Danke @WillG, das spricht mir aus der Seele und genau darum geht es mir. Ich vermisse die Übernahme von Eigenverantwortung über das reine Beschweren hinaus bei vielen Kolleginnen und Kollegen, sowohl an der eigenen Schule als auch hier im Forum. Man kann wahnsinnig viel Zeit, Lebensenergie und Freude darauf verschwenden, sich ständig über alles mögliche zu beklagen. Man kann aber auch einige äußere Rahmenbedingungen (wie die Pflicht, unteilbare Aufgaben wahrzunehmen) einfach anerkennen und dann innerhalb dieses Rahmens schauen, wie man für sich (oder idealerweise mit dem Kollegium zusammen) gute Arbeitsbedingungen daraus ableiten kann.
Es bringt schlicht gar nichts außer persönlicher Unzufriedenheit, über die ständig zunehmende Arbeitsbelastung zu klagen, die stellenweise sicher wirklich über dem zulässigem Rahmen liegt, wenn man nicht auch bereit ist, die bereits vorhandenen Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation auszuschöpfen.
Beispiele sind hier viele genannt worden (z.B. auf individueller Ebene: Formen der Leistungsbewertung mit reduziertem Korrekturumfang, konsequentes Pareto-Prinzip bei Unterrichtsvorbereitung, Nutzen von Springstunden zur Vorbereitung statt zum Kaffeeplausch usw.; auf Kollegiumsebene: Fahrtenkonzept, Reduzierung von Umfang und Anzahl der Klassenarbeiten bis zum zulässigen Minimum, Unterstützung in Konfliktfällen usw.; auf rechtlicher Ebene: Überlastungsanzeige, Dienstvereinbarung über PR v.a. bzgl. Teilzeitlehrkräften usw.), von denen je nach Schule, Schulform und eigener Situation einige einfacher zu realisieren und andere vlt. sogar schwer möglich sind. Wir sind einer Überlastung mit Aufgaben aber gerade nicht hilflos ausgeliefert, wie hier teils durchklingt. Und ich würde mir wünschen, dass wir uns hier im Forum mehr auf den konstruktiven Austausch über entsprechende Möglichkeiten konzentrieren, als auf das reine Beschweren.
@O. Meier "Da brauche ich keine Extremität auf ein inneres Organ zu legen, um zu merken, dass du lange nicht alles, was zun den Dienstgeschäften gehört, aufgezählt hast. Geh' mal an 'ne Schule und arbeite da mit, dann könnte dir etwas auffallen."
Herrje, ist es wirklich nötig, persönlich diffamierend zu werden, wenn einem etwas nicht passt? Ist hier wirklich eine lückenlose Auflistung aller möglichen Tätigkeiten von Lehrkräften gefordert, um aus deiner Sicht mitreden zu dürfen? Ich habe mal gelernt, Aussagen auf das Wesentliche zu reduzieren,
das verbessert die Lesbarkeit erheblich. Es sei dir natürlich freigestellt, an dieser Stelle jede Tätigkeitsform mit Zeitangaben aufzulisten, vlt. bringt uns das weiter.