Ehrlich gesagt finde ich 1000€ netto für eine 65%-Stelle in einem nicht gelernten/studierten Beruf nicht wenig.
Beiträge von Sommertraum
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Es ist einfach eine gesellschaftliche Erwartung, dass Frau mit Kind maximal in TZ arbeitet. Frau ohne Kind wird Kinder bekommen, Frau mit einem Kind wird weitere Kinder bekommen, Frau mit mehreren Kindern wird andauernd fehlen, weil eines der Kinder krank ist.
Für mich ist das nicht nur gesellschaftliche Erwartung, sondern es gibt - leider - zahlreiche Frauen, die das freiwillig so WOLLEN und genau wie von dir beschrieben auch ausleben.
Schwanger = ich kann natürlich nicht mehr arbeiten und lasse mich krankschreiben
Baby da = erst mal ausgiebig daheim bleiben und dann ein paar Stündchen arbeiten. Der Arbeitgeber orientiert sich bitteschön zu 100% an meinen Einsatzwünschen, die Kollegen natürlich auch
Kind hustet = ich bleibe daheim, schließlich stehen mir ja pro Kind jährlich 10 bezahlte Krankentage zu
Das ist natürlich sehr übespitzt ausgedrückt, aber nicht wenige Frauen agieren so und verschlechtern damit für alle Frauen in dieser Altersspanne die berufliche Situation.
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Nichts für ungut, aber du hast noch nie richtig gearbeitet, auch nicht in deinem studierten Beruf. Trotzdem hast du eine extrem eingefahrene negative Meinung bzgl. der freien Wirtschaft im Allgemeinen und dem von dir gewählten Berufsfeld im Speziellen. Ich hoffe für dich, dass du nach deinem Lehramtsstudium tatsächlich die Arbeitsbedingungen vorfindest, die du dir momentan (ohne Ahnung) vorstellst.
Im Übrigen bin ich noch nie in irgendeiner Form frauendiskriminierend behandelt worden, weder beruflich noch privat.
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Auch in meinem Ref. wurde explizit Unterricht gefordert, der nicht "Alltagsunterricht" ist. (Die Ref. sollten unter Beweis stellen, dass sie auf der ganzen Klaviatur spielen können.)
So war es bei mir vor vielen Jahren auch und was ich von den heutigen LAAs mitbekomme, ist es immer noch so. Materialschlacht mit Einsatz aller zu Verfügung stehenden Medien und Methoden, wenig Sprechanteil des Lehrers. Manchmal hat(te) man den Eindruck, all das zählt in diesen Stunden mehr als der Lernzuwachs.
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Eben, dein Eindruck, also evtl.eine Aussage über dein Kollegium, nicht insgesamt, bundesweit alle Lehrer. So ein bisserl differenzieren dürften wir da schon allesamt, statt Mikaels polemischen Spruch noch undifferenziert zu füttern.
Entschuldige, dass ich meinen Eindruck geschildert habe ... Einen Anspruch auf Allgemeingültigkeit habe ich nie erhoben!
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Mein Eindruck bzgl. Vielfliegerei: Je jünger und familiär ungebundener das Kollegium ist, desto mehr wird geflogen. Die kinderlosen Singles und Paare reisen deutlich mehr und benutzen dazu häufiger das Flugzeug als ihre Kollegen mit Familie.
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Ich kann mir nicht vorstellen, jeden Tag in eine Schule zu fahren, wo ich von Lehrern, Schülern, Eltern und letztlich auch der Schulaufsicht Kontra kriege weil der Laden nicht läuft und ich noch nicht mal jemand anderem die Schuld dafür zuschieben kann.
Das setzt voraus, dass die SL ihre eigenen Fehler erkennt. Meine Erfahrung zeigt leider, dass das nicht oft der Fall ist.
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Na gut, ich gehe halt auch immer von Bayern aus. Da wurde mit dem neuen Dienstrecht vor ca. 10 Jahren die funktionslose Beförderungsmöglichkeit für Lehrer an GS, Mittelschule und Förderschule ermöglicht in A12AZ bzw. A13. Seither wurden tausende von Kollegen befördert, allein bei der letzten Runde 1800 (https://www.bllv.de/vollstaendiger…er-lehrkraefte/). Es gibt jedes Jahr zwei Runden zur Beförderung.
