Hallo,
also ehrlich gesagt, hört es sich für mich jetzt auch eher nach einem "normalen" Pensum an. Die ersten drei Berufsjahre nach dem Ref sind erstmal anstrengend. Ich denke, das geht fast Jedem so.
Ich habe damals bereits nach drei Monaten die Reißleine gezogen und mich damit abgefunden, dass ich es einfach nicht mehr schaffen werde, jede Stunde so vorzubereiten, wie ich sie im Ref vorbereitet habe. Mittlerweile habe ich es für mich so eingerichtet, dass ich die allermeiste Unterrichtsvorbereitung in den Ferien mache und die allermeisten Korrekturen am Sonntag Vormittag. Da gehen natürlich einige Ferienwochen (idR 4-6) und sicherlich jeder zweite Sonntag Vormittag dafür drauf... Dafür habe ich dann aber an anderer Stelle viel Luft. Zum Beispiel kann ich mir eigentlich jeden Schultag eine lange Mittagspause (13 - 15.30 Uhr) erlauben, ohne dass ich nach 18 Uhr noch am Schreibtisch sitze. Mittwochs mache ich nach der Schule in vielen Fällen auch gar nichts mehr.
Was ich dir empfehlen kann: Schreib mal deine Arbeitszeiten auf. Arbeite deine Aufgaben nach einer Prio-Liste ab. Falls es nicht möglich ist, die obersten, absolut notwendigen Prioritäten in den bezahlten 40,5 Zeitstunden abzuarbeiten, würde ich schauen, an welcher Stelle du optimieren kannst. In der Regel ist das erstmal die Unterrichtsvorbereitung. Aber auch bei Korrekturen, etc. gibt es einige Optimierungsmöglichkeiten, die die Korrekturzeiten verkürzen.
Meiner Meinung nach muss es machbar sein, sich im Schnitt an die 40,5 Stunden pro Woche zu halten. Bzw. wenn du 70% arbeitest, wären es bei dir 28,35 Stunden. D.h. 28 Stunden und 21 Minuten. Ca. 13 Stunden sind ja reine Unterrichtszeit. Die restlichen gut 15 Stunden müssen dann reichen für alles Andere. Wieso benötigst du fünf Zeitstunden für die KL-Tätigkeit? Das erscheint mir doch sehr viel. Da kann man sicher etwas optimieren. Die halbe Stunde Erlass entspricht idR 36 Zeitstunden (also ca. 1 Zeitstunde pro Schulwoche). Mehr würde ich dafür dann auch nicht aufwenden!