Beiträge von Seph

    Wie im Parallelthread bereits angemerkt gibt es auch für die "mündlichen Noten" vielfach an den Schulen verwendete Kriterienlisten. Diese sind teilweise fachspezifisch etwas anders ausformuliert, können aber eine brauchbare Grundlage sein. Frag einfach mal an deiner Schule im Kollegium, wie das dort gehandhabt wird. Andernfalls einfach im Netz mal nach Kriterienlisten suchen und für sich selbst ausprobieren, mit welchen man gut arbeiten kann.

    Ich persönlich mache nicht nach jeder Schulstunde Notizen. Das halte ich weder zeitlich für machbar noch für sinnvoll, da der Umfang von Rede- und Beobachtungszeit einzelner Schüler schlicht zu niedrig ist. Gleichzeitig mache ich in regelmäßigen Abständen (z.B. im 1-2 Wochen Takt) kurze Notizen dazu, um den Verlauf zu dokumentieren. Innerhalb eines solchen Zeitrahmens habe ich dann auch i.d.R. alle Schüler mal in ausreichendem Umfang beobachten können.

    Was für Aufgaben erbringen die Kinder bei den fachspezifischen Leistungen in Mathe und Deutsch?

    Mögliche "fachspezifische Leistungen" lassen sich den Kerncurricula entnehmen. Dazu gehöre z.B. Präsentationen (Buchvorstellungen, Referate, Gedichtvorträge....), das Anwenden von Strategien beim Lesen, Textgestalten, Problemlösen usw., die Unterrichtsdokumentation (z.B. Lerntagebuch), Ergebnisse und Darstellung von Gruppenarbeiten und vieles mehr.

    Wie kann ich die fachspezifischen Leistungen in meiner Unterrichtsplanung integrieren, ohne in Zeitnot zu kommen?

    Die obige Auflistung macht bereits deutlich, dass zu diesem Begriff so ziemlich alles gehören kann, was ohnehin in einem abwechslungsreichem Unterricht integriert ist.

    - Würdet ihr gerne auf die fachspezifischen Leistungen verzichten, wenn ihr es könntet?

    Sie sind elementarer Bestandteil des Unterrichts (vgl. oben).

    - Erzeugen fachspezifische Leistungen Leistungsdruck?

    Im Regelfall eher weniger als das bei schriftlichen Arbeiten der Fall ist. Eine klare Trennung zwischen reinen Lernsituationen und Leistungssituationen bietet sich an, soweit sie möglich ist.

    - Wie werden die fachspezifischen Leistungen fair benotet?

    Das ist stark vom konkreten Fall abhängig. Präsentationen unterliegen sicher anderen Bewertungskriterien als zum Beispiel Lernwerkstattprojekte oder die Unterrichtsdokumentation. Mit hoher Sicherheit gibt es dazu im Kollegium aber einen guten Austausch und Best practice Beispiele.

    Finde ich überhaupt nicht Absurd, wir holen für Aufklärungsunterricht auch eine Frauenärztin, für Verkehrserziehung einen Polizisten usw. warum also nicht auch für Tanzen einen Experten?!?

    Weder die Frauenärztin noch die Polizisten werden dafür separat von euch oder gar den Schülern bezahlt. Wenn ich als Lehrkraft aber veranlasse, dass eine andere Person meinen Unterricht übernimmt und meine Schüler dafür auch noch separat bezahlen sollen, wird es halt doch absurd.

    Ich stelle mir gerade den Aufschrei von Schülern und Eltern vor, wenn ich demnächst meinen Unterricht kostenpflichtig für alle durch Privatdozenten von den umliegenden Hochschulen halten lasse und mich Kaffee schlürfend hinten reinsetze. :aufgepasst: :teufel:

    Kenne ich so auch, könnte mit der Lage der Osterferien zusammenhängen. Das Halbjahr ist ja schon recht kurz, letzten Endes legt halt die SL die Termine.

