Beiträge von Seepferdchen

    Und wenn er die beiden Möglichkeiten hat: entweder Nebenraum, oder ordentlich mitmachen muss er sich für eine davon entscheiden oder du entscheidest. Es gibt nichts zu diskutieren. a) oder b) und zwar jetzt. "Ja aber..." "keine Diskussion, du gehst jetzt rüber zu Frau xy -Blickkontakt aushalten-)

    Und wenn er das nicht macht? Wie geht man dann damit um?


    Bei den meisten Schülern klappt das, wenn man sich nicht verunsichern lässt und den ensprechenden Ton anschlägt. Aber bei einigen wenige eben nicht und dann?


    Viele Grüße
    Seepferdchen

    Ich kenne dieses Problem auch. In der 7. Klasse, in der ich unterrichte ist ebenfalls ein Junge mit ADHS. Dieser Junge stört momentan massiv den Unterricht, da er sich in der späten Stundenlage nicht mehr konzentrieren kann. Er bekommt zwar Medikamente, diese wirken aber scheinbar nicht mehr. Eigentlich wurde mit dem Jungen abgesprochen, dass er in solchen Situationen mit dem Förderschullehrer bzw. Pädagogen in einen extra Raum geht. Das macht er aber nicht mehr, sondern fängt auch lauthals zu diskutieren an.
    Ich habe zwar schon versucht, mit dem Jungen später in einer ruhigen Minute ein Gespräch zu führen, habe dabei aber feststellen müssen, dass er seine Handlungen nicht reflektieren kann, weil er Situationen einfach anders wahrnimmt. Er nimmt z.B. seinem Mitschüler 7 Mal den Stift weg, der Mitschüler sagt ihm 6. Mal freundlich, dass er das nicht möchte, beim 7. Mal windet der Mitschüler dem ADHS-Jungen den Stift aus der Hand. Worauf der ADHS-Junge sich lauthals beschwert, dass der andere ihm wehgetan hat - teilweise wird der ADHS-Junge dann auch handgreiflich. Im Gespräch habe ich aber gemerkt, dass sich der ADHS-Junge überhaupt nicht daran erinnert, den Stift schon 7. Mal geklaut zu haben. Er kann daher gar nciht verstehen, dass die anderen so genervt auf ihn reagieren.
    Und ich weiß momentan überhaupt nicht mehr, was ich noch machen soll. In diese KLasse geht nämlich noch ein Kind mit ADHS und es gibt außerdem noch mehrere Inklusionskinder. Die Stunden sind total chaotisch und ich habe das Gefühl keinem mehr gerecht werden zu können.
    Eigentlich würde ich die Eltern anrufen und das Kind als unbeschulbar abholen lassen, aber die Eltern drehen selbst total am Rad. Sie haben schon fachliche Hilfe eingeholt, aber so eine Situation lässt sich ja nicht von heute auf morgen verbessern.
    Wie würdet ihr mit dieser Situation umgehen? Im nächsten Halbjahr habe ich in dieser Klasse Chemie und cih weiß definitiv, dass ich so nciht experimentieren kann.


    Viele Grüße
    Seepferdchen

    Ich verstehe deine Darstellung nicht. Warum wurde der Knochen denn aufgebaut, wenn die Lücke durch eine Brücke geschlossen werden soll? Einen Knochenaufbau benötigt man doch nur, wenn ein Implantat gesetzt werden soll. Insofern kann ich schon nachvollziehen, dass die Beihilfe eine nicht notwendige Behandlung nicht finanzieren möchte. Warum hat denn der Zahnarzt eien Knochenaufbau vorgenommen - war dieser aus einem andern Grund notwendig? Dann könnte man das beid er Beihilfe nochmal begründen.


