Ja, die lieben Gymnasien stellen gerne Forderungen an die Grundschule. Beim nächsten Durchgang hätten sie dann auch gerne, dass du das simple past mit ihnen schon mal pro forma durchgehst. *Ironie aus*
Der Rahmenplan in Hessen sagt beispielsweise "Fremdsprachenunterricht in der Grundschule ist nicht primär unter dem Aspekt der Weiterführung
in Klasse 5 zu sehen.Eine sinnvolle Fortsetzung des Englisch- oder Französischunterrichts der Grundschule in der Sekundarstufe I ist jedoch anzustreben.". Das heißt aber NICHT, dass wir die Kinder wie auf eine Prüfung für die Sekundarstufe vorbereiten sollen.
In welchem Bundesland unterrichtest du? Was sagt dein Lehrplan zu "Vokabelhefte in der Grundschule"? Ich denke, dass es auch sehr stark auf die Umsetzung drauf ankommt: Ein Vokabelheft im "klassischen Sinne" würde ich ablehnen (dann kommt als nächstes die Forderung der Eltern, doch bitte auch Vokabeltests zu schreiben). Eine Wortsammlung, möglichst thematisch geordnet fände ich okay (ähnlich wie Bild-Wörterbücher)- ist aber recht aufwändig.
Bei uns in Hessen ist das schriftlich laut den Vorgaben noch seeeeeeehr eingeschränkt, aber es wird immer mehr kommen. Anfangs war es ja absolut verpöhnt überhaupt zu schreiben, inzwischen gehört es schon mit dazu und die neueren Forschungen zeigen eindeutig, dass das schriftliche die Verstehensprozesse fördern können.
Zum Thema "Die Kinder können den Wortschatz rechtschriftlich nicht": Sollen sie auch gar nicht: "An das Schreiben der Fremdsprache werden die Kinder durch Abschreiben einzelner Wörter und kurzer Sätze, die aus mündlicher Anwendung und durch Leseaufgaben vertraut sind, herangeführt. Es wird nicht verlangt, Wörter oder Sätze aus dem Gedächtnis zu schreiben."