Beiträge von Firelilly

    Er musste am Ende genau so lange warten wie die anderen, aber in dem Moment habe ich mir als GKV Versicherter gedacht "Mein Auge tut scheiße weh und ich muss jetzt noch länger warten nur weil er PKV hat?" Gott sei dank kam das doch nicht so aber ich mag diese Zwei Klassen Gesellschaft nicht.

    Magst Du es auch nicht, dass andere mit einem neuen Tesla durch die Gegend fahren und Du nur mit einer XY Karre?

    Dann kauf Dir hakt einen.

    Mal abgesehen davon, dass man lebensbedrohliche Notfälle zuerst behandeln sollte unabhängig von der Kasse, finde ich bei allen anderen Szenarien eine Bevorzugung derjenigen, die mehr zahlen, absolut angemessen.

    Wer bekommt denn den Zuschlag das Wunschhaus zu kaufen? Derjenige, der bereit ist mehr zu zahlen.

    Böse Zweiklassengesellschaft, dass diejenigen, die mehr Geld auf den Tisch legen, die schönsten Häuser bekommen! Sollen die vielleicht verlost werden, damit es "fair" ist?

    Wieviel % des Einkommens geht denn bei den durchschnittlichen Bürgern für Unterhaltungselektronik drauf und wieviel für Gesundheitsdienste? Wenn es Dir wichtig ist einen besseren Service im Gesundheitssystem zu bekommen, dann sei halt bereit dafür mehr auszugeben! Man kann nunmal nicht Schmalspur zahlen und sich dann wundern, wenn andere zuerst dran kommen. Denen war es anscheinend mehr wert.

    Wenn ich das Wort Zweiklassengesellschaft höre, dann kriege ich die Krise. Wenn Du nicht bereit bist im Restaurant 100 Euro für einen Abend auszugeben, dann bekommst Du halt auch nur durchschnittliche Küche. Warum sollte das im Gesundheitswesen anders sein?!

    Es gibt Menschen, denen reicht der Fraß von McDonalds, die geben ihr Geld eben anderweitig aus. Anderen ist gutes Essen wichtig und die setzen da ihre Priorität. Für Privatpatienten ist die Behandlung viel hochpreisiger, natürlich brauchen die Benefits.

    Ich fall so langsam vom Glauben ab, was ist das für eine Gleichmacherei?
    Wenn ihr zuviel Geld halb und meint, dass eh alle alles gleich bekommen sollten, gerne her damit.

    Das widerspricht aber den Vorgaben des Niedersächsischen Schulgesetzes. Das kann man sicherlich schulintern so regeln und auch gut begründen entspricht aber nicht den Vorgaben. Grundsätzlich sind alle Lehrkräfte und auch PMs, die das Fach gerade unterrichten und alle Lehrkräfte, die das Fach als Lehrbefähigung haben, Teil der Fachkonferenz. Entsprechend kann sich keiner beschweren, wenn ein Schulleiter auf Anwesenheit besteht.

    Und der Schulleiter kann sich nicht beschweren, wenn sich Teilzeitkräfte ausgeraubt und misshandelt fühlen und entsprechende Konsequenzen ziehen.

    Nur, weil ein Gesetz einen eklatanten Missstand deckt heißt es nicht, dass es ein gutes oder richtiges Gesetz ist.

    Klar kann er auf Einhaltung pochen. Dann werden aber manche Teilzeitkräfte ebenfalls das Gesetz nutzen.

    Beispielsweise, dass man wegen Unfähigkeit nicht Entlassen werden kann. Gibt, auch neben Dienst nach Vorschrift z.B., auch noch viele weitere Mittel, mit denen man innerhalb des Gesetzes seine Arbeitskraft so beschädigen kann, dass die Nichtteilnahme an jeder Konferenz das kleinere Übel für den Schulbetrieb wäre. Traurig ist immer, wenn man zu solchen Mitteln greifen muss, weil eine SL nicht von selber etwas dafür tut, dass diese Ausbeutung und Mehrbelastung von Teilzeitkräften abgemildert wird.

    Hier geht es aber um Gesundheit, die sollte nicht vom Geldbeutel abhängen.

    Wenn die Gesundheit nicht vom Geldbeutel abhängen soll, warum darf der Arzt beim Privatpatienten einen höheren Satz abrechnen?