    Auch eine SL kann sich nicht einfach über die Ergänzenden Bestimmungen der zugrundeliegenden Verordnung hinwegsetzen. Ich empfehle im Sinne der vertraulichen Zusammenarbeit intern noch einmal kurz auf diese und den damit verbundenen Termin am 30.04. hinzuweisen und zu erfragen, wie damit umgegangen werden soll. Natürlich führt eine zu späte Warnung nicht zu einem Versetzungsanspruch, stellt aber u.U. eine Dienstpflichtverletzung dar. Davor sollte man sich selbst schützen.

    Da muss man aber fairerweise dazu sagen, dass die Idee ist, dass die Sportlehrkraft auch ihrem Bildungsauftrag nachkommt und diese Inhalte selbst unterrichtet und nicht einfach für ihren Job externe Dienstleister durch die Schüler bezahlen lässt und sich dann bestenfalls aufsichtsführend zurücklehnt. Darin liegt die eigentliche Absurdität einer solchen Konstruktion.

    Raider höre ich gerade zum ersten Mal, ich kenne das nur als Twix :staun: . Dass Lego aus markenrechtlicher Sicht kein Interesse daran haben kann, dass der Markenname eine Gattungsbezeichnung wird, kann ich sogar nachvollziehen. Dass sie dabei regelmäßig über das Ziel hinausschießen, ist leider auch hinreichend bekannt.

    Der Tanzkurs war Teil des Sportunterrichts samt Noten, aber ihr als Eltern habt zusätzlich noch privat dafür gezahlt? Bissel Schwarzgeld für die Sportlehrkraft oder wie ist das zu verstehen?

    Es gibt durchaus auch Sportkurse, die noch wesentlich kostenintensiver sind. Dazu gehören dann (Sek II) auch mal Skifahren oder Windsurfen. Diese sind aber fakultativ zu belegende Kurse und es gibt immer auch kostenfreie Alternativen.

    Schon der Mitgliedsbeitrag für nur einen Monat kostet mehr als diese Box ;) Aber ja, wer sich von der GEW wirklich vertreten fühlt und da noch andere anwerben möchte, kann natürlich ein paar bunte Steinchen abgreifen. Allen anderen sei gesagt, dass es diese Box bereits für um die 20€ im Handel gibt und die quitschbunten Teile nur bedingt nutzbar sind für eigene Projekte.

    Dieser Artikel läßt mich sprachlos zurück. Eine Bankrotterklärung zum Thema "Gewalt an Schulen":

    Worin siehst du denn genau eine "Bankrotterklärung"? Das ist nichts anderes als eine Klarstellung der grundsätzlichen Vorgehensweise. Nein, eine Lehrkraft muss sich nicht persönlichen Angriffen aussetzen, sondern darf aus solchen Situationen durchaus auch rausgehen. Und ja, ein solcher Angriff hat natürlich im Nachgang auch Konsequenzen.

    Ich weiß nicht, wie streng das bei euch gehandhabt wird, aber bei uns würde dieses organisatorische Versäumnis nichts groß an einer etwaigen Beförderung auf A15 ändern. Da kenne ich zu viele Fälle von geschossenen Böcken ganz anderen Kalibers, die davongekommen sind. Leider.

    Ein solcher formaler Fehler würde sich beim eigentlichen Beurteilungsverfahren schon deutlich auf die Beurteilung des Kandidaten auswirken, wären dadurch doch ernste Zweifel an der zu beobachtenden Leitungs- und Führungskompetenz begründet. Außerhalb des Verfahrens halten sich die Auswirkungen natürlich in Grenzen. Ob sich das insgesamt auf die Besetzung der Stelle auswirkt oder nicht, hängt stark vom Mitbewerberfeld ab.

    Ohne annähernd gleich starke Mitbewerber wird ein solcher Organisationsfehler mit hoher Sicherheit noch nicht zu einer Nichtbesetzung führen. Das sieht bei annähernd gleich starken Mitbewerbern anders aus. Hier kann ein solcher Fehler das entscheidene Zünglein an der Waage sein.

