Beiträge von Firelilly

    Würde bei mir im Extremfall dazu führen, daß ich ihn gar nicht mehr experimentieren lassen würde. Bei uns gibt es aber auch manche Dinge, die bei diesen Schülerexperimenten wirklich gefährlich werden können, wenn man sich da nicht an die Ansagen hält.

    Bsp.: Arbeit mit Handschuhen an einer Drehmaschine oder Fräse. Wenn da jemand verbotenerweise Handschuhe nutzt und ein Handschuh in die Maschine kommt, reißt die Maschine gleich die ganze Hand ab.

    Klar, gibt es in der Chemie auch. Auch da muss man dann ggf. ausschließen. Und natürlich was an der Note abziehen, denn im Chemieunterricht geht es auch darum Handlungskompetenzen zu entwickeln.

    kommt halt drauf an: wenn zum sicheren Experimentieren das Einhalten einer Reihenfolge von Arbeitsschritten gehört, fließt das natürlich mit in die Note ein. Weil aber jemand den Unterricht stört, erteile ich ihm keine schlechtere Fachnote, wenn er/sie sich oft meldet, Sinnvolles beiträgt und seinen Kram gebacken bekommt.

    Durchaus vernünftig finde ich es, sinnvolle Beiträge etc. gegenzurechnen. Das honoriere ich natürlich auch bei Störern, wenn zwischendurch doch mal etwas Sinnvolles kommt.
    Allerdings ist jedes Stören (über ein gewisses, ich sage mal Grundstörungsniveau hinaus) eben ein Abzug für die Stundennote.
    Und ja, klar gehört zum fachgerechten Experimentieren z.B. das Einhalten der Arbeitsschritte. Man könnte das Anforderungsbereich I nennen. Und wenn ein Schüler in dem Anforderungsbereich bereits Fehler macht, naja, das wirkt sich stark auf die Note aus. Anforderungsbereich I sollte man für eine halbwegs passable Note erfüllen.

    Ich kann nicht ganz verstehen, warum das in anderen Fächern bei anderen Methoden als Experimentieren anders sein sollte.
    Zum Beispiel zu einer Diskussion im Plenum gehört doch wohl auch, dass man z.B. Mitschüler (oder denb Lehrer) aussprechen lässt, aktiv zuhört usw.
    Ohne das ist doch Erkenntnisgewinn aus der Diskussion gar nicht möglich.
    Und die fachspezifischen Gesprächstechniken wie Diskussion usw. lernt man doch extrem früh allein im Deutschunterricht, aber ich bin mir sicher in Gesellschaftswissenschaften ist das auch eine Fachmethode.
    Da ist doch bestimmt auch maximal Anforderungsbereich I, dass man die Grundlagen der Diskussionstechnik beherrscht und da ist ein Stören doch ein klares Zeichen, dass dann Anforderungsbereich I nicht erfüllt wird.
    Wie soll man denn z.B. ein Urteil über einen historischen Sachverhalt fällen, wenn man Papierkugeln durch den Klassenraum wirft.

    Kann ja sein, dass die Person durchaus in der Lage wäre, ein fundiertes Urteil abzugeben, aber ich kann doch nur die aktuell angewandte Methode (Unterrichtsgespräch, Diskussion) bewerten, in der sich der Schüler gerade befindet. Ich meine, wenn ein Schüler in einer Klausur anstatt über Bismarck über den FC Köln schreiben würde, dann würde man doch auch sagen Thema verfehlt, auch, wenn der Schüler vielleicht in Wirklichkeit ganz viel über Bismarck weiß. Man muss doch das bewerten, was in der Situation gefordert ist und nicht irgendein ominöses Potential.


    Ich würde eine Störung der Gruppenarbeit eher als allgemeine Unfähigkeit interpretieren, sich auf ein Thema bei dieser Methode einzulassen. Ich unterrichte fast alle Fächer in der Klasse und da sind es immer dieselben Kinder, die Probleme in der Gruppenarbeit haben. Das zeigt ganz deutlich, dass sie darin allgemein ein Problem haben, was jetzt nichts direkt mit dem Fach zu tun hat. Deshalb gibt es dann eine Bemerkung und evtl. eine entsprechende Note im Sozialverhalten.

