Aus bisherigen Entwicklungen kann man kaum auf weitere Entwicklungen extrapolieren. Insbesondere lassen sich kurzfristige Schwankungen nicht sicher vorhersagen. Ich bin mir auch sicher, dass Immobilien in 50 Jahren rein inflationsbedingt noch einmal mit deutlich anderen Preisen gehandelt werden. Ich bin mir aber auch sicher, dass ein Markt auf eine kaufkraftbedingt deutlich abgesunkenen Nachfrage auch durch ein Absinken der Preise reagieren muss und wird. Das gilt insbesondere für den Bestand, weniger für den Neubau.
Beiträge von Seph
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Immobilienpreise sind in den letzten 20 (30, 40, 50) Jahren deutlich mehr gestiegen als die Besoldung. Genau das habe ich gesagt bzw. gemeint.
Ja, das ist unbestritten. Die Preissteigerungen waren maßgeblich durch die in den 2010er Jahren deutlich fallenden Hypothektenzinsen befeuert und weniger durch die Einkommensentwicklung. Dass das nicht zu höheren Belastungen führte, habe ich weiter oben dargestellt. Jetzt aktuell treffen die noch nicht angepassten Angebotspreise auf ein steil angestiegenes Zinsniveau und es muss sich erst noch ein neues Gleichgewicht einstellen. Dass das zu deutlichen Preiskorrekturen führen muss, ist absehbar.
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Dazu denke ich persönlich inzwischen, dass es sich auf die Schülerzahlen vermutlich nachteiliger auswirkt, aufgrund aller möglicher Sonderwünsche sehr zerpflückte Pläne auch für die Schüler erstellen zu müssen (-> Absentismus in der Oberstufe ist dann eine nicht seltene Folge bei zu vielen Freistunden zwischendurch), als einigen eine Umwahl zu empfehlen und notfalls wenige an andere Schulen zu verlieren.
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Naja, Kredite gibt es per se immer. Hat halt ein gewisses Risiko, wenn es nicht gerade bei der Bank ist.
Niemand vergibt einfach Kredite ohne Sicherheiten. Ein Konsumentenkredit zur Deckung der Lebenshaltungskosten bedeutet ja gerade, dass nicht genügend Einkommen für den Schuldendienst vorhanden wäre. Dementsprechend wäre hier eine Zusage auch nicht möglich, es sei denn, es bestehen andere verpfändbare Vermögensgegenstände.
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Da spricht nichts dagegen und lässt sich notfalls ja auch anhand der Sequenzplanung problemlos belegen, dass in genau dieser Stunde genau dieses Stundenziel oder Thema relevant ist.
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Unbedingt die beiden Examen nachmachen, dann bist du sogar noch verbeamtet. Sehe hier gar keinen Grund, vor allem nicht finanziell. Es gibt für so etwas immer Möglichkeiten der Geldbeschaffung in Form von Krediten.
Das sehe ich grundsätzlich auch so, ist aber manchmal einfacher gesagt als getan. Ein Studium ist realistisch nicht mit einer Vollzeitbeschäftigung vereinbar, Kredite zur Deckung der Lebenshaltungskosten gibt es mit hoher Sicherheit nicht.
Aber die Bezahlung auch noch befristet an Privatschulen ... brrrrr....
Das stimmt so pauschal nicht. Viele Privatschulen zahlen zumindest analog zum TVL und nicht nur in Anlehnung an diesen, was einer normalen Bezahlung als nicht verbeamtete Lehrkraft entspräche. Was ich bis vor kurzem nicht auf dem Schirm hatte, ist dass diese teilweise auch weitere Benefits leisten, die sich nicht in der regulären Bezahlung niederschlagen aber steuerwerte Vorteile sind. Das betrifft zum Beispiel das Stellen kostengünstiger oder gar kostenfreier Dienstwohnungen, vergünstigte oder kostenfreie Schulplätze an der Schule für eigene Kinder, das Stellen von Mahlzeiten u.ä. Gerade als Lehrkraft mit absoluten Mangelfächern kann hier ggf. ein Verhandlungsspielraum bestehen.