    Viele Grüße
    Seepferdchen

    Was ihr noch gar nicht angesprochen habt, ist die Plakettenjagd, die die Schulen betreiben - sei es die Plakette für sportfreundliche Schule, Umweltschule, Schule gegen Rassismus etc. Diese Initiativen sind im Prinzip sicherlich sinnvoll, aber wenn eine Schule versucht möglichst viele Plaketen zu bekommen - dann fällt dafür zwangsläufig regulärer Unterricht aus. Außerdem konkurrieren die Schulen noch bei der Zahl ihrer Autausche, Klassenfahrten, Herausforderungsprojekten, Projektwochen etc. Das sind halt alles Sachen, die sich auf der Homepage gut verkaufen lassen. Bei meinem diesjährigen Oberstufenkurs haben im zweiten Halbjahr an 15 von 37 Terminen Schüler gefehlt, weil irgendwelche anderen schulischen Veranstaltungen stattgefunden haben.
    Viele Eltern von Grundschulkindern hier, wünschen sich daher mittlerweile eine weiterführende Schule, die mit gutem Unterricht wirbt und diesen dann auch stattfinden lässt.


    Viele Grüße
    Seepferdchen

    Hallo, das kommt ein wenig darauf an, wie du deine Schulleitung einschätzt. Ich habe im Bekanntenkreis einmal erlebt, wie jemand an der alten Schule so massiv von der Schulleitung gemobbt wurde, dass er einem Wechsel an eine andere Schule zugestimmt hat, obwohl er an diese Schule gar nicht gehen wollte (falsche Schulform, falsche Richtung). Wenn du das Gefühll hast, dass deine Schulleitung mit einem Versetzungsantrag sinnvoll umgehen kann, dann würde ich so früh wie möglich einen stellen, da man nicht weiß, wann es klappt.
    Ansonsten würde ich mich erst bei Schulen, die in Frage kommen, vorstellen und fragen, ob sie überhaupt Bedarf haben und erst danach gegebenenfalls einen Wechselantrag stellen.


    Seepferdchen

    Vereinfacht gesagt: Gegenstände schwimmen, wenn das Wasser, das sie verdrängen mehr wiegt als sie selbst. Die zusammengeknüllte Alufolie schwimmt nicht, weil sie wenig Wasser verdrängt und daher das Wasser, das sie verdrängt, weniger wiegt als sie selbst. Das daraus gefaltete Boot verdrängt mehr Wasser (Anmerkung: Das Boot muss aber so schwer sein, das es wirklich eintaucht, Alufolie selbst liegt vermutlich aufgrund der Oberflächenspannung einach auf dem Wasser). Daraus ergibt sich dann der Aspekt mit der Dichte. Gegenstände aus einem Stoff mit einer geringeren Dichte als Wasser schwimmen, weil das Wasser, das sie verdängen schwerer ist als sie selbst.


    Die Vorstellung über Dichte ist aber für Kinder extrem kompliziert. Ich habe eine 6. Klasse gefragt, wie man ein Ei im Wasser zum Schwimmen bringen kann und habe zwei Antworten erhalten.

    • mehr Wasser nehmen (das Prinzip der Dichte wurde hier nicht verstanden)


    • Salz ins Wasser kippen, damit das Wasser, was von dem Ei verdrängt wird mehr wiegt als das Ei- das haben aber nur zwei Schüler der gesamten Klasse verstanden

    Den Aspekt mit der Dichte würde ich daher in der Grundschule komplett weglassen. Es würde doch reichen, den Zusammenhang mit dem Gewicht des Gegenstandes und dem Gewicht des verdrängten Wassers herzustellen. Allerdings müsste man dann ermitteln, wieviel Wasser verdrängt wird und wie viel es wiegt.
    Insgesamt finde ich das Thema ziemlich kompliziert und es birgt bei der didakt. Reduktion einige Fallstricke.
    Google doch nochmal nach Experimenten zum Auftrieb. Vielleicht hatte ja schon jemand mal eine zündende Idee dazu.

    Hallo Luftsprung,
    mir ging es im Ref. auch so schlecht. Mein Gedanken kreisten ständig um die Dinge, die ich noch zu erledigen hatte und ich habe auch auch nichts anderes mehr gemacht als Dinge für die Schule vorzubereiten. Alles stand wie ein Berg vor mir. Dadurch ging es mir aber noch schlechter. Ich würde dir raten, dir ein Hobby zu suchen und das auch wirklich konsequent mindestens einmal die Woche auszuüben. Auch wenn du das Gefühl hast, dafür keine Zeit zu haben - nimm dir die Zeit, wenn du mal etwas anderes machst, geht die Vorbereitung dann im Endeffekt schneller. Am Besten ist vermutlich eine Betätigung bei der du nicht zum Nachdenken kommst, weil du dich auf andere Sachen konzentrieren musst.


