Ich bin grade etwas angefressen. Mebis (die online Platform in Bayern) läuft nach anfänglichen Problemen einigermaßen. Dennoch ging es wohl manchen Eltern und Entscheidungsträgern nicht schnell genug und so wurde an meiner Schule noch ein "Schülerportal" eingerichtet, über das man ebenfalls Arbeitsaufträge stellen und in Kommunikation treten kann (auch von Eltern-/Schülerseite).
Das Ganze führt aber auch dazu, dass man mehrgleisig fährt. Man stellt seine Materialien und Aufgaben auf Mebis und dann soll man (bisher ist es ein echtes "sollte") das auch über das Portal tun (nur: manche Formen der Bereitstellung, die mit Mebis möglich sind, gehen im Portal nicht, man kann also nicht 1:1 kopieren).
Soweit, so noch ok ... jetzt plant die SL, Videokonferenzen zu erproben ...
Mir wird das langsam zu viel an Aktionismus. Jetzt läuft das Ganze grade mal eine Woche und schon haben wir zwei neue Ideen, wie man es anders / besser machen könnte - ohne abzuwarten, wie gut es denn mit der ursprünglichen Idee läuft (wobei ... ist das nicht unsere Herangehensweise seit Jahren? Immer wieder neue Ideen und die Umsetzung der alten bleibt mangels Zeit und Energie liegen?).
Vielleicht bekommt dein Schulleiter von Schülern/Eltern mitgeteilt, dass sie mit mebis überfordert sind? Vielleicht hat er aber auch festgestellt, dass nicht alle deine Kollegen mit dem gleichen Ehrgeiz wie du Materialien zur Verfügung stellen und sucht deshalb nach Alternativen? Mebis wurde bisher ja von vielen Lehrern nur ungern benutzt und diejenigen, die sich nicht vor der Schulschließung schon damit beschäftigt haben, werden es wohl jetzt auch nicht tun (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel).
Gründe für eine weitere Plattform gibt es also viele. Dass dich das nervt, verstehe ich aber trotzdem, ginge mir nicht anders.