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Ich will das mal kurz noch am Beispiel ausführen, um das deutlicher zu machen. Mir ist natürlich bewusst, dass ein Beispiel nicht die gesamte Bandbreite aller Konstellationen abdeckt und individuell die gestiegenen Immobilienpreise doch zu höheren Belastungen führen konnten. Ich versuche aber mal eine relativ einfache Grundkonstellation nachzuzeichnen.
Gehen wir jeweils von einem Lehrerpaar nach einigen Berufsjahren auf Stufe A13/8 aus, die vereinfacht beide voll arbeiten. Wir vergleichen einmal die Jahre 2010 und 2020 mit den damals geltenden Einkommen und den Bauzinsen für 15-jährige Zinsbindungen und schauen, was ein Haus kosten durfte (genauer gesagt: welcher Kredit bedient werden kann), wenn dieser jeweils nach 20 Jahren abgezahlt sein soll. Das Paar will dafür 25% des verfügbaren Nettoeinkommens benutzen (hier vor PKV). Finanziert wird jeweils zu ca. 90% des Kaufpreises.
2010: 2xA13/8 Netto sind ca. 6200€ pro Monat , davon stehen 18.600€ p.a. (1550€ im Monat) für den Schuldendienst zur Verfügung
Bauzinsen lagen damals bei knapp 4,5% für 15 Jahre bzw. knapp über 4,0% für 10 Jahre. Bei einer Rückführung des Kredits innerhalb
von 20 Jahre hätte dieser dann je nach Zinssatz nur zwischen 245k-255k betragen dürfen.
2020: 2xA13/8 Netto sind ca. 7600€ pro Monat, davon stehen 22.800€ p.a. (1900€ im Monat) für den Schuldendienst zur Verfügung
Bauzinsen lagen damals bei knapp 1,2% für 15 Jahre bzw. knapp unter 1,0% für 10 Jahre. Bei einer Rückführung des Kredits innerhalb
von 20 Jahre hätte dieser dann je nach Zinssatz nur zwischen 405k-415k betragen dürfen.
Das Haus hätte 2010 also nur ca. 275k kosten dürfen, 2020 aber bereits ca. 455k, was einer möglichen Preissteigerung von 65% entspricht, um gleiche finanzielle Belastungen zu haben.
Wenn man nun in die oben verlinkte Grafik schaut, sieht man, dass das im Durchschnitt ziemlich genau der tatsächlichen Preissteigerung am Immobilienmarkt entspricht.
PS: Natürlich ist - wie ich oben bereits erwähnte - jetzt gerade die Situation eine ganz andere und zumindest die Angebotspreise haben darauf noch nicht hinreichend reagiert. Diese scheinen aber inzwischen weit weg von den tatsächlich realisierten Preisen zu liegen, es gibt da im Gegensatz zu vor 2 Jahren wieder einen guten Verhandlungsspielraum.
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Jo, Kaufkraftverlust fehlt da halt. Die Immobilienpreise kannste mir den lächerlichen Erhöhungen nicht einholen.
Das stimmt im aktuellen Marktumfeld zwar, da die Angebotspreise noch nicht an die aktuelle Zinsentwicklung angepasst sind. Vor etwa 2 Jahren hingegen stimmte die Aussage so nicht. Wir hatten damals gekauft und mir ist bei den Preisen schon sehr anders geworden, auch weil ich Preise vergleichbarer Immobilien von vor 10 Jahren kannte.
Mit Blick auf die Einkommensentwicklung und die sehr niedrigen Zinssätze wäre man aber vor 10 Jahren auf ziemlich gleiche prozentuale Belastungen des Haushaltseinkommens und Laufzeiten der Finanzierung gekommen, wie vor 2 Jahren. Und auch meine Eltern hatten Mitte der 90er aus heutiger Sicht natürlich einen lächerlichen Preis bezahlen müssen und dennoch vergleichbare Belastungen und Laufzeiten.
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Abi-Zulassungskonferenz, -Prüfungskonferenz nach den schriftlichen Prüfungen, um festzustellen, wer in die mündliche Nachprüfung muß, und -Zeugniskonferenz, schon hast drei 10 Minuten-Termine.
