Beiträge von Midnatsol

    Mir fallen spontan ein:
    - Lehrergesundheit (scheint ein Klassiker zu sein)
    - Individuell fördern
    - Feedbackkultur und Feedbackmethoden etablieren
    - Medienarbeit im und um den Unterricht

    Ich persönlich mag Pädagogische Tage mit Referenten von Außerhalb deutlich lieber als die von Kollegen organisierten, einfach weil man so mal "aus dem eigenen Saft" rauskommt.

    Und wieder entdecke ich sowas Neumodisches...

    früher:
    (to) go, went, gone
    Und:
    I go
    you go
    he/she/it...

    heute: Arbeitsheft mit Lückentext "trage mal was oder were oder wasn't/ weren't richtig ein".

    Es werden offensichtlich keine Verben mehr konjugiert und durchexerziert, können muss man sie aber trotzdem irgendwie :gruebel:

    Bei meinem Buch funktioniert das so:
    Schritt 1: Gaaaaaanz am Anfang stehen bei den Vokabeln wirklich die einzelnen Verbformen als Vokabeln angegeben: I go -> ich gehe; irgendwo kurz danach: He goes -> er geht. Das ist einfach nur, um überhaupt erstmal Sprachmaterial gaaaaanz am Anfang zu haben. Warum das für "he" anders aussieht als für "I" wissen sie noch nicht, das lernen sie erst bei Schritt 2.

    Schritt 2: Die erste Zeitform, die dann eingeführt wird, ist das simple present. Da lernen die Schüler dann das berühmte "he/she/it: das s muss mit" und dass für die anderen Formen der Infinitiv (ohne 'to') verwendet wird: Ab da können sie "I go, you go, he goes, she goes, ....". Typisches Übungsformat: Lückentext mit den verschiedenen Personalpronomen, man soll die richtige Form der Verben einsetzen (mit oder ohne 's' bzw. ggf. den besondern s-Schreibweisen).

    Schritt 3: Und wenn dann das simple past eingeführt wird, lernen sie (to) go -> went. Jetzt können sie auch "I went, you went, he went, she went, .....". Hier findest du jetzt den von dir angesprochenen Lückentext: Setze was/were bzw. wasn't/weren't ein (oder in unserem Beispiel: went bzw. didn't go).

    Schritt 4: Mit dem Present Perfect kommt dann auch endlich die "dritte Verbform" (past participle) dazu, jetzt lernt das Kind die dreiteilige Tabelle der unregelmäßigen Verben, an die sich wohl jeder aus seiner Schulzeit dunkel erinnert: (to) go -> went -> gone.

    So (oder sehr ähnlich) dürfte das in so ziemlich jedem Englisch-Lehrwerk funktionieren. Also: Man lernt durchaus diese Konjugation, aber eben Schritt für Schritt.

    Bei einer Durchfallquote von 80%? Mit Recht.

    Spannende Zahl, die aber nicht den Angaben des
    Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung entspricht, welches bezüglich der MINT-Fachrichtungen schreibt:

    "Den höchsten Studienabbruch weist Mathematik mit 51% auf, gefolgt von Informatik (45%), Chemie (42%)sowie Physik und Geowissenschaften (40%)."

    An meiner Uni wurde von einem Prof für das Fach Philosophie (!) ebenfalls mal die Zahl von "etwas mehr als 75% Abbrecherquote bis zum Ende des Bachelorstudiums" verlautbart. Ob diese Zahl stimmt, weiß ich nicht. Aber selbst wenn, sehe ich das nicht als Grund an, mich nun über andere Fächer zu erheben. Denn
    a): Ich habe keine Ahnung, warum die Leute abbrechen (zu schwer? Nicht dem entsprechend, was man erwartet hat? Nicht den eigenen Neigungen entsprechend? Doch noch im Nachrückverfahren in ein anderes Fach, das man bevorzugt reingerutscht? Doch keine Lust zu studieren, lieber Ausbildung, ...).
    Und b): Selbst wenn "zu schwer" der Grund von allen Abbrechern wäre: Es war eben genau mein Ding und ich fand es nicht schwer. Dafür würde ich vermutlich in anderen Studienfächern scheitern, weil _diese_ eben nicht "mein Ding" sind, in denen aber manche von den Philo-Abbrechern brillieren. Ich habe in meinem Fach sehr gute Leistungen erbracht, wo andere abbrechen, was aber nicht bedeutet, dass ich besser wäre als diese Leute - ich bin nur besser in meinem (anders gesagt: diesem einen) Fach. Damit, dass ich eine Stärke habe, brauche ich nicht zu prahlen - eine Stärke (bzw. als Lehrer: zwei) hat hoffentlich jeder!

