Beiträge von Firelilly

    Bleib bei zwei Fächern. Du hast später einfach nur mehr Arbeit bei gleichem Gehalt, wenn Du noch ein drittes Fach nimmst: Drei Fachsitzungen, Mitarbeit an drei Schulcurricula, Vorbereitung von viel mehr unterschiedlichen Unterrichtsstunden und so weiter.
    Klar ist es für die Schule total praktisch und toll, dass jemand drei Fächer hat. Du kannst flexibel eingesetzt werden, einfach ideal für den Schulleiter. Wenn Schule nicht so eine leistungsfeindliche Parallelwelt wäre, dann würde der Dienstherr für so eine flexible, viel kompetentere (drei (!) statt zwei Fächer) Lehrkraft natürlich auch ein höheres Gehalt zahlen (müssen). Du musst immerhin viel mehr Unterrichtsstunden vorbereiten und aktualisiert halten, an viel mehr fachspezifischen Dingen teilnehmen. Dem ist aber nicht so, Du bietest diese Zusatzleistung bis zum Ende Deines Arbeitslebens zum Nulltarif an. Vermutlich wird es sogar so sein, dass KuK mit weniger (und aufwändigeren) Fächern an Dir finanziell vorbeiziehen, weil sie die gewonnene Zeit nutzen um A14 oder A15 zu werden. Oder sie nutzen die Zeit einfach für eine gute Work-Life Balance:

    Am entspanntesten hat es bei uns ein Lehrer, der nur ein Fach, Kunst, unterrichtet und kein anderes Fach. Fast keine Klausuren, Unterricht ist sagen wir mal auch nicht vergleichbar vom Aufwand wie die meisten anderen Fächer.
    Der Kollege hat einfach so extrem viel Zeit für Hobbies, der ist überall aktiv (Sportverein, Musik-Ensemble).
    Mit drei Fächern, von denen zumindest Chemie recht aufwändig ist wegen der ganzen Versuche, hast Du sozusagen das Gegenteil von benanntem Kollegen. Latein ist nach dem, was Kolleginnen berichten, verhältnismäßig unaufwändig, zumindest im Vergleich zu deren Zweitfach, meist Geschichte oder eine Sprache wie Englisch. Das wäre ein guter Ausgleich zu Chemie!
    Du wirst mit drei Fächern einen Großteil Deiner Freizeit mit Vorbereitungsarbeiten für die Schule verbringen. Davon rate ich ab.

    Also meine Techniker sind auch so drauf. Wenn ich denen dann antworte: "Wenn ihr hier fertig seit, könnt ihr gleich als Werkstattlehrer anfangen, Studium überflüssig", kommt als Antwort nur, daß sie derweil netto mehr verdienen als wir, also sogar a13 für sie finanziell nicht interessant ist, und rechnen das dann auch vor.
    Da frage ich mich dann jedes Mal warum ich überhaupt studiert habe? Und ja, da sollte man dann doch einmal bei der Besoldung wohl mal ordentlich drauflegen, also keine 300,- € Trostpflaster für Brennpunktschulen sondern richtig, also +20% oder so für alle.

    Ich mache gerade Familienbesuch. Wenn man als Handwerker in einer vernünftigen Firma ist, kann man über A13 (und auch A15) nur müde lächeln. Ein bekannter hat zwar Abi, dann aber eine Ausbildung und Meister dran. Er ist Anfang 20, verdient jetzt als angestellter locker das Netto Äquivalent von A13 und die Steigerungen mit den Jahren sind deutlicher. Üppig bezahlte Überstunden an Feiertagen etc. kommen noch dazu.