    Vielleicht kannst du dich auch mit anderen Refs. zusammen tun, die die gleichen Fächer haben und mit ihnen Material austauschen, so dass du Zeit bei der Vorbereitung sparst. Gibt es Kollegen an deiner Schule, die dir Material geben könnten? Versuche Stunden, in denen du keine Unterichtsbesuche hast, zeitsparend vorzubereiten, man kann auch mal mit dem Buch arbeiten und muss nicht in jeder Stunde das Rad neu erfinden.


    Ich habe mich einmal mit einer Psychologin unterhalten, die mir der Personalrat des Studienseminars vermittlet hatte. Nach dem Gespräch hatte ich das Gefühl, dass mir das nichts gebracht hat, aber danach ging es aufwärts u.a. da bei mir die Arbeitsbelastung sank, weil ich mit einer Referendariatskollegin, Material austauschen konnte.
    Jetzt bin ich seit 5 Jahren im Beruf und natürlich manchmal noch gestresst und genervt (vor allem von Klassen, bei denen ich nichts ausrichten kann) und es gibt imme noch Phasen, in denen ich viel arbeite, allerdings finde ich die Arbeit mittlerweile überschaubar und sie steht nicht mehr wie ein Berg vor mir, den ich nicht überwinden kann. Mittlerweile schaffe ich es auch ganz gut, mir die Wochenenden ziemlich frei zu halten.


    Ich wünsche dir alles Gute,
    viele Grüße
    Seepferdchen

    Die Schüler einfach nur die Noten schreiben lassen, die dabei herauskommen,ist relativ einfach. Ich korrigiere gerade einen Test, der nur aus leichten reproduktivenAufgaben besteht und habe in der einen Klasse fast nur Noten von 4 bis 6. Mir graut schon vor der nächsten Klausur, die natürlich auch wieder Anwendungs- und Transferaufgaben beinhalten muss.


    Unglaublich schwierig finde ich es, die mündlichen Noten zu geben, die derbeobachteten Leistung entsprechen. Eigentlich sollte eine gute bzw. sehr guteNote nur für den Schüler möglich sein, der auch Anwendungs- undTransferaufgaben bearbeiten kann. Das würde bei mir aber in vielen Klassenbedeuten, dass ich nur noch Noten von 3 bis 6 verteile und dann laufen dieSchüler zur Schulleitung und beschweren sich. Viele Schüler sind tatsächlichder Meinung, dass wenn sie sich dreimal die Stunde bei einer leichtenreproduktiven Aufgabe melden, sie die Note 2 verdient haben. Außerdem fällt esmir immer schwerer, je länger ich an dieser Schule unterrichte, einzuschätzen,wie schwer eine Aufgabe oder ein Text wirklich ist. Aus diesem Grund schreibeich hin und wieder auch mal einen Test, der dann in die mündliche Note eingeht.


    Zu den Hausaufgaben - ich würde sie eigentlich auch gerne weglassen.Allerdings würde das bei der Geschwindigkeit meiner Schüler und den wenigenStunden pro Woche bedeuten, dass ich kaum noch einen Versuch mehr machenkönnte. Momentan machen wir Versuche und die Schüler müssen dann alsHausaufgabe hin und wieder die Theorie dazu lesen und zusammenfassen (wenigerals eine 1/2 DinA4 Seite). Das klappt allerdings so schlecht, dass ich nunwieder am Überlegen bin, die nächsten Themen nur theoretisch erarbeiten zulassen. Ich hatte eigentlich gehofft, die Schüler durch Versuche wieder etwasmehr motivieren zu können, daher haben wir u.a. Wein hergestellt unddestilliert. Das war für mich ein Haufen an zusätzlicher Arbeit und alsErgebnis kann ich festhalten, dass kaum ein Schüler weiß, dass dieStoffeigenschaft, die man beim Destillieren ausnutzt die Siedetemperatur ist.