    Was Valerianus sagt.

    Um meinen Beitrag etwas gehaltvoller zu gestalten: Ich habe, als ich meine Planstelle erhielt, direkt im ersten Monat einen Abschlag erhalten, der nahezu exakt meinem späteren "richtigen" Gehalt entsprach. "Nahezu exakt" heißt 70€ zu wenig, die mir dann im dritten Monat draufgeschlagen wurden. Da musste ich auch nicht nachfragen, das lief ganz automatisch so. Aus eigener Erfahrung würde ich also sagen: Kein Grund zur Panik, die "3 Monate bis es läuft" beziehen sich auf die ganz genaue Abrechnung und bedeuten nicht, dass du 3 Monate Nulldiät machen musst :)

    Ich finde, dass alle Vokabellern- und Überprüfungsmethoden ihren Sinn und Platz haben (dürfen).
    - Als Schülerin habe ich am Anfang mit den Listen im Buch gelernt -> gut um einen Grundwortschatz aufzubauen
    - Später dann ausschließlich über Kontext (viiiiiele Bücher auf Englisch gelesen, Filme geschaut, während Schulzeit und Studium Zeit im Ausland verbracht, ...)
    Persönliches Fazit: beides funktioniert, beides hat seinen Sinn und Platz und ist völlig legitim!

    Genauso sehe ich es bei der Überprüfungsform: Manchmal werden die Schüler später exakte Entsprechungen für Deutsche/Englische Worte in der jeweils anderen Sprache brauchen, also ist es nicht schlecht, diese im Kopf zu haben. Manchmal werden sie aber auch möglichst spontan kommunizieren müssen, sodass in ihrem Kopf eben möglichst keine Simultanübersetzung laufen sollte. Wer was wann wie oft brauchen wird, ist eine Frage, die nur begabte Hellseher werden beantworten können. Entsprechend versuche ich beides bei meinen Schülern zu fördern so gut es eben in den paar Stunden Unterricht pro Woche funktioniert.
    Und entsprechend prüfe ich auch beides ab:
    - Die (wöchentlichen bis 14-tägigen, je nachdem wie ich es schaffe hinsichtlich meiner sonstigen Korrekturbelastung) sind tabellarische 1:1 Übersetzungen. Grund: Null Vorbereitungsaufwand für mich, fix korrigiert -> Entlastung für mich (obwohl natürlich Korrekturbelastung, wenn auch nicht vergleichbar mit KAs/Klausuren).
    - In Klassenarbeiten habe ich sehr häufig auch eine "Words" Aufgabe, da wird dann per Kontext abgefragt - ab dem Zeitpunkt, da wir Relativsätze haben, ist sowas in irgendeiner Form fast immer drin, weil sich damit "mal eben so" auch noch diese Grammatik festigen lässt.

    Fazit: Beides ist völlig okay. Wenn ein Kollege nur eine Überprüfungsform der beiden wählt, ist das in meinen Augen auch absolut legitim - wirklich mal, vom Vokabeltestformat hängt meiner Ansicht nach nicht der Lernerfolg der Schüler ab. Da gehört einfach deutlich mehr dazu und nur weil die Didaktik momentan "sinnhafter Kontext!!" schreit, heißt das nicht, dass das zwingend besser ist als "Drill". Alle Kollegen haben studiert und ihr Referendariat bestanden und ich überlasse es ihnen, zu entscheiden, was ihnen didaktisch sinnvoll erscheint; dasselbe Recht fordere ich für mich ein (wenngleich ich natürlich gern mein Vorgehen begründe, anderer Leute Ansichten anhöre und hinterfrage, etc. - normaler Lehreralltag eben).

    Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich hoffe, dass deine gesundheitliche Situation sich durch deinen Ausstieg wieder etwas (besser) stablisiert und dass ich es toll finde, dass du trotzdem anderen Lehrern helfen möchtest!! :top:

    Ich vermute, dass sich hier bislang so wenig tut, weil es sehr schwer ist sich etwas zu wünschen, wenn man garnicht weiß, was so im Angebot ist... möchtest du Schulbücher verschenken? Reihenplanungen verschicken? Sonstige Materialien verscherbeln? Ein paar genauere Angaben wären bestimmt hilfreich!

