Beiträge von Seph

    Was für vollklimatisierte Schulen habt ihr, dass ihr im Sommer erst ab halb zehn unterrichten wollt? Ich bin froh über die frühen Stunden, in denen die Räume noch einigermaßen akzeptabel frisch sind.

    À+

    Die Zahl der Tage, an denen es zu heiß und dafür morgens noch kühl in den Räumen ist, kann ich an 2 Händen abzählen. Übermüdete und kaum aufnahmebereite (oder verspätet eintrudelnde) Schülerinnen und Schüler habe ich dafür beinahe täglich.

    Ich finde es immer etwas schräg und bedenkenswert, wenn ein neues Forenmitglied im 1. Beitrag gleich mal auf kostenpflichtige Angebote aus der Wirtschaft hinweist. Zum Glück sind wir in NDS nicht darauf angewiesen, da es mit VEDAB ein leistungsfähiges staatliches Portal für Fortbildungsangebote gibt.

    Zum Thema: Ich habe seit Beginn der Pandemie tatsächlich an einigen Online-Fortbildungen teilgenommen und war recht froh, dass über diesen Weg überhaupt etwas möglich war. Auch sind zumindest kurze Fortbildungen so erheblich bequemer zu bewerkstelligen, da die Fahrtwege entfallen und das damit besser in die sonstigen Verpflichtungen eingebunden werden kann. Was aber deutlich fehlt, insbesondere bei (Mehr-)Tagesveranstaltungen ist der informelle Austausch mit Kolleginnen und Kollegen anderer Schulen, der je nach Gruppenzusammensetzung und Themenbezug sehr wichtig sein kann.

    Meines Erachtens spricht da gar nichts dagegen, außer fehlender Mut. Ich bin vor kurzem über ein anderes interessantes Konzept gestoßen, was etwas zur Idee von German passt: Eine Art Gleitzeitregelung in der Schule, zumindest in den höheren Klassen. Der Ansatz sieht tatsächlich Kernunterrichtszeiten erst ab ca. 9 Uhr vor und vorher und danach freiere, aber betreute Selbstlernzeiten (im Sinne von Wochenplanarbeit o.ä.). Dafür wird die Stundentafel leicht abgeändert, sodass sich die Gesamtstundenzahl nicht ändert, ein Teil des Unterrichts aber auf alternative Unterrichtsformen ausgelagert wird. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden dann selbst, ob sie gleich frühs kommen oder nachmittags länger bleiben. Vorgegeben ist eine entsprechende Pflichtstundenzahl.

    Die Hallenzeiten der Vereine sind zwangsläufig an die Schulzeiten angepasst, da die Turnhallen während der Schulzeit durch den Unterricht geblockt sind. Eine Zeitverschiebung von Schule führt halt zwangsläufig zur Zeitverschiebung der Hallenbelegung von Vereinen, was ja aber unkritisch ist, da der Wachrythmus von Jugendlichen und Erwachsenen entsprechende Zeiten auch zulässt.

    Auch die erwachsenen Vereinsmitglieder können doch selten arbeitsbedingt vor 17/18 Uhr zu einem Training erscheinen, insofern ändert sich da nichts groß. Für die Jugendlichen passen die späten Trainingszeiten ebenfalls zum Biorythmus.

    ... und was ist dann mit den Hobbys der SuS, wenn diese bis 17 Uhr oder länger in der Schule sind? Unsere SuS sind in Sportvereinen, haben privaten Musikunterricht oder ähnliches.

    Dann ggf. noch Hausaufgaben ...

    Die Trainingszeiten in Vereinen liegen nicht selten ohnehin erst am frühen Abend, privater Musikunterricht lässt sich auch zeitlich an die Bedürfnisse anpassen. Selbst in der Sekundarstufe II sind unsere Schüler bei weitem nicht jeden Nachmittag in der Schule, sodass auch bei einer Verschiebung Zeiträume bleiben.

    Bei ganztägigem Unterricht sind Hausaufgaben in NDS im Übrigen zeitlich stark zu limitieren. Auch hier erfolgt lediglich eine zeitliche Verschiebung in die ohnehin noch länger dauernde Wachzeit der Jugendlichen. Dafür können sie sich bereits frühs etwas besser auf den Unterricht konzentrieren.

    Dass sie länger schlafen, wenn der Schulbeginn später ist, wage ich zu bezweifeln. Wenn man "ausschlafen" kann, geht man später ist Bett!

    Es ist inzwischen gut untersucht, dass der Biorythmus bei Heranwachsenden gegenüber dem von Kindern zeitlich verschoben ist, da z.B. Melatonin erst später ausgeschüttet wird. Die bisherigen Schulzeiten sind darauf aber überhaupt nicht abgestimmt, was durchaus problematisch ist. Ein einfaches "Dann geht halt früher ins Bett" hilft hier aus o.g. Grund nicht.