    Die Kollegen, die in einer ZK so Dinge sagen wie "Ok, dann mache ich aus meiner 5 eine 4" tun den SuS damit zwar kurzfristig einen Gefallen, langfristig aber imho überhaupt nicht. Ausnahmen bestätigen die Regel. Klar. Aber wie findet man die Grenze? Und gute Gründe kann es auch immer wieder geben. Kriegstraumata. Schwieriges Elternhaus. Lange/schwere Krankheit. Usw. Und man kennt als Fachlehrer diese Gründe auch nicht immer.

    Ich weiß dann immer nicht so genau, wie ich mich verhalten soll.

    Wie seht Ihr das?

    Eigentlich beschreibt es das schon ziemlich gut. Wir hatten im Kollegium auch schon die Diskussion/ den Wunsch nach klaren Kriterien, wann man was möglich macht und wann vlt. eher nicht mehr. Letztlich sind das aber (und so muss es auch sein) einzelfallbezogene Entscheidungen. Letztlich bilden Ziffernnoten nicht immer genügend scharf ab, wie gut geeignet eine Person für eine bestimmte Tätigkeit ist und welche Begleitumstände zum derzeitigen Notenbild vorliegen. Bei den Laufbahnprognosen kann es dabei schon auch darum gehen, ob irgendwelche akuten Situationen (auch außerhalb von Schule) in diesem Schuljahr das Lernen behindert haben und ob diese Situationen perspektivisch gelöst sind oder sich fortsetzen werden.

    Schau dir an, was mit den Bluebrixx-Modelle von Star Trek im Sale passiert ist. Oder bei den Burg Blaustein-Erweiterungen. Die sind immer/ oft produktions-/Liefer-/warum-auch-immer,bedingt nur in begrenzten Stückzahlen verfügbar, und werden noch am gleichen Tag zu horrenden Preisen bei ebay weiter verkauft.

    Ja, da bin ich bei dir. Knappe Bestände aufzukaufen, nur um sie dann sofort weiterzuverkaufen, ist wirklich unschön und konnte man bei Blaustein anfangs super sehen. Bei älteren EOL-Sets sehe ich das aber anders. Diese haben dann teilweise einen Sammlerwert und werden als solche auch von Sammlern gesucht, insbesondere wenn sie auch nach 10 Jahren noch in ungeöffneter OVP sind. Die dann für die damalige UVP zu verkaufen, wäre nicht marktgerecht.

    Bei Ebay verlangen Scalper 400 € und mehr. Also konnte mein Gewissen mit Ali leben.

    Ich weiß was du meinst, aber Scalping bezeichnet eigentlich Börsenstrategien - teils legal, teils illegal. Im Zusammenhang mit Klemmbausteinen als abwertenden Begriff für einige Personen finde ich den Begriff zunehmend schwierig. Es ist nun einmal so, dass für ältere und seltene Sets Sammler deutlich höhere Preise als die ursprüngliche UVP zahlen. Warum sollten Verkäufer diese Sets dann also zur UVP von damals weitergeben (müssen) und sich sonst als Scalper beschimpfen lassen? Niemand würde auf die Idee kommen, einen Goldbesitzer, der vlt. in den 2000er Jahren mal eine Unze Gold für unter 1000€ gekauft und nun zum Marktpreis verkauft, als Scalper zu bezeichnen.

    Ansonsten ist es wie auf jedem Markt. Zu einem tatsächlich realisierten Verkauf zu einem Preis x gehören immer zwei Leute, die genau diesen Preis x für den Trade akzeptieren. Ich kann vollkommen nachvollziehen, warum man für das Windrad keine 400€ bezahlt. Ob das dann als Kopie vom Fremdhersteller kommen muss, ist fraglich. Dafür gibt es zu viele schöne andere Sets :) Ich gebe aber zu, dass mich diese Frage bei anderen Sets auch schon umgetrieben hat. Dazu gehören die ersten (und heute unbezahlbaren) Modular Buildings (Café Corner 10182 und Green Grocer 10185) oder das Imperial Flagship (10210).