    Vielen Dank für eure teilweise sehr langen Antworten. Euer Zuspruch hilftmir zumindest schon mal, dass ich mich etwas entspanne.


    Viele Tipps von euch setze ich auch schon um, z.B., dass die Schüler schriftlichihre Beschwerden gegen schlechte Benotung einlegen müssen oder dass ichZeitvorgaben mache und dann herum gehe und schaue, wie weit die Damen undHerren sind.


    Das Problem ist vermutlich zum einen unser Schulsystem: Wir habentatsächlich eine 12-jährige Schulpflicht in Niedersachsen. Dies bedeutet, dassSchüler, die bei uns in Klasse 11 angefangen haben, nicht einfach abgehenkönnen, weil sie noch schulpflichtig sind. Wenn sie nach ein paar Monaten inJahrgang 11 feststellen, dass das Niveau für sie zu hoch ist, müssen wir sienoch 2 Jahre durchschleppen, wenn keine andere Schule bereit ist, sieaufzunehmen (einen Ausbildungsplatz findet man zu diesem Zeitpunkt nicht mehr).Viele wiederholen dann die 11 Klasse, das verstärkt die Niveauprobleme indiesem Jahrgang noch. Das habe ich übrigens selbst erst vor ein paar Monatenerfahren, als ich entnervt gefragt habe, warum wir gewisse Leute nicht einfachvon der Schule werfen.


    Zum anderen ist unsere Schulleitung das Problem, die eine möglichst hoheAbiturientenquote haben möchte. Bei einer Kollegin haben sich tatsächlichletztens Schüler aus Jg. 13 beschwert, weil eine Klausur mit einem Durchschnittim Dreiernotenbereich (nicht im Dreipunktebereich) ausgefallen ist. Sie hatsich auf keine Diskussionen eingelassen (worüber auch?) und kurz darauf kam dieSchulleitung und wollte mit ihr über die Klausur reden.


    Ich lasse mir allerdings jede Klausur, die zu schlecht ausgefallen ist (alsofast jede) von der Schulleitung genehmigen, weil ich keinen Sinn darin sehe,eine Klausur zu wiederholen, bei der die Schüler schon bei denReproduktionsaufgaben gescheitert sind. Viele Kollegen von mir, sind daallerdings schon eingeknickt, weil der Druck zu hoch war - sie setzen die Noteneinfach hoch.


    Für mich ist es halt verdammt anstrengend und frustrierend so zuarbeiten.


    Viele Grüße
    Seepferdchen

    Hallo,
    ich unterrichte momentan relativ viele Stunden in der 11. Klasse einer Gesamtschule in Niedersachsen. Dies ist bei uns die Einführungsphase für die zweijährige gymnasiale Oberstufe, die danach folgt. Die Schüler kommen aus verschiedenen Schulen und sind vom Leistungsstand recht schwach. Der Stoff der Mittelstufe ist größtenteils unbekannt. Bei verschiedenen Aufgabenstellungen zeigen sich Schwierigkeiten:

    • Beim Zusammenfassen von Texten wird fast der komplette Text einfach abgeschrieben und anschließend kann der Inhalt nicht zusammengefasst wiedergegeben werden.
    • beim Prozentrechnungen treten Probleme auf.
    • einfache Gleichungen können nicht umgestellt werden.
    • gelerntes und oft geübtes Fachwissen wird immer wieder vergessen (z.B., dass das Eintrüben von Kalkwasser ein Kohlenstoffdioxidnachweis ist).

    Um diesen Schülern, die Chance zu geben, ihr Abitur zu bestehen, wiederhole ich zu Beginn der 11. Klasse zunächst den Mittestufenstoff und versuche den neuen Stoff so anschaulich wie möglich einzuführen (viele Versuche, Rollenspiele, viele Übungen, gestufte Lernhilfen, verschiedene Sozialformen). Außerdem haben wir ein Schulbuch eingeführt, dessen Texte recht einfach gehalten sind.