    Dies muss man sich immer wieder vor Augen halten, wenn die Schulleitungen oder überengagierte Kolleginnen Streß machen oder man sich gar selber Streß macht, weil man perfektionistisch ist. Im Endeffekt wird man hier als studierter Mensch als ziemlich günstige Arbeitskraft eingesetzt (verheizt?).
    Wichtig ist also, gerade als Lehrer, für psychischen Ausgleich zu sorgen. Der Gedanke, dass manch ein Lehrer ebenso schuftet wie ein Handwerksmeister, aber weniger verdient (unbedingt Studienzeit / Studienkredite mit verrechnen!), kann schon auf Dauer zermürben.
    Ich denke eine wichtige Burnout-Propyhlaxe ist deshalb das "gehaltsangemessene Arbeiten". Man sollte sich bei vielen Gelegenheiten rauszuziehen und viele Prozesse gezielt entschleunigen oder den Aufwand verschlanken. Ein Studium hinzulegen und sich durch ein Referendariat zu quälen mag sich finanziell nicht auszahlen und das kann man eben auch nicht durch besonders guten Unterricht und Engagement wettmachen, um dann nämlich eine Gehaltserhöhung zu fordern. Aber wenn man es richtig darauf anlegt, dann lohnt sich der Beruf wegen nutzbarer Freiräume für die Work Life Balance, wenn eben schon nicht für den finanziellen Aufstieg. Man muss da als Kollegium aber zusammenstehen und das vermisse ich zum Teil: Es gibt in vielen Kollegien so aus dem Rudel gelaufene Spiralen, oft gezielt durch die Schulleitung in Gang gesetzt. Und dann denkt nachher jede Kollegin, man müsse doch aber noch dies und das anbieten, alles ganz ausführlich und akribisch machen. Und dann wird gearbeitet und geschuftet und sich gegenseitig mit Engagement und zusätzlichen Projekten übertrumpft. Das setzt dann einen Standard und der Stress und die Burnout Spirale geht los. Dann wird die Schere zwischen geleisteter Arbeit und Alimentierung immer größer! (Der Dienstherr freut sich!)
    Da muss es vollkommen reichen mittelmäßig engagiert zu sein (Dienst nach Vorschrift ist ja immer sooo negativ besetzt). Lieber Zeit investieren um Hobbies zu pflegen.
    Die Schule nur so nebenher laufen lassen. Ich glaube mit einem soliden Freizeitverhalten schafft man es auch deutlich besser Resilienz gegenüber den psychischen Belastungen des Schullalltags zu entwickeln.
    Meine ganz klare Empfehlung: Studiere Grundschullehramt nur, wenn Du es schaffst gehaltsangemessen zu arbeiten und Du Dich nicht von Kolleginnen und Schulleitung mit in den Sog ziehen lässt.
    Mache deine Arbeit solide, aber brenne nicht dafür. Das was zählt ist Dein Urlaub, Deine Freizeit, die Schule ist nur ein (mittelmäßig bezahlter) Job, in dem hervorragender Unterricht, akribische Korrekturen und Engagement rund um die Uhr nicht im geringsten honoriert werden und im Endeffekt nur Ressourcen (Zeit) fressen, die man besser in Gesunderhaltung stecken sollte.
    Für alle, die eine gute Work Life Balance haben wollen und bereit sich da gezielt etwas für zu tun, kann der Job echt schön sein. Wenn man jemand ist, der möchte, dass seine eigene Leistung und seine Überdurschnittlichkeit entsprechend gewürdigt wird, der suche sich besser etwas in der freien Wirtschaft.

    Sparfuchs Schleswig-Holstein machts ganz einfach:
    Keine externen Anbieter in Projektwochen, die Lehrer übernehmen das komplett. Es fällt in solchen Wochen wegen der Kernzeiten für alle Lehrer, insbesondere aber für Teilzeitkräfte, Mehrarbeit an. Teilnahme an Projektwochen gilt als Dienstpflicht. Es kommen keine Kosten auf die Eltern zu.

    Mag aber daran liegen, dass ich mit Sozialhilfe groß geworden bin und Sozialhilfeempfänger unterrichte.

    Ich glaube darin liegt psychologisch auch einfach Folgendes begründet:

    Es ist mir peinlich, mehr zu verdienen als die meisten meiner Bekannten/Freunde/Nachbarn.

    Wenn dann die Diskussion aufkommt, wer bei 35 Grad arbeiten muss, während ich auf der Couch liege oder dass ich nicht sparen muss, um mir ein neues Rad zu kaufen o.ä. dann sage ich lieber nix mehr dazu.

    Und übrigens, vermutlich haben Deine Freunde auch nicht studiert und gehören wie Du zur geistigen Elite der Hochschulabsolventen, wenn sie auf ein Fahrrad sparen müssen. Kann das sein?

    Ich finde (fände) es vollkommen in Ordnung, dass ehemalige Mitgrundschüler, die in der Schule nicht erfolgreich waren und die Hauptschule mehr oder minder halbwegs bestanden haben, um dann mit 16 eine Ausbildung zu starten, heute dann weniger verdienen und ich die Früchte meines sehr guten Abiturs und Diploms ernte(n) (würde). Mir ist es eher peinlich und ich bin eher schockiert, wenn der Handwerksmeister deutlich besser verdient als ich und sich mein Studium und das Abitur sich eigentlich gar nicht so rentieren.

    Ich habe den Seiteneinstieg gemacht, ist allerdings schon ein paar Jahre her und der Erlass hat sich geändert.

    Wir haben aktuell jedoch auch wieder einen Seiteneinsteiger an der Schule - in einem Mangelfach natürlich.

    Die Ausbildung erfolgt gemeinsam mit den Referendaren und in Physik waren wir bei mir gefühlt überwiegend Seiteneinsteiger.

    Der TE hat allerdings SoWi und Deutsch. Mein Bauchgefühl, ohne Zahlen zu kennen, sagt mir, dass es da einen Überfluss an Lehrern gibt. Insofern fraglich, ob es überhaupt die Möglichkeit eines Seiteneinstiegs gibt.
    Eine andere Warnung noch: Wenn man nicht unbedingt aus zwingenden privaten Gründen nach SLH möchte, sollte man (zumindest als Lehrer) einen Bogen um das extrem strukturschwache Bundesland machen.
    Lehrer werden dort noch schlechter bezahlt als in vielen anderen Bundesländern, dafür aber mehr Arbeit und diverse schlechtere Arbeitsbedingungen (z.B. Dienstpflicht zur Klassenfahrt, auch für Teilzeitkräfte usw.).
    Im Speckgürtel von HH ist damit angemessenes Leben schwierig, man sollte schon aufs platte Land rausgehen. Dann wirkt sich die Strukturschwäche positiv aus, weil es dort günstiger ist und man als Lehrer gut leben kann.
    Vorausgesetzt man kommt eben mit dem Landleben klar.