MilaB: in Bayern wären deine Aussichten auf A13 bei deinen Zusatzaufgaben auf jeden Fall gegeben!Das liest sich so toll, die Realität ist jedoch ernüchternd: In der Regel muss man viele, viele Dienstjahre haben, um in den Genuss der Beförderung zu kommen, A13 gibt's meist erst wenige Jahre vor der Pensionierung. An meiner (großen) Schule bekommt es derzeit keiner. Abgesehen davon werden oft diejenigen befördert, die sich jahrelang krumm und buckelig arbeiten und sowieso für ein reguläres Beförderungsamt (Schulleitung, Seminarleiter) vorgesehen sind. Der "normale" Kollege, der auch pflichtbewusst und engagiert seine Arbeit macht, hat das Nachsehen.
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yestoerty: Aber selbst in Steuerklasse IV kommen mit Kirchensteuer in A14, Gehaltsendstufe verheiratet, in Bayern als Gymnasiallehrer noch 3800 Euro rum. Krankenkasse schon weg. Wirklich brutto. ist nix zu meckern!
Und zum Ausgleich werden die Gehälter der Grund- und Mittelschullehrer niedrig gehalten. In Bayern verdient der Schulleiter an diesen Schularten weniger als der klassische Gymnasiallehrer.
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Meinem Eindruck nach sind im Mittelschulbereich heute die Noten nicht besser/ schlechter als in den letzten gut 20 Jahren, egal ob gerade gute oder schlechte Einstellungschancen bestanden. Die 3 war schon immer die Durchschnittsnote mit Ausreißern nach unten und oben. Allerdings hatte ich immer den Eindruck, dass im Grundschulbereich bessere Noten verteilt wurden, was aber nicht stimmen muss.
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Okay und wie machst du das mit der Betreuung/Beschäftigung genau? Ich meine, erziehen tut man seine Kinder sowieso. Frühstück machen, Brote schmieren, Freunde einladen, zu Freunden bringen, Hausaufgaben überwachen, Vokabeln lernen, Dummheiten verbieten, Hobbies ermöglichen (oder ggf. erzwingen), abends was zusammen spielen, Wochenende gestalten, Essen kochen, gesellschaftsrelevante und persönliche Gespräche inszenieren, trösten, aufmuntern, anmeckern, zum Aufräumen anhalten, bei größeren Problemen verzweifeln, Pubertät verstehen, Streit schlichten, vorlesen, in die Bücherei bringen, Ferien planen... neben der (Vollzeit)Arbeit bin ich permanent mit Kindererziehung beschäftigt.
Müsste ich auch noch von 13-16 Uhr mit meinen Kindern basteln, experimentieren, werkeln, chinesisch lernen und eine Fußballmannschaft ersetzen, fühlte ich außer Erschöpfung wohl nicht viel anderes. Und sicher würde ich all das nicht besser machen als die ausgebildeten Erzieher und die anwesende Kindergruppe im Hort. Zur Erinnerung: wir reden hier nicht von Wochenkrippen
Daher mein ehrliches Interesse: was machst du mit deinen Kindern den ganzen Tag, was sie woanders nicht hätten?
Ich mache nichts anderes als du, nur in wesentlich entspannterer Laune. Dadurch, dass ich weniger arbeite, brauche ich weniger Erholungszeit für mich, was das häusliche Miteinander durchaus positiv beeinflusst. Darüber hinaus sind die Kinder wesentlich besser drauf, wenn sie mittags heimkommen statt um 17 Uhr ohne eine echte Rückzugsphase gehabt zu haben. Wir haben weniger Zeitdruck und gehen Vieles mit mehr Ruhe an. Das tut allen Beteiligten gut.
Außerdem halte ich es für enorm wichtig, dass Kinder Freiräume haben, innerhalb derer sie selbst entscheiden dürfen, was sie gerade tun wollen und was nicht. Dieser Freiraum fehlt mir in der Ganztagsbetreuung. Gleichzeitig fehlt auch die Rückzugsmöglichkeit. Für mich ist es extrem anstrengend, dauerhaft in der gleichen Gruppe von Leuten zu sein, ohne dass ich mich mal alleine absondern und abschalten kann. Den Kindern geht es nicht anders.
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Weiß nicht, wie ich mir das vorstellen soll. Teilzeitarbeiten, Mittach kochen, Kind A zum Ballett kutschieren, Kind B vom Reiten holen? Und, lass mich raten, wer macht's am Ende und wer geht arbeiten?