    Ansonsten hätte ich natürlich spontan die Idee, euren oder den Reffis von Nachbarschulen mal eine Mail zu schreiben (ggf. über die Schulleiter oder - wenn sich herausfinden lässt wer das ist: die AKOs - und Material anzubieten. Die sind ja meist sehr dankbare Abnehmer :)

    Dir sowohl gesundheitlich als auch bei deinem Vorhaben jedenfalls noch viel Erfolg! (Ich habe leider die falschen Fächer ;) ).

    Wie dir das egal sein kann verstehe ich nicht so ganz, da eine solche Grundeinstellung dazu führen wird, dass die Probleme von Brennpunktschulen (weiterhin) ignoriert werden. Diese werden sich aber nicht ohne den Willen der Politiker verbessern lassen, die entsprechende Ressourcen bereitstellen müssten - und dass 300€ eben nur ein Schweigegeld und keine Ressource in diesem Sinne darstellt, ist hoffentlich konsensfähig.

    3. sucht der TE in regelmäßigen Abständen nach Artikeln aus denen er/sie schließt an welcher Stelle LehrerInnen zu viel verdienen.

    Der sagt hier an keiner Stelle, dass LehrerInnen zu viel verdienen, sondern dass 300€ Zulage für eine bestimmten Lehrerkreis keine Lösung für dessen Probleme darstellt und andere (bzw. überhaupt:) Lösungen für die bestehenden Probleme zu bevorzugen sind. Das ist ein himmelweiter Unterschied!

    Ich hab während des Studiums ein einjähriges Praktikum an einer bilingualen Grundschule in Los Angeles gemacht, über die Organisation Amity Institute. Bei Interesse kannst du mir gerne eine PN schreiben.

    Amity vermittelt aber nur in die USA. War auch über sie dort. Da der TE aber nach GB möchte ist Amity für ihn daher keine Option.

    Der Unterschied zwischen A13 und A14 dürfte (je nach Erfahrungsstufe) ca. 120-150€ im Monat ausmachen. Dafür 3 Anrechnungsstunden zu verlieren ist bitter, daraus ergibt sich nämlich quasi ein Stundenlohn von 45€ für diese 3 Stunden. Das ist horrend weniger als du eigentlich pro Unterrichtsstunde gerechnet bekommst (ca. 130€). So gesehen wäre der Aufstieg in A14 also wirklich ein Minusgeschäft. Ich würde die 3 Entlastungsstunden bevorzugen.

    Es gibt aber nunmal soundsoviele Kollegen, die da bereits arbeiten. Frag die doch mal, ob sie lieber die 300 EUR im Monat nehmen oder lieber einen Sozialarbeiter hätten. Wer das möchte, könnte sich ja zusammentun und einen mit dem Bonus gemeinsam bezahlen- nicht wahrscheinlich.

    Wer dort bereits arbeitet wird sich natürlich über die 300€ Zulage freuen, keine Frage. Aber was die Politik mit so einer Zulage bezweckt wird eher nicht sein, den Kollegen eine Freude zu breiten, sondern:
    a) einen Anreiz für die Arbeit dort zu setzen, um neue Kollegen für diese Schulen zu gewinnen und so den dort (verstärkt) herrschenden Lehrermangel zu bekämpfen (wer wählt in Zeiten, in denen er sich die Schule quasi aussuchen kann schon die Brennpunktschule!? Korrekt - die allerwenigsten!)
    und noch viel wichtiger:
    b) sich aus der Verantwortung für eben diesen Lehrermangel an Brennpunktschulen zu stehlen - sobald ich das erste Interview sehe in dem ein Politiker auf den Lehrermangel gerade an diesen Schulen angesprochen wird und sich damit aus der Verantwortung für die miserable Situation der Brennpunktschulen stiehlt indem er sagt man habe ja gaaaaanz viel für die Schulen getan, indem man z.B. diesen finanziellen Anreiz geschaffen habe, sodass die Arbeit dort nun auch für die Spitzenabsolventen attraktiv wird, werde ich meinem Laptop oder der entsprechenden Zeitschrift entgegenbrüllen: "Hab ich doch gesagt!" Wenn die Politiker nämlich so eine tolle Antwort auf die Frage nach der Lage de Brennpunktschulen haben, wird sich niemand mehr einen Deut darum scheren die handfesten Probleme dieser anzugehen - sobald das Mikrofon aus ist wird es dann nur noch heißen: "Typisches Lehrer-Gemaule. Die kriegen den Hals nicht voll, die kriegen doch schon ihre Zulage, dafür sollnse doch nu aufhören über ihre beschissenen Arbeitsbedingungen zu motzen und die Probleme mal selbst anpacken... überbezahltes, faules Pack das sie nunmal sind, denen kann man's eh nicht Recht machen. "

