Ich kann mit Physik nicht bestätigen, dass es weniger Arbeit ist...sondern nur die Ausgangsthese stützen, dass diese anders ist. Gerade in der Oberstufe Physik steckt einiges an Vorbereitungsarbeit in der Justierung der Versuche...Experimente zu Quantenphysik etc. sind bei weitem nicht in 5 min aufgebaut und getestet. Dafür sind Korrekturen sicher weniger Zeitaufwendig, aber auch hier erlebt man 20 Seiten Fließtext pro Schüler. Was im Korrekturvergleich zu Sprachen manchmal übersehen wird: In den NaWis und vor allem in Mathe sind zwar die Texte der Schüler kürzer, dafür kann jedes einzelne Zeichen in (längeren) Rechenwegen den Sinn total verdrehen...hier ist also auch aufmerksames und mehrmaliges Lesen gefordert, so dass man auch hier deutlich über 1 Stunde pro Schüler brauchen kann. Ich gebe aber zu: all das gilt nur für die Oberstufe. In der Sek I ist eine Mathearbeit um ein vielfaches schneller korrigiert, als eine Deutscharbeit.
Ganz allgemein denke ich, dass jedes Fach seine besonderen Arbeitsbelastungen hat: die Sprachen klassischerweise die aufwendigeren Korrekturen, die NaWis die Experimente, Musik und Kunst sind die ersten, die wegen irgendwelchen Zusatzveranstaltungen angesprochen werden, die Gesellschaftswissenschaften sind häufig in Projekte eingebunden und die Sportkollegen dürfen sich als Ausgleich zu fehlenden Korrekturen die Nachmittage auf Wettkämpfen herumschlagen. Ich will damit nur den Blick mal über die Korrekturen hinaus lenken.