Ich halte das auch für unmöglich. Das ist mal wieder typisch Lehrerberuf. Möglichst allen Stundenausfall minimieren, möglichst kein Aufsehen erregen.
Die Gesundheit ist mal wieder nachranging.
Ich halte das auch für unmöglich. Das ist mal wieder typisch Lehrerberuf. Möglichst allen Stundenausfall minimieren, möglichst kein Aufsehen erregen.
Die Gesundheit ist mal wieder nachranging.
Das ist ein Missverständnis, natürlich spielen Aerosole eine entscheidende Rolle, nämlich die, die beim Sprechen und Singen ausgestoßen werden, die sind vermutlich sogar der Haupt-Übertragungsweg. Hingegen gibt es keinen wissenschaftlichen Grund dafür, eine gesteigerte Angst vor atmenden Kindern zu haben. Alleine um diesen Punkt geht es mir.
Du erkennst endlich die Aeorosole als Übertragungsweg an (und wirst behaupten, dass du das schon immer so gesehen hast, komisch, dass ich gaaaanz am Anfang des Threads erstmal erklären musste, warum ich Aerosole für gefährlich halte und da ordentlich Gegenwind bekam), das ist ja schon einmal ein Fortschritt.
Ich dachte immer, dass Biologie für die meisten eine deutlich einfachere Wissenschaft ist, als sagen wir Chemie oder Physik. Anscheinend ist es aber nicht für alle der Fall. Deshalb erkläre ich dir noch einmal den Zusammenhang:
Auch Kinder produzieren Aerosole, wenn sie sprechen, aber auch wenn sie einfach nur atmen. Unsere Ausatemluft ist ein Aerosol und die ausgeatmete Luft streicht an den feuchten Schleimhäuten unseres Atemtraktes entlang. Dort sind die Zellen durch Viren befallen und es werden in jedem Moment Viren ausgeschieden bzw. freigesetzt. Jedes Ausatmen bringt einen Anteil dieser Viren mit dem Aerosol der Ausatemluft in die Raumluft.
Es gibt absolut keinen biologischen Grund, warum Kinder von diesem biologisch physikalischen Mechanismus nicht betroffen sein sollten. Wenn man nun ein Klassenraum voller Kinder (Afrikaner, Eskimos, alter Menschen, Menschen mit krummen Zehen) setzt und welche Infiziert sind, dann werden diese Viren in der Raumluft verteilt.
Nenne mir einen Ort, an dem so viele Menschen gleichzeitig im Gebäude sind, wie eine Schule.
Im übrigen halte ich das Infektionsrisiko im Lehrerzimmer mittlerweile für größer, als in Klassenzimmern. Das liegt daran, dass die KuK die Sicherheitsbedingungen noch schlechter einhalten als bei uns die Kinder.
Ich melde das täglich dem Gesundheitsamt, auch, dass die SL da nicht reagiert und KuK sanktioniert.
Wenn es der SL nicht möglich ist im Schulgebäude (inkl. Lehrerzimmer) angemessene Sicherheitsbedingungen zu erschaffen, dann muss die Schule geschlossen werden.
Gerade wenn junge Leute häufiger symptomlos bleiben, können Übertragungen mit Ursprung in der Schule auch erst an x. Stelle der Infektionskette im außerschulischen Bereich sichtbar werden, was dann möglicherweise erst 4, 6, 8 Wochen nach Öffnung sein mag.
Jepp und man wird hier wieder behaupten: An Schulen findet keine Übertragung statt (weil der Großteil de Kinder symptomlos ist). Dann wird man behaupten, die ganzen Ansteckungen der Erwachsenen kommen vom Fitnesstudio etc., obwohl die Kinder das in der Schule untereinander weitergeben und zuhause dann die Eltern infizieren.
Aber wie üblich weiß der Dienstherr, dass ein großer Teil der LehrerInnen das auch gerne mit eigener Arbeitszeit und mit eigenem Geld macht.
Das ist das riesige Problem unseres Berufsstands! Kann man gar nicht genug anprangern.
An der Stelle muss ich einfach mal sagen: Im Gegensatz zu mir hat meine Frau ein Büro mit voller Ausstattung im Amt, wo sie arbeiten kann. Trotzdem wird sie problemlos mit Hardware versorgt.