    Ich halte es für besser als nichts, stimme ansonsten aber sofawolf zu: Es behebt keines der an Brennpunktschulen herrschenden Probleme und das Geld sollte meiner Ansicht nach lieber in zusätzliche, die Lehrer entlastende Stellen investiert werden, insb. Sozialpädagogen und DAZ-Fachkräfte. Für mich persönlich wäre jedenfalls eine Brennpunktschule, bei der ich jederzeit (!) genügend (!) fachkundige (!) Unterstützung zur Seite habe (und womöglich nur für eine humane Anzahl an Schülern verantwortlich bin) deutlich attraktiver, als eine Brennpunktschule nach heutigem Stand und (bis zu!!) 300€ Schmerzensgeld.

    Auch bringen mich die 300€ nicht annähernd in Versuchung, mit dem Wechsel an eine Brennpunktschule zu liebäugeln (allein schon dieser Satz.... :autsch: ).

    Berufliche Zufriedenheit und damit einhergehend (psychische) Gesundheit lässt sich mMn nicht für 10% mehr Gehalt erkaufen.

    Was erwarte ich von meinen SuS im Mathematik- und Informatikunterricht?

    • dass sie nicht so laut sind, dass es andere stört
    • dass sie sich aktiv beteiligen (nicht verkehrt für eine gute mündliche Note)
    • ...?

    - dass sie ihnen gestellte Hausaufgaben ausführlich erledigen. Wenn sie das nicht können: dass sie ihre Überlegungen zum Lösungsweg vorstellen und konkrete Probleme schildern/ konkrete Fragen stellen können.
    - dass sie sich (ggf.) bei der Abfrage zu Beginn der Stunde melden, wenn sie die HA nicht haben.
    - dass sie stets folgendes Arbeitsmsterial dabeihaben: x, y und z.
    - dass mit dem Klingeln zum Stundenbeginn folgendes Material schon auf dem Tisch liegt: Buch, Heft, ...
    - dass sie, wenn sie etwas nicht verstanden haben, frühzeitig (!) Fragen stellen.
    - dass sie kooperieren, d.h. z.B., dass Schüler, die ein Thema schon gut verstehen, ggf. in bestimmten Unterrichtsphasen anderen Schülern helfen. Und insbesondere dass niemand über Fragen von Mitschülern lacht/ verletzende Kommentare abgibt.
    - dass sich alle an die Regeln zur Benutzung des Computerraums halten.
    - dass Toilettengänge in der Pause, nicht zu Beginn des Unterrichts erledigt werden.
    - dass sie Klassenarbeiten zur nächsten Stunde von einem Elternteil/Erziehungsberechtigten unterschreiben lassen und die Unterschrift in der nächsten Stunde vorzeigen.
    - usw.

    was davon du Direktmarketing erwartest und was du direkt in der ersten Stunde ankündigen möchtest ist deine Entscheidung. Sollte nur ein paar Denkanstöße bieten :)

    Ich stimme da Sissymaus zu, unleserliche Schrift an Tafel oder auf einer Folie sind wirklich wichtige Punkte, die man ansprechen muss. Was das Getuschel angeht kommt es sicherlich auf die Zahl der tuschelnden Schüler und die Dauer des Tuschelns an.

    Ab ca. Anfang Mai habe ich bis zu 11 Stunden pro Woche in meinen Fächern unterrichtet. Dabei saß selten der Mentor hinten drin und ich hab alles selbst vorbereitet (immer mit V-Plan und Phasen etc., als wie ein UB halt) und hatte am Ende im Schnitt ca. 3-4 Stunden Schlaf. Manchmal auch gar keinen.