    Ja und diesen Schülern fehlt also die Kompetenz unter gegebenen Bedinungen (hier: Teamarbeit in der Gruppe) erforderliche Leistungen zu bringen. Das ist ganz klar etwas, was in die Note für das Fach einfließen kann.
    Das ist ein bewertbare Leistung, eine messbare Kompetenz. Würde die Person später in einem Forschungsteam arbeiten und dort eben keine Leistung erbringen (weil er eben Teamarbeit nicht kann), würde das doch auch seine Bewertung (zumindest anteilig) schmälern.
    So ein Schüler kann das ja eventuell im Schriftlichen (dafür haben wir so etwas ja!) ausgleichen, aber für die Unterrichtsstunde, wo er während einer Gruppenarbeit stört, oder während einer Diskussion im Plenum stört, von mir eine 5. Die verrechne ich dann mit vielleicht besseren Phasen, einem tollen Plakat oder was weiß ich, aber, wenn er eine Kompetenz (und sei es eben nur Kommunikation) nicht erfüllt, ist es fachlich bewertbar.
    Das ist das einzig tolle an diesen neuen Kompetenzen, es geht eben nicht nur um rein fachlich richtige Aussagen, sondern um viele weitere, teilweise auch personale Kompetenzen.
    Und das finde ich realistisch. Auch später in jedem Beruf zählen auch all diese Kompetenzen für eine erfolgreiche Ausübung des Berufs mit rein. Mir kann keiner erzählen, dass jemand dort "sehr gute" Arbeit leistet, wenn er in der Besprechung mit dem Chef dazwischensabbelt, ständig zu spät kommt, herummault, ihm aufgetragene Aufgaben liegen lässt, weil er sich lieber mit den Kollegen über ein fremdes Thema unterhält.
    Ja klar, der Hauptteil der Note, so sehe ich das auch, ist die fachliche Leistung. Aber auch viele weitere Kompetenzen sind wichtig und die müssen nach den neuen Bildungsstandards Berücksichtigung finden.

    Ich habe beispielsweise einen echt sehr klugen Schüler in Chemie, der allerdings ständig beim Experimentieren kopflos vorgeht, herumspielt und sich nicht an die Anleitung hält. Man könnte einfach sagen, er blödelt herum, aber seine sonstigen fachlichen Leistungen tendieren eher zu sehr gut. Er hat bei mir eine 2 im Zeugnis bekommen mit dem Hinweis im Gespräch, dass seine experimentelle Kompetenz noch weiter entwickelt werden muss für den sehr guten Bereich. Das hat er eingesehen und ich sehe Besserung.
    Genauso melde ich Schülern zurück, wenn sie z.B. im Unterricht zu viel stören. Auch dort müssen noch Kompetenzen (im Bereich des Unterrichtsgesprächs, bei Gruppenarbeiten etc.) entwickelt werden und das sehen die meist auch ein.

    Ich bin gelinde gesagt schockiert, dass es tatsächlich noch Lehrer gibt, die ihre Noten nur rein nach der Sachkompetenz vergeben und die anderen Kompetenzen nicht in die Note einfließen lassen.

    Euch ist aber schon bewusst, dass in den Fachanforderungen (zumindest in SLH) steht, dass kompetenzorientiert bewertet wird. Aber auch hier für BW findet man was:
    https://lehrerfortbildung-bw.de/u_matnatech/ch…standards/komp/

    "Kommunikation: Informationen sach- und fachbezogen erschließen und austauschen (können)"


    In dem Moment, wo ich einen Schüler dabei beobachte der, anstatt den Infotext des Arbeitsblatts zu lesen und daraus Informationen zu erschließen, durch die Klasse plärrt,
    oder ich ihn dabei erwische, dass er, anstatt Informationen über die Reaktionsgleichung mit seinem Nachbarn auszutauschen, mit diesem über Fußball redet, dann erfüllt er die Kommunikationskompetenz laut Bildungsstandard in diesem moment nicht. Ob er prinzipiell (irgendwann) dazu in der Lage wäre ist dabei nebensächlich, so wie eine Klausur eine Momentaufnahme ist, so ist es auch diese beobachtete Unterrichtssituation.