    Im Endeffekt erkauft man sich eine Dienstleistung und selbstverständlich sollte mehr Geld auch bessere (schnellere, hochwertigere usw.) Dienstleistung bedeuten. Wo kommen wir denn da hin, wenn der Arzt an mir deutlich mehr verdient als an einem Kassenpatient und mir trotzdem nur die gleichen Leistungen bietet. Dann kann er sich schön mit seinen Kassenpatienten beschäftigen, ohne mich, next doctor please!

    Vor den unnötigen Ultraschalls wirst du doch sicher gefragt, ob du sie möchtest. Dann sag doch einfach nein.

    Die PKV ist für Beamte deutlich günstiger als die GKV.

    Ja, aber doch nur, weil der Dienstherr Lehrer ausnutzt. Der zahlt einfach nicht den Arbeitgeberanteil, deshalb ist die GKV so teuer.

    Merkt ihr eigentlich nicht, wie der Dienstherr euch nach Strich und Faden verarscht? Ist nicht bereit den Arbeitgeberanteil zu zahlen und man bekommt dadurch unter anderem folgende Nachteile, wie Fossi73 andeutet:

    Das Risiko, als "Berufspatient" zu enden, der mit diffusen Störungsbildern von Klinik zu Klinik wandert, ist als Privatpatient deutlich höher.


    Auf ersteres kannst du getrost verzichtet. Das zweite kann ein echter Joker sein. Es ist aber auch eine Sauerei. Ich habe das bei niedergelassenen Ärztinnen nur einmal in Anspruch genommen und habe immer noch ein schlechtes Gewissen.

    In die Fach-Ambulanz eines Krankenhauses zu können, ohne von einer niedergelassenen Fachärztin überwiesen werden zu müssen, beanspruche ich aber gelegentlich. Wenn mir die Hausärztin sagt, ich sei dort gut aufgehoben, ist es doch Quark, dass sie mich zum Überweisen überweist. Neulich verfuhr ich so. Antwort der Ambulanz auf die telefonische Anfrage: „Wenn Sie Zeit mitbringen, können Sie vorbeikommen.“

    Ein Nachteil kann durchaus sein, dass die Praxen und Krankenhäuser wissen, was die PKVen bezahlen. Da wird dann auch ma etwas untersucht, das es vielleicht nicht braucht. Wird immer wieder dementiert, glaube ich aber nicht.

    Ein schlechtes Gewissen? Ich habe Wut, wenn ich keine Vorzugsbehandlung bekomme. Wozu ist man denn teuer privat versichert.

    Allein schon um die unnötigen Abzockbehandlungen (die mit uns Privatpatientinnen gemacht werden, wir werden regelrecht gemolken) zu kompensieren sollte man jegliche Vorzüge nutzen. Schlechtes Gewissen ist da mehr als fehl am Platz, du zahlst extrem teuer für ein paar Privilegien.

    Man lese sich auch mal Samus Beiträge mit den Erfahrungen zur privaten Versicherung durch. Privilegien hat man kaum, es überwiegen viele Nachteile.

    Aus meiner Sicht müsste man noch viel mehr Bevorzugungen erhalten, damit sich die Privatversicherung so richtig lohnt.

    Aber der Dienstherr zwingt uns ja quasi in die Privatversicherung. Das macht der natürlich aus Kalkül. Man kann eigentlich davon ausgehen, dass der nur Dinge zu unserem Nachteil macht und alle Leistungen seitens des Dienstherrn minimalste Zugeständnisse sind, damit man überhaupt Beamte rekrutieren kann.

    Natürlich ist es eine Sauerei, bei Arztterminen sollte es primär um Dringlichkeit gehen. Ist dennoch ein nice-to-have und werden viele gerne in Anspruch nehmen.

    Also mal ganz ehrlich. Wir mit der privaten Krankenversicherung zahlen uns dumm und dämlich und es wird ständig mehr abgerechnet für die gleiche Unterschungsleistung.

    Ich bestehe auf Privilegien, schließlich zahle ich mehr Geld.

    Wenn ihr ins Restaurant geht und für einen Hauptgang 25 Euro zahlt und andere dafür 13 Euro, dann erwartet ihr für die 25 Euro schließlich auch ein besseres Essen.

