Beiträge von goeba

    Wenn es um Unterrichtsbesuche geht, gelten andere Regeln. Auf´s WLAN würde ich mich da nicht verlassen, ich würde die online-Medien offline verfügbar machen.


    Sehr bewährt hat sich convert2mp3.net . Du brauchst nichts zu installieren, lädst Dir Videos von diversen Portalen herunter und wandelst sie in das benötigte Format um.

    Ich sage meinen Referendaren immer, sie sollen erst mal mit Tafel und ggf. OHP arbeiten. Ich stelle allerdings fest, dass über Tafelbilder am Seminar (hier jedenfalls) nicht mehr geredet wird, was ich für einen großen Fehler halte.
    Die Tafel ist wahnsinnig flexibel und funktioniert (fast) immer (es kracht natürlich auch mal alle 20 Jahre eine Tafel zusammen).
    Wir haben unser Netzwerk usw. mittlerweile gut im Griff, aber die maroden Elektroleitungen torpedieren auch bei uns einen reibungslosen Betrieb.
    Tipp hierzu: Wenn mehrere Geräte mit Netzteilen an einer Sicherung hängen, muss man eine Einschaltstrombegrenzung dazwischenschalten (und zwar eine von den teuren, ca. 100 €). Sowas nimmt man sonst für Kreissägen und Ähnliches.

    Ich fände Beamer + fest installierter Rechner + Dokumentenkamera eine sehr gute Grundausstattung.


    Über einen Umschalter kann dann jeder nach Wunsch auch sein eigenes Gerät dranhängen, mit dem fest installierten Rechner kann man dann aber auch ohne eigenen Rechner z.B. Filme zeigen, mal ein Bild anbeamen oder die Dokumentenkamera verwenden (hier wäre es natürlich ein nettes Plus, wenn die auch ganz ohne Rechner geht, was ja bei teureren Modellen der Fall ist).


    Ich kann @Jule13 völlig verstehen - aufwändig vorbereitete Stunden, die dann nur in wenigen, ausgewählten Räumen mit Spezialausstattung funktionieren, sind vertane Zeit.


    Ich arbeite deswegen seit Jahren schon mit Notebook + Grafiktablett. Wenn der Raum einen Beamer hat, freue ich mich, wenn nicht, bringe ich eben meinen eigenen mit.

    Für mich sind digitale Medien auch Mittel zum Zweck. Wenn ich für Freiarbeit einen Computer hätte, würde ich mich freuen. Für einzelne Aufgaben, die sich am PC halt besser machen lasen. Für ein Astronomieprojekt hab ich meine Astro-App mitgebracht und den Kindern etwas präsentiert. Wenn sich meine Schüler den Planetariumsbesuch leisten könnten, wäre ich aber lieber dorthin gegangen.
    Um den Umgang mit z.B. Tablets zu lernen, damit die Schüler wirklich den Umgang damit lernen, bräuchte es extra Informatikstunden, die aber niemand hat. Schließlich sind die wenigsten Lehrer wirklich firm darin.
    Ich hab z.B. Grundschulen mit Whiteboards gesehen, da standen neben dran Kindertafeln, um die Buchstaben einzuführen und 2/3 der Lehrer wussten -außer schreiben- mit den wirklich feinen Geräten nichts anzufangen.


    Außerdem veraltet der ganze Kram recht schnell, so dass vielleicht eher Grundlagen des Programmierens sinnvoll wären. Wenn ich an die Computerprogramme denke, die zu meiner Schulzeit benutzt wurden...

