Ich finde Theaterproben auch immer wahnsinnig anstrengend. Ich kann immer nur mit der gesamten Klasse was einstudieren, also so 25 bis 28 Kinder der 1./2. Der Vorteil davon ist natürlich, dass ich als Klassenlehrerin alle gut kenne und sie mich ernst nehmen. Bei einer AG hast du den Vorteil, dass du nur Kinder dabei hast, die grundsätzlich Bock auf Theater haben, aber natürlich den Nachteil, dass die Gruppe aus verschiedenen Klassen gemischt ist und du sie nicht so gut kennst.
Ich gebe die Theaterstücke meist vor, oft noch mit etwas Spielraum, also dass das Stück noch etwas geändert werden kann. Bei den Rollen ist es mir wichtig, dass jeder eine Rolle hat. Hauptrollen werden meist geteilt (ist auch einfacher, falls dann jemand krank wird). Die Kinder sagen ihre Rollenwünsche und ich "lose" aus.
Die Texte werden in Kleingruppen oder auch zu Hause gelernt. Bei den Proben des gesamten Stücks sitzen alle ruhig, sie haben Mäppchen und Mandalas vor sich liegen und wer nicht dran ist, darf zuschauen oder malen. Reden oder aufstehen geht nicht, das stört nur. Wer sich nicht dran hält, wird umgesetzt oder muss in eine andere Klasse gehen und dort arbeiten. Anders funktioniert das meiner Erfahrung nach mit so großen Gruppen nicht.
Ist die Gruppengröße bei dir vorgegeben? Fürs nächste Mal lässt sich das vielleicht ändern. Mit nur 10 bis 12 Kindern hat man ganz andere Möglichkeiten. Da hab ich vor einigen Jahren mal kleine Theaterstücke einstudiert und das ging gefühlt viel lockerer. Wobei das auch 3./4er waren.