    Dies kann ich heranziehen für meine negative Bewertung. Ich kommentiere das dann auch dementsprechend: "XY, Du erschließt Dir momentan keine Informationen, das ist eine schlechte Leistung. Bitte konzentriere Dich auf die Aufgabe".

    Und ja, man kann natürlich auch noch Abfragen (z.B. im Unterrichtsgespräch): "Fasse doch bitte noch einmal die Erkenntnisse zusammen" oder "Begründe, warum es sich um eine saure Lösung handelt" etc.


    Und klar, ich lasse auch Nebengespräche zu, wenn sich die SuS großteils um die Aufgaben kümmern. Dass man mal einen Satz über Fußball loswird, oder mal ermahnt werden muss okay. Wer aber mehrfach ermahnt werden muss oder nur anderes macht: Kommunikationskompetenz etc. mangelhaft. Note eintragen. Und den Eltern über die neuen, kompetenzorientierten Bildungsstandards begründen.
    Noch nie ein Problem gewesen.
    Alle, die behaupten, man dürfe Störverhalten nicht benoten, die sind noch im alten Denken verhaftet. Kompetenzorientierung umfasst viel mehr als nur Sachwissen und die Note setzt sich aus all diesen Kompetenzen zusammen!

    Die Frage kam daher, dass ich von einem Kollegen an einer anderen Schule weiß, dass dort der Rektor tatsächlich verlangt, dass die Personalratsmitglieder die Ferien aufteilen, sodass immer einer telefonisch erreichbar ist und dann auch direkt zur Unterschrift zum Amt kommen könnte.

    Bevor ich kandidiere, frage ich am besten doch unseren Schulleiter oder den aktuellen Personalrat, wie das an unserer Schule gehandhabt wird.

    Man muss immer im Hinterkopf behalten, dass der überwiegende Großteil der Schulleiter/innen den Druck von oben bzw. auch den Druck durch Öffentlichkeit/Eltern nach unten, also ans Kollegium weitergeben.
    Ziel ist es dabei möglichst viel Arbeitsleistung und unbezahlte Mehrarbeit herauszuquetschen, damit die Schule mit einem "guten Ruf" und einem "großen Angebot" (z.B. außerunterrichtliche Tätigkeiten) dasteht. Auch sollten weniger engagierte, weniger fähige und häufig kranke Kollegen versetzt werden.
    Gute Personalräte arbeiten natürlich für die Arbeitsbedigungen der Kolleginnen und Kollegen und versuchen dem entgegen zu wirken.
    Eine Schulleitung ist also sehr dankbar für Personalräte, die nichts dagegen tun oder sogar noch derselben Meinung sind. (Leider gibt es solche Personalräte)
    Gute Personalrattätigkeit führt dazu, dass sich so manche Schulleitung ärgert nicht genug Druck auf die Kollegen ausüben zu können, was wiederum dazu führt, dass die Personratsmitglieder nicht gerade beliebt bei der Schulleitung sind (Karrierechancen an der Schule?). Auch gut vorstellbar ist, dass eine Schulleitung durch solche beschriebenen Regelungen wie übersteigerte Erreichbarkeit die Personalratsarbeit madig machen möchte oder sich revanchieren möchte.
    Ich habe größten Respekt für Personalratsmitglieder, die entgegen dem Druck den Mund aufmachen und tätig werden. Es ist eine sehr undankbare Aufgabe und müsste meines Erachtens automatisch mit Beförderung oder anderen Privilegien (die Entlastung ist ein Witz, die man bekommt) einhergehen, damit die Schulleitung nicht noch mehr Druckmittel hat bzw. sich ein offensiver Einsatz gegen Schulleitung lohnt.

    Ich empfinde die Zeit zwischen Weihnachtsferien und Osterferien als brutal. So lange Zeit, dazu in einer typischen Erkältungszeit und dann sind auch ständig Konferenzen.

    Und ganz bestimmt gebe ich keinen einzigen Tag der arbeitsintensiven Weihnachtsferien her (Korrekturen und beginnendes Formulieren für die Zeugnissse), nur um vier Wochen später ein paar Tage frei zu haben.