Auch in der Wirtschaft läuft es besser. Mein Partner (WiWi) bekommt auch alles vom Unternehmen gestellt. Der arbeitet bei vollem Gehalt + Bonus für besondere Projekte von seinem zuhause aus, während ich zig unbezahlte Überstunden durch Präsenzunterricht (auch für andere KuK zwangsübernehmend...) leiste und mich einem Infektionsrisiko aussetze, bei dem der Dienstherr das nicht einmal als Dienstunfall anerkennen würde.
Mal abgesehen davon, dass ich insgesamt eh schonmal weniger verdiene.
Dass ich Webinare von heimischen Computer aus durchführe ist ja auch so ein Ding. Zur Notbetreuung muss er auch nicht.
Ich darf gar nicht dran denken, dass hier noch einige KuK munter vom privilegierten Lehrerberuf geschrieben haben. Das mäßige Gehalt wird momentan mit extrem viel Arbeit, Streß und Gesundheitsrikso erwirtschaftet.
Die Übertragung durch Aerosole wurde ja auch oft als Panikmache abgetan. Inzwischen scheint es eine genauso große Rolle wie die Tröpfcheninfektion zu spielen.
Irgendwann wird ein Historiker, der die Wahrnehmung der Corona-Pandemie in Schulkreisen untersucht, diesen Thread von Anfang an chronologisch durchlesen und feststellen, dass Firelilly gegen massiven Gegenwind und sehr weit im Voraus, bevor Experten es herausfanden, schon wiederholt sprach, ja fast predigte, von:
- der Gefahr von Aerosolen
- Langzeitfolgeschäden an multiplen Organgen mit Verminderung der Lebenserwartung
- Schulen als Orten des Infektionsgeschehens
u.v.m.
Und dann wird man sagen Firelilly war ihrer Zeit voraus.
Und man wird feststellen, dass die Lehrerschaft insgesamt sich von politisch motivierten Aussagen des Dienstherrn bezüglich Sicherheit hat hinters Licht führen lassen und dann die Zeche zahlen durfte. ![]()
"Sars-CoV-2, das neuartige Corona-Virus, ist nicht nur ein Lungenvirus, sondern ein Multiorganvirus", sagte der Leiter der Studie, Tobias Huber, am Donnerstag in Hamburg. Das hätten Untersuchungen von 27 an COVID-19 gestorbenen Patienten gezeigt. Das am zweithäufigsten betroffene Organ seien in dieser Untersuchung die Nieren gewesen, "nicht selten bis hin zum totalen Organausfall". Außerdem habe man den Erreger in Herz, Leber, Gehirn und Blut nachweisen können. Die höchsten Konzentrationen hätten sich aber in den Zellen der Atemwege gefunden."
" Das Coronavirus könnte einer neuen Studie zufolge möglicherweise vor allem beim Sprechen übertragen werden. Wie die am Mittwoch veröffentlichte Untersuchung im Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America" (PNAS) zeigt, können beim Sprechen ausgestoßene Mikrotröpfchen in einem geschlossenen Raum mehr als zehn Minuten lang in der Luft bleiben.
Die Forscher des National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (NIDDK) ließen für die Studie eine Testperson in einem umschlossenen Raum 25 Sekunden lang laut den Satz "Stay healthy" (bleib gesund) wiederholen.
Ein in den Raum projizierter Laser beleuchtete die Tröpfchen, wodurch sie sichtbar gemacht und gezählt werden konnten. Im Durchschnitt blieben die Tröpfchen zwölf Minuten lang in der Luft.
Angesichts der bekannten Konzentration des Coronavirus im Speichel gehen die Wissenschaftler davon aus, dass jede Minute lauten Sprechens mehr als tausend virusbelastete Tröpfchen produzieren kann, die acht Minuten lang oder länger in einem geschlossenen Raum in der Luft hängen bleiben. "
"Goldstein und Lipsitch schließen daraus, dass die Teenager und jungen Erwachsenen sich nicht so genau an die Kontaktbeschränkungen halten wie ältere Erwachsene und Kinder. Sie könnten damit schnell zu einer Triebfeder der Epidemie werden."
Ja, so ist es tatsächlich. Aber bei uns verdient mein Mann (auch dank Vollzeitjob) Brutto knapp doppelt so viel
Wir haben das ja auch in dem einen Thread gelesen, A15 an der Schule ist total ineffizient was die Gehaltssteigerung im Verhältnis zur Arbeitszeit betrifft.