Bei diesen Sitzungen müssen in NDS genau 3 Personen anwesend sein, namentlich die berufenen Mitglieder der Prüfungskommission. Meist handelt es sich dabei um Mitglieder der (erweiterten) Schulleitung, die sich ohnehin regelmäßig treffen und dafür auch Slots im Plan festgelegt haben. Ist das bei euch so viel anders?
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Das passt nicht zur Vorgabe der "Leistungsheterogenität".
Richtig! Und genau darin liegt ja das Problem, was ich weiter oben aufgeführt hatte. Gesamtschulen können meines Erachtens nur funktionieren, wenn sie entweder alleinige Schulform in einer Region sind oder zumindest alle anderen Schulformen im entsprechenden Umfang noch vorhanden sind.
In der Praxis läuft es aber nicht selten so, dass bestehende Haupt-/Realschulen oder deren Verbundformen (in NDS: Oberschulen) einfach in Integrierte Gesamtschulen umgewandelt werden, während die Gymnasien beibehalten werden. In meiner Region führte das dazu, dass es tatsächlich - von wenigen Privatschulen abgesehen - keine Haupt-/Real- oder Oberschule mehr gibt, die Gymnasien aber mit genau der gleichen Kapazität wie vorher weiterbetrieben werden. Die Gesamtschulen haben dann natürlich - trotz früheren Anmeldetermins - keine heterogene Leistungsmischung, wie sie für den Standort repräsentativ wäre.
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Kannst du das mit den politischen Raffinessen etwas genauer ausführen? Ich interessiere mich dafür. Scheinbar ist die Förderung der Gesamtschule politisch gewollt in NRW, anders kann ich mir diese seltsamen Anmeldefristen nicht erklären. Es kann doch nicht sein, dass SuS, die an der Gesamtschule abgewiesen werden, dann ersatzweise (!) ans Gymnasium kommen!?
So ist es ja auch nicht ganz. Solche versetzten Termine gibt es hier bei uns auch und das führt in Einzelfällen dazu, dass Eltern ihre Kinder zunächst an einer Gesamtschule anmelden, obwohl ein Gymnasium auch eine Option wäre. Die meisten Anmeldungen an den Gesamtschulen sind aber von vorneherein Kinder, die am Gymnasium nicht so gut aufgehoben wären, während die Gymnasien nach wie vor gut gefüllt mit entsprechend leistungsstarken Kindern sind.
PS: Die wenigen Kinder, die an der ein oder anderen Gesamtschule trotz Erstwunsch nicht unterkommen, werden dann zunächst innerhalb des Pools der Gesamtschulen an eine andere Schule weitervermittelt. Es ist also mitnichten so, dass die Gymnasien "Resterampe" sind.
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Ich bin nur wirklich erstaunt, weil ich dieses Gesamtpaket bzgl. der Einstellung bisher nur als Karikatur bzw. aus übertriebenen TikTok-Videos kannte, die Boomer und Gen z gegenüberstellen.
Deshalb finde ich diese "Sichtung in freier Wildbahn" sehr spannend

Das ist kein Widerspruch, immerhin ist das hier der erste und bisher einzige Beitrag der TE. Gerade weil dieser so übertrieben alle Klischees bedient, kann ich die Anfrage noch nicht so ganz ernst nehmen.
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Das klappt bei uns leider nicht ganz so gut mit den kurzen GLK. 90 min wären ein Traum, üblicherweise sind es bei uns 2,5-3h (leider).
Das habe ich befürchtet und kann daher deinen Hinweis vollkommen nachvollziehen. Bei einer 3-stündigen Veranstaltung wäre eine einfache Bestuhlung ohne Bewegungsmöglichkeit wirklich unzumutbar.
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Dem "Nö." ging die Frage gerade nach den Gründen voraus, die du bislang nicht beantwortet hast.
Also ich wüsste keine pädagogischen Gründe, weshalb ich ne gymnasiale SI/SII-Kombi ner gesamtschulischen SI/SII-Kombi vorziehen sollte.Klischeehafte ideologische Gründe kann ich mir hingegen vorstellen.