    Da sagst Du was. Ich bin an meiner Schule sozusagen der "Medienonkel", ich habe einen ganz guten Eindruck darüber, was die Kollegen wollen und was sie können. Wenn ich zu einem konkreten Problem befragt werde, das z.B. bei einem Mac auftritt, kann ich oft helfen, obwohl ich selbst keinen Mac habe. Man hat hier ein schönes Beispiel für Kompetenzen: Das Wissen über bestimmte Geräte und Applikationen veraltet sehr schnell. Grundkompetenzen darüber, wie diese Dinge funktionieren, aber nicht. Und hier sehe ich durchaus eine gewisse Lernunwilligkeit: Der durchschnittliche Kollege möchte schnell wissen "wo muss ich klicken, damit es geht". Die Kompetenz, die nötig wäre, das selbst herauszufinden, möchte er nicht (meist jedenfalls).
    Das spielt auch bei meinen Überlegungen zu Tablets vs Notebooks eine Rolle - erwirbt man evtl. beim Verwenden einer absolut intuitiven App weniger Kompetenzen? Hier habe ich als Medienpädagoge natürlich einen anderen Blickwinkel. Für den Fachlehrer zählt erst mal nur die Verbesserung des Fachunterrichts, für mich immer auch die Erhöhung der Medienkompetenz.
    Ich wäre jedenfalls sofort für Informatik als ordentliches Schulfach, für Kompetenzerwerb statt "klicke hier, klicke da".

    Das ist eine niedersächsische Spezialität. Da die Fadenerstellerin ebenso wie ich in diesem Bundesland arbeiten, habe ich da spezifisch geantwortet.


    Hier der Erlass:


    http://www.mk.niedersachsen.de…ngen_fuer_die_Schulen.pdf


    Es geht um Wissenschaftspropädeutik. Diese sieht aber fachabhängig unterschiedlich aus. Die Naturwissenschaftler machen da oft Experimente, die dann in der Facharbeit ausgewertet werden, die Geisteswissenschaftler schreiben "normale" Seminararbeiten, in Informatik lasse ich z.B. einen Softwareentwurf gestalten und implementieren (und einen Text darüber schreiben), das ist recht individuell.

    Hallo,
    gibt es an Eurer Schule jemanden, der das Seminarfach koordiniert? Gibt es schulinterne Absprachen?


    Im Erlass steht, das Seminarfach ist fächerübergreifend zu unterrichten - das heißt aber nur, dass Du es nicht ganz streng auf ein einziges Fach ausrichten solltest.


    Bei uns lassen die Fremdsprachenlehrer die Seminararbeit oft in der Fremdsprache schreiben. Der Inhaltliche Anspruch ist dann enstprechend niedriger, der Umfang auch.


    Abgesehen davon hast Du in Deinen Fächern doch sicher auch Seminararbeiten geschrieben. Davon die abgespeckte Variante, dann hast Du es.


    Ich mache es immer so, dass ich einige Themen vorschlage. Das sind alles Mathematische Themen. Wenn jemand über etwas anderes schreiben möchte, dann macht er mir Vorschläge, und ich prüfe, ob man da eine Seminararbeit drüber schreiben kann. Dazu muss man so ein Thema natürlich auch mal anrecherchieren, das ist klar.


    Ich würde außerdem Kollegen an Deiner Schule fragen, die die gleichen Fächer haben, wie die das machen.

    Ob ein Unterricht gut ist oder nicht hängt nicht in erster Linie von den eingesetzten Medien ab.


    Was aber wichtig ist, wenn man länger im Beruf ist, ist Effektivität. Wenn ich also z.B. eine Sinfonie analysiere und die Schüler nicht von vorneherein darauf festlegen will, welches die interessanten Stellen sind, dann müsste ich vielleicht 50 Folien kopieren - oder eben ein pdf mitnehmen. Man sollte Selbstoptimierung betreiben und möglichst effektiv arbeiten. Und dann wird es nur wenige geben, die trotz Medienkompetenz diese nicht für den Unterricht verwenden.


    Man muss aber auch nicht jeden Trend mitgehen. Die interaktiven Whiteboards bringen mir nicht viel, weil ich gerne der Klasse zugewandt bin und lieber mit einem Grafiktablet arbeite. Da muss jeder seinen persönlichen Stil finden. Ich bin gespannt auf deine Gründe.

    Guten Morgen,
    vielen Dank für die weiteren Beiträge.


    Es kristallisiert sich heraus, dass Notebooks für das Schreiben längerer Texte per se besser geeignet sind, Tablets für den Einsatz von Foto und Video.