    Ich beobachte aber bei den Schülern allerdings viele Verhaltensweisen, die ihrem Lernerfolg im Weg stehen:

    • Hausaufgaben werden nicht gemacht.
    • In der Stunde gestellte Aufgaben werden nicht zielstrebig bearbeitet, das Buch wird z.B. erst nach 10 Minuten aufgeschlagen.
    • Texte werden nur überflogen, danach kommt die Rückmeldung: "Ich verstehe den Text nicht".
    • Notizen werden nur gemacht, wenn ich die Schüler ausdrücklich dazu auffordere.
    • Arbeitsblätter landen nicht in einer Mappe, sondern fliegen in einem Collegeblock rum.
    • Die Konzentrationsspanne ist sehr kurz, es ist extrem schwierig Einzelarbeitsphasen einzuhalten.
    • Es wird ständig alles wieder vergessen.


    Was mich besonders stresst ist, dass ständig über alles eine Diskussion angefangen wird, z.B.:

    • die Versuche in der letzten Stunde konnten wir nicht protokollieren, die haben wir ja nicht selbst gemacht, das waren nur Lehrerversuche
    • die Nomenklatur dieser Stoffe habe ich nicht gelernt, dass stand nicht auf dem Lernzettel (dort stand Benennung statt Nomenklatur).
    • die Notengebung ist ungerecht, ich melde mich doch viel öfter als alle anderen.
    • Das haben Sie so aber nicht gesagt.

    Ich habe das Gefühl, ständig einen Spagat zu machen. Auf der einen Seite versuche ich den Schüler deutlich zu vermitteln, dass sie sich anstrengen müssen, um für die Oberstufe fit zu werden. Hausaufgaben kontrolliere ich daher immer, nicht gemachte Hausaufgaben fließen in die Notengebung ein. Bei der Mitarbeit bewerte ich nicht nur die Quantität sondern auch die Qualität bzw. ich notiere mir, in welchem Anforderungsbereich die Schüler mitarbeiten. Die Klausuren ähneln vom Aufbau den Oberstufenklausuren und fallen daher oft relativ schlecht aus, da die Schüler schon bei den Reproduktionsaufgaben scheitern.
    Auf der anderen Seite wiederhole ich den Stoff sehr häufig und ermuntere die Schüler dazu Fragen zu stellen (persönlich in der Stunde oder in einer Mittgaspause, in der ich Zeit habe und per Mail), außerdem stelle ich oft Übungsaufgaben ins Internet und gebe mir sehr viel Mühe bei der Vorbereitung der Stunden).


    Das scheint aber alles zu verpuffen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Schüler erwarten, dass ich mit einem großen Trichter ankomme und ihnen alles eintrichtern.


    Jetzt bin ich am überlegen, was ich im nächsten 11. Jahrgang ändern könnte. Meine Ideen waren bisher:

    • Ich sammle die Mappen wieder ein und benote sie - eigentlich finde ich zwar, dass die Schüler bis zur 11. Klasse gelernt haben sollten eine Mappe zu führen, aber in der Praxis können sie es nicht bzw. machen es nicht.
    • ich übe zu Beginn der 11. Klasse nochmal verschiedene Methoden einen Text zu bearbeiten (Fließschema, Concept Map, umwandeln in eine Tabelle, Fachwörter in ein Glossar schreiben etc.) und verschiedene Lernmethoden ein.
    • ich teile den Schüler zu Beginn des Schuljahres schriftlich aus, was ich von ihnen erwarte: z.B. es müssen zu allen Texten Notizen gemacht werden, alle Fachwörter müssen immer in ein Glossar übernommen werden.
    • Die Kriterien für die Notengebung gebe ich ihnen ebenfalls schriftlich (bisher habe ich ihnen dies mündlich anhand einer Power-Point Präsentation mitgeteilt).
    • ich schreibe öfter Kurztests, z.B erkläre die drei Fachbegriffe.

    Jetzt wüsste ich von euch gerne, ob ihr noch irgendwelche anderen Anregungen habt.