Solange es neben den Gesamtschulen auch Gymnasien als Schulform gibt, haben Gesamtschulen nicht gerade die notwendige Durchmischung von Schülern für eine sinnvolle Arbeit. Hier in der Gegend ziehen die Gymnasien nach wie vor deutlich über 50% eines Grundschuljahrgangs an. Was dann "übrig bleibt", geht halt zur Gesamtschule. Dass damit auch ganz andere pädagogische Herausforderungen einhergehen, sollte klar sein und dass dann ein nennenswerter Anteil von (angehenden) Lehrkräften unter diesen Umständen lieber am Gymnasium als an der Gesamtschule arbeiten möchte, ist zumindest nachvollziehbar.
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Das empfinde ich als rücksichtslos. Gerade für manche KuK mit Behinderung kann der Tisch hilfreich sein, um Entlastungspositionen einnehmen zu können, ohne direkt durch den Raum tigern zu müssen.
Danke für den Hinweis, das kann ich gut nachvollziehen. Rücksichtslos empfinde ich hingegen eher Marathon-Sitzungen über 2 und mehr Stunden und bin sehr froh, dass wir selbst GKs so straffen konnten, dass diese höchstens 90min dauern und nicht selten kurze Phasenwechsel beinhalten. Dann spielen Überlegungen rund um Entlastungspositionen beim Sitzen auch tatsächlich eine untergeordnete Rolle.
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Ich weiß, dass wir beide nicht von derselben Stadt/Region sprechen, daher als Bestärkung der Aussage: Auch bei uns in der Region ist es Standard, dass die Schüler als 2. Fremdsprache die Wahl zwischen Französisch, Spanisch und Latein haben. Das haben eigentlich alle der knapp 10 weiterführenden Schulen im Angebot. Durch gemeinsame Kurse in der Kooperation sind dann in der Sek II auch noch weitere Sprachen möglich.
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Es ging aber in Catelyns Beitrag und davor, was passiert, wenn viel zu wenige KuK überhaupt für die erste oder 9. Stunde zur Verfügung stehen. Dann bleiben diese Stunden an bestimmten Menschen hängen, die dadurch natürlich viele Löcher haben, weil sie ja nicht 35-40 Unterrichtsstunden haben.
Dass das in Einzelfällen vorkommen kann, ist unbestritten. Dass das bei weitem nicht der Regelfall ist, zeigt ein Blick in die Stundenpläne der Kollegen. Insbesondere ist es keineswegs so - wie hier von einigen suggeriert wurde - dass die Vollzeitkollegen dann grundsätzlich die A***-Karte haben und mit massiven Lücken in ihren Plänen grundsätzlich die 1./2 und 9./10. Stunde abdecken müssen. Die allermeisten Kollegen haben vergleichsweise kompakte Pläne, was auch daran liegt, dass die meisten Teilzeitkollegen eben doch an einigen Tagen auch mal zur 1. Stunde da sein können oder einige der Nachmittage übernehmen können....nur eben nicht an jedem Tag.
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Gesundheitsdaten gehören ohne Zweifel zum persönlichen Lebensbereich. Insofern dürfte es durchaus strafbar sein, wenn sich die Sozialarbeiterin zur aktuellen psychosozialen Belastung von Haubsi gegenüber der Schülerin äußert.
ISD hat freundlicherweise ja schon weiter oben ausgeführt, dass §203 StGB hier mit hoher Sicherheit nicht einschlägig ist. Die Erwähnung, dass ein Arbeitnehmer gerade beruflich stark belastet ist, hat mit der unbefugten Weitergabe von fremden Geheimnissen des persönlichen Lebensbereichs schlicht nichts zu tun.
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Ist diese Aussage ernst gemeint? Vermutlich nicht oder?
Was verwundert dich an der Aussage von chilipaprika ? Wie ich weiter oben auch schon schrieb, lag es in den wenigen mir bekannten Fällen gerade auch an der mangelnden Annahme von Tipps usw. ...man könnte auch sagen: ungenügende Selbstreflexion. Die Zuschreibung der Verantwortung nach einem misslungenen Prüfungstag war immer wieder dieselbe: Blöde Prüfer, die einem seit Anfang an nur böses wollen und total willkürlich bewerten, blöde Schulleitung, die einen nicht unterstützt und unfair ist, blöde Klassen usw.
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