    Selbstverständlich steht mir eine Vorzugsbehandlung vor als Privatpatient, wo ist denn sonst der Sinn mehr Geld zu zahlen?

    Das Ansinnen mehr Geld zu zahlen und die gleichen Leistungen dafür zu wollen kann doch wirklich nur von Lehrern kommen...

    Ich bin ja durch mein Praxissemester aktuell im Präsenzunterricht und dort halten sich die SuS an die Regeln. Ist schon ein Unterschied zum Stadion. Außerdem sind die Lehrer inzwischen mittlerweile einmal geimpft, genauso wie alle anderen an der Schule Tätigen (mich eingeschlossen).

    In Schleswig-Holstein gab es keinerlei Angebote zur Impfung von Lehrkräften seitens des Dienstherren. Mit Glück sind manche beim Hausarzt untergekommen oder haben beim Online-Vergaberoulette gewonnen.

    Ah, ok, interessante Kausal(?)kette.

    Und wer so Großveranstaltungen zulässt muss mir morgen 2kg Gummibärchen vegan vorbeibringen.

    Wer spielt mit und hängt die nächste Kausalkette dran? Macht voll Laune!

    Ich finde es einfach nur lächerlich, wie ihr euch über Fußballspiele aufregt aber jeden Tag munter Präsenzunterricht macht. Ich habe eure Namen irgendwie nicht in der Liste derjenigen gesehen, die sich hier im Forum vehement gegen Präsenzunterricht wehren. Aber jetzt bei Fußball den Mund aufreißen, weil da einInfektionsrisiko besteht? Für mich ein perfektes Beispiel für hypocrisy.

    Es mag keine Kausalkette in Form unweigerlich folgender Naturgesetze sein, da magst Du recht haben.

    Genausowenig folgt aus der Verurteilung von Kreuzfahrten wegen der Umweltbelastung, dass man selber zwangsläufig auf Fliegen und das Fahren eines dicken Autos verzichten muss. Das ist auch keine Kausalkette. Du bist aber so eine Heuchlerin, die genau das macht. Sich über Kreuzfahrten beschweren aber gegen Flugreisen oder dein eigenes dickes Auto keine Umweltbedenken haben.

    Die Bedeutung von schulischer Bildung ist größer als die der EM. Und 30 SuS vs. 10k Zuschauer ist schon ein deutlicher Unterschied.

    30 SuS? Multipliziert mit allen Schulklassen aller Schulen der gesamten Bundesrepublik und zwar pro Tag. Und das bei geschlossenen Räumen.

    Eine Infektion geht doch nicht im Stadium herum, wenn ich meine Nebenfrau anstecke, dann steckt die doch nicht gleich beim Spiel noch ihren Nebensitzer mit an, das ist biologisch gar nicht möglich infektiös zu werden innerhalb der Zeit. Ich habe doch nicht Kontakt zu 10 000 Leuten da und kann die potentiell anstecken!

    Im Vergleich zu Schulen ist so ein Fußballevent von den Zahlen her eher vernachlässigbar.

    Mach doch mal eine überschlagsrechnung wie oben von mir angedeutet und Du wirst sehen, dass die Zahl der Kontakte durch Präsenzunterricht die Zahl der Kontakte in Fußballstadien (die übrigens nichtmal geschlossene Räume sind) um Potenzen übersteigt.

    In der Innenstadt hat man immerhin normalerweise nur kurzen Kontakt zu fremden Menschen, im Stadion sitzt man 2h neben denselben Menschen. Das erhöht schon das Ansteckungsrisiko (zusätzlich wird im Stadion mehr geschrien/gesungen, also höherer Aerosolausstoß als in der Innenstadt).

    Wer Präsenzunterricht in Schulen mit ihren geschlossenen Räumen zulässt muss auch Großveranstaltungen wie Fußballspiele im offenen Stadion zulassen.

    woher weißt du das denn?

    Ich finde solche Dinge immer sehr schwer anzusprechen, weil man im Prinzip über etwas redet, das man als Eltern ja höchstens von den Kindern erzählt bekommt.