    Das ist für mich ein Grund Winterferien zu haben. Man kommt aus den Weihnachtsferien sowas von unerholt und hat dann so eine lange Zeit bis zu den Osterferien vor sich. Da muss unbedingt eine Woche zwischen frei sein!

    Solch einen Tag würde ich mir auch in Deutschland wünschen, um uns Kollegen einfach mal bewusst zu machen, dass unsere Leistung durchaus auch gesehen wird.

    So einen Tag wird es aber nie in Deutschland geben. Erstens ist der Lehrer in Deutschland wenig wert und das Ansehen in der Bevölkerung entsprechend niedrig. Zweitens wittert der Dienstherr hinter allem Korruption und verbietet die Annahme solcher Geschenke. Vermutlich müsste man in Deutschland das Buch und die Kekse abgeben.

    Was ist mit der Option Sponsoren zu finden um den Etat für Musik aufzustocken? Du wirkst sehr engagiert was Musik angeht, kannst Du nicht mit den Kids irgendwie eine Aufführung einstudieren zu einem Schulfest, wo auch Eltern und Öffentlichkeit irgendwie anwesend sind und quasi einen Spendenaufruf dazu? Wir haben das mit Chemie-Show gemacht und haben so viele Spenden erhalten, dass wir uns neue Abzüge leisten konnten.
    Weiterhin haben wir von der chemischen Industrie Gelder beantragt. Gibt es vielleicht auch im Bereich Musik Förderungsmöglichkeiten, wo man sich hinwendet und einen Zuschuss zu einer Grundausstattung an Instrumenten bekommt?

    Was ich nicht nachvollziehen kann ist, dass die Gewerkschaften (GEW und Philologenverband) beim dem Thema total pennen.
    Wie kann es sein, dass die nicht massiv Druck machen, dass z.B. die Pflichtstundenzahl generell abgesenkt wird? So knapp 20 Stunden wären bei Vollzeit angemessen aber nicht 26 oder gar mehr.
    Wie kann es sein, dass es im Lehrerberuf unteilbare Aufgaben gibt und dieses Problem für Teilzeitler so gut wie nicht berücksichtigt wird? Da müsste man doch Sonderzahlungen bekommen oder eben
    überproportional (!) Unterrichtsstunden erlassen, wenn es schon so ist, dass es Aufgaben gibt, die man nunmal nicht anteilig erfüllen kann. Ich finde das absolut unmöglich. Auch wenn ein freier Tag eingerichtet ist, alle naselang müssen Kollegen dann doch kommen für irgendwelche Konferenzen, Entwicklungstage usw. Für Vollzeitler fällt an dem Tag der Unterricht weg, die haben den Entwicklungstag statt Unterricht, bei Teilzeitlern ist es zusätzlich. Eine bodenlose Frechheit.
    Das ist der Grund, warum ich lieber mal schluderigen Unterricht leiste, mich aus dem Schulleben ausklinke oder vor Überlastung ausfalle anstatt das Deputat zu reduzieren:
    Mit Teilzeit schneidet man sich sowas von ins eigene Fleisch, man reduziert sein Gehalt um Potenzen mehr als die Arbeit, die man hat. Teilzeit ist eine grauenvoll schlechte Work / Life / Money balance im Lehrerberuf, viel schlimmer als bei anderen Berufen. Wenn meine Kollegin einen Tag frei hat im Umweltamt, dann hat die den Tag frei. Aus die Maus.
    Aber wenn das System so ist, dann ist es so gewollt. Dann muss man sehen, wie man in dem System das Beste für sich rausholen kann. Schön ist das nicht, aber verarschen lassen bzw. mein Geld verschenken möchte ich auch nicht.

    Lehrer sind ja tatsächlich noch immer Sparfüchse
    Das fiel mir damals schon während des Studiums auf.

    Weil sie mit ihrem eigenen Geld Dinge für die Ausübung ihrer Arbeit kaufen, die eigentlich vom Dienstherrn bezahlt werden müssten?
    Ich bin sogar noch größerer Sparfuchs, ich spare mir einfach die Didacta und die Anschaffung von Material.