    Tablets gelten, je nach Einsatzgebiet, als intuitiv zu bedienen. In der Tat gehe ich auch davon aus, dass bei einem Notebookeinsatz etwas mehr Einarbeitungszeit vonnöten ist. Das ist für den Fachlehrer ein zeitlicher Nachteil. Wenn ich aber sage, dass die Schüler den Umgang mit einem PC und Standardsoftware erlernen sollen, dann spart es Zeit, denn dann lernen die Schüler das am Notebook sozusagen "nebenbei" und man muss es später, etwa im Seminarfach, nicht extra vermitteln. Es kommt also darauf an, welche Ziele man definiert. Letztlich geht es mir selbstverständlich auch um Unterrichtsinhalte, aber der sichere Umgang mit dem Computer ist eben auch ein Unterrichtsinhalt.


    Was die Kosten betrifft, die an der Schule ja auch immer eine Rolle spielen, so kommt es wohl sehr darauf an, was der Einzelne von so einem Gerät erwartet. In diesem Faden wurden genannt


    - das Billig-Tablet für 150 €
    - das Acer Travelmate 117B, hier habe ich ein Angebot für die Version mit 4-Kern Prozessor und 128 GB SSD für 270 €
    - das IPad Air für ca. 400 €
    - das IPad Pro mit Stift für insgesamt über 600 €
    - das Microsoft Surface für über 1000 €


    Das Problem der Zuverlässigkeit und Administrierbarkeit wurde angesprochen. Ich hatte an dieser Stelle eigentlich damit gerechnet, dass das noch stärker betont werden würde, denn hier haben meine Schüler auch mit ihren heimischen Geräten die größten Probleme: Viren, Abstürze, fehlgeschlagene Updates. Das ist aus meiner Sicht der Hauptaspekt, der gegen Notebooks spricht - man kann sie nicht verwenden, wenn sie nicht funktionieren.


    Wir verwenden als Standardsystem an unserer Schule Linux für die Clients, daher auch der günstige Preis für die Travelmates. Das kriegen Schüler nicht kaputt (jedenfalls nicht unabsichtlich), insbesondere dann nicht, wenn man ihnen das Administratorpasswort nicht gibt. Die Updates laufen automatisch und nebenher, die Geräte sind per Skript administrierbar. Wir haben hier mit den 150 Rechnern, die wir bereits haben, sehr wenig Arbeit (bis auf die Geräte, auf denen für Spezialsoftware dann doch Windows drauf ist), sonst wäre ich gar nicht auf die Idee mit den Notebooks gekommen. Ich habe absolut nichts gegen Windows, wenn mir jemand ein funktionierendes Gerät hinstellt, aber ich hätte keine Lust, das zu betreuen.


    Ich rechne also damit, dass die Kombination des sehr stabilen Travelmate B mit sehr wartungsarmem Linux hier wenig Probleme bereiten wird - vergleichbar wenig wie bei Tablets. Von der Hardware her sollten Notebooks wegen des geschützten Displays sogar deutlich stabiler sein, das muss dann aber die Erfahrung zeigen.


    Eine Kollegin von mir möchte sich engagieren, Tablets als Poolgeräte anzuschaffen. Vielleicht haben wir am Ende das Beste aus beiden Welten, das fände ich optimal.

    Hi,
    nur zur allgemeinen Information: Musik ist in manchen Bundesländern (Bayern zum Beispiel) Doppelfach. Und zwar so doppelt, dass ich, wenn ich in Bayern hätte arbeiten wollen, mir mein 1,5-faches Musikstudium dort erst mal hätte als Doppelfach anerkennen lassen müssen und dann mein anderes Fach nicht hätte unterrichten dürfen.


    In manchen Bundesländern (Rheinland-Pfalz, Hessen, Niedersachsen, BaWü) ist Musik 1,5-faches Fach, man macht (normalerweise) im zweiten Fach nur die "kleine Facultas".