    Geld als Kriterium für Zuneigung ist für mich Prostitution mad-eye.

    Ich hätte wirklich gerne mal eine Begründung, warum es schlimmer ist sich für jemanden zu interessieren, weil er wirtschaftlich sehr erfolgreich ist, oder weil er sehr gut aussieht?
    Finde das irgendwie absurd:

    <Mann im white collar style fährt mit gutem Auto vor und betritt das Café> Frau sagt zur Freundin:"Oh, der ist interessant, der ist gut gekleidet und erfolgreich, ich werde mich mal rübersetzen!" [zwischen den Zeilen: Der kann mir Finanzielles bieten] -> In Deinen Augen schon fast Prostitution

    <Großer, unheimlich gut aussehender Mann betritt das Café> Frau sagt zur Freundin:"Oh, der sieht aber attraktiv aus, ich werde mich mal rübersetzen!" [zwischen den Zeilen: Mit dem ist Sex natürlich ein ganz anderer Leckerbissen]
    -> Total in Ordnung, keine Prostitution

    Ist es so viel schlimmer zu genießen, wenn ein Mann einem, keine Ahnung, tollen Urlaub schenken kann, als wenn ein Mann einem ein schönes Gesicht und einen durchtrainierten Körper schenkt, in das man beim Sex gucken bzw. sich festkallen kann? Für mich ist entweder beides Prostitution oder beides nicht, denn in beiden Fällen wird da auf eine Leistung gezielt, die einem zum eigenen Vorteil gereichen soll.

    Zum einen bin ich zwar Lehrer, zum Anderen hab ich aber auch ein beachtliches Einkommen außerhalb der Besoldung (einiges an Land- und Immobilienbesitz der Familie das ich verwalte; ein eigenes Geschäft um das sich ein Angestellter kümmert und das jährlich mehr als doppelt so viel Gewinn abwirft wie unser Jahreseinkommen ist; eigener Immobilienbesitz im In- und Ausland).

    Das finde ich toll, klar! Damit gehörst Du aber zur Ausnahme. Die wenigsten Lehrer machen etwas finanziell aus sich!

    Für Frauen wie dich gibt es in einem der Förderkreise/Vereine einen tollen Namen der wirklich gut zutrifft.

    Habe ich ja Glück, dass ich meine Zeit nicht in irgendeinem Förderkreis verbringe, sondern lieber in einer Cocktailbar. Kannst mir das sonst per PM mitteilen, wenn Du Dich dann besser fühlst (wenn Du es hier schreibst, machen die Admins den Thread zu).

    Es gibt im übrigen genug Männer die auf „fette Frauen“ stehen und mit „Hungerhaken“ nichts anfangen können. Aber auch das mal dahingestellt.

    Da gebe ich Dir recht. Das haben Studien tatsächlich festgestellt, bei Männern gibt es keine so eindeutigen (bzw. keine so von fast allen gleich gesehenen) Kriterien was attraktiv angeht wie bei den Frauen und der Körpergröße.
    Tendenziell ist es allerding so, dass kleine und mittelgroße Frauen attraktiver wirken als sehr große Frauen. Aber so krass wie anders herum mit der Attraktivitätsbewertung hat man tatsächlich nicht festgestellt.

    Unter 1,80 zu sein ist jetzt nicht wirklich eine negative Eigenschaft. Aus aktiver Wettkampf-Kampfsportzeit weiß ich, dass vorwiegend Menschen unter 1,80 die Siege errungen haben. Jemand der 1,75 ist, ist auch nicht klein.
    Find aber klasse wie du deine Oberflächlichkeit zur Schau stellst. Spricht jetzt nicht unbedingt für einen guten Charakter.
    Oberflächlich und geldgeil. Solch Frauen bringen mich zum kotzen.

    Klar ist das eine negative Eigenschaft, zumindest was Attraktivität aus Sicht der meisten Frauen (wenige Ausnahmen gibts immer) angeht. Dazu gibts ja nun einen Haufen Studien.
    Und klar, kann sein, dass es vielleicht Vorteile im Kampfsport (tiefer Körperschwerpunkt?) bringt, aber das ändert ja nichts daran, dass Frauen größere Männer attraktiver finden.

    Natürlich ist jemand mit unter 1,75 m klein?!

    *lacht* Nicht gleich so motzen Kappa, du wärst mir eh zu klein. Da kommen wir gar nicht in die Verlegenheit ;)

    Ich behaupte weiterhin ich bin einfach nur ehrlich und viele andere sind das nicht. Und unzählige Studien geben einem da recht (zumindest, was die Körpergröße und Attraktivität angeht).
    Die meisten würden es nur eben keinem kleinen Mann direkt ins Gesicht sagen, dass größere Männer attraktiver sind. Genausowenig würde man ja jemandem sagen "Tut mir leid, Du hast ein hässliches Gesicht".
    Man findet dann andere Vorwände, die weniger verletzend sind. Aber wenn man ganz ehrlich ist...