    Da würde ich dich erst mal mit der Elternvetretung versuchen in Kontakt zu treten, nachfragen, ob sie/er es auch so gehört habe.

    Auf dieses Thema würde ich mich nicht einlassen, auch nicht, wenn ich keine Lehrerin wäre.

    Kann Friesins Beitrag nicht oft genug liken.

    Woher willst Du denn z.B. sowas wissen:

    Es findet kaum ein Versuch objektiven Sehens der Schülerinnen statt (unterschiedliche Bewertung bei gleicher Leistung).

    Ich halte

    Konflikte sind nie ideal, deswegen schlug ich drei verschiedene Wege vor. Wenn es so unkonkrete Sachen sind, kann man es halt schlecht mit dem Lehrer klären. Was will man auch sagen? "Sie bevorzugen Mädchen und mein Kind kommt nie dran" ist halt tatsächlich kaum nachzuweisen und wenn es stimmt, zeugt es ja gerade davon, dass es um kein sachlichs Problem geht, sondern dass die Lehrer*in ein Problem hat. Wenn man sich über Noten oder Wandertagsgestaltung echauffiert, dann hat man ja kein Problem, anzurufen und nachzufragen.

    Generell einfach lächerlich mit sowas den Lehrer zu nerven. Das ist doch einfach nur peinlich so etwas vorzutragen.

    Und was Wandertage angeht können die froh sein, dass man die überhaupt macht.

    Wenn ich finde, dass mein Arzt mich nicht gut behandelt, dann wechsel ich den Arzt. Da komme ich auch nicht und sage "Sie könnten meine Brust schon gründlicher abtasten, so, wie sie das machen, kann man doch gar keine Knoten entdecken." Ist doch kein Wunschkonzert, entweder man vertraut der Expertise des Arztes oder in dem Fall der Lehrkraft. Wenn man fest überzeugt ist, dass die Person das falsch macht, dann wechselt man.

    Soll sie halt das Kind von der Schule nehmen, vielleicht nehmen andere Lehrer ja Jungs gleichberechtigt im Unterricht wahr oder vermeiden es gezielt ein einzelnes Kind nicht dran zu nehmen. Wenn man diese Vorwürfe ernst meinst,sollte man so konsequent handeln. Alles andere ist lächerlich.

    Scheinbar gibt es Menschen die in einer gewissen Position nicht mehr in der Lage sind sich selbst ein Brot einzupacken, oder in bestimmten Situationen.. Keine Ahnung.

    Erstmal vorweg: Ich finde es auch einen Skandal, dass Referendare sich um die Bewirtung kümmern müssen.

    Insgesamt kann ich aber verstehen, dass das Einpacken eines Brotes schon irgendwie komisch ist.

    Bei vergleichbaren Positionen in der Wirtschaft wird selbstverständlich auch eine Verkostung gestellt.

    Mir stößt es über auf, wie wenig Wertschätzung man im Lehrerberuf dahingehend bekommt.
    Ich bin seit mehreren Jahren nicht mehr auf Fortbildungen, weil neben der grottigen Qualität, auch einfach die Versorgung nicht stimmt.

    Da gibt es schlechten Kaffee und es werden Kekse hingestellt. Und mein Partner kommt von seinen Fortbildungen mit Präsentkörben wieder oder erzählt, dass es ein opulentes Buffet gab.

    Unternehmen möchten, dass ihre akademischen Mitarbeiter top ausgebildet sind und aktuelle Neuerungen mitbekommen. Da wird natürlich auch ein Anreiz geschaffen sich in Seminare zu begeben, eben auch durch solche kleinen Annehmlichkeiten.

    Was habe denn ich bitte schön von einer Fortbildung über ... Classroom management oder den neuen Bildungsplan oder Unterrichtsmethode XY?

    Habe ich dadurch bessere Verhandlungsbasis für eine Gehaltserhöhung beim nächsten Entwicklungsgespräch? (hahaha)

    Die Höhe war, dass ich auf einer Fortbildung zum Bildungsplan war und wir Gruppenaufgaben hatten, in den wir Umsetzungen selbst erarbeiten sollten. Also noch verkappt arbeiten mussten. Da habe ich die Entscheidung getroffen, nie wieder Fortbildung, es sei denn, ich profitiere da selbst in ganz hohem Maß daran. (Was so aber erst einmal vorgekommen ist).