Ich könnte mir nicht vorstellen, Vollzeit zu arbeiten und damit weite Teile der Erziehung in fremde Hände zu geben.
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...ähem.
In der Großstadt gibt es genügend Schulen, wo die Schule ggf schon einen extra für sie zugeteilten Polizisten hat... und einige Schulen haben quasi täglich "Besuch", sowohl von blau-silber als auch rot-weiß. Jeweils mit Blaulicht und Tatütata.
Ist nicht schön, aber wahr.Aus Erfahrung muss ich leider sagen, dass trotz Blaulicht und Tätütata kaum strafrechtliche Konsequenzen folgen. Die (abschreckende) Wirkung bleibt folglich gering. Traurig, aber Realität.
Schulrechtlich gibt es dank Schulpflicht, Inklusion und Sprengelbindung (Bayern) an "niedrigen" Schularten auch nichts zu befürchten.
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Ich finde, nicht einmal der letzte Satz ist gegen den Lehrer, sondern gegen den Unterricht.
Und der ist halt schlecht - und ja, dazu braucht man den vorletzten Satz -, weil er so oft ausfällt.
Länder, stellt mehr Lehrer ein, ist der Appell des Kommentars.Wobei der Unterricht ja nicht nur wegen des Lehrermangels ausfällt, sondern in erster Linie wegen der gefühlt 13468 Projekte und Aktivitäten, die ja ach so wichtig sind.
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Besonders schlimm ist die Wohnungssuche auch deshalb, weil die Schulämter oft erst Mitte August (3-4 Wochen vor Schulbeginn) eine verbindliche Zuweisung an eine Schule rausgeben. Zu Beginn der Sommerferien weiß man in der Regel nur den Regierungsbezirk.
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Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass die Einsatzwünsche derer, die freiwillig nach München gehen, bevorzugt erfüllt werden (GS und MS). Ich würde demnach meine Wünsche recht konkret angeben und keine großen Sorgen machen.
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Ganz ehrlich: ich würde das letzte Jahr nicht mehr Stunden reduzieren. Erstmal soll sie sich behandeln lassen, solange nötig im Krankenstand bleiben, dann Wiedereingliederung machen. Sollte sie es danach immer noch nicht schaffen: wieder Krankschreibung. Was soll schon passieren? Sie will ja Ende nächsten Schuljahres sowieso in Pension gehen, damit kann also keiner drohen. Andere Konsequenzen als Pensionierung wüsste ich für eine berechtigte langfristige Krankschreibung nicht.
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Normalerweise beinhalten die Sprachbücher Wörterlisten. Diese Wörter wurden bei meinen Kindern zum Üben herangezogen.
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@fossi74 , Sommertraum und die anderen
Das heißt auf gut Deutsch:
Man hat die ersten 5 Jahre befristete Stellen (sofern man keine Planstelle bekommt und annimmt) und danach "nichts" ? Was kommt denn danach? Ich habe doch nicht x Jahre studiert, 1,5-2 Jahre Ref. gemacht um dann 5 Jahre an einer Schule arbeiten zu können und mir dann einen Job in der freien Wirtschaft suchen "zu müssen"... -- verstehe ich das alles falsch, oder ist das wirklich so be***** ?Das ist wirklich so. Viele versuchen im Laufe dieser 5 Jahre, als Angestellte an Privatschulen unterzukommen, andere orientieren sich um. Aktuell kann man sich für GS/MS nachqualifizieren und hat sehr gute Einstellungschancen mit Verbeamtung
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Kurz vorweg: Ich komme nicht aus Bayern, kenne aber sehr wohl den Vorgang aus der freien Wirtschaft, dass man nur drei mal befristete Verträge bekommen kann und der danach dann entfristet sein muss ...
Was ist deine Quelle? Auf welche Grundlage berufst du dich?So läuft das im bayerischen Schuldienst seit Jahrzehnten. Wenn man nicht direkt eine Planstelle bekommt, bleibt man die ersten 5 Jahre nach der Prüfung auf der Warteliste. In der Zeit bekommt man mit viel Glück immer wieder unterschiedliche Angebote für ein Arbeitsverhältnis. Nach diesen 5 Jahren fliegt man von der Warteliste und dann ist in der Regel auch Schluss mit den Verträgen.
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