Ich bin auch schon fleißig nebenher an Alternativen zum Zuverdienen aufzubauen. Ziel muss es sein durch die Verbeamtung die Pension (und wenn es die Grundstufe ist ) mitzunehmen, halbtags zu arbeiten und mit der anderen Hälfte effizienter Geld zu verdienen.
Kurswechsel in NRW? Oh, wir haben soviele Risikogrupoen-Lehrer im Homeoffice, da sagen wir doch lieber: Prüfungen abnehmen u. ä. Ist auch mit 63 und starken Vorerkrankunfen ungefährlich!
Man muss sich dessen bewusst sein, dass ganz viele Entscheidungen vordergründig anders verkauft werden, um die wahren Gründe zu überdecken.
Die Grenze, wann jemand gefährdet ist und zur Risikogruppe gehört, verschiebt man nicht etwa, weil man plötzlich feststellt, dass es medizinisch unbedenklich ist. Es sind eben solche "praktischen" Gründe. Man braucht mehr Lehrer, also verschiebt man die Grenze. Anstatt sich einzugestehen, dass der Betrieb nicht einwandfrei durchführbar ist mit so wenigen Lehrern, und das mdl. Abi abzusagen, riskiert man lieber deren Gesundheit.
Aus demselben Grund verzichtet man auf Abstandsregeln bei kleinen Kindern und so weiter. Man weiß, dass das zwar super sinnvoll wäre, aber eben praktisch nicht wirklich zu kontrollieren und durchzusetzen geht. Anstatt (Grund)schulen usw. zu zu lassen, deklariert man das Abstandsgebot einfach lieber so, dass die schwierig zu kontrollierenden Gruppen da einfach von ausgenommen sind. Auch das hat politische Gründe, man möchte die Schulen öffnen. Dann deklariert man das eben so, wie es passt.
Wer noch nicht verstanden hat, dass man als Lehrer (aber sicher auch in manchen anderen Berufen) der Spielball ist und es eben nur vordergründig so wirkt, als würde man durch den Dienstherrn geschützt, der sollte schleunigst mal die Augen aufmachen.
Allein schon, dass eine Dienstunfähigkeit durch Coronafolgen nicht als Dienstunfall zählt spricht Bände.
Augen auf! Vorgaben vom Dienstherren sind politisch motiviert und sollen eine Berücksichtigung der Lehrerinteressen nur vorgaukeln.
Klar, wenn man es schafft die Risikogruppe rauszunehmen UND dabei die eigenen Ziele zu erreichen, dann stellt man sich natürlich als fürsorglicher Dienstherr dar. Sobald das aber kollidiert, werden die Grenzen verschoben.
Und Abstandsregeln so defininiert, dass auch kleine Kinder beschult werden können.
Dort wurden Tote gezählt, die an Covid19 gestorben waren.
Es wurden ihre Vorerkrankungen betrachtet.
Asthma kam als Vorerkrankung nicht vor.
Was genau gar nichts aussagt, wenn da nicht dabei steht, wieviele von den Erkrankten Asthma (in welcher Ausprägung) überhaupt hatten.
Ich möchte auch nochmal darauf hinweisen, dass, nur weil man vielleicht mit dem Leben davonkommt und deshalb nicht in der Todesstatistik auftaucht, man mitunter krasse Folgeschäden haben kann. Das verkürzt dann die Lebenszeit ungemein.
Ich meine es ist doch auch bekannt, dass Leute, die man eine Chemotherapie mitgemacht haben, eine verkürzte Lebenserwartung haben wegen all der Zellschäden. Da stirbt man später vielleicht nicht an Krebs, sondern an Herzinfarkt, aber der eigentlich Grund für die Plaquebildung sind die Chemotherapieschäden.
Mit Asthma sich noch dem Risiko aussetzen die Lunge permanent zu schädigen, ich würde das nicht. Selbst, wenn man überlebt, das verkürzt die Lebenserwartung.
Wenn die Bremsen kaputt sind, sind sie kaputt, das lässt sich eindeutig feststellen. Finde bitte selbst den Fehler in Deiner Analogie.
Man merkt, dass du von Technik nicht viel Ahnung hast. Bei Bremsen gibt es auch eine Grauzone, bei der ein Experte sagt, dass das noch geht, ein anderer hingegen sagt, dass es nicht mehr geht. Die Analogie ist also durchaus passend.
Ihr müsst immer bedenken, dass Kinder gar nicht ansteckend sind, sonst hätte es schon längst einen Hotspot in der Schule gegeben. Wenn ihr den Kollegenkontakt meidet könnt ihr euch problemlos vor Klassen stellen.