    Im Prinzip habe ich aber eigentlich zwei Probleme. Nämlich einerseits die recht schwachen Schüler und andererseiteits die Zweifel an mir selbst: Bin ich transparent genug, ist der Stoff sinnvoll aufbereitet, hätte ich vielleicht an der Stelle nochmal erwähnen sollen, dass auch Lehrerversuche protokolliert werden müssen etc. ? Vielleicht habt ihr auch für dieses Problem Anregungen.


    Vielen Dank!

    Für die mündlichen Noten habe ich einen Selbsteinschätzungebogen für die Schüler (Beteiligung am UG, Hausaufgaben, Beteiligung an Gruppenarbeitsphasen, Arbeit in Stillarbeitsphase etc.) auf dem sie sich erstmal anhand der einzelnen Kriterien selbst einschätzen müssen. Danach vermerke ich meine Einschätzung auf dem Bogen und bespreche das mit den Schülern einzeln. Die Schüler können dann den Bogen mit nachhause nehmen. Dann wissen die Eltern auch gleich, nach welchen Kriterien ich meine mündlichen Noten machen. Seit ich das so mache, habe ich kaum noch Diskussionen über die mündlichen Noten.


    Wenn der Kollege nicht die Schulleitung mit zu den Elterngesprächen nehmen will, dann wäre es doch vielleicht hilfreich einen anderen Kollegen hinzuzuziehen.

    Hallo, vielen Dank für die vielen Antworten. Mein Schüler hatte seine Klausur tatsächlich eingesteckt. Mir ist zwar schleierhaft, wie man das zwei Wochen nicht merken kann - insebsondere da wir das betreffende Fach noch mehrmals hatten.
    Ich habe die Klausur jetzt korriegiert und da sie sehr schlecht war (1 Punkt) ist wohl nicht von einem Betrugsversuch auszugehen und ich habe sie einfach gewertet.
    Ich habe daraus gelernt, dass man nicht zu sehr an sich selbst zweifeln darf.
    Etwas Gutes hatte die Sache aber auch, ich habe jetzt ein tipptopp aufgeräumtes Arbeitszimmer und einen aufgeräumten Schreibtisch in der Schule :-).


    Viele Grüße
    Seepferdchen

    Ich habe die Klausuren in der Schule in eine Mappe gepackt und die Mappe erst zuhause geöffnet, d.h. ich könnte die Klausur nur in meinem Arbeitszimmer verlegt haben, weil mich z.B. meine Kinder beim Lesen der Klausuren untrbrochen haben. Mein Arbeitzimmer ist aber ziemlich ordentlich und übersichtlich. Eine zweite Möglichkeit wäre gewesen, dass der Schüler die Klausur auf den Stapel mit den alten Klausuren gelegt hat, die sie am gleichen Tag abgegeben haben. Da war die Klausur aber nicht. Unterwegs kann ich die Klausur nicht verloren haben.


    Das Problem ist, dass der Schüler bisher nur eine Klausur bei mir geschrieben hat, d.h. man kann nicht sagen, dass er z.B. immer eine Drei schreibt. Außerdem sind bei uns eine bestimmte Anzahl von Klausuren in der Oberstufe vorgesehen. Deshalb habe ich auch bei der Schulleitung nachgefragt, was ich tun soll. Aber die Antwort war leider nicht so hilfreich. Ich werde dem Schüler wohl morgen eine Nachprüfung anbieten und dann mit der Schulleitung klären, in welcher Form diese stattfinden soll. Für mich wäre es auch o.k. nur die erste Klausur für die Note zu verwenden, aber ich weiß nicht, ob das rechtlich möglich ist. Außerdem möchte sich der Schüler ja vielleicht verbessern, die erste Klausur war nicht so gut.