    Vielleicht gibt es auch Bundesländer, wo Musik sogar nur "einfaches" Fach ist, das weiß ich nicht. Dummerweise weiß ich eben auch nicht, wie es in NRW ist, daher dies nur zur Erklärung, wie die allgemeine Situation ist - nämlich überall anders und totales Chaos.

    @Landlehrer : Mit dem Surface hatte ich auch mal geliebäugelt. Ich bin allerdings sehr schneller 10-Finger-Schreiber und fand die Tastatur nicht so richtig gut. Dadurch, dass ich mit der Tastatur sehr viel schneller Schreibe als per Hand, nützt mir auch die Handschrifterkennung + Umwandlung nichts. Ich nutze die Stifteingabe über Tablet nur wegen der mathematischen Formeln. Bei meinen Tafelbildern wechsle ich häufig zwischen Tastatur und Stift.


    @MrsPace : Wenn die Schüler dann aber keine Stiftbedienung haben, kann das Tablet auch nicht das Heft ersetzen, und dann kann ich auch genauso gut ein Notebook nehmen.


    Meine Kalkulation geht immer ungefähr so: Wenn der Rechner billiger ist als Taschenrechner + elektr. Wörterbuch, dann kann man auch den Rechner nehmen und die zusätzlichen Vorteile mitnehmen.

    @MrsPace : Welches Bundesland bist Du? Bei uns ist der GTR vorgeschrieben (mindestens). Wenn man keinen GTR mit CAS hat, muss im Unterricht zumindest gelegentlich ein CAS verwendet werden.


    Eine Zeitlang sah es so aus, als würden CAS Rechner Pflicht, deswegen haben wir die GTR auf CAS Rechner umgestellt. Die kosten, wie oben gesagt, ordentlich und sind auch sehr komplex zu bedienen (das kostet richtig Zeit).


    In meinem letzten Tutorial haben zwei Schüler mit LaTeX geschrieben (von 15), weil ich wegen des extrem kurzen Schuljahres kaum Zeit hatte, das einzuführen. In dem Tutorial davor war es die Hälfte (8 von 16), das ist auch etwa die Quote bei den beiden Kollegen, die das ebenso machen.


    Von einer voll digitalen Schule sind wir hier sehr weit entfernt. Mir geht es darum, die Medienkompetenz zu verbessern (die sehr schwach ist beim durchschnittlichen Schüler) und die Geräte an den Stellen, an denen es sinnvoll ist, gewinnbringend einzusetzen. Die Hefte will ich nicht ersetzen. Wer das wollte, müsste natürlich auf Stiftbedienung setzen. Wenn irgendwann ausreichend interaktive Materialien zur Verfügung stehen, muss man das neu überdenken.


    Abgesehen davon sind wir aber gut vernetzt, jeder Schüler hat seinen eigenen Ordner auf dem Server, jede Klasse auch, zusätzliche Gruppen kein Problem, auf diese Verzeichnisse kann über Webinterface jederzeit zugegriffen werden, zusätzlich ist ein Zugriff über Webdav möglich (also die Einbindung direkt in das Dateimanagement, egal ob Tablet oder PC). Datenaustausch ist also kein Problem, egal, welches System wir nehmen.
    Ich habe auch eine Classroom-Management-Software installiert, mit der ich jeden Schülerrechner auf dem Lehrerrechner darstellen kann - allerdings ohne Ton.


    Dadurch, dass der TR so teuer ist, wird man hier eigentich ständig gefragt, warum man da nicht einfach ein Handy o.ä. nehmen kann. Hier muss man sich halt Gedanken machen, wie man das Prüfungssicher bekommt. Mit dem schülereigenen Handy wird das eher schwierig. Mit dem überwachten IPad geht das, und mit von der Schule konfigurierten Notebooks oder Prüfungsumgebungen vom Stick auch.


    Tafelbild mit Stift geht, denke ich, nur mit dem IPad pro, nicht mit einem einfachen IPad Air. Oder eben mit einem einfachen Notebook + Grafiktablett ;)

    Ich präzisiere: Wenn Du mit Notebooks Videoschnitt machen willst, brauchst Du ein zusätzliches Aufnahmegerät, also z.B. ein Handy. Wenn Du ein Tablet hast, geht alles in einem Gerät, das hatte ich aber auch geschrieben.