Quelle: https://www.lehrerforen.de
Ich frage mich ja wie die homeschooling Stunden angerechnet werden.
Es ist ja nicht so, dass ich 45minuten Stunden im homeschooling habe. Vorbereitung der Materialien, Anleitung der Aufträge, Klärung von Fragen und Besprechung bzw. Feedback geben (meist individuell) nehmen mehr Zeit in Anspruch als Regelunterricht.
Gibt es da einen schlossen oder ist das alles momentan pi mal Daumen?
Grüße
In Schleswig-Holstein gibt es anscheinend so einen Schlüssel. Und der besagt, dass man, wenn man alle Klassen im Homeschooling betreut, seine normale Arbeitszeit nicht erreicht. Anders ist nicht zu erklären, dass viele (inklusive mir) bei uns zusätzlichen Präsenzunterricht in fremden Lerngruppen haben, weil sie es für KuK aus der Risikogruppe übernehmen müssen. Unentgeldlich und ohne jegliche Entlastung.
Resultat bei mir ist natürlich, dass ich das an anderer Stelle einspare. Bei mir konkret: In telefoniere niemandem mehr hinterher, der nichts abgibt, informiere die KuK darüber nicht und verschwende da auch sonst keine Zeit mit.
Außerdem gibt es statt auf die Klassen zugeschnitte Arbeitsaufträge nun in manchen Klassenstufen wischi-waschi Aufgaben wie "Erstelle ein Lernplakat zum Thema XY mit Hilfe des Schulbuchs".
Möglicherweise sind die Ischgl-Partygäste aber auch tendenziell eher kinderlos gewesen und daher hat die Ausbreitung einen Weg genommen, bei dem Kinder erstmal keine große Rolle spielten, da sie keine unmittelbaren Kontaktpersonen der Erstinfizierten waren. Wie es ausgesehen hätte, wenn sich das Virus über Kontaktketten bis zu den Kindern verbreitet hätte und die Schulen weiterhin offen geblieben wäre, weiß halt niemand.
Genau das meine ich mit meinem Beitrag.
Das würde in einer Schule, die man unkontrolliert führt (z.B. einem großen Abi-Ball, jahrgangsübergreifendem Fußballturnier usw.) eben genauso ablaufen.
Es war aber eben nicht so, dass die ersten Infizierten, die sich das im Ausland geholt haben, als nächstes in einer Schule ein gesamtes Fußballturnier gespielt haben. Die Geschäftsleute usw. sind halt nicht in der achten Klasse, in die sie zurückkehren, nachdem sie im Ausland waren. Das sind halt nunmal erwachsene Menschen.
Es waren *keine* Kinder, die sich in Ischgl massenhaft beim Saufen angesteckt haben. Verrat's aber bloss nicht weiter, ist ne brandaktuelle Theorie die noch nicht gepeerreviewed ist.
Jo, weil der infizierte Kellner dort gearbeitet hat. Das war halt ein extremer Hotsport, weil jemand Infiziertes in eine große, miteinander interagierende Gruppe geraten ist. Genauso wäre das abgelaufen, wenn z.B. damals ein Infizierter bei einer großen Jugend trainiert für Olympia Veranstaltung mit anschließender Kinderdisco gekellnert hätte.
Es ist nunmal so, dass Erwachsene das Virus zuerst in die europäischen Länder gebracht haben (was eben daran liegt, dass Schulkinder recht selten nach China zu Geschäftskontakten reisen etc.) und es eben unter Erwachsenen (denn glücklicherweise waren das keine Pädos, die Exzesse mit Kindern gefeiert haben, sondern mit anderen Erwachsenen beim Apres Ski) verbreitet haben.
Und dann hat man relativ schnell, glücklicherweise, Schulen und das öffentliche Leben dicht gemacht.
Das Argument, dass es nicht Kinder in Ischgl waren, das ist sowas von panne. Das ist so wie zu sagen, dass es nicht Afrikaner in Ischgl waren, die das Virus verbreitet haben. Ja, sicherlich, aber was soll das aussagen?! Die waren da halt auch nicht gerade die massiv vertretene Zielgruppe der Veranstaltung?!