    Hallo, ich bräuchte mal einen Tipp. Ich habe in den Ferien beim Korrigieren festgestellt, dass mir eine Grundkursoberstufenklausur fehlt. Der Schüler war am Tag der Klausur anwesend. Ich habe zuhause in meinem Arbeitszimmer alles gründlich durchgesehen und bin sogar in die Schule gefahren und habe dort auch auf meinem Schreibtisch nachgesehen. Ich habe die Klausur nicht gefunden. Was würdet ihr jetzt machen? Ich persönlich würde dem Schüler, die Möglichkeit für eine schriftliche oder mündliche Nachprüfung anbieten. Die Schulleitung findet das schwierig, weil das eventuell nachteilig für den Schüler sein könnte. Aber ich brauche ja die Note.


    Wie seht ihr das? Ist das bei euch an der Schule schon mal vorgekommen?


    Viele Grüße
    Seepferdchen


    [Ich habe mal ein "l" für den Titel verschenkt; gratis und umsonst, Nele]

    Ich habe den Fragebogen auch abgebrochen, weil es mich genervt hat, eine Option auszuwählen, die ich im realen Leben nie auswählen würde, nur weil der Fragebogen es so vorgibt. Im übrigen verstehe ich überhaupt nicht was die Befrageung soll. Natürlich will ich Lehrermaterialien, die für die Schüler interessant sind, dem Rahmenplan entsprechen und mir die Vorbereitung erleichtern, an die restliche Punkte kann ich mich nicht mehr erinnern, aber sicherlich treffen sie auch zu. Mir ist vollkommen unklar, auf was ihr hinauswollt.
    Außerdem fragt ihr ständig nach teuren Materialien. Eigentlich möchte ich gar keine teuerne Materialien kaufen und von teureren Materialien erwarte ich selbstverständlich, dass sie alle Punkte, die im Fragebogen genannt sind, erfüllen. Ach so, noch ein wichtiger Punkt: Ich hätte gerne Materialien (auch Texte in verschiedenen Schwierigkeitsstufen mit Aufgaben, die verschiedene Kompetenzen abprüfen). Am liebsten habe ich Lehrermaterialien, die Materialien enthalten, die für eine bestimmte Methode geeignet sind, z.B. ein komplett ausgearbeitetes Gruppenpuzzle, das ich nur noch auf den Kopierer legen muss.
    Ich informiere mich übrigens am liebsten online, Ansichtsexemplare in der Schule finde ich auch nett. Messen und persönliche Beratung sind nicht mein Ding (kosten zuviel Zeit).


    Viele Grüße
    Seepferdchen

    Hallo Diana,
    ich hätte Interesse an einem Austausch. Ich arbeite seit 4 Jahren an einer Gesamtschule mit den Fächern Biologie und Chemie und bei mir an der Schule fängt es so langsam an, dass sich die Kollegen etwas mehr austauschen. Aber so richtig gut klappt das bei mir nur mit wenigen Kollegen. Viele Kollegen erzäheln immer das sie zu einem Thema gaaaaanz viel Material haben und dann bekommt man einen Stapel mit 50 unsortierten Blättern auf den Schreibtisch gelegt oder eine Datei mit 50 Arbeitsblättern, die alle irgendwie seltsam benannt sind. Bevor ich die dann durchschaue, mache ich lieber mein eigenes Arbeitsblatt. Ich finde es übrigens nicht schlimm, wenn jemand bei mir Materialien abgreift, manchmal hat man selbst halt noch kein Material, das man weitergeben kann - man kann sich dann ja später mal revanchieren.
    Ich bin manchmal schon recht perfektionistisch, aber es gibt auch immer wieder Stunden, in denen ich einfach das Buch benutze und einen Text lesen und Aufgaben dazu bearbeiten lasse und ich verbringe defintiv nicht die kompletten Ferien mit der Unterrichtsvorbereitung. Ich habe ja auch ncoh andere Dinge zu tun :)
    Wenn du Interesse hast, kannst du dich ja mal melden.
    Viele Grüße
    Seepferdchen