    Vielen Dank für die Antwort! Das Blut wurde mir auch sofort nach der Untersuchung abgenommen, also bereits am Montag. Aber die melden sich dann sicher noch mit den Ergebnissen oder meldet sich die BezReg?

    In der Regel muss das Blut zur Untersuchung erst in ein entsprechendes Labor eingesendet, dort analysiert, dann die Ergebnisse rückübermittelt und anschließend begutachtet werden. All das dauert je nach Workload der entsprechenden Einrichtungen etwas. Ich denke auch, dass ein Nachfragen zwei Wochen nach Untersuchung sinnvoll sein kann, wenn es bis dahin keine Meldung gab.

    Auch wenn der von Russland geführte Krieg schlimm ist, ist das nicht unser Krieg. Ebensowenig wie im Jemen und anderen Erdteilen.

    Das scheint die Hoffnung von nicht wenigen Menschen in Europa zu sein. Ich fürchte, dass man sich dabei in die eigene Tasche lügt. Im Ukraine-Krieg geht es nicht einfach darum, einige kleinere Gebietsgewinne zu machen oder einfach lokale separatistische Bewegungen zu unterstützen. Ich sehe das eher als geostrategischen Testballon, um die internationalen Reaktionen zu testen. Hierauf nicht zu reagieren würde mit hoher Wahrscheinlichkeit als Einladung verstanden werden, auch mal anzutesten, ob das nicht auch für das Baltikum, Nordeuropa oder Südosteuropa funktioniert.

    Dass nach einer Untersuchung am Montag und einer notwendigen Laboruntersuchung am Freitag morgen noch keine Ergebnisse vorliegen, erscheint mir vollkommen normal. Ich hatte da mal was von 5-10 Tagen als normalen Zeitraum vernommen. Ich drücke dir die Daumen.

    Mich spricht das ehrlich gesagt nicht an. Es mag in der Natur der Sache eines automatisierten Generators liegen, aber letztlich sind das rein repetitive Basisaufgaben.

    Die Idee ist, dass man mit wirklich wenigen Klicks ein druckfertiges Arbeitsblatt zu einem Thema zu habt, natürlich ohne dass sich die Aufgaben wiederholen.

    Genau das passiert hier aber, auch wenn Zahlen ausgetauscht werden. Mir fehlen für den sinnvollen Einsatz in Übungsphasen verschiedene Aufgabenformate und Differenzierungsmöglichkeiten.

    1/2 + 1/2 ist hier nich = 1

    Nicht das ich dir deine Fachlichkeit absprechen will, aber zwei Fächer kann in der gleichen Zeit nicht genauso tief Bearbeiten, wie nur eines.

    Die Frage ist doch, wo man mit so einer Betrachtung anfängt. Die Spezialisierung auf einen engeren Bereich heißt doch nicht automatisch, dass der Abschluss mehr wert ist als der etwas breitbandiger ausgebildete Allrounder. Der Allrounder mag in dem einen Spezialgebiet etwas weniger können als der Spezialist, das heißt jedoch nicht, dass er insgesamt weniger kann oder sein Abschluss formal schlechter zu stellen wäre.

    Es gibt meines Wissens nach keine Sperrklausel o.ä. die nach einer Kündigung des Angestelltenverhältnisses eine Einstellung im Beamtenverhältnis über das reguläre Einstellungsverfahren verhindern würde. Auch Schulleiter haben Verständnis dafür, warum sich jemand umorientieren möchte. Insofern muss man hier nicht den Teufel an die Wand malen.

    Zu bedenken ist halt dabei, dass es keine Wiedereinstellungsgarantie gibt und schon gar nicht für den gewünschten Zielort. Das mag anders aussehen, wenn man eine Schule an der Hand hat, die einen unbedingt möchte und eine Stelle zielgerichtet ausschreiben würde. Die Gefahr, nach der Kündigung ohne Stelle dazustehen ist da und je nach Fächerkombination nicht gerade klein. Insofern kann das Erfüllen des 4-jährigen Vertrags mit anschließender Garantie der Verbeamtung doch sinnvoller sein.

    Mit einer gewissen Arbeitserfahrung interessiert der Studienabschluss doch kaum noch. Letztlich ist dieser lediglich eine formale Zugangsvoraussetzung für bestimmte Stellen. Ich persönlich sehe das 1. Staatsexamen nicht nur formal, sondern auch faktisch als gleichwertig zu Master- und Diplomstudiengängen an. Wir sind halt fachlich etwas breiter aufgestellt als andere, die in einem engeren Fachbereich tiefer drin stecken. Beides hat seinen Reiz und beides kann für Arbeitgeber interessant sein.

