Zitat
Original von pletjonka
. Die jüngeren SchülerInnen stellen gerne ihre Religion vor und beantworten bereitwillig Fragen. Das ist für sie sehr wichtig, weil sie natürlich ihr "Anderssein" auch spüren. Auch für die Mitschüler ist das wichtig und interessant.
Ich denke, die Motivation ist nicht das Spüren des Andersseins, sondern vielmehr, dass ihnen von kleinauf eingeimpft wird, dass sie ihre religion weitertragen müssen/sollen.
Ich hatte mal das Glück, ein Buch speziell für junge Menschen der Zeugen Jehovas zu lesen. ich war ehrlich schockiert, das gleicht einer Gehirnwäsche: Erst kommt ein kleiner Infotext, indem natürlich das Böse sehr eindeutig als das Böse deklariert wird, anschließend werden ein paar Situationen geschildert, in denen sich Gleichaltrige Zeugen Jehovas vorbildlich benehmen und am Ende eines jeden Kapitels sind Fragen, bei denen die Kinder schriftlich fixieren sollen, wie sich sich verhalten wenn (Wenn jemand möchte, dass du mit ihm den Geburtstag feierst, was sagst du ihm? Ein Schüler aus deiner Klasse ist homosexuell, wie kannst du ihm helfen? etc.). Ich war sehr sehr schockiert.
Als Lehrer ist es ganz gut zu wissen (Absprache mit Schulleitung), was die Eltern tatsächlich ablehnen dürfen. Oftmals versuchen die Eltern sich bei bestimmten Dingen die sie nicht wollten, auf Basis des Glaubens rauszuziehen oder z.B. DIR Dinge zu verbieten ("Dieses LIed können sie aber nicht mit dem Chor singen etc.") - was du dir aber eben nicht unbedingt gefallen lassen musst.