    Gewisse Oberflächlichkeiten hat jeder, ich finde Wollsocken hat das ganz gut und ehrlich beschrieben.

    Und jetzt mal ein Augenöffner:

    Wenn Du eine übergewichtige Frau bist mit Cellulite und sonstwie, dann kannst Du natürlich trotzdem einen treuen Mann haben. Aber glaub mir, dass zumindest in dessen Fantasie die schlanke Frau, die er auf der Straße sieht, eine Rolle spielt. Oder eine mit größeren Brüsten, strafferem Po oder was auch immer.
    Und so geht es auch Frauen, kann ja sein, dass sie mit einem 1,73 m Mann glücklich ist. Dennoch wird sie auch einen (und wenn sie unbeobachtet ist auch einen zweiten und dritten) Blick auf den attraktiven 1,85m Mann werfen, der zufällig ins Büro reinkommt. Dass heißt ja nicht, dass sie gleich untreu wird, aber sie stellt definitiv fest, wow, das ist ein Sahneschnittchen. Und das hat sie zuhause eben nicht. Da hat sie einen, der nett und zuverlässig ist. Das hat für sie eben auch Wichtigkeit und kompensiert viel.

    Es ist eben immer die Frage wonach man handelt und wonach man den PArtner auswählt, aber es führt kein Weg daran vorbei, dass es eben Dinge gibt, die das andere Geschlecht per se mehr ansprechen.
    Die Attraktivität, durchs andere Geschlecht bewertet, ist recht reproduzierbar, soooo viel Einfluss hat persönlicher Geschmack nicht.

    Auch wenn es Dir nicht passt und man mit 1,72 m von mir aus Kampfsport und sonstwas kann, man hat einen optischen Attraktivitätsnachteil.
    Ich meine klar, 1,72m durchtrainiert und markante Gesichtszüge gegen 1,85m, schwabbelig und keine schönen Gesichtszüge, da ist natürlich auch der kleiner Mann attraktiver! (Wobei ich auch Beispiele aus dem Freundeskreis kenne, wo der Freund wirklich kein schönes Gesicht hat, aber als großer Typ trotzdem bei ihr landete. Als kleiner Mann mit entsprechendem Gesicht wirds schwer!)

    Aber wenn man die Faktoren gleich hält, dann ist der 1,85m durchtrainierte Typ einfach attraktiver als der 1,72m Typ. Zumindest für 90% der Frauen.

    Aber wir waren beim Thema wirtschaftlich erfolgreich! Damit kannst Du zwar leider auch nicht punkten *zwinker*, aber das ist das, was mich eigentlich interessiert. Wir haben viele attraktive, große, junge Sportlehrer bei uns. Die sind schon ganz nett anzuschauen. Aber ein BWLer oder Arzt ist mir trotzdem lieber, einfach, weil Männer aus solchen Berufen einfach nochmal anders sind. Nee, für mich kommt ein Lehrer nicht so sehr in Frage, nicht nur finanziell nicht. Diese linke Einstellung und die Art sich zu kleiden ist einfach auch nicht so meins.
    Unserer Sportreferendar ist schon attraktiv, aber im Sommer schlurft der in hässlichen Shorts und Flip Flops durchs Gebäude.
    Dann lieber ein BWLer im White Collar style.

    Ich bin bei einer funktionierenden (Liebes)Beziehung bislang davon ausgegangen, dass BEIDE Partner auf der Geben- und Nehmenseite gute Charaktereigenschaften vorzuweisen haben.

    Ja, aber wenn er zu lieb ist, ist er auch schnell langweilig. Dieses "gute Charaktereigenschaften" finde ich ziemlich ausgelutscht. Niemand möchte einen Kerl, der keine Ahnung untreu ist oder was auch immer. Das ist klar.
    Aber will ich einen totalen Softie? Einen, der einem total nach der Pfeife tanzt? Nein, das wäre vielleicht was als guter Freund, aber als Partner ist das nicht sehr sexy. Da darf er auch schonmal gerne Grenzen aufzeigen oder sich durchsetzen.
    Was sind also gute Charaktereigenschaften?
    Ich finds schwierig das so ganz genau zu benennen.
    Im Endeffekt ists doch so, vielen haben den "lieben, netten Kerl und Versorger mit Waschbärbauch" zuhause, weil es bequem mit so einem ist. Und insgeheim träumen Sie vom großen, draufgängerischen, selbstbewussten Typen, zumindest in gewissen Phasen. Zugeben werden das wenige, das gilt als unschicklich für Frauen. Dann lieber im Stillen fantasieren.
    Und weil sie sich selber dafür schämen sagen sie dann nach außen hin "Ach ganz wichtig sind mir die guten Charaktereigenschaften!" "So ein Bad Boy, das ist doch lächerlich! Sowas reizt mich nicht"

    Also ich hier gilt: Nur "gute Charaktereigenschaften" zu haben ist noch längst nicht attraktiv. Das ist halt ein kleiner Teil. Und ja, die eine oder andere legt da mehr Wert darauf. So wie bei Körpergröße, Geld, Bildung oder was auch immer.

