Beiträge von Volker_D

    Gendergerechter Unterricht hatten wir als Thema schon damals in der Ausbildung; sowohl in Mathe als auch Physik.

    Dabei ging es aber nicht um Dinge wie "Schüler:innen", oder soetwas.

    Sondern darum, dass wir bei Textaufgaben nicht schreiben sollen:

    "Die Mutter kauft für das Mittagessen .... Wie teuer ist das Essen", sondern "Der Mann kauft für das Mittagessen .... Wie teuer ist das Essen"

    und statt "Die Erzieherin besucht mit ihren Kindern den Zoo... Wie viel muss sie bezahlen?", sondern "Der Erzieher geht mit seinen Kindern in den Zoo..".

    Im Grunde also immer das Geschlecht nehmen, dass in der "Berufsgruppe" die (angebliche) Minderheit darstellt.

    Wie viele Busfahrerinnen kennst du denn so? Etwa 80 % der Stellenausschreibungen auf jobs.ch sind gendendert, auch die für die Buschauffeuse. Praktisch jeder Text in den Medien ist gegendert geschrieben und Lehrperson bin ich schon seit 10 Jahren. Scheint weder ein neues noch ein exklusives Phänomen zu sein.

    Die Frage ging zwar nicht an mich, aber ich sehe es so:

    Du hast nur gesehen, wie andere Personen (auch nicht Busfahrer) einen weiblichen Busfahrer ansprechen. In dem Text davor ging es darum, wie sich weibliche Busfahrer selbst nennen. Das sind verschiedene Gruppen.

    Das ist Quatsch. Ich weiss nicht, um welche Sprache es hier geht, aber Japanisch unterscheidet z. B. zwischen "Männer- und Frauensprache". Natürlich hat das im höchsten Masse Einfluss auf die Sozialisation eines Kindes.

    Naja, das Beispiel wurde auf Deutsch geschrieben und wir sprechen hier doch über das Gendern der Deutschen Sprache. Natülich habe ich dann Deutsch gemeint und nicht Japanisch.

    Also wenn ich einem kleinen Kind mit einem Bilderbuch Worte und Sprache beibringe, dann zeige ich z.B. auf ein bestimmtes Bild und sage "Polizist". Selbst ich kann bei den Bildern machmal gar nicht sagen, ob dort gerade ein männlicher oder ein weiblicher Polizist abgebildet ist.

    Und selbst wenn ich bei dem Kind schon vorher z.B. Junge und Mädchen beigebracht habe. Wie soll ich das den gemacht haben? Bei Mädchen zeige ich auf eine Person mit Rock und langen Haaren (Ich meine keinen Schottenrock oder so). Wenn ich da ein Bild mit einer Person sehe, die eine Hose an hat und kurze Haare hat, dann sage ich Junge. Dabei weiß ich gar nicht ob das ein Junge oder Mädchen ist. Müssen wir jetzt in den Bilderbüchern für Kinder nur nackte Personen darstellen, damit das Kind auch den Unterschied lernen kann?

    Ich finde es überraschend, dass jemand mit einer so sprachkonservativen Einstellung so viele Rechtschreibfehler macht.

    Das ist für dich nur deshalb überraschend, weil du meine Einstellung für sprachkonservativ hälst. Ich habe doch so viele Vorschläge für verschiedenste Änderungsmöglichkeiten gemacht. Und ich habe hier mehrfach gesagt, dass ich das alte System nicht mehr haben möchte und ändern möchte. Was soll daran konservativ sein?

    Ich kann für mich nur sagen, dass ich Wörter oft in Anführungszeichen bspw. setze um anzuzeigen, dass ich ein wenig übertreibe oder wenn ich ein bestimmtes Wort oder Wörter besonders betonen will (dann setze ich Anführungszeichen, statt dieses Wort/diese Wörter kursiv zu schreiben oder zu unterstreichen).

    oh.. Klammern werden für ganz viele Dinge eingesetzt.

    Ich benutze sie z.B. auch bei Wörtlicher Rede oder wenn ich etwas zitiere. Ich benutze sich auch, wenn Rechnungen in einer bestimmten Reihenfolge durchzuführen sind oder um die Prioriät von Operatoren zu betonen. ...