    Das betrifft nicht nur die Youtube-Video-Geschichte hier im Thread, sondern auch die regelmäßigen "Kennt einer eine Software für..." mit dem Zusatz "darf aber nix kosten". Da haben andere viel Zeit und Energie reingesteckt. Habt ihr schon einmal was für die Ersteller der Software gespendet?

    Warum sollte ich für etwas spenden oder Geld ausgeben, was mir eigentlich der Dienstherr zur Verfügung stellen müsste? Das Problem ist doch, dass es im Lehrerberuf (wie in nahezu keinem anderen Beruf aus den tausenden Berufen, die es gibt) üblich ist, dass der Arbeitnehmer von seinem eigenen Geld Dinge anschaffen muss um seinen Beruf ausüben zu können.

    Ganz oft höre ich "Aber wenn ich Material XY kaufe, dann erleichtert es mir den Unterricht, ich muss dann nicht stundenlang selber Material erschaffen, also kaufe ich was". Der Dienstherr hat das geschickt eingefädelt, das hängt damit zusammen, dass er sich mit der Alimentierung prinzipiell unendlich Überstunden erkauft (bzw. besser ausgedrück: erschleicht).
    Würde man in einem normalen Unternehmen darauf angewiesen sein manche Schritte händisch zu machen und dadurch 10 Stunden statt 2 Stunden Arbeit zu haben, dann würde der Unternehmer das Material für die Arbeitnehmer anschaffen, damit die Arbeit effizienter wird. Denn der Unternehmer hat keine Lust dem Arbeitnehmer 8 Stunden mehr zu bezahlen.

    Im Lehrerberuf lacht sich der Dienstherr hingegen ins Fäustchen, er stellt den Lehrer vor die Wahl unzählige unbezahlte (!!!) Überstunden zu machen bei der Unterrichtsvorbereitung oder alternativ sein eigenes Geld dafür auszugeben effizienter zu Arbeiten und eben nicht so viele Überstunden zu leisten. Für mich ist das beides eine absolute Frechheit und hat schon lange das Vertrauensverhältnis zum Dienstherrn zerstört. Ich fühle mich verarscht vom System.
    Wenn man sich nicht selber finanziell ins Fleisch schneiden will (was niemand mit gesundem Menschenverstand verlangen kann!), dann kann man z.B. auch noch wählen zwischen "halbillegal Videos aus Youtube verwenden um den Unterricht für Schüler anschaulicher und motivierender zu gestalten" und "einfach nur das Schulbuch vorknallen und stumpf Seite für Seite durcharbeiten".
    Da liegt mir dann doch am Herzen bei all den katastrophalen Rahmenbedingungen einen schülermotivierenden Unterricht zu machen. Skrupel habe ich dann wegen youtube Videos nicht. Das schlechte Gewissen sollte der Dienstherr haben und wenn man daran denkt wird man so wütend. Der Dienstherr tut immer so, als wäre Bildung so wichtig, der Schüler im Fokus. Dann aber den Lehrern kein Geld in die Hand geben um das nötigste zu kaufen.
    Jeder Lehrer müsste einen Etat von mehreren hundert Euro pro Monat haben um sich selber Material wie Lösungsbände, Fachliteratur usw. anzuschaffen. Zusätzlich zu einer Erhöhung der Bezüge wegen unrechtmässig gestrichenem Weihnachtsgeldwegfall usw.


    Stattdessen: https://www.news4teachers.de/2019/01/lehrer…en-laecherlich/

    Man kann nur hoffen, dass die Leute, die sich so etwas ausdenken, mal der Schlag trifft. Für mich sind das Verbrecher.

    Das liegt daran, dass wir normale Arbeiten als Erholung empfinden gegenüber dem Hochleistungsjob, der Unterrichten ist.

