baptistenmädchen gezwungen werden ein Kleid zu tragen und die Jungen gezwungen werden Hose zu tragen (Weil ich nie einen Jungen mit Kleid gesehen habe und nie ein Mädchen mit Hose). Die Baptisten hatten auf die Bibel verwiesen: Männer und Frauen müssten sich unterschiedlich kleiden. Draufhin habe ich auf die Bergpredigt verwiesen. Dort trägt Jesus ein weißes Kleid. (Den Hosen waren zu der Zeit in der Gegend überhaput nicht üblich). Meiner Meinung müssten die baptistischen Jungen weiße Kleider tragen und die Mächen eine andere Farbe nehmen.

    Ahh... Also bei einigen weiß ich es mittlerweile, aber nicht bei allen.

    Wenn ihr in "Mein Profil" ein Geschlecht auswählen würdet, dann könnte, zumindest ich, hier einige der Argumentationen machmal besser verstehen. Könntet ihr euch mal bitte Gerndern? Ist das bei "Volker" schon eindeutig? (Das mit "Palim" tut mir echt leid. Hörte sich einfach für mich männlich an und in dem Fall von Palim muss ich zugeben, hatte ich sogar ein ganz spezielles männliches Gesicht und sogar eine Stimme dazu im Kopf.)

    Es gibt in der Chemie tatsächlich nicht eine einzige Frau, die in der Vergangenheit irgendwas von Bedeutung gemacht hätte.

    ahhh... Ich bin kein Chemielehrer, aber selbst ich weiß, das Marie Curie schon 1911 den Nobelpreis in Chemie bekommen hat und später auch die Tochter den Nobelpreis in Chemie bekommen hat. Ich würde wetten, dass es mehr Nobelpreisträgerinnen in Chemie gibt.

    Ja, kenne ich. Macht den Text aber nicht besser.

    Es macht den Text dadurch besser. Ich hatte es ja sogar zwei mal eingeschränkt eingeschränkt. Mit "vielleicht" und sogar ein zweites mal mit "kann". Hätte ich diese beiden Worte nicht benutzt, dann wäre meine Aussage falsch gewesen. Mit den beiden Worten ist sie aber richtig. Oder möchtest du jetzt Behaupten, dass ich mir das nicht vorstellen kann?

    Das vermutliche Problem in der Kommunikation ist einfach, dass du vermultich glaubst zu wissen wie ich denken würde.

    Gendergerechter Unterricht hatten wir als Thema schon damals in der Ausbildung; sowohl in Mathe als auch Physik.

    Dabei ging es aber nicht um Dinge wie "Schüler:innen", oder soetwas.

    Sondern darum, dass wir bei Textaufgaben nicht schreiben sollen:

    "Die Mutter kauft für das Mittagessen .... Wie teuer ist das Essen", sondern "Der Mann kauft für das Mittagessen .... Wie teuer ist das Essen"

    und statt "Die Erzieherin besucht mit ihren Kindern den Zoo... Wie viel muss sie bezahlen?", sondern "Der Erzieher geht mit seinen Kindern in den Zoo..".

    Im Grunde also immer das Geschlecht nehmen, dass in der "Berufsgruppe" die (angebliche) Minderheit darstellt.

    Wie viele Busfahrerinnen kennst du denn so? Etwa 80 % der Stellenausschreibungen auf jobs.ch sind gendendert, auch die für die Buschauffeuse. Praktisch jeder Text in den Medien ist gegendert geschrieben und Lehrperson bin ich schon seit 10 Jahren. Scheint weder ein neues noch ein exklusives Phänomen zu sein.

    Die Frage ging zwar nicht an mich, aber ich sehe es so:

    Du hast nur gesehen, wie andere Personen (auch nicht Busfahrer) einen weiblichen Busfahrer ansprechen. In dem Text davor ging es darum, wie sich weibliche Busfahrer selbst nennen. Das sind verschiedene Gruppen.

    Das ist Quatsch. Ich weiss nicht, um welche Sprache es hier geht, aber Japanisch unterscheidet z. B. zwischen "Männer- und Frauensprache". Natürlich hat das im höchsten Masse Einfluss auf die Sozialisation eines Kindes.

    Naja, das Beispiel wurde auf Deutsch geschrieben und wir sprechen hier doch über das Gendern der Deutschen Sprache. Natülich habe ich dann Deutsch gemeint und nicht Japanisch.

    Also wenn ich einem kleinen Kind mit einem Bilderbuch Worte und Sprache beibringe, dann zeige ich z.B. auf ein bestimmtes Bild und sage "Polizist". Selbst ich kann bei den Bildern machmal gar nicht sagen, ob dort gerade ein männlicher oder ein weiblicher Polizist abgebildet ist.

    Und selbst wenn ich bei dem Kind schon vorher z.B. Junge und Mädchen beigebracht habe. Wie soll ich das den gemacht haben? Bei Mädchen zeige ich auf eine Person mit Rock und langen Haaren (Ich meine keinen Schottenrock oder so). Wenn ich da ein Bild mit einer Person sehe, die eine Hose an hat und kurze Haare hat, dann sage ich Junge. Dabei weiß ich gar nicht ob das ein Junge oder Mädchen ist. Müssen wir jetzt in den Bilderbüchern für Kinder nur nackte Personen darstellen, damit das Kind auch den Unterschied lernen kann?

    Ich finde es überraschend, dass jemand mit einer so sprachkonservativen Einstellung so viele Rechtschreibfehler macht.

    Das ist für dich nur deshalb überraschend, weil du meine Einstellung für sprachkonservativ hälst. Ich habe doch so viele Vorschläge für verschiedenste Änderungsmöglichkeiten gemacht. Und ich habe hier mehrfach gesagt, dass ich das alte System nicht mehr haben möchte und ändern möchte. Was soll daran konservativ sein?

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