The grass is always greener on the other side, wie man auf Englisch so schön sagt. Schade, dass dir die neue Schule nicht auf Anhieb gefällt. Eine praktische Hilfestellung habe ich dir leider nicht, dennoch habe ich mir ein paar Punkte rausgepickt, zu denen ich was sagen kann. Vielleicht hilft es dir ja psychologisch.
Doch nach der Euphorie musste ich in der ersten 1 1/2 Wochen feststellen
Das erinnert mich an die vielen "Hilfe, mein Welpe..."-Threads im Hundeforum. Da freut man sich wochen- und monatelang auf den neuen Welpen (bzw. die neue Schule) und ist er dann da (bzw. ist man dann dort), ist es doch nicht so toll wie man es sich ausgemalt weil es plötzlich allerlei Probleme gibt. Der Welpe pinkelt, ist überdreht, beißt in die Waden, schlicht: Er krempelt das gesamte Leben um. (Analog könnte man hier nun Schulprobleme aufzählen...)
Deswegen rate ich dir nun, was ich den Neuwelpenbesitzern im Hundeforum rate: Erstmal ankommen! Ich glaube nach 1,5 Wochen kannst du noch lange nicht beurteilen, ob die neue Schule nun besser oder schlechter ist als die alte. Was du im Moment so negativ wahrnimmst, sind die Dinge, die an der neuen Schule anders laufen oder sind. Und an Veränderungen muss man sich erstmal gewöhnen. (Es wurden ganze Bücher verfasst zum Thema Veränderungsmanagement.)
Aus diesem Grund würde ich dir erstmal raten, anzukommen. Ganz in Ruhe. Versuche es dir wenn es geht mit mehr emotionaler Distanz anzuschauen. Sicher wird es an der neuen Schule auch Dinge geben, die besser laufen. Und wenn du dann wirklich nach diesem oder auch noch dem nächsten Schuljahr feststellst, dass die neue Schule doch nichts ist, dann kannst du ja immer noch schauen, wie du da wieder wegkommst.
nein, ich hatte die Schule mir nicht vorher ausgesucht
Hättest du denn die Möglichkeit dazu gehabt? Wir in BaWü können wohl konkrete Schulen angeben, die Chance genau dahin zu kommen, geht allerdings gegen 0. Also gibt man Bezirke an und landet dann halt an einer Schule, die man zugeteilt bekommt.
Die Bezirksregierung wird wahrscheinlich nicht begeistert sein, den nächsten Versetzungsantrag von mir auf dem Tisch zu bekommen.
Das kann dir eigentlich schnurz sein, ob die begeistert sind oder nicht. Im besten Fall gehen sie professionell damit um; im schlimmsten Fall sagen sie halt, "Also der kann uns an den Hut steigen. Noch eine Versetzung gibt es nicht."
Was du nun konkret tun kannst: In diesem Schuljahr wirst du da nicht mehr wegkommen. Also würde ich versuchen, das Beste draus zu machen. Dir alles (mit emotionaler Distanz) anschauen, versuchen, dich ins Kollegium zu integrieren. Und dann im Zweifelsfall halt nach Weihnachten den nächsten Antrag stellen.
In diesem Fall würde ich aber sehr darauf achten, dass du nicht zum Schul-Hopper wirst. Keine Schule ist perfekt. Und wenn du die perfekte Schule suchst und im Endeffekt mal ein Jahr hier bis, mal drei Jahre da, und immer wieder weg willst, ist auch nichts.
Eine weitere Möglichkeit, mit der du garantiert nach zwei Jahren weg bist, wäre ein Sabbatjahr einzureichen.
Ich spiele auch immer mal wieder mit dem Gedanken Versetzungsantrag. Allerdings gibt es halt an meiner Schule sehr viele Kollegen, die ihre ganze Karriere dort sind, bleiben und zufrieden sind. Es gibt auch immer wieder Rückkehrer, die mal wo anders waren und dann doch wiederkommen. Das gibt mir zu denken... Bei mir ist es auch allein die Pendelstrecke, die mich nervt. Und eben, dass das Pendeln nicht gut zu meinem Lebensstil passt.