    Ja, diese 100%ige Aufmerksamkeit, die Verantwortung für eine anstrengende Gruppe von fast 30 Pubertierenden. 90 Minuten Unterricht müssten eigentlich als, keine Ahnung, 130 Minuten Arbeitszeit gerechnet werden.
    Ich merke das immer an Schulentwicklungstagen. Da sitzt man teilweise mehrere Stunden in irgendwelchen Gruppen und bekakelt irgendetwas, mal sagt man was, mal lehnt man sich zurück oder hört einfach zu.
    Mega entspannend im Vergleich zu einem Tag, an dem man"nur" den halben Tag 6 Schulstunden unterrichtet.
    Ganz ehrlich, ich könnte jeden Tag Entwicklungstag haben von 8.00 bis 17.00 Uhr. Keine nennenswerte Vorbereitung, einfach hingehen, die paar Stunden bisschen was machen, am Curriculum schreiben und was bekakeln, abends nach hause gehen und eben NICHT denken "Was unterrichte ich morgen, ich muss noch vorbereiten".
    Es gibt Jobs, da haben solche "Meetings" einen ganz hohen Zeitanteil und die Leute verdienen trotzdem ein Höllengeld.
    Die Hochanspannung, unter der Lehrer während des Unterrichts stehen, müsste eigentlich noch viel besser vergütet werden.
    Selbst eine Bekannte, die Chirurgin ist, erzählt, dass sie zwar sehr konzentriert arbeiten muss, aber während der Arbeit Musik hört! Das ist bei uns während des Unterrichts undenkbar, da ist mehr (!) Achtsamkeit und Konzentration gefordert als bei einer OP!
    Deshalb ist es für mich sowas von ein Unding, dass die Pflichtstundenzahl nicht auf 18 Stunden oder so heruntergesetzt wird.

    Z.B. könnte man Menschen nach Alkoholverträglichkeit einteilen oder nach Laufstil... alles nicht besonders sinnvoll)

    Wer weiß, ob das Gesundheitssystem nicht irgendwann mal auf die Idee kommt den Menschen nach Prädispositionen in Gruppen einzuteilen.
    Gruppe X hat eine signifikante Veranlagung Brustkrebs zu entwickeln und sollte früher und häufiger mammographiert werden als Gruppe Y. Finde ich sinnvoll.
    Daraus abzuleiten, dass Gruppe X einen höheren Kostenbeitrag zahlen muss oder nicht verbeamtet wird finde ich diskriminierend.
    Insgesamt doch aber interessante Fragestellungen.

    Und übrigens, ja, es gibt genetisch überlegene und unterlegene Menschen. Ich hätte gerne "Methusalem"Gene und kann gut darauf verzichten eine Veranlagung für gewisse Krankheiten oder gar angeborene Gendefekte zu haben.
    Eine Wertung welche Gene da überlegen sind liegt doch einfach nahe.
    Nur sollte man Mitgefühl gegenüber Menschen, die genetisch benachteiligt sind, haben anstatt Verachtung. Ich bin sehr dankbar, dass ich (bislang) gesund bin und meine Gene bislang keinen Mist gemacht haben. Ich finde man sollte genetisch benachteiligte Menschen unterstützen wo es nur geht.
    Es bringt aber nichts so zu tun, als wären alle Genausstattungen gleich gut.

    Als der Ausgleichstag mal auf meinen freien Tag fiel habe ich (bin in TZ) nach Absprache mit der SL dafür Mehrarbeit eingereicht.

    Bei uns kommen Kollegen gar nicht, deren freier Tag am Ausgleichstag ist, die anderen nach Deputat.

    Das sind ja traumhafte Zustände. In SH (zumindest bei uns) machen Teilzeitkollegen und -kolleginnen die gesamte Zeit mit an Schulentwicklungstagen, am Tag der offenen Tür und anderen außerunterrichtlichen Veranstaltungen.
    Teilzeit bezieht sich nur auf die Unterrichtsstunden und somit wird man als Teilzeitkraft extrem über den Tisch gezogen. In SH Teilzeit einzureichen ist so als würde man dem Staat aktiv Geld schenken. Die Gewerkschaften schlafen da natürlich. Das Weihnachtsgeld wurde auch nicht wieder eingeführt.
    Was ich lustig (<zynisch>) finde ist, dass die Langzeitausfälle bei uns stark zunehmen. Sollen die mal dem Staat schön auf der Tasche liegen. Aber ob sich an dem System was ändert? Ob Teilzeit endlich angemessen entlastet wird? Ob überhaupt auch für Vollzeitkräfte das Deputat gesenkt wird?
    Beim Wort "Mehrarbeit" lacht die Schulleitung nur und verweist auf "Dienstpflicht".
    Das ist für mich das Unwort des Jahres beziehungsweise der Jahre. Dann doch lieber mit Stechuhr da sitzen und jeden Schiss abrechnen. Aber es gibt schon gute Gründe, warum man pauschal alimentiert und nicht nach genauer Arbeitszeit. So kann Mehrarbeit schön unter dem Deckmantel "ist durch Ferien abgegolten" eingeschoben werden ohne, dass der Staat diese bezahlen müsste.

