Ich bin gerade im letzten Semester u.A. Anglistik und kann bestätigen, dass es leider Studenten gibt die weder das "th" noch das englische "r" aussprechen können. Das ist allerdings durchaus die Ausnahme, und sollte eines von beidem bei dir der Fall sein würde ich mir stark überlegen, ob du mit einem solchen Problem wirklich als Lehrerin arbeiten möchtest - Schüler können grausam sein, merken solche grundlegenden Fehler sofort und du hast einen entsprechend schweren Stand bei ihnen. Wenn du keine solchen grundlegenden Probleme hast, kannst du an deiner Aussprache durchaus noch arbeiten, ein Auslandsaufenthalt ist für gewöhnlich ohnehin obligatorischer Bestandteil des Studiums. Bei uns waren allerdings nur 6 Wochen vorgeschrieben, die bringen u.U. gar nichts, du musst aktiv an einer Aussprache arbeiten. "Beibringen" wird man dir Englisch im Studium nicht, ein gutes sprachliches Niveau wird vorausgesetzt; anders als (zumindest an meiner Uni) bei den Romanisten läuft von Anfang an alles auf Englisch.
Ausgesiebt wird bis zu einem gewissen Punkt aber natürlich auch, das Studium schenkt dir keiner und du musst schon deutlich mehr arbeiten als noch in der Schule. Ich persönlich empfand das angewendete Sieb immer ziemlich grobmaschig, manche meiner Kommilitonen hingegen fanden einige Klausuren scheinbar unglaublich schwer - ist wohl Ansichtssache und eine Frage, wie sehr dir der Stoff liegt. Wenn du bereit bist zu arbeiten, und das schreibst du ja, ist das Studium sicher zu schaffen!
Spezielle Vorkenntnisse sind für das Studium nicht nötig, du solltest nur ein vernünftiges Englischniveau (insbesondere schriftlich, aber auch Hörverstehen und mündlich) mitbringen. Ansonsten sei dir eben darüber im Klaren, dass ein Anglistikstudium kein Englischsstudium ist - es geht im Gegensatz zu Schulkursen also nicht in erster Linie darum eine Sprache zu lernen, sondern etwas über den englischsprachigen Kulturraum und englische Sprachgeschichte.