Beiträge von MrsPace

    Wie ich da reagiere? Gar nicht! Irgendwann wird sie es selbst merken, dass sie bei mir da auf Granit beißt.

    Im Moment habe ich eine Schülerin in der 13, die seit Ende letzten Schuljahres schmollt weil sie „nur“ 12 NP in ihrer GfS bekommen hat.

    Nun, soll sie doch. Mein Schaden ist das nicht. Nur ihrer. Aber da wird sie auch irgendwann selbst drauf kommen.

    Ich sehe das Berufsbild Lehrer hier als Beispiel für eine allgemeine Entwicklung. Viele 60- oder 70-Jährige fühlen sich einfach sehr gut und fit und wollen weiterhin „nützlich“ sein oder einfach einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen.

    Man kennt es doch von den langen Sommerferien. Ich stelle mir vor, ich hätte ein Jahr lang Sommerferien... Ne, also irgendwann wäre mir da auch langweilig. Obwohl ich ein relativ umfangreiches Ehrenamt mache...

    Bei uns gibt es gar keine Vertretungsstunden. Trotzdem kann sich kurzfristig mal etwas verschieben. Wenn zum Beispiel am Vormittag Kollegen fehlen, versuchen wir den Nachmittagsunterricht vorzuziehen. Oder wenn die Einzelstunde nach meiner ausfällt, mache ich eine Doppelstunde sofern ich keinen anderen Unterricht habe. Die Woche drauf „revanchiert“ sich dann der Kollege, dessen Einzelstunde entfallen ist.

    Das ist jedoch alles kein Muss, d.h. wenn ich nicht kann, kann ich nicht. Allerdings lege ich mir normalerweise auch keine Termine in die Hohlstunden.

    Ich habe noch nie einen Facharzttermin irgendwie anmelden müssen wenn ich zu dieser Zeit regulär keinen Unterricht habe!

    Wenn man mir da was reinlegen möchte, gehe ich zur Schulleitung und sage, dass das leider nicht geht, da ich (z.B.) dort einen Orthopäden-Termin habe, auf den ich seit vier Wochen warte.

    Dann müssen sie halt jemand Anderen finden.

    Naja, es kommt doch ein bisschen darauf an, was das für ein Termin ist. Eine Verabredung zum Kaffee ist etwas Anderes als ein Facharzt-Termin auf den man seit Wochen/Monaten wartet.

    The grass is always greener on the other side, wie man auf Englisch so schön sagt. Schade, dass dir die neue Schule nicht auf Anhieb gefällt. Eine praktische Hilfestellung habe ich dir leider nicht, dennoch habe ich mir ein paar Punkte rausgepickt, zu denen ich was sagen kann. Vielleicht hilft es dir ja psychologisch. ;)

    Doch nach der Euphorie musste ich in der ersten 1 1/2 Wochen feststellen

    Das erinnert mich an die vielen "Hilfe, mein Welpe..."-Threads im Hundeforum. Da freut man sich wochen- und monatelang auf den neuen Welpen (bzw. die neue Schule) und ist er dann da (bzw. ist man dann dort), ist es doch nicht so toll wie man es sich ausgemalt weil es plötzlich allerlei Probleme gibt. Der Welpe pinkelt, ist überdreht, beißt in die Waden, schlicht: Er krempelt das gesamte Leben um. (Analog könnte man hier nun Schulprobleme aufzählen...)

    Deswegen rate ich dir nun, was ich den Neuwelpenbesitzern im Hundeforum rate: Erstmal ankommen! Ich glaube nach 1,5 Wochen kannst du noch lange nicht beurteilen, ob die neue Schule nun besser oder schlechter ist als die alte. Was du im Moment so negativ wahrnimmst, sind die Dinge, die an der neuen Schule anders laufen oder sind. Und an Veränderungen muss man sich erstmal gewöhnen. (Es wurden ganze Bücher verfasst zum Thema Veränderungsmanagement.)

    Aus diesem Grund würde ich dir erstmal raten, anzukommen. Ganz in Ruhe. Versuche es dir wenn es geht mit mehr emotionaler Distanz anzuschauen. Sicher wird es an der neuen Schule auch Dinge geben, die besser laufen. Und wenn du dann wirklich nach diesem oder auch noch dem nächsten Schuljahr feststellst, dass die neue Schule doch nichts ist, dann kannst du ja immer noch schauen, wie du da wieder wegkommst.

    nein, ich hatte die Schule mir nicht vorher ausgesucht

    Hättest du denn die Möglichkeit dazu gehabt? Wir in BaWü können wohl konkrete Schulen angeben, die Chance genau dahin zu kommen, geht allerdings gegen 0. Also gibt man Bezirke an und landet dann halt an einer Schule, die man zugeteilt bekommt.

    Die Bezirksregierung wird wahrscheinlich nicht begeistert sein, den nächsten Versetzungsantrag von mir auf dem Tisch zu bekommen.

    Das kann dir eigentlich schnurz sein, ob die begeistert sind oder nicht. Im besten Fall gehen sie professionell damit um; im schlimmsten Fall sagen sie halt, "Also der kann uns an den Hut steigen. Noch eine Versetzung gibt es nicht."