    Wenn Du sagst, längere Texte werden zu Hause geschrieben, dann setzt das voraus, dass zu Hause eben auch ein PC vorhanden ist (ich meine jetzt natürlich nicht die längeren handschriftlichen Texte).


    Hierbei bin ich der Meinung, dass wenn die Schule verlangt, dass z.B. die Facharbeit mit dem Computer geschrieben wird ,dass man die nötigen Kompetenzen auch vermitteln muss. Sonst können es die Kinder, deren Eltern ihnen das zu Hause beibringen, die anderen nicht.


    LaTeX ist in den Mathetutorials bei uns mittlerweile Standard. Ich vermittle die Grundlagen, stelle es den Schülern dann aber frei, ob sie lieber ein anderes Textverarbeitungsprogramm verwenden.


    Mathe-Abitur: Ich habe schon eine Abiturprüfung mit Computern gemacht. Natürlich darf es nicht sein, dass man dann im Abi plötzlich etwas Anderes verwendet als davor. Da Matheprogramme recht anspruchslos sind, haben wir da schuleigene Netbooks genommen. Zu Hause haben die Schüler ihre eigenen Rechner verwendet, für´s Abitur habe ich die Rechner vorher mit frischen Images "plattgemacht" und vom Netzwerk getrennt.


    Ich kenne mehrere Schulen, die Prüfungen mit Notebooks machen. Viele booten die Notebooks (wenn es die der Schüler sind) dann von einem Stick. Bei den Tablets müsste man sich da etwas anderes einfallen lassen, weil die nicht vom Stick booten, aber in diesen Dingen ist Apple sehr fit, das geht sicher auch irgendwie.

    MarPhy: Ich habe auch ein Travelmate B, das war letztlich das Gerät, das mich auf die Idee für individuelle Schülernotebooks brachte. Ich habe zwischenzeitlich einen sehr langen Beitrag geschrieben, offenbar verdächtig lang, deswegen ist der noch "in Moderation".

    Mit einem IPad Pro + Pencil kann man schon eine Menge anfangen, zweifellos. Allerdings ist das ein stattliches Budget, das der Schulträger da stemmen muss.


    Für unsere Notebookwagen kalkulieren wir etwa 250 € pro Gerät, wir kaufen gebrauchte Businessmodelle (Lenovo Thinkpads T420 zum Beispiel). Da wäre ich bei 100 Geräten für einen Pool also bei 25 000 € plus Infrastruktur, bei den IPads (wenn ich die Preise richtig deute, etwas Bildungsrabatt gibt´s ja auch) bei etwa 70 000 €.


    Ich selbst unterrichte vermutlich ähnlich wie Du, aber mit einem Notebook. Ich habe an meinem Notebook ein Grafiktablett angeschlossen (so lange man kein Künstler ist, genügt ein einfaches, etwa dieses hier:
    https://www.amazon.de/Genius-E…ords=genius+grafiktablett


    Für die Hausaufgaben der Schüler (und natürlich auch Präsentationen usw., die per Hand erstellt wurden) habe ich früher eine kleine Digitalkamera dabei gehabt, heute mache ich die Fotos mit dem Handy und schicke sie per Bluetooth auf mein Notebook. Ich kann, wenn ich das möchte, mein Notebook auch komplett von meinem Handy aus steuern, aber da sitze ich schon eher vorne, wenn ich z.B. eine Hausaufgabe annotieren möchte. Ohne Zusatzgeräte würde das in der Tat keinen Spaß machen (die üblichen Webcams an Notebooks sind als Dokumentenkamera eher ungeeignet).


    Das aber nur am Rande, Lehrerausstattung ist ein individuelles Thema.