    Die 11 Stunden sind ja ganz normal im Ref, die habe ich auch immer (mindestens) unterrichtet. Aber weshalb war nur selten ein Mentor dabei? Du hast doch gewöhnlich 8 Stunden BdU (eigenverantwortlichen Unterricht) und zusätzlich ca. 6 Stunden Ausbildungsunterricht, also mit Mentor drin!? Wenn dir der BdU garnicht erst gegeben werden sollte, hätten ja alle 11 Stunden mit Mentor sein müssen, der für die Klasse verantwortlich ist - wo war der denn? Und weshalb musstest du, wenn kein Mentor dabei war, die Stunden mit Verlaufsplan vorbereiten? Wer hat den denn angeguckt? Hätte man dir den BdU nicht gegeben, hätte ich dann auch mal nachgefragt, woran genau das liegt und wie du ohne die dir zustehende Ausbildung zu erhalten denn die notwendigen Standards erfüllen sollst...

    Stunden mit Mentoren (also: Ausbildungsunterricht) habe ich übrigens auch immer (!) mit Verlaufsplan geplant, den diese dann zusammen mit dem Material vorher von mir bekamen, so wussten sie was kommt und ich konnte zeigen, dass ich Unterricht klar phasiert planen kann. Fand ich gut so und wurde in allen meinen Gutachten positiv erwähnt. Sobald man die Stunde einmal geplant hat dauert das Ausfüllen der Tabelle ja auch nur noch 5-10 Minuten, das macht den Braten also auch nicht mehr fett... Beim BdU habe ich wohl ca. 70% der Stunden mit Verlaufsplan geplant.

    Und noch ein Rat: Niemals (!) am Schlaf sparen! Dadurch arbeitest du am nächsten Tag aufgrund der Müdigkeit nur (noch) ineffektiver, brauchst (noch) länger und kriegst wieder zu wenig Schlaf -> Teufelskreis! Ich habe in Hochphasen an allem gespart, aber niemals am Schlaf, aus oben genanntem Grund und weil es krank macht.

    Ich habe BaföG erhalten und nebenher gejobbt, im 1. Semester noch an einer Fahrschule sowie einen saisonalen Job bei einem Möbelhaus, in dem ich schon zu Schulzeiten gearbeitet hatte, ab dem 2. Semester dann als SHK (später WHK). Und immer habe ich Nachhilfe gegeben, da der Stundenlohn 3-4x höher war als bei den "richtigen" Jobs. Im Master habe ich das dann auch an meiner damaligen Praktikumsschule als Förderkurs gemacht - etwas weniger Geld als die private Nachhilfe, aber ich war auch näher am Schulalltag dran, was ich ansprechend fand. Die ersten 2 Semester habe ich noch zu Hause gewohnt, weil ich sonst die Studiengebühren nicht ohne zusätzlichen Kredit hätte stemmen können. Meine Eltern hätten mir Geld gegeben wenn ich gefragt hätte, aber das wollte ich damals einfach nicht. Nachdem die Studiengebühren dann abgeschafft wurden bin ich dann ausgezogen, da wurde das Geld dann natürlich enger, aber ein bisschen was hatte ich im ersten Jahr dann doch schon beiseitegelegt und ich habe weiterhin gejobbt und bin so irgendwie über die Runden gekommen.

    Die BaföG-Schulden habe ich am Ende des Studiums dann relativ schnell auf einen Schlag abbezahlt, dadurch wurde mir ein Teil derselben erlassen. Dafür habe ich dann wirklich Geld von meinen Eltern angenommen und ihnen diesen zinslosen Kredit nach und nach abgestottert. Alles andere schien mir finanziell einfach dumm und da es ja auch kaum noch Zinsen gibt hatten sie auch keinen Nachteil dadurch. Inzwischen bin ich wieder schuldenfrei :)

    Was ich festgestellt habe (in meinem Kollegium), dass überdurchschnittlich viele Frauen Single sind. Ist das bei euch genauso?

    Am Ehesten Single sind (Achtung: ebenfalls gefühlt!) die jüngeren Kolleginnen. An einer technischen BBS bedeutet "jünger" allerdings so etwa "unter 40". Warum das so ist weiß ich nicht, da mag ich auch nicht spekulieren.

    vs.

    Bei uns sind überdurchschnittlich viele Männer Single. Wüsste aus dem Stegreif gleich mehrere. Frauen fallen mir jetzt spontan kein ein, die Single sind.