    Männer unter 1,80 = schwach und unattraktiv?
    Da muss ich ja als 1,76 großer Mann schon ein hässlicher schwacher Hobbit sein und das obwohl ich bei Läufen wie Tough Mudder zu den Spitzensportlern gehöre und mehr Gewicht drücken kann als die meisten über 1,80 im Fitnessstudio.

    Klar mit sportlicher Fitness kann negative Eigenschaften wie Größe unter 1,80m (ganz schlimm: unter 1,75m ; katastrophal: unter 1,70m) kompensieren. Es ist wie gesagt das Gesamtpaket was einen an der anderen Person reizt. Aber es gibt eben Dinge, über die man hinwegsieht (haha, im wahrsten Sinne des Wortes) und Dinge die man aktiv toll findet.


    Zitat

    Männer unter 1,80 Meter sind bei Partneragenturen nur schwer vermittelbar. In Partnerschaftsanzeigen suchen 80 Prozent der Frauen einen Mann ab 1,80 Meter

    Zitat

    Frauen finden kleine Männer weniger attraktiv. Bei einem Experiment mußten weibliche Probanden Männerfotos nach Attraktivität und geschätzter Körpergröße beurteilen. Ergebnis: Männer, die sie als attraktiv bewerteten, hielten die Damen für größer, als sie tatsächlich waren.

    Zitat

    Psychologen sagen, daß kleinen Menschen Tugenden wie Ausdauer, Ehrgeiz, Optimismus und Zielstrebigkeit zugeordnet werden, weil die Kleinen schon als Kinder begriffen hätten, daß sie mehr leisten müßten als große Menschen. In der Psychologie spricht man vom Napoleon-Komplex. Große Männer profitieren dagegen von der "selbsterfüllenden Prophezeiung": Weil von ihnen erwartet wird, daß sie besonders durchsetzungsfähig und leistungsstark sind, verhalten sie sich auch so.

    Das passt ja zum Stichwort Kompensieren.

    https://www.welt.de/print-wams/art…tnerschaft.html


    Aber das mit der Größe war jetzt nur ein Beispiel, was für die überwiegende Mehrheit der Frauen attraktiv bzw. unattraktiv erscheint. Ob ma(n) das noch irgendwie kompensieren kann durch andere Eigenschaften, kann ja gut sein.
    Wie gesagt, mein Idealmann ist natürlich auch über 1,80 m, sportlich gut aussehend und verdient gut. Aber ich kann durchaus auch damit leben bei manchen Dingen Abstriche zu machen.
    Ich sage eben: Schlecht verdienend? Oha, da muss er mich aber schon ganz aus den Socken hauen mit seinen anderen Qualitäten.
    Meine Freundin sagt: Unter 1,80m? Nehme ich gar nicht als Mann wahr, da könnte nie was laufen.

    Jeder hat halt so seine Prioritäten.

    Du kannst doch deine Partner aussuchen, wie du lustig bist, mich hat nur interessiert, warum Männer deiner Meinung nach prinzipiell die Familienfinanzierung übernehmen müssen.

    Weil ich das attraktiv finde, wenn ein Mann derjenige ist, der der Familienverdiener ist?
    Ich finde es nicht sexy, wenn der Mann hinter mir zurücksteht mit seinem Verdienst. Ich finde es auch nicht sexy, wenn ich körperlich stärker bin als ein Mann (und ich bin normal bis schlank), das macht einem einfach ein Gefühl, dass der Typ kein richtiger Kerl ist.
    Herrje, es gibt doch auch Frauen, die z.B. keine Glatze mögen, andere finden das okay. Ist eine Frau oberflächlich, wenn sie sagt, nein, Männer mit Glatze sprechen mich nicht an, das klappt für mich nicht?
    Bei mir ists eben diese Sache, dass der Mann ein Macher sein sollte, einer der mehr Geld als ich nach Hause bringt.

    Jetzt seid mal ganz ehrlich, ob es für euch nicht auch Kriterien gibt, die für euch nicht gehen. Allein bei manchen Männern weiß ich, dass es ab einem gewissen Body-Mass Index der Frau (und das ist nachvollziehbar) ein No-Go wird. Und jetzt?

    Mal abgesehen, dass man Männer ja nun auch nicht bei blind dates trifft, wo man vorher gar nichts weiß. Zumindest ich mache so etwas nicht. Wenn ich mal wen online gedated habe, dann wusste ich schon recht viel über die Person.
    Und ganz so radikal ists natürlich nicht, wenn der Mann sonst toll ist, dann ist Geld eben nur ein Faktor. Wenn man sich sympathisch ist und er einen guten Job hat, ja klar weckt das mein Interesse. So wie ein Mann, der wie ein Model aussieht sicherlich auch nice to have ist, ist ein Mann, der wirtschaftlich Erfolg hat und eben auch tollen Urlaub genießt statt nur irgendwo mit einem Lehererspargehalt zu Campen, doch ganz schön.

    Aber ist das so viel schlimmer als die übrigen Menschen? Ich meine, wenn ich bei einer Single-Seite Leute wegclicke wenn ich lese "bin Postbote" und andere Frauen die Männer wegclicken weil "sieht hässlich aus" .... "ist kleiner als ich"... oder schreibt"er sei Fußballfan und gehe jedes WE ins Stadion, bin ich dann schlechter?