UNS sollte man wegsperren, nicht die Kinder. 😠
Was für ein ausgemachter Quatsch. Wenn in der Schule die Kinder nicht "weggesperrt" würden in Pausen und Unterricht, wenn sie da so herumirren würden, wie dieser Partygast, dann hätte man dasselbe Problem. Der Unterschied ist halt, dass bei der Schulöffnung bei uns die Vorgaben sehr strikt sind, die Kinder nicht miteinander spieler dürfen, ständig unter Aufsicht sind, sich nicht näher kommen dürfen.
Würde man unter den Bedigungen konsequent einen Nachtclub betreiben, dann hätte dieser Partygast auch nicht so viele angesteckt.
Würde man Schulen, wie vor Corona Zeiten, wie einen normalen Nachtclub betreiben, und nichts anderes ist ein Pausenhof mit durcheinandertobenden Kindern, oder eine Gruppenarbeit, wo alle die Köpfe zusammenstecken, dann hätte man die Probleme eben auch an der Schule.
Lehrpersonen bzw. generell Erwachsene untereinaner sollen den 2 Meter einhalten. Eltern sollen, wenn möglich das Schulhaus nicht betreten.
hmm ich find das schlimm, dass die Regel bei den Kindern so angewendet werden bzw. und dass es dann noch Menschen gibt, die das anzeigen.
Hä und warum genau sollten Kinder die Abstandsregel unterschreiten dürfen? Wieder so eine wundersame "Kinder sind niemals infektiös" Geschichte?
Natürlich muss das für alle gelten und angewendet werden.
Die waren irgendwie nach den 3 Stunden ganz schön fertig und irgendwie machten einige lange Gesichter und waren nicht besonders gut drauf. Das war nämlich nicht der Unterricht, auf den sie sich freuten und auf den sie gehofft hatten. Letztendlich muss jeder 3 Stunden mit seinen Materialien an seinem Platz verharren und kann höchstens mal aufs Klo.
Ja, aber was habt ihr denn erwartet? Dass sich das Virus denkt "ach, die armen Kinder, nee, da werde ich mich zurückhalten, wenn die spielen, dann werde ich mich ausnahmsweise nicht verbreiten" und, dass man deshalb in der Schule weitermachen kann wie vor Corona?
Nein, da ist die einzig sinvolle Konsequenz, dass man das gesamte Schulleben nur unter hohen Sicherheitsbedingungen durchführen kann.
Ich habe es schon Monate zuvor gesagt, dass ich es für absolut unsinnig halte die Schulen zu öffnen. Der Online-Unterricht hätte ausgebaut werden müssen und die Schulen weiter geschlossen bleiben.
Immerhin scheint es ja zumindest an manchen Schulen zu funktionieren, dass zumindest Sicherheitsbedingungen eingehalten werden.
So eine Öffnung sehe ich durchaus in Teilen als ganz machbar an. Wenn da eben nicht die nölenden Lehrer wären, die sich über Sicherheit hinwegsetzen wollen.
Aber es scheint ja zumindest an manchen Orten trotz solcher KuK zu funktionieren, auch, wenn anscheinend ab und an das Gesundheitsamt nachhelfen muss, damit auch diese Kamikazepädagogen kapieren, dass Sicherheitsvorkehrungen und entsprechendes Verhalten unerlässlich sind.
Es mag ja durchaus sein, dass so etwas für Kinder in der Grundschule nicht gerade förderlich ist.
Die Konsequenz daraus muss sein, dass man die Grundschulen dann wieder dicht macht, keinesfalls aber, dass man sich einfach über Sicherheitsbedingungen hinwegsetzt. Kann gar nicht glauben, dass das hier tatsächlich Leute diskutieren.
Mir springt man an die Gurgel, wenn ich vorschlage, dass ein Arzt jemanden begutachten und krank schreibe lassen kann, aber hier wird munter philosophiert, dass man sich bewusst über Vorgaben hinwegsetzen sollte.
Diese gibt es nicht ohne Grund. Da zählen auch keine Befindlichkeiten, weder von Lehrern noch von Kindern, als Ausnahme.
Ich finde auch tausend für mich plausible Gründe, warum ich mit meinem Sportwagen in der 30er Zone schneller fahren sollte. Es gibt auch immer wieder Schüler, die im Chemieunterricht jammern, dass ihnen die Schutzbrillen wehtun oder unangenehm zu tragen sind. Und bislang ist ihnen ja auch nichts auf die Brille gespritzt, was soll schon schiefgehen. Es gibt sicher auch zig Typen, die ein Kondom einfach unnatürlich finden und sich bemitleiden, dass würde ihnen ja jeden Spaß nehmen. Alles keine Argumente, vor allem nicht, wenn die Bedrohung durch Krankheiten im Raum steht.