    Was du nun konkret tun kannst: In diesem Schuljahr wirst du da nicht mehr wegkommen. Also würde ich versuchen, das Beste draus zu machen. Dir alles (mit emotionaler Distanz) anschauen, versuchen, dich ins Kollegium zu integrieren. Und dann im Zweifelsfall halt nach Weihnachten den nächsten Antrag stellen.

    In diesem Fall würde ich aber sehr darauf achten, dass du nicht zum Schul-Hopper wirst. Keine Schule ist perfekt. Und wenn du die perfekte Schule suchst und im Endeffekt mal ein Jahr hier bis, mal drei Jahre da, und immer wieder weg willst, ist auch nichts.


    Eine weitere Möglichkeit, mit der du garantiert nach zwei Jahren weg bist, wäre ein Sabbatjahr einzureichen.

    Ich spiele auch immer mal wieder mit dem Gedanken Versetzungsantrag. Allerdings gibt es halt an meiner Schule sehr viele Kollegen, die ihre ganze Karriere dort sind, bleiben und zufrieden sind. Es gibt auch immer wieder Rückkehrer, die mal wo anders waren und dann doch wiederkommen. Das gibt mir zu denken... Bei mir ist es auch allein die Pendelstrecke, die mich nervt. Und eben, dass das Pendeln nicht gut zu meinem Lebensstil passt.

    Dieser Zustand ist aber schon lange so. Der Brexit hingegen wäre ein Ereignis, eine erstmals auftretende Änderung, mit noch unabsehbaren Folgen. (Und wenn's nur sehr lange Schlangen sind.)

    Das Ergebnis wäre das gleiche: GB ist nicht mehr in der EU.

    Die Schweiz und die EU haben aber auch Abkommen geschlossen, die das möglich machen.Bei einem No Deal würde es aber gerade keine solchen Abkommen geben.

    Neuseeland ist auch nicht in der EU. Und hat auch kein Abkommen mit der EU. Trotzdem hatten wir 2015 keine Probleme bei der Einreise. Nicht einmal ein Visum mussten wir vorab beantragen. Nur meine Schuhe musste ich nochmal putzen damit ich keine fremde Erde einschleppe...

    Ich persönlich habe kein Problem damit, hätte aber - genau wie die TE keine Lust das für einen kompletten Jahrgang eventuell machen zu müssen.

    Da wird es sicher ein Waiver-Programm geben. Fertig.

    @MrsPace Die Schweiz ist ein Schengen-Land, GB ist das sowieso nicht. Ich verstehe die Aufregung nicht. Passkontrolle gab es nach GB immer schon, da ja nicht Schengen. Nach dem Brexit reist man dann halt mit einem 3 Monate gültigem Touristenvisum ein wie z. B. auch nach Albanien, das auch weder EU noch Schengen ist. Ihr tut ja gerade so als könnte man sich nur noch innerhalb der EU touristisch bewegen.

    Ich muss auch sagen, dass ich das auch alles etwas befremdlich finde. Als (unbescholtener) deutscher Staatsbürger darf man doch eigentlich überall einreisen! Und alle Türken (z.B.), die nach 1999 hier geboren sind, sind alle deutsche Staatsbürger.


    Meiner Meinung nach wird es überhaupt gar keinen Brexit geben. Und einen ohne Deal schon gar nicht.

    Als ich als Südbadnerin verstehe dieses Heckmeck um den Brexit wirklich nicht... Die Schweiz ist auch kein EU-Mitglied und wisst ihr, wie oft ich schon in der Schweiz war? Auch mit Schulklassen oder mit Hunden... Ging immer ohne Probleme und ohne irgendwelche Visa, etc. Denke das wird schon irgendwie gehen mit dem Brexit.

    Hallo,

    muss es Jahn sein? Ich habe den Deuter Gigant seit Ende vergangenen Schuljahres.

    Der ist mega gut. Massig viel Platz, viele unterschiedliche Fächer. Ich bin total zufrieden damit.

    Lg,
    Mrs Pace

    Ich würde als erstes zu Schulleitung gehen und deine Bedenken äußern. Und auch genau das sagen, was du hier schreibst. Du als Mann alleine mit einer Schülerin im Klassenraum, usw. Mal schauen, welche Lösungsmöglichkeiten dir die Schulleitung anbietet.

    In wie vielen Fächern unterrichtest du diese Schülerin? Haben nicht andere (männliche) Kollegen, das gleiche Problem? Was sagen die dazu?

    Also ich würde auch einfach mal anfangen. Ich denke, das wird Jedem, der länger aus der Schule raus ist, so gehen. Stell dir vor, du würdest jetzt mit einem Mathe-Studium anfangen. Da wären die Kenntnisse auch eingerostet.

    (Bei Englisch ist der Fall bei dir halt nur anders gelagert, weil du es regelmäßig im Alltag benötigst. Sonst wäre es da genauso.)

    Mit gutem Beispiel voran gehen, authentisch sein, präsent sein, jedem einzelnen Schüler das Gefühl geben, dass sie/er dir am Herzen liegt, nicht zuletzt guten Unterricht (inhaltlich) machen, viel schülerzentriert unterrichten, kein Meldeunterricht.

    Mehr ist es eigentlich nicht.

Werbung