Beiträge von WillG

    Also, der Ort ist der Norden der Insel? Oder ist die Insel im Norden?

    Mit meinem fachmännisch germanistisch-anglistisch geschultem Blick meine ich nämlich eher südländische Vegetation zu erkennen und würde dann auf die Kanaren tippen. La Palma?

    Die meisten Menschen haben nämlich Ideen und machen auch, wenn man ihnen die Verantwortung gibt und zwischendurch sogar mal "Danke" sagt.

    Das ist halt etwas, was vor allem deswegen zu wenig gelebt wird, weil viel Schulleitungen zu viel Angst haben, die Zügel auch mal aus der Hand zu geben. Und dann werden sie von den alltäglichen Aufgaben so eingespannt, dass sie keine Luft mehr für Schulentwicklung haben und am Ende geht gar nichts voran, weder die Ideen der Schulleitung und schon gar nicht die Ideen des Kollegiums. Und dann verpufft jede Motivation und jeder Drive, etwas Großartiges auf die Beine zu stellen. Das habe ich auch schon genau so erlebt.

    Was dann bleibt sind Schulleitungen, die panisch auf ihre profillose Schule blicken und übereilt irgendwelche Vorgaben machen, damit man wenigstens irgendwas vorweisen kann. So werden die schwarzen Petr*innen wirklich an das Kollegium abgegeben.

    Der Rotkopfsmiley ist hier meiner Ansicht nach nicht angebracht. Ich reise selbst gern und viel, finde aber die "moralische Überlegenheit", die von vielen Vielreisenden (- ich meine jetzt nicht hier im Forum, sondern generell -) für arrogant und selbstherrlich. Jeder gestaltet sein Leben so, wie er es mag und entscheidet sich entsprechend für Reisen und/oder Familie und/oder Häuslichkeit etc. Ich finde auch, dass die Auswahl der Reisziele nichts sein sollte, für das man sich rechtfertigt, der findet es halt gut, immer was anderes zu sehen, der andere mag es lieber, jahrelang in den gleichen Ort zu fahren, und den genau zu erkunden und zu kennen.

    Rechtfertigungsdruck ergibt sich eher aus ökologischer Sicht für Menschen, die viele Fernreisen machen, aber das Thema hatten wir ja kürzlich schon.

    Ich fahr ja auch gern Rad, aber ich bewundere das, wenn Leute tagelang mit so viel Gepäck durch die Gegend fahren - vor allem, wenn es dann auch noch bergauf geht!

    Ich glaube, das ist einfach, aber ich mach auf Reisen nur wenige Fotos, und im DACH-Bereich habe ich kaum welche.


    Gesucht ist einfach der Name der Stadt.

    Sie liegt am Rhein-Main-Donau-Kanal.
    Besonder... vielleicht die geschwungene Form? Dass es eine Holzbrücke ist? Dass sie auf deiner ersten, zehnten, hundersten großen Radtour deine erste Rast war?

    Sobald die Zahlen sinken und die ersten Kollegen vor der Abordnung stehen, sieht das ganz schnell anders aus.

    Das ist immer so das Argument, das Schulleitungen aus dem Ärmel schütteln, wenn es um solche Profilierungsveranstaltungen geht. Als PR konnte mir aber bisher noch kein SL schlüssig erläutern, wie denn diese Gefahr so drängend sein kann, dass wir ständig irgendwelche Specials anbieten sollen, die Ressourcen binden, und gleichzeitig bekommen wir jedes Jahr eine ganze Reihe von neuen Kollegen, zum überwiegenden Teil mit Vertretungsverträgen. So eng kann es dann ja nicht sein mit den Schülerzahlen, dass wir ständig Angst vor Abordnungen haben müssen.


    Zum Thema: Das Problem ist ja nicht nur die Frage der Verpflichtung, sondern auch die Märtyrerhaltung vieler Kollegen / Fachschaften. Als in Bayern das G8 eingeführt wurde, gab es an meiner Schule eine denkwürdige Konferenz, in der die gestiegene Arbeitsbelastung diskutiert wurde. Man war sich einig, dass man natürlich nun Ressourcen sparen muss, wo es nur geht, beispielsweise bei Klassenfahrten. Alles, was nicht vorgeschrieben oder pädagogisch unbedingt notwendig ist, sollte radikal gestrichen werden. Da gab es großen Konsens, alle waren bereit, sich diesmal aber wirklich mal gegen den willkürlichen Umgang der Landesregierung mit unserer Arbeitszeit und unserer Gesundheit durchzusetzen. Und als es dann an das große Streichkonzert gehen sollte, haben erst die Klassenlehrer der fünften Klassen gemeint, dass der Schullandheimaufenthalt der Fünfer aber pädagogisch unverzichtbar ist. Die Sportfachschaft meinte, ohne das Skilager in der Siebten würde die physische Entwicklung der Kinder untragbar leiden, die Englischfachschaft konnte natürlich auf keinen Fall auf den Schüleraustausch in der Neun verzichten, weil die Kids ja gerade jetzt durch die mündlichen Klassenarbeiten im G8 auch echt mal mehr Mündlichkeit im authentischen Kontext erleben müssen, die Klassenfahrt nach Berlin in der 10. war natürlich ganz wichtig aus Gründen der staatsbürgerlichen Bildung, immerhin sind wir ja ein Gymnasium, das mündige Bürger heranzieht, und das Gleiche galt auch für die mehrtägige Fahrt nach Osteuropa und Ausschwitz. Und die Abifahrt als Schlusspunkt wollte man den Schülern auch nicht nehmen.

    Ich war beinahe ein bisschen überrascht, dass am Ende nicht noch ein paar mehr Fahrten beschlossen wurden, so wie plötzlich jeder dachte, in "seiner" Fahrt liegt die Verantwortung für die erfolgreiche Zukunft der Schüler.