    Hallo, ich befürchte, dass dir die rechtliche Situation nicht weiterhilft, da die Situation für Beamte rechtlich unzureichend geregelt ist. Ich an deiner Stelle würde in der Schule anrufen und erklären, warum du nicht kommen kannst. Wenn deine Schulleitung mit halbweg gesunden Menschenverstand ausgestattet ist, akzeptieren sie die Bescheinigung, dass du dein Kind begleiten musst und gut ist. Wenn deine Schulleitung sich stur stellt, musst du dich wirklich an den Personalrat und die Frauenvertreterin wenden. Aber vielleicht lässt sich das Ganze ganz unbürokratisch in einem Gespräch klären. Falls es Ärger gibt, kannst du noch deinen Hausarzt bitten, dass er dir ein Attest ausstellt. Mir fällt gerade aber ein, dass deine Schulleitung dir als stillende Mutter, Zeit für das Stillen einräumen muss. Eventuell könnte man über diesen Ansatz etwas erreichen. Aber erstmal würde ich das Gespräch suchen.


    Gute Besserung für dein Kind.
    Liebe Grüße Seepferdchen

    Hallo,
    Agrarwissenschaften ist nur für die berufsbildenden Schulen ein Mangelfach. Schau mal hier, da gibt es ein Merkblatt, in dem alles Relevante steht, u.a. die Mailadresse einer Ansprechperson:
    http://www.mk.niedersachsen.de…rticle_id=89031&_psmand=8


    Am Gymnasium gibt es dieses Fach nicht, d.h. dort müsstest du Biologie unterrichten. Dieses Fach ist allerdings kein Mangelfach, so dass dort ein Quereinstig direkt ins Ref. nicht möglich ist.
    Ich selber habe Biologie Diplom studiert mit Nebenfach Biochemie und habe nach dem Diplom noch Gymnasiallehramt Chemie studiert. Mir wurde zunächst gesagt, dass ich noch ein paar Scheine in Chemie nachmachen soll und dann den Quereinstieg versuchen soll. Das hat allerdings nicht geklappt. Daher habe ich fast das komplette Chemielehramtsstudium durchgezogen (einige Scheine aus dem Biologiestudium wurden mir anerkannt) und habe anschließend das Ref. angefangen.
    An der Universiät Göttingen konntest du früher außerdem noch einen zweijährigen Master of Education machen, wenn du zwei schulrelevante Fächer im Studium hattest. Dieser Master dauert zwei Jahre und dann kannst du ins Ref. einsteigen (du musst mal googlen, ob es diesen Studiengang noch gibt).


    Direkt an der Schule kannst du dich für das Ref. nicht bewerben, das läuft über das Kultusministerium. Nach dem Ref. gibt es Stellen die die Schulen ausschreiben und das Kultusministerium, aber das ist für dich ja momentan noch nicht interessant.


    Viel Glück

    Hallo Anja,
    wir haben einlagige blaue Plissees, die außen eine verspiegelnde Beschichtung haben. Die sind als Sonnenschutz relativ gut. Bei der Verdunklung stört meinen Mann allerdings der Lichteinfall durch die Löcher. Es kommt sicherlich darauf an, in welcher Himmelsrichtung die Fenster liegen. Im Süden würde ich auf jeden Fall zur verspiegelnden Variante raten.
    Viele Grüße Seepferdchen

    Hallo Merle,
    du musst in Niedersachsen auf verschiedene Dinge achten. Die Zeit, die du im Mutterschutz bist, wird nicht automatisch an dein Referendariat angehängt, du musst einen Antrag auf Verlängerung stellen - bei mir wurde dieser aber nicht genehmigt. Außerdem hast du kein Anrecht auf deine alte Schule zurückzukommen. Ich würde dir daher raten, rechtzeitig ein Gespräch mit der Schule und mit dem Studienseminar zu führen, um gegebenfalls doch auf die alte Schule zurück zu kommen. Nachdem bei mir die Verlängerung des Refs. nicht genehmigt wurde, bin ich wenigstens auf die alte Schule zurückgekommen, um mich nicht auch noch neu eingewöhnen zu müssen.
    Erkundige dich aber nochmal genau, bei mir ist die Schwangerschaft schon ein paar Jahre her und es kann sein, dass sich in der Zwischenzeit etwas geändert hat.
    Das Mutterschaftsgeld bekommst du natürlich gezahlt.
    Viele Grüße
    Seepferdchen

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