    Wie soll das dann praktisch aussehen? "Ökonomischere" Korrekturen? Abgespeckte Unterrichtsplanung? Konferenzverpflichtungen usw. bleiben ja auch bei Beförderung fürgewöhnlich gleich.

    Ich habe den Eindruck, dass die A14 Kollegen in meinem Umfeld zeitlich eine deutliche Schippe an Arbeitsstunden drauflegen.

    Ja, genau das sind mögliche Maßnahmen. Tatsächlich stellt der Dienstherr sogar darauf ab, dass die Stellen ja mit besonders leistungsfähigen Kolleginnen und Kollegen besetzt werden, die die Arbeit insgesamt effektiv durchführen und damit in der Rahmenarbeitszeit verbleiben. Viele der mit der A14-Stelle verbundenen Aufgaben wurden von den Betreffenden nicht selten bereits für A13 vorher erledigt und werden mit der Funktionsstelle einfach formal an diese gebunden.

    In den Gesamtschulen wiederum sind die entsprechenden Stellen in NDS fest an bestimmte relativ umfassende Funktionen gekoppelt (Jahrgangs- oder Fachbereichsleitung), werden aber direkt mit 3 Abminderungsstunden unterfüttert.

    Genau das ist der Punkt. A14 lohnt sich nicht. Es ist eher der Türöffner um A15 anzustreben.

    Mal abgesehen davon, dass Karriereschritte sich im ÖD nur in (meiner Meinung nach zu) kleinen Gehaltsschritten widerspiegeln, sind die knapp 150-200€ Netto pro Monat bei gleicher Arbeitszeit schon in Ordnung. Dass dabei weiterführende Aufgaben übernommen werden, kann bei gleicher wöchentlicher Arbeitszeit von Beamten ja nur dadurch gelöst werden, dass mit Amtsübernahme andere Tätigkeiten ein geringeres zeitliches Budget erhalten.

    Das halte ich für Unfug. Es gibt viele Chemiker und Physiker und sogar einige Informatiker, die kein A13-Gehalt erreichen, oft auch kein A12. Von den unzähligen Biologen/Biomedizinern in prekär bezahlten und befristeten Jobs will ich gar nicht erst anfangen...

    Ich werde von Gleichaltrigen manchmal erstaunt angesehen, wenn ich Ihnen sage, dass die allermeisten Lehrer verbeamtet werden (" Das war doch nur früher so oder ?!")

    Es hat doch einen Grund, warum z.B. in der Germanistik knapp die Hälfte der Studierenden auf Lehramt studieren, während es z.B. in der Physik nur ca. 1/10 der Studierenden im Bachelorstudium und ca. 1/5 im Masterstudiengang sind. Die Aussage, dass es gerade für MINT-Studierende in der Wirtschaft attraktivere Optionen gibt, ist bei weitem kein Unfug, wie von dir kolportiert. Dass das den Öffentlichen Dienst nicht automatisch zu einer schlechten Option macht und bei weitem nicht alle MINT-Absolventen deutlich besser verdienen, ist dabei kein Widerspruch.

    Ja, wer kennt sie nicht - diese Konferenzen, bei denen stundenlang um einen Kompromiss gerungen wird, und wenn man endlich Einigung erzielt hat, meldet sich Kollegin Treitschke-Zwiebenich und hat doch noch irgendwelche Bedenken...

    Es hilft daher unglaublich, mit Kollegin Treitschke-Zwiebenich, von der man bereits vorher weiß, dass sie durch bestimmte Punkte getriggert wird, vorbereitend zu sprechen. Das entlastet viele Konferenzen und damit auch das Kollegium zeitlich deutlich. So jedenfalls meine Erfahrung, nachdem ich dies gerne so handhabe.

    Ich glaube schon das der Lehrerberuf attraktiver wird, wenn es nur noch Regeln gibt, die sich auch wirklich durchsetzen lassen. Also wenn die Jugendlichen das Zeug ab einem Alter von 16 überall kaufen können, wie will man sie dann nachhaltig stoppen?

    Man kann auch ein Handyverbot effektiv durchsetzen, obwohl bereits Grundschüler mit den Geräten herumlaufen. Was soll also dieses Argument? Nur weil Jugendliche ab 16 privat Bier und Wein kaufen dürfen, muss man doch kein Alkoholverbot bei schulischen Veranstaltungen fallen lassen. Und die Auflage, dass im Schulsport - und dazu gehört auch das Schwimmen gehen mit Klassen - nur unter Anleitung und Aufsicht qualifizierter Personen erfolgen darf, besteht aus gutem Grund. Das alles hat aber nichts mit der Attraktivität des Lehrerberufs zu tun.

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