Wir sind mitten in einer Pandemie... und hier wird tatsächlich die Sicherheit diskutiert, weil Kinderaugen nicht glänzen.
Ein großes Lob für das Gesundheitsamt, dass es anscheinend bei Schulen dann tatsächlich die Umsetzung überwacht oder zumindest einen gewissen Druck ausübt!
Ich wohne in einer Siedlung mit 4 Hochhäusern à 18 Stockwerke und 3 Häusern à 8 Stockwerke. Hier wohnen x Familien mit Kindern die seit Wochen jeden Tag alle zusammen auf dem Spielplatz vor dem Haus wüten. Gerne auch mal 10 - 15 Kinder zugleich. Wir leben alle noch, auch unsere Rentner im Haus. Draussen im Freien kann wenig bis gar nichts passieren. Wir werden sehen, wie es sich nächste Woche entwickelt, wenn die Schulen wieder öffnen.
Oder, was ich für sehr wahrscheinlich halte: Niemand aus diesen Hochhäusern war zu dem Zeitpunkt infiziert.
Das ist ja das Trügerische. Die Leute beobachten: Ach, letztens habe ich eine Party gefeiert..... letztens hat meine Klasse sich überhaupt nicht an die Regeln gehalten... und... keiner infiziert!
Das hat dann aber nichts mit "im Freien" oder "Kinder übertragen nichts" oder sonstwas zutun, sondern vermutlich eher damit, dass einfach keiner infiziert war. Dann könnte die im Zweifel auch Zungenkussorgien abhalten und niemand bekäme Corona.
Interessant wird es erst, wenn jemand nachweislich Infiziertes sich dazu gesellt.
Mit anderen Worten: In Gegenwart von nur gesunden Menschen ist das Verhalten unerheblich, da hat auch massives Fehlverhalten keine Konsequenzen. Insofern haben die Rentner bei euch im Haus Glück gehabt, dass eben niemand infiziert war und das nicht durch die in Rudeln spielenden Kinder, oder die in Gruppen zusammen tratschenden Eltern, weit verbreitet wurde.
Bei uns in SLH ist es auch noch so wenig verbreitet, dass es viele Cluster gibt, wo man eigentlich machen könnte (!) was man wollte, weil eh alle gesund sind. Das ist aber trügerisch und gefährlich, denn wenn der seltene Fall eintritt, dass doch jemand infiziert ist, dann greift es bei solchem Verhalten um sich.
Insofern finde ich deinen Beitrag gefährlich, weil er einem Fehlverhalten eine Sicherheit unterstellt, die nicht im Verhalten, sondern im Zufall begründet liegt.
An meiner Schule sind +/- 10 Springstunden völlig normal.
Einfach nur schrecklich, bei uns ist es ähnlich. Auch da müssten Gewerkschaften unbedingt mal ran und was tun.
Man hat keine vernünftigen Arbeitsplätze und ruhige und kann diese Springstunden deshalb wenig effizient nutzen.
Korrekturen + Unterrichtsvorbereitung muss dann zusätzlich zuhause drangehängt werden.
Untragbare Arbeitsbedigungen. Oder man macht Dödelunterricht. Das schneidet einem dann irgendwann vllt selbst
ins Bein.
Es gibt im Beamtenrecht und gerade in der Tätigkeit als Lehrkraft nun wirklich genug Möglichkeiten, nicht in einem zur Leibeigenschaft ähnlichen Verhältnis arbeiten zu müssen. Dazu gehören u.a. das kleine Wörtchen "Nein", die Bitte um schriftliche Dienstanweisung, die Remonstrationspflicht und die Überlastungsanzeige. Auf der anderen Seite kann man bei berechtigten Dienstanweisungen auch einfach mal seinen Job machen. Möchte man die Bedingungen aktiv mitgestalten, bietet sich zudem der Weg in die Schulleitung oder in die Politik an.
Ist die Anweisung wegen Corona pro Woche 6 Unterrichtsstunden mehr zu arbeiten, um den Präsenzunterricht von KuK in fremden Lerngruppen zu übernehmen, so eine "berechtigte" Dienstanweisung? Ich finde es hat mehr Charakter von Leibeigenschaft, wenn man dafür keinen Cent sieht.
Werbung