    Wenn eine Beziehung ein stetes Geben und Nehmen ist, dann stellt sich für mich als nächstes die Frage, was denn dann auf der "Gebenseite" steht.

    Meine liebreizende Art und Weise zu schreiben zum Beispiel? Meine zurückhaltende Art?
    Spaß beiseite, ich habe Glück doch recht ansehnlich auszusehen (vielleicht nicht so wie meine Modelfreundin, aber ich kann nicht klagen). Ich kann von Kumpeltyp bis zum Vamp so einiges sein und einen Mann auch durchaus reizen und verrückt machen *lach* Ich bin nicht ungebildet, weiß meinen Auftritt in Szene zu setzen, kann aber auch mal einfach bei einem Bier im Garten grillen und mit den Jungs Fußball schauen.
    Also es gibt auch eine "Gebenseite" bei mir,

    Ja, jeder hat so seine Kriterien bei der Partnerwahl, aber Geld finde ich da echt problematisch. Was ist, wenn der Partner seinen Job verliert, nach einem Burn-out komplett was anderes macht, den Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr machen kann etc.?
    Aber genau so würde ich die Freundin fragen: liebst du dein Model auch nach einem entstellenden Unfall noch, wenn er/sie irgendwann deutlich mehr wiegt...

    Diese Frage muss sich glaube ich jeder Mensch stellen. Nur, weil wirtschaftlicher Erfolg ein Faktor ist, den ich ansprechend finde (was ich eben auch zugebe) heißt das ja nicht, dass das alles ist was den Mann ausmacht.
    In einer Beziehung baut man ja auch Bindung auf und er hat auch andere Qualitäten.
    Aber ja, es kann im Leben immer was wegfallen, auch ein Mensch, den man für seine was weiß ich, liebende Güte mag, kann seine Persönlichkeit verändern. Ihn dann verlassen? Es tolerieren?
    Das hängt doch vom Einzelfall ab. Im Alter kann auch ein netter Mann durch Demenz aggressiv werden? Und dann?
    Und wenn man glaubt man könne mich mit Geld kaufen, so ists dann doch nicht. Ich schmeiße mich nun nicht alle irgendwelche Sugardaddies ran.
    Ich möchte einen Mann, der sich und mir gerne was gönnt, der nicht hässlich wie die Nacht ist, der gerne etwas unternimmt, ausgeht, was erlebt. Habe da schon meine Vorstellungen *grins*

    ...weil?

    , weil es mir gefällt, wenn ein Mann gut verdient?
    Herrje, jetzt seid ihr aber extrem heuchlerisch. Was ist so schlimm daran bei der Partnerwahl darauf zu achten, ob die Person gut verdient? Jeder hat gewisse Kriterien, die ein Partner erfüllen muss.

    Nehmen wir zum Beispiel mal meine Freundinnen. Zwei von denen sind bei einer Dating-Börse angemeldet. Für die die eine kommen nur Männer mit blonden Haaren und blauen Augen in Frage und das bei gleichzeitig extrem gutem Aussehen (sie kann es sich selber leisten so zu suchen und hat die Auswahl).
    Für die andere ist das nicht so wichtig mit den perfekten Gesichtszügen, für sie muss ein Mann aber ganz spezielle charakterliche Eigenschaften haben.

    Für beide ist entscheidendes Kriterium, dass der Mann mindestens 1,80m groß sein muss, alle darunter werden per se aussortiert, denn kleine Männer sind einfach unattraktiv oder zumindest deutlich weniger attraktiv.

    Wenn besagte Freundin mit einem 1,85m sportlich gut aussehendem sunny boy glücklich ist, und ihr egal ist, dass dieser "nur" Paketzusteller ist, dann sagt man über sie: Ja, das ist wahre Liebe, Geld und gesellschaftlicher Erfolg sollte keine Rolle spielen! Dabei ist die gute nicht weniger oberflächlich als ich. Letztens hat sie einen echt attraktiven Typen abserviert, weil er bei der Größe geschummelt hat und genauso groß wie sie war.

    Wie hat jemand geschrieben? Firelilly achtet aufs Geld und will, dass der Mann sie quasi mitfinanziert? Hallo, 2018, Emanzipation.
    Ach, aber, dass wir Frauen keine Männer mögen die nicht größer sind als ich, was mit Sicheriet ein Relikt aus tiefster Steinzeit ist, das ist okay? Ich möchte die Frau sehen, die sagt: Also hey, 2018, klar kann er nen Kopf kleiner sein oder gleich groß. Hallo, 2018, er muss mich gar nicht mehr gegen Säbelzahntiger verteidigen, ich könnte doch auch den kleinen, schwächlichen Kerl nehmen?!
    Oder den Mann, der sagt: 2018, mir doch egal wie die Frau aussieht, über so primitive Kriterien bei der Partnerwahl bin ich erhaben. Und schöne Brüste finde ich eh überbewertet, und nen geilen Arsch, darauf schaue ich gar nicht!

    Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, vielleicht ist es bei euch ja die Bildung die euch wichtig ist beim Partner? Was, er ist total ungebildet und liest nie Bücher? Nein, also ähh wir können uns einfach nicht so gut unterhalten, keine gleichen Themen. Ach, das ist also ein legitimes Kriterium, den Partner danach auswählen, ob der gebildet ist?

    Aber wenn ich sage, für mich ist es wichtig, dass er wirtschaftlich erfolgreich ist, dann bin ich natürlich ganz schlimm.
    Klar achte ich auch darauf, ob mir ein Mann optisch gefällt und, dass man sich versteht, zusammen lachen kann. Aber ganz ehrlich, ich habe lieber einen gut verdienenden optisch durchschnittlichen Mann, als nen armen Modeltypen. Und? Ist das so verwerflich. Warum ist diese Priorität so viel schlimmer als die andere?

    Jetzt kommt ihr. Ich finde ich scheinheilig. Und das ist zum Kotzen. Nur, weil für euch Geld kein Kriterium ist heißt es nicht, dass ihr keine Vorstellungen habt.
    Und wer seid ihr bitte schön zu urteilen, dass es in Ordnung ist, wenn eine Frau ganz klare optische Vorstellungen hat, oder ganz bestimmte Verhaltensweisen / Persönlichkeitsmerkmale als Eintrittskarte ansieht, es aber nicht in Ordnung ist darauf zu achten, ob der Mann gut verdient.

    Im Gegenteil, ich finde das sogar fair: Jeder kann sich anstrengen und Karriere machen. Aber jemand, der die falsche Haarfarbe, die falsche Körpergröße, die falsche Ethnizität etc. hat, der kann nicht durch Fleiß und Einsatz das entsprechende Kriterium erfüllen.

    Ich habe 3.500€ netto

    Mit meinem Mann, der 4.500€ netto verdient, ist es natürlich gar kein Thema, hier als kinderloses Paar wie die Made im Speck zu leben (theoretisch).

    Als Lehrerin sollte man sich auch schon umschauen einen Mann zu finden, der gut verdient. Zumindest, wenn man an Familie denkt.
    Sonst kann es eben in mancher Region auch recht dürftig aussehen mit dem Gehalt.
    Baden-Württemberg scheint Lehrer ja immerhin ein (kleines) Bisschen besser zu alimentieren als Schleswig-Holstein. Wenn man da nämlich bei dem mickrigen Gehalt in der Nähe zu Hamburg oder in Kiel oder so wohnt, dann gute Nacht ohne Mann.
    Man mag jetzt wieder mit Genderkrams kommen, aber ich finde der Mann sollte in einer FAmilie eben schon den Hauptteil der Versorgung leisten finanziell.
    Tja, und wenn der Mann nur Lehrer ist? Dann sollte er wohl zumindest versuchen aus A13 möglichst bald A14 oder A15 zu machen, wenn er eine Familie ernähren will.


    Oder man geht halt in irgendein Kuhkaff und freut sich darüber, dass man mehr verdient als die Kassierin, der Friseur oder die anderen unstudierten Arbeiter:

    Lehrerehepaare gehören auf dem Land zu den Bestverdienern.

    Ist fürs Seelenheil vielleicht sogar das Beste in solch einer Umgebung, dann denkt man vielleicht gar, dass sich das Studium finanziell gelohnt hat. Dann kommt man gar nicht in Kontakt mit gut verdienenden Menschen.

    Zur ersten Gruppe gehören u.a. auch die Anrechnungsstunden pro Klasse. Die bekommt jeder Klassenlehrer für seine Arbeit.

    Weder für Profilkursführung noch für Klassenführung. Und auch nicht, wenn man beides gleichzeitig hat! Willkommen in Schleswig-Holstein.
    Wenn man nicht aus privaten Gründen dort ist, sollte man einen Bogen um dieses rückständige Bundesland machen.

    90 prozent der Lehrer sind tendenziell links oder stark links angehaucht.

    Was mich allerdings schon stört ist die Tatsache, dass wir tausend Projekte gegen rechts(extremismus) haben, jedoch kein einziges gegen Links(extremismus).

    Es geht z.B. darum, dass ich einfach z.T. konservative Positionen vertrete und mich am ehesten bei der CDU verorten würde, währenddessen die Kolleginnen - besonders die der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer - eher bei Linkspartei und Grünen einzuordnen sind.

    Und aus dieser Sachlage ergibt sich für mich, dass es für PhilologusHistoriae durchaus eine sinnvolle Sache wäre den Schülern (und Kollegen!) eben auch eine andere Perspektive aufzuzeigen. Klar muss man in entsprechenden Fächern dem Beutelsbacher Konsens folgen, aber es gibt ja auch dennoch legale Möglichkeiten gegen den starken Linksruck vieler Kollegien anzugehen oder zumindest zu zeigen, dass es auch sehr viele gute Gründe gibt eher rechts als links orientiert zu sein.