    IPad Pro + Pencil liegen für uns außerhalb des Finanzierbaren. Ich vergleiche daher eher die Möglichkeiten von


    a) Gerät der IPad Air Klasse, wenn ich das richtig verstehe, mit Bildungsrabatt wohl um 400 € erhältlich


    b) Moderne Netbooks wie das Acer Travelmate B, in sinnvoller Ausstattung um ca. 250 € erhältlich



    Meine Motivation, über Geräte nachzudenken, die die Schüler mit nach Hause nehmen können, ist, dass ich über dier letzten 10 Jahre hinweg beobachtet habe, dass die PC Kenntnisse des durchschnittlichen Schülers immer weniger werden. Das liegt daran, dass die Schüler für ihre Freizeit oft keinen PC mehr benötigen, denn Internet + Spielen findet heute meist am Handy statt.


    Wir kommen dann in die Situation, dass beim Schreiben von Praktikumsberichten, Facharbeiten usw. zu Hause oft kein funktionsfähiger PC mehr zur Verfügung steht.


    Tablets, insbesondere das IPad, haben klar eine bessere Kamera als billige Notebooks. Sie haben auch von der Auflösung und den Farben ein besseres Display (allerdings ein spiegelndes).
    Für das Aufnehmen von Fotos und Videos müsste man also auf die üblicherweise in großer Zahl vorhandenen Handys zurückgreifen. Der eigentliche Filmschnitt gelingt dann am Tablet schnell + intuitiv, hier hat man nach etwas Einarbeitung am Notebook aber letztlich mehr Möglichkeiten.
    Das kreative Arbeiten mit dem Medium Film + Ton ist also mit beiden Geräteklassen möglich, bei dem, was man für die Schule braucht, liegen hier Vorteile bei den Tablets.


    Digitale Schulbücher (nicht interaktiv): Wenn jeder Schüler ein digitales Endgerät hat, dann sollte er keine Bücher mehr mitschleppen müssen. Digitale Schulbücher sind sowohl als Apps (Tablets) als auch Browserbasiert + als Software (Notebooks) verfügbar.
    Das schnelle Blättern + Zoomen gelingt beser am Tablet. Da Schüler aber häufig nicht schnell lesen und man nicht ständig Blättern und Zoomen muss, hat das Notebook wiederum Vorteile wegen des größeren, matten Bildschirms.
    Sollte es um interaktive Schulbücher gehen, bei denen man mit einem Pen etwas eintragen muss, haben Tablets natürlich wieder die Nase vorn - aber nur dann, wenn man sehr hochwertige Tablets mit echter Stiftbedienung hat, die wiederum sehr teuer sind.
    Digitale Schulbücher lassen sich also auf beiden Medien Nutzen, leichte Vorteile bei den Tablets.


    Geht es darum, längere Texte zu schreiben, so liegen die Vorteile klar beim Notebook. Die Möglichkeit, Standard-Office-Software zu verwenden sowie die fest eingebaute Tastatur zusammen mit dem größeren Bildschirm haben hier die bessere Ergonomie. Kauft man zum Tablet eine Tastatur dazu, so kann man damit natürlich auch strukturierte Texte schreiben.


    Ein Spezialfall sind hier Facharbeiten im Fach Mathematik. Hier wird gerne die wissenschaftliche Satzsoftware LaTeX verwendet, die für Tablets nicht zur Verfügung steht.


    Man wird im Unterricht mit Tablets insgesamt eher seltener Texte "tippen". Das Anstecken externer Tastaturen ist umständlich und birgt zusätzliche Kosten und möglichen Verschleiß. Das Erlernen des 10fingrigen Schreibens ist beim Einsatz von Tablets also eher unwahrscheinlich.


    Informatik: Ein sinnvoller Informatikunterricht allein mit Tablets ist nicht möglich. Eine Schule, die flächendeckend Tablets eingeführt hat, bestätigte mir dies. Ferner sind Tablets viel stärker als PCs "Black Boxes", die einfach funktionieren, bei denen man aber keinen Blick hinter die Kulissen werfen kann (und muss). Deswegen werden sie ja auch so geschätzt (funktionieren einfach). Möchte man aber etwas über Technik lernen, so bieten Notebooks mehr Möglichkeiten. Nicht umsonst wird sämtliche Tablet-Software, um ein Beispiel zu nennen, eben NICHT am Tablet entwickelt.