    War in meinem letzten Kollegium auch so: 2/3 der Männer sind Single.

    -> Vllt. müsste man mal ein Kollegiumsroulette einführen: Wildes Durcheinandermischen der Kollegien, damit sich die Singles auf den Schulen mal neu verteilen :)

    Ich bin übrigens seit etwa 3 Jahren und somit meiner beruflichen Laufbahn Single und absolut glücklich damit. Wenn ich jemanden kennenlerne, der mir guttut: Warum nicht? Aber ich suche nach niemandem, denn ich bin vollauf glücklich mit meinem Leben wie es jetzt ist; ich genieße die Ruhe zu Hause, die Freiheit in den Ferien und die Zeit am Wochenende mit Freunden und Familie.

    Damit bin ich bei uns (und gefühlt in unserer Gesellschaft insgesamt) eher eine Exotin und muss meine Einstellung immer wieder mal Kollegen erklären, wenn das Thema zur Sprache kommt. Da wird man dann "getröstet" mit einem "du findest bestimmt bald den Richtigen!", und verständnislos angeblickt wenn man erklärt, dass man das garnicht unbedingt möchte. :staun: 8)

    Beim Plattenplatz könnte man ja jetzt mal eine Umfage machen. Meine schulischen Dokument sind kanpp 100GB groß (nach 18 Jahren im Schuldienst).

    Hihi, spannende Idee! Ich habe ca. 30GB nach 3 Jahren Schuldienst!

    Und ich bedanke mich auch mal für eure Einschätzungen, da ich ebenfalls gerade auf der Suche nach einem neuen Laptop bin. Da ich aber immerhin Gelegenheitsgamer und Gelegenheits-Bild-und-Video-Bearbeiter bin, habe ich tatsächlich noch etwas höhere Parameter im Kopf. Aber insgesamt deckt sich das mit dem, was ich so denken würde.

    Da übrigens Lenovos Thinkpads nun schon 2x an gesprochen wurden: Ich hatte bisher 2 Lenovos, ein Netbook und meinen Laptop, für den ich nun Ersatz suche: Beide haben wirklich super lange gehalten und immer tadellos funktioniert - auch jetzt läuft mein Läppi noch, aber er ist mir einfach zu langsam geworden - aber das darf er nach 13 Jahren treuen Dienstes! Trotzdem, wenn ich einen Lenovo finde, der meinen Austattungs- und Preisvorstellungen entspricht, würde ich in der Hoffnung, dass die Qualitätsstandards noch bestehen jederzeit wieder zugreifen. Mein wirklich teures Windows Surface Tablet muckt nach 3 Jahren schon deeeeeeutlich mehr als meine Lenovos es je getan haben!

    Grundlegendstes Problem bei der ganzen Sache: Sag mal jemandem, der sechs, sieben, acht Jahre auf einen Beruf hin studiert hat, dass er für diesen Beruf nicht geeignet ist, und zwar wegen einer Grunddisposition, für die er so gut wie nichts kann, die er auch vor allem nur unter größten Mühen - wenn überhaupt - wird ändern können und die zudem noch kaum konkret fassbar ist.

    Jo, das Problem sehe ich durchaus!

    Ich fürchte aber, dass mehr Praktika nur für Vereinzelte einen frühen Exit bedeuten würden, da ich mal zu behaupten wage, dass
    a) viele Lehrer/Betreuer sich scheuen, Praktikanten so ehrlich und direkt genug, dass die Botschaft wirklich ankommt, ins Gesicht zu sagen, dass sie nicht geeignet sind, eben weil ihnen klar ist, dass Persönlichkeit niemandes "Schuld" ist, sich da Lebensträume zerschlagen und vllt. auch noch die (bei einigen bestimmt auch berechtigte) Hoffnung besteht, dass der junge Praktikant sich noch weiterentwickeln könnte.
    und
    b) eine gewisse Neigung, Kritik gerade an der eigenen Persönlichkeit nicht anzunehmen und als haltlos (+ respektlos) anzusehen, häufig Teil des eigentlichen Problems ist, sodass so mancher kritisierte Praktikant eher dem konkreten "hinterletzten Lehrer", der "Mobbingschule" oder "dem System" die Schuld geben als wirklich die Kritik ernstnehmen und Alternativen durchdenken wird.

Werbung