Ich kenne einige Kolleginnen und Kollegen (und auch im Forum war es immer mal wieder Thema), die in der zweiten Hälfte ihres Arbeitslebens durchaus überlegen, den Lehrberuf/das Beamtentum wieder aufzugeben (aus verschiedenen Gründen, die Wenigsten aber, weil sie "ungeeignet" wären). Das Thema Rente vs Pension ist da durchaus ein Faktor, der viele dazu bringt, in diesem Beruf zu bleiben (Verlust der Pensionsansprüche, Nachversicherung usw). Ich glaube, mit so einer Maßnahme, würde es noch schwerer, gutes Personal für Beamtenstellen zu finden. Die Unkündbarkeit ist toll, aber im Lauf der Zeit sieht man halt auch die Gegenleistungen, die man für dieses "besondere Verhältnis" erbringen muss (kein Streikrecht, der Arbeitgeber kann so einfach im Vorbeigehen mal die Arbeitszeit erhöhen, die Arbeitsbedingungen verschlechtern etc). Je älter man wird, desto mehr ist die Pension ein Thema.
Das trifft tatsächlich auf mich zu. Ich hätte dem Schuldienst schon längst den Rücken gekehrt, wenn die finanziellen Auswirkungen nicht so enorm wären. Nach 30 Dienstjahren ist ein Wechsel deshalb nahezu unmöglich. Alleine in meinem Kollegium gibt es mehrere mit diesen Gedanken, denn unser Mittelschul-Alltag ist inzwischen so belastend, dass es schwer ist, ihn gesund durchzustehen.
Gäbe es die Möglichkeit des problemloseren Ausstiegs, müssten unser Dienstherr die Arbeitsbedingungen anpassen, denn freiwillig tut sich irgendwann keiner mehr diesen Job an. A13 für alle wurde auch nur deshalb beschlossen, weil seit Jahren (verständlicherweise) keiner mehr Lehramt für Mittelschulen studiert. Warum wohl haben sich seitdem die Studentenzahlen nicht erhöht? Warum verschließt unser Dienstherr die Augen so sehr?