    Für ideal würde ich, wie eingangs schon erwähnt, Convertibles halten. Die Bedienung über Touchscreen ist oft sehr intuitiv. Die Stiftbedienung ist ideal für interaktive Arbeitsmaterialien. Die Tastatur ist ideal zum Schreiben längerer Texte.


    Mein Ausgangsgedanke war, den Eltern die Anschaffung des teuren Taschenrechners (hier ca. 120 € bei Sammelbestellung) und ggf. des elektronischen Wörterbuches (ca. 150 €, das ist hier aber noch nicht Pflicht, wird von einigen Schulen aber trotzdem von den Eltern verlangt) zu ersparen und statt dessen ein Gerät zu kaufen, was das alles und mehr kann. Aus meiner Sicht lande ich da eher beim Notebook als beim Tablet, aber ich freue mich über weitere Gedanken und Anregungen.

    Vielen Dank schon mal für die vielfältigen Antworten.


    @MrsPace : Der Apple Pencil kostet 109 €, das zugehörige IPad Pro über 600 €. Das kaufen bei Euch alle Schüler? Mir geht es nicht um die Lehrerausstattung, sondern um Schülergeräte.


    Es kommt natürlich sehr darauf an, was man damit machen möchte, ich schreibe nachher etwas mehr dazu.

    Hallo,


    die KMK hat eine Strategie "Bildung in der digitalen Welt" entworfen: https://www.kmk.org/aktuelles/…n-der-digitalen-welt.html


    In dem verlinkten Papier ist i.d.R. von "mobilen digitalen Endgeräten" die Rede. Ich stelle fest, dass die Schulen hier in der Gegend als digitale Endgeräte vorwiegend Tablets (konkret: IPads) anschaffen. Ich selbst frage mich: Was ist mit dem guten alten Notebook? Während die erste Netbook-Generation (obwohl von vielen Anwendern durchaus geschätzt) noch nicht so richtig Spaß machte, gibt es aktuell auch eine große Auswahl an günstigen, stabilen leichten Netbooks mit normal großer Tastatur.


    Mir ist klar, dass es dazwischen auch noch die Convertibles gibt, hier scheinen mir die Geräte, die für den Schulalltag stabil genug wären, aber zu teuer zu sein. Daher meine Überschrift "Tablets vs Notebooks".


    Mich würde interessieren, ob es hier Kollegen gibt, deren Schulen sich für das Eine oder das Andere entschieden haben, und wenn ja, warum. Dass die meisten Schulen dieses Thema jetzt noch nicht angehen, ist mir auch klar (z.B. weil eine geeignete Infrastruktur fehlt), mich interessiert aber eher, welchen Gerätetyp Ihr bevorzugen würdet, wenn die übrige Infrastruktur vorhanden wäre.


    Vielen Dank für Eure Anregungen,


    Andreas

    Hallo,


    ich verwende für diesen Zweck ein normales Windows Notebook + Grafiktablett.


    Man benötigt kein hochwertiges Grafiktablett von Wacom, ich habe das Genius Easy Pen M610 für ca. 50 €.


    Als Software nehme ich NotateIT Professional , kostet aucch so um die 50 €.


    Man muss sich ein wenig gewöhnen an das Schreiben auf dem Grafiktablett (man sieht dann nicht, was man schreibt, man schreibt also auf eine dunkle Fläche und sieht das Geschriebene direkt auf dem Bildschirm), aber nach ca. 30 min hat man das raus und kann super Tafelbilder erstellen.


    Gerade für Matheunterricht ist das perfekt: Etwas an GeoGebra zeigen, dann auf die Tafelsoftware wechseln, Graph einfügen, am Ende der Stunde das Tafelbild ins Internet (wenn man das möchte).


    Ich unterrichte fast nur noch so.


    Gruß,


    Andreas


    Edit: Hier sieht man, wie ich damit was schreibe: https://www.youtube.com/watch?v=MM2_LM1Sz28

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