    Man hat ja nicht einmal halbwegs annehmbare Verpflegung oder Annehmlichkeiten in diesem Beruf, nicht auf Fortbildungen, nicht auf Klassenfahren und eben auch nicht, wenn man Referendare ausbildet.

    Es müsste staatlich bezahlt ein Caterer zur Verfügung gestellt werden, bei Fortbildungen, Unterrichtsbesuchen und so weiter.

    Einfach arm.

    Firelilly kannst du mir denn noch verraten, wie du mit der Situation umgehen würdest? Es fällt mir schwer deiner Kritik etwas konstruktives zu entnehmen.

    Ich verstehe eben nicht, warum Du Dir Möglichkeiten selber schlecht redest:

    :( Eltern anrufen und abholen lassen, bis die Kinder sich an die Regeln halten kann auch keine Lösung sein und die Zeit müsste dann ja auch erst überbrückt werden.

    Wenn man das konsequent macht (und die Zeit zur Überbrückung steht das Kind halt gut sichtbar auf dem Flur draußen) wird es die Eltern irgendwann auch nerven ihr Kind jedes mal abzuholen.

    Wenn sich das nicht bessert, kann man dann nicht professionelle Hilfe holen? Das Jugendamt einschalten für Erziehungshilfe?

    Bei uns wird bei Schülern, die "austicken" recht schnell eine Schulbegleitung beantragt. Diese übernimmt dann die Beaufsichtigung des Kindes, wenn es den Unterricht massiv stört. Im Endeffekt muss der Schutz der Lernwilligen viel größer geschrieben werden.

    Wenn so ein Kind dann ständig den Unterricht verlassen muss werden die Eltern vielleicht auch mal auf die Idee kommen sich psychologische Hilfe für das Kind oder Erziehungshilfe zu holen.

    Das Problem was ich eben sehe ist, dass man einfach nicht konsquent genug ist. Da werden solche Schüler nicht des Raumes verwiesen, weil, es muss doch lernen. Dass es aber den Lernfortschritt von 28 anderen Kindern sabotiert wird da gerne übersehen.

    Fast schon schwarze Pädagogik, aber wirksam. Du bist doch keine Pädagogikmaschine, die immer geölt läuft. Und von Fritz oder Franz offenbar ignoriert wird.

    Was ist daran denn schwarze Pädagogik?!

    Also dafür werde ich jetzt vermutlich wieder einen shitstorm ernten, aber das ist ja wohl immer noch sehr milde und an manchen Stellen konsequenzenlos. Also wenn ihr euch von 2. Klässlern so auf der Nase herumtanzen lasst ("Schüler stellt seine Ampel einfach selber um"), dann wundert es mich nicht, woher die schlecht erzogenen 5. Klässler bei uns kommen. Die muss man teilweise erstmal richtig einnorden. Also wenn sich ein Kind so dreist verhält, da würde ich ausrasten. Das macht der genau ein Mal seine Ampel auf grün zu stellen, das ist ja im höchsten Maße respektlos.

    Manchmal würde ich mir wünschen an der Grundschule würde mehr das Verhalten korrigiert und weniger z.B. "fancy Experimente" im Sachkundeunterricht gemacht, wo dann zum Teil noch Fehlvorstellungen Vorschub geleistet wird.

    Zum Schluss noch einmal eine Respektsbekundung: Respekt an alle Grundschullehrkräfte, die Kindern konsequent so ein Verhalten austreiben. Ich kann mir vorstellen, dass ihr sehr viel ausbügeln müsst, was Eltern in der Erziehung versäumen. Schrecklich, wie ungezogen so viele Kinder sind.

    Ist die gelehrte Pädagogik vielleicht zahnlos und ineffizient?

    Nikolaus Haas (Kinderkardiologe):

    - Schulschließungen großer Fehler

    - Wahrscheinlichkeit eines Blitzschlags größer als Intensivbehandlung bei Kindern

    - 75 Intensivbehandlungen, 4 Todesfälle

    - im Vergleich dazu: 55 Todesfälle durch Verkehrsunfälle, 35 durch Ermordung, 49 durch Ertrinken

    In einer Schule arbeiten keine Kinder. Viel wichtiger ist die Gefahr für Lehrkräfte, denn im Gegensatz zu Kindern, die von den Eltern vom Unterricht auf Antrag befreit werden konnten, wurden Lehrkräfte genötigt sich der Gefahr auszusetzen.

