Genauso, wie Nymphicus verstehst du nur, was du verstehen willst. Der Widerstand gegen deine Beiträge richtete sich nicht primär gegen das, was du über Aerosole geschrieben hast, sondern gegen deine Art, hier unnötig deine Panik zu verbreiten. Wir sind nach wie vor nicht alle gestorben, obwohl nicht so gelaufen ist, wie du es gerne gehabt hättest.
"Unnötige Panik" ? "Wir sind nach wie vor nicht alle gestorben" ?
Die Corona-Toten sind zahlreich genug um aus unnötiger Panik eine gerechtfertigte Alarmiertheit zu machen. Die Öffnung der Schulen vor den Osterferien war eine Katastrophe und jetzt hat man in SLH das drei Tage vor den Ferien auch endlich verstanden. Ich hätte die Schulen gleich zu gelassen.
Und ich würde sie auch nach den Ferien (bis auf Notbetreuung) dicht machen.
In Bayern haben es (ein paar) Lehrkräfte bzw. Verbände verstanden und plädieren dafür nicht zu öffnen, bevor eine Impfung da ist.
Der einzig vernünftige Schritt. Aber ich prophezeie, dass man auch hier wieder nicht auf mich und diese Leute hören wird.
Zu dem Zeitpunkt, zu dem du das behauptet hast, gab es noch keine zweite Welle.
Richtig genau das ist ja der Punkt, dass es sie noch (!) nicht gab. Mir wurde gesagt, es gäbe keinerlei Indizien dafür, dass es (damals) im Herbst zu einem erneuten Anstieg kommen würde, "die Zahlen würden das nicht hergeben". Ich wusste aber, dass es so sein wird, aber anstatt darauf zu vertrauen, dass man als Biochemikerin die Mechanismen kennt, hat man das versucht mathematisch zu argumentieren. Und versagt.
Mittlerweile sind aber einige Dinge klar, insbesondere die Infektionswege. Selbst, wenn hier jemand schreibt, der vor einem dreiviertel Jahr nicht gecheckt hat, wie sich Viren verbreiten, das aber jetzt tut, hatte Lindbergh genau dieselbe Zeit und hat es nicht geschafft, sich irgendetwas zu verstehen oder zu merken.
Ja, aber ich habe euch doch bereits ganz am Anfang erklärt, wie sich die Viren verbreiten über Aersole und wie die Infektionswege sind. Auf diesen Mechanismen habe ich doch meine Voraussagen getroffen, wie z.B., dass Kinder und Jugendliche da ebenfalls eine entscheidende Rolle spielen (man es aber aus politischen Gründen nicht wahrhaben wollte und es gut vertuschen konnte, weil die meist symptomarme Überträger waren).
Der Unterschied zwischen Lindbergh und dir ist dann doch nur eine Gratwanderung von Lernresistenz.
Wenn im Unterricht ein Schüler den Stoff nicht versteht oder verstehen möchte, man ihm den dreimal erklären muss, und der dann am Ende der Einheit auf einen Schüler zeigt, der es halt bis dahin noch nicht verstanden hat, dann sage ich dem auch "Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen, du warst am Anfang auch ganz schön begriffsstutzig.". Lediglich bei einem Schüler mit guter Auffassungsgabe, der viel weiter ist als sein Kurs und das Thema ohne viele Probleme versteht, kann ich eine oberlehrerhafte Art irgendwie noch nachvollziehen. Klar ist das auch bei diesem kein guter Ton, aber ich verstehe irgendwie den Gedanken, denn für den Schüler ist es sonnenklar und der denkt, was sind das nur für Mitschüler hier am Gymnasium, dass die das einfach nicht verstehen (wollen).
Das gilt natürlich auch für mich in diesem Fall hier, dass ich jetzt oberlehrerhaft bin. Aber so würde ich auch nicht sein, wenn man mir nicht am Anfang fälschlicherweise so viel Gegenwind gemacht hätte (und jetzt noch macht "unnötige Panik" ?!), obwohl man im Unrecht war. Das stachelt einen dann schon an. Das kann ich auch bei Schülern verstehen, die ein Thema verstanden haben und von den anderen richtig Gegenwind bekommen, weil die der Meinung sind Recht zu haben. Kommt selten vor, aber manchmal entwickeln sich so Dynamiken in Gruppenarbeiten, wenn die eine Hypothese erarbeiten sollen und ein guter Schüler ist mit recht ich sage mal "meinungsstarken", aber nicht sonderlich chemisch begabten SuS in einer Gruppe.
Wie dem auch sei, wir haben nun den Salat der dritten Welle und so, wie man da bislang mit umgeht (u.a. Schulöffnungen vor den Osterferien) ist der Verlauf nicht verwunderlich.
Noch sind wir selbst nicht tot, das stimmt. Aber es gibt schon genug KuK mit schweren Verläufen oder Verlusten innerhalb der Familie (Eltern).
Hoffen wir einfach mal, dass sich die "panikmachenden Firelillies" unter den Entscheidungsträgern durchsetzen, damit die Zahlen nicht noch viel stärker ansteigen, als sie es ohnehin schon tun würden.