    Ich komme leider auch zu selten dazu. Mein letztes Set war vor einigen Wochen aber mal der Jazz Club 10312. Auch wieder ein sehr schönes Modular Building.

    Es wurde zu einer Dienstbesprechung geladen. Die Kollegin berichtete mir, dass es dann aber überall Bildungsgangkonferenz hieß (was ja auch zur Thematik deutlich besser passt). Aber eine Einladung kann man ja nicht adhoc umwidmen, oder doch? Wäre mir jedenfalls neu.

    Den Unterschied von Dienstbesprechung und Konferenz kennen tatsächlich erschreckend wenig Kolleginnen und Kollegen. Für einen Anwärter auf eine Führungsrolle ist das aber ein No-Go und würde im eigentlichen Verfahren ziemlich sicher ein KO-Kriterium sein. Wenn ihr nett sein wollt, weist ihr den Kollegen darauf vor seinem besonderen Tag mit Dezernent im Haus darauf hin. Alles andere wird ziemlich peinlich werden...übrigens nicht nur für ihn, sondern auch für die Schule, da ernste Fragezeichen bei der vertrauensvollen Zusammenarbeit bestünden.

    Mit Ausnahme von Extremwetterlagen, bei denen der Präsenzunterricht entfallen muss, gibt es bei uns keinen Distanzunterricht mehr. Dafür bestünde auch wenig Spielraum, hat doch sogar das BVerfG festgestellt, dass dieser den Präsenzunterricht nur begrenzt ersetzen könne.

    Ist wahrscheinlich ganz schlecht, etwas anderes vorzuhaben, da Dienstveranstaltung. Trotz Eintritt. Eventuell hilft wirklich eine Dienstreiseantrag mit Erstattungsantrag aller Kosten.

    Nicht nur "eventuell". Eine Dienstveranstaltung außerhalb der Schule erfordert eine Dienstreise und diese wiederum einen Dienstreiseantrag. Und selbstverständlich sind die (vollen!) Kosten einer verpflichtenden Dienstveranstaltung auch vom Dienstherrn zu tragen. Wird der Dienstreiseantrag nicht genehmigt, hat man dann sogar in der Hand, dass man diese nicht durchführen darf :)

    Mich betrifft das ja nicht, aber wenn das ab und zu vorkommt, würde es mir nix ausmachen. Jedes Jahr mit 100 € verpflichtend dabei sein zu müssen, wäre mir zu viel.

    Ist es und kommt daher natürlich auch nicht in Frage. Wir sind Profis und arbeiten in diesem Beruf, um damit Geld zu verdienen und nicht, um eigenes Geld dorthin zu tragen.

    Man kann aber keine Überstunden abbauen, wenn man länger in der unterrichtsfreien Zeit erkrankt ist. Und ich muss zudem z. B. 3 Klassenarbeiten in den Osterferien korrigieren. An meiner Schule reden wir daher von Jahresarbeitszeit.

    Nein, das kann man während der Erkrankung natürlich nicht. Ob diese so viele Tage umfasst, dass tatsächlich die während der Unterrichtszeit entstandenen Überstunden nicht abgebaut werden können, bekommt man am besten raus, wenn man seine Arbeitszeit konsequent erfasst. Dann hat man im Übrigen auch etwas in der Hand, falls eben doch über die unterrichtsfreien Tage hinaus ein Ausgleich benötigt wird.

    Den Dienstherrn freut's. In anderen Berufen werden die Krankheitstage nicht auf den Urlaub angerechnet - Lehrkräfte haben keinen Urlaub. Wir haben "unterrichtsfreie Zeit".

    Nein, das ist auch im Lehramt so. Es dürfte nur äußerst selten vorkommen, dass Lehrkräfte tatsächlich in der unterrichtsfreien Zeit so viele Kranktage haben, dass keine 30 Tage Jahresurlaub mehr übrig bleiben würden.

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