Beiträge von Karl-Dieter

    Nicht wirklich. Er hat es verlagert auf sein Kerngeschäft, nämlich anständigen Unterricht zu machen.
    Und so würde ich das auch formulieren:

    "Referendar XY engagiert sich außerordentlich im Unterricht und kann sich gegenüber (sinnfreien) Zusatzaufgaben abgrenzen. Er läuft daher nicht Gefahr, überfordert zu sein."
    ...oder so ähnlich..

    Würde so ein Satz im Schulleitergutachten stehen, was ja bei Bewerbungen auch häufig mitgeschickt wird, könnte er jeden Job vergessen.

    Bei solchen Äußerungen würde ich denken die bekommen im Studium alles in den Hintern und sind noch nie arbeiten gegangen

    Das hat mehrere Ursachen. Manche sind tatsächlich massiv überlastet, haben keine Arbeitsorganisation, oder eine schwierige Schule, schwierige Kollegen (gibt es alles), oder der von dir genannten Grund.

    Gerade sowas wie mal ne Vertretung zu übernehmen gehört doch auch zum Alltag eines Lehrers, würde ich denken

    Ja. Vertretung ist aber häufiger eher eine Unsitte der Schule, dass man Referendare exorbitant für Vertretungen einteilt, weil die in der Regel auch sehr viel Springstunden haben.

    Das war ein Beispiel dafür, woran man die Zuverlässigkeit eines Referendars erkennen kann (bzw. ein Indiz), ohne jetzt konkret irgendwelche Listen mit Kompetenzen irgendwo abzuhaken.

    Für den Fall: Gibt ja auch keine unmittelbaren Konsequenzen, aber ist halt ein Baustein für ein nicht so perfektes Gutachten.

    Wir wissen doch alle, dass es StRef oder LAA gibt, bei denen denkt man "Ja, die machen einen super Job" und dann gibt es welche, bei denen denkt man "Hmm, okaaay".

    Und das kann man nicht immer so unbedingt an einzelnen Punkten festmachen, in dem Fall des/der Fragestellers geht es doch um anscheinend um Letzteres. Nur muss man das hier irgendwie in ein Gutachten gießen, was ich persönlich auch mehr als fair finde.

    Ich bekomme auch immer einen Anfall, wenn ich z.B. sage, "Ich möchte eine Woche vor dem UB eine fertige Stundenplanung haben, damit wir noch mal drüber sprechen können. Einen Tag vorher bringt mir das nichts". und dann kommt vor dem Besuchstag um 23:59 Uhr ne Mail mit der Stundenplanung, als wenn das irgendwie die Abgabefrist einer Examensarbeit ist. Sowas machen nämlich in 99% der Fälle immer die Schlunz-Referendare. Und die haben dann auch generell Probleme.

    Wer nie Hausaufgaben macht, erbringt eben in einem Bereich ebenfalls keine Leistung.

    In NRW ist es für die Primarstufe und Sekundarstufe I eindeutig geregelt: Hausaufgaben werden nicht benotet ([lexicon='BASS',''][/lexicon] 12-63 Nr. 3)

    Für die S II kann ich dazu nichts sagen, bin kein S2-Lehrer. Ich persönlich bin auch absolut dagegen, hier irgendwelche Verrenkungen zu machen, um die dann doch irgendwie zu bewerten. Ich bekomme eh schon Krätze, wenn ich sehe, wie manche Kollegen Noten berechnen (Nebenfach: "Deine SoMi-Note ist 2, der Test ist 4, also auf dem Zeugnis bekommst du eine 3").

    Was anderes ist es, wenn die Hausaufgaben zwingend für den weiteren Unterrichtsverlauf notwendig sind, dann erfolgt ja keine Mitarbeit, zwangsläufig nicht, und das kann man dann wieder benoten. Wenn die Schüler dann aber in der Stunde die Hausaufgaben nachmachen und dann wieder mitarbeiten, ist es wieder was anderes.

    Unabhängig davon: Diese Unsitte, etwas im Unterricht nicht Geschafftes zuhause als Hausaufgabe aufzugeben, ist auch nicht erlaubt.

    An der Gesamtschule geht das. Da hat man regelmäßig solche Kandidaten. Die Statistik (=genügend Eigengewächse in die Oberstufe bringen) muss ja stimmen

    Komisch, ist bei uns nicht so. Für die Statistik sieht es nämlich genauso beknackt aus, wenn die Abbrecherquote und/oder Durchfallquote bei Eigengewächsen exorbitant hoch ist.

    Die Konzentrationsspanne ist sehr kurz, es ist extrem schwierig Einzelarbeitsphasen einzuhalten.


    Zu dieser Sache: Das muss aber auch nicht mit den Schülern zu tun haben. Ich habe momentan eine 5. Klasse, die ist auch nicht unbedingt leistungsstark, aber die können auch mal 30 Min alleine arbeiten, auch die schwierigeren Schüler. Ob und wie erfolgreich sie da arbeiten, das ist ne andere Sache, aber sie schaffen es so lange still zu sein.

    Hier würde ich eher bei dir selbst gucken, bist du hier konsequent genug? Wer in dem Alter in der Einzelarbeitsphase quasselt, den würde ich persönlich nach der zweiten Verwarnung vor die Tür setzen und für die Stunde eine 6 aufschreiben. Fertig. Und auch wenn es angeblich nur die Frage nach dem Radiergummi ist.

    Eine ehemalige Referendarskollegin hatte so eine Stelle mal über das Listenverfahren angeboten bekommen, das hat wohl den Hintergrund, dass diese Stelle zum Austausch mit den kooperierenden Oberstufen dient und man dann quasi "auf Augenhöhe" miteinander redet. Aber das kann jetzt auch völliger Quatsch sein, klingt für mich aber logisch.

    Das liest sich hier anders: dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/045/1804516.pdf


    Welchen Abschnitt meinst du genau? Die Vorbemerkung der Fragesteller? Das behaupten die MdB der Linkspartei, das muss nicht der Realität entsprechen. Tut es auch nicht.

    Ansonsten ist dort die Rede von Karriereberatern und von Jugendoffizieren, das ist ein Unterschied. Du hast die Jugendoffiziere angesprochen, die angeblich aggressiv Werbung machen.

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