    Wenn ihr die Team Stunde nicht zum Deputat gezählt bekommt, könnt ihr die dann nicht einfach offiziell per Beschluss abschaffen? Oder wenn das ganze Kollegium sich da einig ist, dass man dafür eigentlich eine Stunde bekommen müsste (ich sehe es auch nicht ein, warum so etwas verpflichtend sein sollte!), zumindest keine Team-Stunde stattfinden lassen bzw. es anderweitig boykottieren? Kaffee trinken gehen zusammen oder behaupten, dass man gerade Team Stunde macht, dabei aber einfach jeder seinen Unterricht vorbereitet / kopiert?

    Bei uns haben nur die keine Klassenleitung, die so viel Bockmist treiben, dass die Schulleitung ihnen keine geben will. Vielleicht sollte ich damit auch mal anfangen...

    Wie immer im Lehrerberuf ists so ein denkbar dämliches System. Diejenigen, die das gut gebacken kriegen werden mit Zusatzarbeit bestraft, diejenigen, die Mist bauen haben weniger Arbeit (bei gleicher Bezahlung!).
    Bei uns gibt es nicht einmal eine Entlastungsstunde, bei uns kann man (und das passiert oft) einen Profilkurs und eine Klassenleitung haben und dafür nicht eine Entlastungsstunde sehen.
    Normalerweise würde ich das im Mindesten erwarten.
    Oder einfach eine Bonuszahlung für die Übernahme solche Zusatzfunktionen. Stattdessen wird das alles vorausgesetzt. Das Zauberwort (bzw. der Fluch) Dienstpflicht regelt das alles zum Nulltarif.
    Naja, aber wenn das System so ist, dann sollte man wirklich überlegen Bockmist zu treiben. Da kann einem ja auch keiner einen Vorwurf machen, wenn das System so ist, dann ist es gewollt oder zumindest toleriert.

    Wer sich nicht impfen lässt, weil ihm die Risiken zu hoch sind, profitiert von der Herdenimmunität derjenigen, die das Risiko auf sich genommen haben und sich haben impfen lassen.

    Also ist Impfverweigerung ein zutiefst egoistisches Verhalten und passt damit perfekt in die heutige Zeit!

    Korrekt und man sollte dieses asoziale Verhalten auch deutlich als solches benennen dürfen.

    Ach es wird doch schon wegen der HPV-Impfung herumgeheult.

    Es hat halt auch nur leider kein Gericht Eier den Impfverweigerern die Behandlungskosten für Gebärmutterhalskrebs aufzudrücken. Dafür zahlt dann wieder die Allgemeinheit.
    Ich glaube wenn man da mal ein paar Impfverweigerer wegen Eigenverschulden finanziell ruinieren würde, dann wäre den anderen mal klar, was sie eigentlich mit ihrer Impfverweigerung anrichten. Solange das aber schön durch die Allgemeinheit getragen wird halten sich solch krude Thesen. Sogar unter studierten Menschen. Verrückt. Zumindest sollten Impfverweigerer erhöhte Versicherungsbeiträge zahlen. Aber auch das wird wohl leider nicht kommen.

    Und ein Tipp aus meinem Kollegium wegen zweier konkreter Fälle: Große Vorsicht im Umgang mit der Schulleitung. In der Regel sind die sehr empfindlich beim Thema Dienstunfähigkeit und betreiben dann zusätzlich Bossing, wiegeln die Kollegen gegen Dich auf und verschweigen, welche Schritte für dich sinnvoll wären.
    Hast Du rechtzeitig an eine Dienstunfähigkeitsversicherung mit entsprechender Beamtenklausel gedacht? Unter entsprechenden Umständen musst Du dann nicht anderweitig eingesetzt werden, wenn der Amtsarzt die Dienstunfähigkeit feststellt. Die Versicherung zahlt dann zusätzlich zu dem Anteil des Dienstherren auch, wenn Du gar nicht mehr arbeitest.

    Neben dem Gespräch mit dem Schwerbehindertenbeauftragten würde ich auch unbedingt rechtlichen Beistand einholen. Du kannst davon ausgehen, dass die SL als verlängerter Arm des Dienstherren alles zu Deinem Nachteil drehen will. Versäumnisse der Fürsorgepflicht durch SL dokumentieren ebenso wie alle Äußerungen / Umstände, die man so auslegen kann, dass sie Deinen Zustand verschlechtert haben und dadurch die Wiedereingliederung zum Scheitern gebracht haben.

    Im Gegensatz zu vielen Berufen, bei denen Berufskrankheiten besser anerkannt und abgesichert sind, wird man als Lehrer, der aufgrund berufsbedingter, psychischer Belastungen erkrankt, oft abgespeist. Der Dienstherr stellt sich seiner Verantwortung nur mit Nachdruck, windet sich schlimmer als viele Versicherungen.
    So geschehen bei einer Kollegin und einem Kollegen, die sich allerdings mit Hilfe von rechtlichem Beistand gut wehren konnten und nun nicht mehr vor existentiellen Problemen stehen.
    Viel Kraft und Erfolg im Kampf um Dein Recht! Der Beruf birgt riesige Belastungen und wenn man dadurch krank wird, dann hast Du ein Recht darauf, dass der Dienstherr dafür Verantwortung übernimmt. Unbedingt rechtlichen Beistand holen!

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