    möchtest du (oder Mashkin, der dem Beitrag zustimmt) aufklären, was du damit gemeint hast? Und dann bitte noch ergänzen, was wir daraus für Rückschlüsse bzgl. Menschenarten bzw. -rassen ziehen können?

    Hmm, vielleicht mal als Beispiel. Wenn jemand sagt: "Hunde und Säugetiere haben viele Gemeinsamkeiten", dann würdest Du doch vermutlich auch sagen, dass der Satz keinen Sinn macht, da Hunde "neben" die Säugetiere zu stellen, da sie zu diesen gehören.
    Man müsste sagen "Hunde zeigen viele Säugetiermerkmale", denn Hunde sind eine Teilgruppe der Säugetiere. Von einer (fiktiven) Stammart aus gesehen muss man in der Gruppe alle daraus entstandenen Arten zusammenfassen. Dann ist so ein Taxon ("Gruppe") monophyletisch. Also alle Arten in dieser Gruppe lassen sich auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückführen und alle von diesem Vorfahren abstammenden Arten sind in der Gruppe enthalten.
    So typische Formulierungen wie "Menschen und Tiere...." sind also fachlich falsch. Man müsste sagen "Menschen und andere Tiere", da Menschen ebenfalls zu diesem Taxon gehören.
    Das hat im Übrigen nicht direkt mit der Diskussion um Menschenrassen -arten zutun.