    Klammern? Du meinst sicherlich die Anführungszeichen, also "..."

    Gänsefüschen und Anführungszeichen gehören mit zu den Klammern.

    Es gibt Klammern, die geöffnet und geschlossen gleich aussehen. z.B. '' oder | |

    Dann gibt es Klammern wie Gänsefüschen. Leider ist dort nicht eindeutig, was öffnende Klammer und was schließende Klammer ist, da das je nach Sprache unterschiedlich ist.

    Und dann gibt es Klammern, wo klar ist, was öffnende und schließende Klammer ist.

    Das sind in UTF folgende:

    ( ) [ ] { } « » ༺ ༻ ༼ ༽ ᚛ ᚜ ‹ › ⁅ ⁆ ⁽ ⁾ ₍ ₎ ⌈ ⌉ ⌊ ⌋ 〈 〉 ❨ ❩ ❪ ❫ ❬ ❭ ❮ ❯ ❰ ❱ ❲ ❳ ❴ ❵ ⟅ ⟆ ⟦ ⟧ ⟨ ⟩ ⟪ ⟫ ⟬ ⟭ ⟮ ⟯ ⦃ ⦄ ⦅ ⦆ ⦇ ⦈ ⦉ ⦊ ⦋ ⦌ ⦍ ⦐ ⦏ ⦎ ⦑ ⦒ ⦓ ⦔ ⦕ ⦖ ⦗ ⦘ ⧘ ⧙ ⧚ ⧛ ⧼ ⧽ ⸂ ⸃ ⸄ ⸅ ⸉ ⸊ ⸌ ⸍ ⸜ ⸝ ⸠ ⸡ ⸢ ⸣ ⸤ ⸥ ⸦ ⸧ ⸨ ⸩ 〈 〉 《 》 「 」 『 』 【 】 〔 〕 〖 〗 〘 〙 〚 〛 ﹙ ﹚ ﹛ ﹜ ﹝ ﹞ ( ) [ ] { } ⦅ ⦆ 「 」

    Jetzt werde ich mal philosophisch: Wenn ich mich in was-auch-immer nicht inkludiert fühle, spreche ich dann von "wir"? Wohl kaum, würde ich meinen.

    Ich bin kein Philosoph, aber genau darüber habe ich mir beim Schreiben Gedanken gemacht. "Wir" ohne Klammern würde mich inkludieren, aber durch die Klammern ist es nicht (unbedingt) inkludiert. (Zumindest nach meinem Sprachgefühl. Aber ich bin Laie. Erklärt mir es gerne.)

    Ähnliches hatte ich mich auch schon gefragt, als ich hier aus meiner Kindheit erzählt hatte.

    Meine Formulierung war doch: "Als Kind hatte ich gedacht...".

    Für mich schließt meine Formulierung eigentlich aus, dass ich als Erwachsender noch immer so denke. Es dürfen mir aber gerne die Experten erklären, warum dies offensichlich doch nicht so ist. Mehere Antworten lassen ja darauf schließen, dass Andere denken, ich würde es heute immer noch genau so wie als Kind sehen.

    Zu dem Text:

    1. Wenn jemand etwas studiert hat, dann muss es nicht richtig sein. Dazu gibt es zig Beispiele.

    2. Wenn es jemand studiert hat, dann wäre es eigentlich schön, wenn es dann einem Laien verständlich erklärt werden könnte, warum es "gut" ist oder "wie es umzusetzen ist" oder ... Wie soll ein Laie es machen, wenn der Experte keinen Tipp für die Umsetzung gibt?

    Ganz konkret also 2 Punkte: Ich habe mehrfach nach den Vorteilen gefragt. Mir wurde ein Vorteil genannt. Den habe ich verstanden. Daraufhin habe ich verschiedene Varianten genannt, die exakt den gleichen Vorteil haben und ich habe auch noch gezeigt, dass die anderen Varianten weitere Vorteile haben gegenüber dem Expertenvorschlag.

    Warum sollte ich mich also Laie für einen Expertenvorschlag entscheiden, bei dem mir kein Vorteil gegenüber erkennbar ist?