    Ich bin raus. Nachdem nun alle möglichen Nachkommastellen-Verfechter meine Schüler besser kennen als ich und ich für den "menschlichen Blick" und den pädagogischen Spielraum bei der Notengebung nun angegangen werde, verabschiede ich mich wieder.

    Gehabt euch wohl.

    Du kannst ganz beruhigt sein, Du hast vollkommen recht. Für ordinalskalierte Werte verbietet sich die Berechnung eines Durchschnitts. Ich treffe meine Notenentscheidungen selbstverständlich auch pädagogisch unter Berücksichtigung der einzelnen Leistungen, die ich mir notiert habe, sowie weiterer Parameter.

    Nachdem ehemalige Schülerinnen von mir tatsächlich angefangen Lehramt Gym Mathe zu studieren, sich meine Ordner aus meinem Studium bei mir abgeholt haben, weil sie den gleichen Schwachsinn im Studium haben, der vielen Mitstudenten schon vor 23 Jahren das Genick gebrochen hat, wundert mich nix mehr. Das Mathelehramtstudium ist tatsächlich extrem schwer und extrem an der Realität vorbei und solange es da nicht ein Einsehen gibt, wird sich das nicht ändern...

    Du solltest mal deinen Namen hier im Forum ändern. Scientist passt so gar nicht zu Dir.

    Schmalspurmathematiker wäre passender (ja ich dürfte mich dann vielleicht Schmalspurpädagogin nennen, den Schuh ziehe ich mir an, bevor man mir hier unterstellt ich würde nicht selbstkritisch sein und nicht dieselben Maßstäbe an mich anlegen, wie ich es anderen abverlange :-P).

    Es ist für mich kein Wunder, dass Lehrer von wirklichen Mathematikstudenten (gilt auch für Chemie usw.) so belächelt und fachlich nicht für voll genommen werden.

    Wenn ich schon lese das Mathestudium ist an der Realität vorbei. Ich will Dir mal sagen, was an der Realität vorbei ist. Die gesamte Pädagogik, das sind fast alles irgendwelche idealistischen Gedankenschwurbelein, ausgedachte, blumige Modelle, die meist jeglicher Grundlage entbehren.

    Reiner und realer als Mathematik wirst Du kein Fach vorfinden. Das was die Mathematiker in ihren Sätzen beweisen ist die Realität und die wird sich nicht wie in der Pädagogik je nach Lust und Laune des Autors ändern.
    Ich weiß, dass Du vermutlich meinst, dass das Mathematikstudium viel tiefgreifender ist als das, was man dann an der Schule davon weitergeben kann.

    Das liegt aber nicht daran, dass das Mathestudium an der Realiät vorbei ist sondern daran, dass man an der Schule eben nur Billokram machen kann.

    Wenn Dir die Pädagogik so am Herzen liegt, dann werde doch Erzieher oder leite Jugendgruppen, denn da geht es um Pädagogik und nicht darum in dei Welt der Mathematik einzuführen. Ein Herz für Mathematik hast Du definitv nicht, wenn Du so über dein Fach sprichst.

    Wie viele Studenten brechen das Studium ab oder scheitern an den extrem hohen Anforderungen? Die wären bestimmt super Lehrer, denn entgegen den Ansichten der Profs (und wohl auch deinen) macht nicht ein super Fachwissen einen guten Lehrer aus, sondern vielmehr gute Diaktik, Methodik und Pädagogik.