    Inzwischen erachte ich Fahrten mit einer sehr konkreten und konsequent durchgehaltenen fachlichen Ausrichtung, die idealerweise direkt an den Unterricht anknüpft (Sportfahrten, Schüleraustausch mit Unterbringung in Gastfamilien, Probenfahrten der Theaterkurse - meinetwegen eine Fahrt des Kunstkurses nach Florenz, um jeden Tag Gebäude zu zeichnen oder in Gallerien zu gehen oder so), als sinnvoll. Dies sollte aber meiner persönlichen Meinung nach jeder Kurs und vor allem (!) jede Lehrkraft freiwillig selbst entscheiden. Schullandheimfahrten oder so Studienfahrten wie nach Berlin oder London oder noch besser nach Malta oder so, wo man so ein bunt gemischtes, häufig eher touristisch ausgerichtetes Programm durchführt, finde ich eher verzichtbar. Der pädagogische Mehrwert, der zweifelsohne auch in solchen Fahrten steckt, steht in keinem Verhältnis zum Aufwand, finanziell und in Hinblick auf die vorhandenen Ressourcen.

    Dann probier ich es nochmal:

    Wie heißt dieser relativ berühmte Platz in der vielleicht bekanntesten Stadt eines nordafrikanischen Landes, die aber nicht (mehr) die Hauptstadt ist.

    Ja, Jerusalem ist toll. Wobei die Orte, die du da aufgezählt hast, ja recht nah beinander liegen ;)

    Na denn, wie heißt dieser auffällig geformte Felsen und in welchem Land ist er?


    In NRW gibt es beispielsweise immer mal wieder Stellen als pädagogischer Mitarbeiter im Ministerium. Es gibt außerdem Stellen in den Kommunen. In beiden Fällen würde man temporär abgeordnet.

    Ich halte das für einen guten ersten Schritt. Wenn man immer als Lehrer gearbeitet hat, kann man sich nicht so recht vorstellen, was ein reiner Bürojob bspw. bedeutet. So ein Job hat viele Vorteile (klar abgegrenzte Arbeitszeiten; oftmals weniger akute Stressmomente, die alle gleichzeitig auf dich einwirken wie im Schuldienst: obwohl es im Amt auch stressige Phasen gibt, ist das eine andere Art von Stress), aber gleichzeitig ist das auch einfach extrem anders. Man hat plötzlich viel weniger mit (jungen) Menschen zu tun, auch wenn man natürlich Kollegen und ggfs. "Publikumsverkehr" hat. Und das abarbeiten von Akten kann sehr, sehr eintönig sei - und so ein Arbeitstag sehr, sehr lang.
    Ich habe meine (sehr kurze) Abordnung vor längerer Zeit damals nie bereut, weil ich erstens viel besser verstanden habe, wie das System (tm) funktioniert und weil ich gemerkt habe, dass ich bei allen Aspekten, die mich am Lehrberuf stören, als Lehrer nie - also wirklich niemals - das Gefühl habe, dass der Arbeitstag so gar nicht vorübergehen will. Und dass ich die Sinnhaftigkeit meiner Tätigkeit als Lehrer niemals in Frage gestellt habe - im Amt aber schon. Das hat dann wirklich dazu geführt, dass ich den Lehrerjob wieder viel mehr zu schätzen gelernt habe. Außerdem ist Abwechslung immer gut.

    Langer Rede kurzer Sinn: Schau doch echt erst mal, was so über Abordnungen geht, um einen Eindruck zu bekommen, worauf du Lust hast

    Das Problem ist halt, dass Bayern groß ist und ich auch zu weit weg von den Alpen wohne, um in solchen Panoramen herumzufliegen.

    Ich vermute, sollte ich das wirklich auch machen, dann würde ich eine Großteil der "Pflichtflüge" zum Behalten der Lizenz über dem Main-Spessart machen. Das ist sicher auch nicht schlecht, aber halt wenig abwechlsungsreich. So Alpenflüge etc. wären dann auch eher was für einen Urlaub. Aber das muss ja nicht schlecht sein. Ich hab aber schon ein anderes Hobby, das ich nur zu bestimmten Gelegenheiten ausführen kann, meistens muss ich dazu auch irgendwohin reisen. Möglicherweise käme sich das in die Quere - oder würde sich sogar perfekt ergänzen.

    Ach, keine Ahnung, ich lass das alles mal sacken. Auf jeden Fall sehr spannend und informativ. Das ist schon ein cooles Hobby. Vielen Dank für die Einblicke.

    Vielen Dank für die ausführlichen Infos. Das ist echt extrem interessant. Vor allem auch der Teil dazu, wie aufwendig es ist, die Flugerlaubnis zu behalten. Das hätte ich nicht gedacht.

    Klingt trotzdem nach einem echt coolen Hobby. Ich weiß aber nicht, ob das hier in Nordbayern genau so spektakulär ist wie bei dir, wo man schnell mal nach Pellworm oder Helgoland jetten kann.

    Ich wusste nicht, dass du auch Gleitschirme fliegst - ich hatte das sozusagen nicht "auf dem Schirm". (Man möge mir verzeihen, die Ferien machen sich bemerkbar... und es ist wunderbar).


    Jedenfalls würde mich das Ultraleichtflugzeug tatäschlich mehr interessieren. Zusaätzlich zu meinen Fragen oben gerne auch mit einer persönlichen Einschätzung zum Gefahrenpotential, bspw. im Vergleich zum Autofahren oder so.


    Also, nur wenn du Lust hast, natürlich. Aber ich hab so den Eindruck, dass du nicht ungern von diesem Hobby erzählst und irgendwie reizt mich der Gedanke ja schon.

Werbung