    Dann habe ich mich bemüht die empholene Testphase anzunehmen und auch mein Problem geschildert, und gefragt, wie ich das jetzt konkret machen soll. Leider konnte mir niemand (Ich hoffe "niemand" ist korrekt) einen Tipp geben. Meine Anfragen wurden einfach ignoriert.

    Dann hätte ich noch Japanisch im Angebot und wundere mich weiter, wie man behaupten kann, Sprache hätte keinen Einfluss auf die eigene Sozialisation.

    Die Japaner können ja total abgedreht im Sprachgebrauch sein. Keine Ahnung ob das alle Japaner so machen. Aber aus meiner Praxis: Wenn die Japanischen Übersetzer Probleme mit dem Platz bei der Übersetzung hat, dann ist der total "enspannt". Wenn der Text zu lang ist und nicht mehr auf den Bilschirm passt, dann wechseln die einfach den Zeichensatz. Die haben ja ihre 2 eigenen Schriften und auch noch die chinesische Schrift und packen auch problemlos lateinische Schift mitten in ihre Texte. Da wird wild hin und her gesprungen.

    Und Regeln für Anführungszeichen? Die nutzen alles was es weltweit so gibt. Gänsefüßchen, Striche, Klammer, ...

    Das mit der anekdotischen Evidenz ist dir als Physiklehrer ein Begriff, oder?

    Musste ich gerade noch mal nachlesen. Worum es da geht ist mir klar. Diesen Fachbegriff dafür hätte ich nicht mehr gewußt.

    Beim letzten mal wurde ich für die Quellenangabe angemacht ("Was hast du immer mit deiner Werbung?"). An einigen Stellen hier im Forum habe ich die Quelle bewußt nicht geschrieben um die Quelle bzw mich zu schützen. An einigen Stellen habe ich die Quelle nicht hingeschrieben, weil es mir im Verlauf der Diskussion unwichtig erschien. An welcher Stelle vermisst du eine Quellenangabe?

    oder Beziehst du das jetzt auf meine Kindheit? Nun, dann haben hier alle das gleiche Problem, oder? Wer sagt uns denn, dass deine Kindheit allgemein objektiver war? Du unterliegst dem gleichen Problem.

    Ich habe ja echt viel dazu gelesen, geforscht, etc. Ich habe immer die Vor- und Nachteile abgebildet, die Effekte, die Ansprüche einer Gesellschaft, etc. Letztendlich habe ich aber nie jemandem vorgeschrieben, d a s s er oder sie gendern SOLL, w i e er/sie es soll, w e n n er/sie es tut o. ä.

    Und genau deshalb solltest du doch wissen wie schwer es war zu erkenne was gemeint war. Und mit deinem Vorschlag machst du es doch später lesenden, forschenden, etc. noch schwerer, da jetzt noch eine abweichende Form vorkommen kann. Warum nicht mein Vorschlag, dann würdest du es Forschern viel einfacher machen, weil die Texte nicht plötzlich ihren Sinn verdrehen würden.

    Trotzdem kann man das sehr spannend finden.

    Ich finde auch solche Sachen total spannend. Am interessantesten fand ich, dass vor ein paar Monanten ein Volksstamm aus Alaska mit nur wenigen 1000 Mitgliedern es geschafft hat, endlich ihr Zahlensystem umzusetzen. Die hatten keine eigene Schrift und erst durch die Europäer gelernt zu Schreiben und zu Rechen. Das haben die dann im Dezimalsystem gelernt, obwohl in ihrer Sprach ein 20er System genutzt wird. Das konnten die aber nicht darstellen (den Trick wie bei Hexadezimalsahlen kannten sie wohl nicht und/oder wollten es wohl bewußt nicht machen). Daraufhin haben die in den letzten Jahren Zeichen für ihre Ziffern erfunden und die würden in den UTF-Zeichensatz aufgenommen, sodass heute dies jeder am Rechner/Handy/Tablet schreiben kann. War ein Artikel auf heise.de. Finde ihn gerade so schnell nicht. Würde ich aber auf Nachfrage noch mal suchen.

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