    Was das angeht:
    Es gibt unterschiedlichste Artdefinitionen, darüber könnte man Romane schreiben. Ich für meinen Teil betrachte die aktuell Menschheit als eine Art, weil die Fortpflanzungsfähigkeit zwischen allen Mitglieder gegeben ist und der Genaustausch (bezogen auf für Artbildung relevante Zeiträume) quer über die Welt stattfindet.
    Allerdings würde ich durchaus behaupten, dass es klitzekleine Bereiche gibt, die quasi im Artbildungsprozess begriffen sind, da der Genfluss faktisch unterbrochen ist. Ich gehe mal davon aus, dass die (wenigen) noch existierenden isolierten Völker in irgendwelchen Urwäldern, aus vor allem geographischen und vermutlich auch ethologischen Gründen (Partnerwahl), sollte sich doch z.B. ein Europäer in den Urwald verirren, keine Nachkommen mit "zivilisierten" Menschen zeugen. Der Genpool dieser Völker ist quasi isoliert, auch, wenn es experimentell möglich wäre fruchtbare Nachkommen zu zeugen.
    Genug Zeit und passende Mutationen / Rekombinationen vorausgesetzt könnte tatsächlich auch eine körperliche Barriere (z.B. Sterilität der gemeinsamer Nachkommen) dazukommen. So etwas braucht aber viel Zeit.
    Was wiederrum Rassen angeht, so gibt es diese selbstverständlich. "Objektive" Grenzen kann man genauso wie bei Tieren nicht ziehen, wir sprechen ja immerhin noch von einer Art. Man kann aber eben welche definieren und eben die Kriterien angeben, nach denen man Rassen unterscheidet. Der Begriff wurde halt oft missbraucht, das macht manche dann politisch überkorrekt.
    Jeder Biologe, der auch nur ein bisschen Ahnung von Morphologie und Genetik hat kann aber erkennen, dass es innerhalb der Art Mensch unterschiedliche Merkmale gibt. Der Melaninmangel, der vermutlich mal durch eine Mutation entstanden ist, und zu blauen Augen führt, ging mit besserer Angepasstheit in nördlichen Klimaten einher. Deshalb hat sich das eben auch in der Evolution so verbreitet und durchgesetzt.
    Warum sollte man die Nebelkrähe und Rabenkrähe, die sich genetisch eben auch extremst ähnlich sind und zu einer Art gehören, aber optisch anhand des Gefieders gut unterscheiden lassen, als zwei Rassen einer Art beschreiben, aber dies beim Menschen nicht möglich sein?
    Je mehr Menschen herumreisen und ihre Partner woanders suchen, desto mehr verschwimmen die Grenzen. Bei idealer Vermischung und Genfluss (also zwischen prinzipiell allen Menschen) gehen regionale Merkmale natürlich verloren. Die Menschenrassen beginnen sich zu vermischen. Das würde auch mit anderen Tierrassen (ja, der Mensch ist ein Tier, siehe oben) passieren, würden diese auf einmal herumreisen und Nachkommen mit anderen Rassen zeugen.
    Und das kann man doch ganz unaufgeregt hinnehmen. Wir sind eine Art und unsere irgendwann mal regional durch bestimmte Umweltbedingungen im Laufe der Evolution entstandenen Rassen sind im Prozess der Auflösung begriffen.
    Da steckt keine Wertung drin, aber es gibt eben Menschen, die diese biologischen Fakten gerne werten und für ideologische Zwecke missbrauchen.
    Da heißt es dann, man "müsse bestimmte Rassenmerkmale konservieren", indem man sich nicht mit Menschen aus anderen Regionen fortpflanzt. Das ist dann aber keine Biologie mehr, sondern keine Ahnung, Ideologie?
    Genauso kann man sagen, man müsse die Rassengrenzen aufheben und die Menschheit sollte sich möglichst durchmischen. Die Biologie sollte die Evolution beschreiben, aber nicht vorschreiben... (Obwohl Fragen der Eugenik durchaus interessant sind und noch stärker auf uns zukommen werden)

    Auch einzelne Merkmale heranzuziehen um jemanden als besser oder schlechter zu werten ist etwas, was in der Vergangenheit zu viel Leid geführt hat.
    Nichtsdestotrotz kann man manche Merkmale beobachten. Dass ich als Europäerin Alkohol besser vertrage als Asiatinnen liegt an meiner Enzymausstattung. Dass eine kenianische Frau mir gegenüber einen Vorteil beim Langstreckenlauf hat, weil sie mehr von einem Enzym hat, das den Abbau von Milchsäure beschleunigt und sie so sehr gut Fettsäuren "verbrennen" kann, ist eben auch so ein Ding. Wenn diese Frau Kinder mit einem Europäer hat, dann kann es durchaus sein, dass sich diese Physiologie vererbt.
    Solange der Mensch einen Genaustausch quer über die Welt durchführt, desto mehr verschwinden Unterschiede.
    Die Welt wächst zusammen, aus vielen Rassen wird irgendwann eine.
    Gut? Schlecht? Das ist eben eine Frage der Ideologie.
    Ich glaube viele Wissenschaftler haben sich gesagt, dass der Nutzen dieser biologischen Fakten (also, dass es Rassen gibt oder zumindest bei damaliger geographischer Isolation gab) sehr gering, die Gefahr des Missbrauchs aber sehr groß ist, und, dass man deshalb lieber behaupten sollte es gäbe keine Rassen oder eben die genetische Ähnlichkeit betonen sollte.
    Aber man denke dran, auch Nebelkrähe und Rabenkrähe sind genetisch extremst ähnlich.
    Und der Laie wäre verwundert wieviele genetische Ähnlichkeit wir sogar zu Tomaten haben.

    Hallo,

    nein, das Lehrerarbeitszeitmodell, wie man das in HH z.B. kennt, findet hier keine Anwendung. Ich würde generell vor SH als Bundesland warnen, wenn man in den Schuldienst möchte.
    Es ist ein strukturell sehr schwaches Bundesland, was sich auch in denkbar ungünstigen Arbeitsbedingungen äußert.

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