    Eine gute didaktische Reduktion ist nur dann sinnvoll möglich (zumindest in komplizierten Fächern wie z.B. Chemie, weiß nicht, ob das auch für Erdkunde etc. gilt), wenn man selber sehr tief in der Materie drin steckt. Wenn ich sehe, was unsere fachlich recht schwache Referendarin (war selber an einer Gemeinschaftsschule und hat im Studium nicht wirklich brilliert) beim Thema chemisches Gleichgewicht produziert, weil sie selber fachliche Defizite hat, dann merkt man, dass es bei ihr nicht didaktisch gezielt reduziert, sondern schlichtweg unüberlegt / unreflektiert falsch und oberflächlich ist. Die Frau schafft es trotzdem bei den Schülern beliebt zu sein, hat einen tollen Umgang mit denen, schafft Alltagsbezug und verwendet motivierende Unterrichtskontexte. Chemie ist bei vielen ihrer Schüler/innen das Lieblignsfach. Das kann man ihr wirklich positiv anlasten, das will ich gar nicht abstreiten. Sie ist aber höchstens in der Unter- und Mittelstufe im Chemie-Anfangsunterricht aufgehoben. Und selbst da (!!!) passieren Vorstellungsfehler bei ihr in Bezug auf die Stoff- / Teilchenebene.

    Im Endeffekt schafft sie es viele Schüler/innen für Chemie zu begeistern, aber auf Kosten eines sehr oberflächlichen Verständnisses bei diesen. Das kommt eben davon, wenn man sich nur die "schönen Dinge" herauspickt und alles "einfach macht", weil man es selbst oft gar nicht tiefgreifender versteht.

    Die Frage ist, was man möchte. Möglichst viele Schüler/innen für ein Fach begeistern (damit sie dann evtl. im Studium bei deinen bösen Professoren, die ja so extrem anspruchsvoll sind) merken, dass das Fach doch eigentlich viel tiefgehender ist und viel mehr abverlangt, als wir schütten Dinge zusammen und verwenden (falsche) Erklärungsmodelle dazu, die deceivingly einleuchtend und einfach verständlich sind.

    Die Expertise bei all der Methodik und Pädagogik (die sicher auch nötig ist, damit SuS sich für ein Fach interessieren), die zu gutem Unterricht führt, ist tatsächlich eine Didaktik. Und diese basiert auf tiefgreifendem Verständnis meines Fachs.

    Dies wird so oft unterschätzt von so vielen vor allem fachlich schwachen KuK. Die produzieren mitunter durchaus motivierte, begeisterte Schüler/innen, aber kratzen eben nur an der Oberfläche oder machen einen Sensationsunterricht, der wenig mit dem eigentlich Fach zutun hat.

    Man kann all diese pädagogischen, methodischen Tricks anwenden, aber im Kern muss immer stehen, dass man tiefgreifende Kompetenzen in dem Fach vermittelt.

    Den Schulstoff sicher zu beherrschen reicht einfach nicht aus. Selbst, wenn ich perfekt den Schulstoff runterbeten könnte, wäre ich ungeeignet diesen zu unterrichten. Sonst hätte ich fachlich in manchen Fächern ziemlich direkt nach dem Abitur bereits unterrichten können.

    Klar versuche ich auch vielen SuS die Chemie interessant zu vermitteln. Aber gleichzeitig soll ich auf die Fähigkeit ein Chemiestudium aufzunehmen vorbereiten. Dann ist es eben so, dass nicht alle begeistert Chemie studieren wollen, weil sie merken, dass das Fach eben zu anspruchsvoll oder was auch immer für sie ist. Aber diejenigen, die sich trotz aller Komplexität (die eben auch bei coolen Experimenten im Hintergrund ist) immer noch dafür interessieren, die sind richtig im Studium.

    Du bist es im Mathestudium nicht. So wie Du über Mathematik sprichst bist Du jemand, der wenig Feuer für das Fach hat, sondern einfach nur mit Kindern arbeiten möchte. Das ginge auch als Erlebnispädadoge etc.

    Zurecht verdient man dann natürlich nicht so viel.

    Ich bin übrigens die Tollste, habe sowohl für Bachelor- als auch Master-Arbeit im Labor gearbeitet/geforscht (Physikalische Chemie) und dafür Geld bekommen.

    Das ist top!

    Dann kannst du einen Profilkursschülern sicher auch ganz gut vermitteln, wie Laborarbeit aussieht und was der Anspruch an wissenschaftliches, chemisches Arbeiten ist.

    Ich bezweifle eben, dass man du das genauso gut könntest, wenn du, sagen wir mal stattdessen Lehrer befragt hättest, wie oft die Computer im Unterricht einsetzen, oder, welche Note du einem Schüler mit Namen Ali oder Sofie geben würdest.

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