Also ich hatte im Mathe-Studium pro Semester 12-16 SWS Präsenzveranstaltungen. Dazu kamen ca. 4h Nachbereitung der Vorlesungen plus 8-12h zum Rechnen der Übungszettel. Also bist du da schon bei insgesamt mindestens 24 Zeitstunden.
Den Aufwand in Chemie kann ich leider nicht einschätzen. Ich hatte Englisch als zweites Fach. Das lief bei mir gefühlt so nebenher. Da habe ich ohne großen Aufwand trotzdem Einsen und Zweien abgesahnt, teilweise auch ohne Vorbereitung. Trotzdem hatte ich ja da auch die Präsenzzeiten. Das waren pro Semester auch so um die 12 SWS. Hätte ich in Englisch mehr getan (Hausaufgaben gemacht, z.B.) oder tun müssen, wäre ich hier sicher auch auf meine 20 Zeitstunden gekommen. Ohne das Lesen der nötigen Literatur.
Dann wäre ich schon insgesamt bei 44 Zeitstunden gewesen. Was durchaus einem Vollzeitjob entspricht.
In Chemie stelle ich mir den Aufwand noch höher vor als in Englisch. Labor, Praktika, etc. Also dass man da nebenher noch 20h Teilzeit arbeitet, kann ich mir jetzt nur sehr schwer vorstellen... Außer man verlängert halt das Studium entsprechend.
Ich habe zwar auch nebenher gearbeitet, aber hauptsächlich in den Semesterferien (und dann eben Vollzeit). Während des Semesters habe ich nur die ein oder andere Stunde Nachhilfe gegeben oder Hunde Gassi geführt/betreut.
Ausländische Studierende die ich kannte, haben teilweise auch während des Semesters arbeiten müssen, auch in größerem Umfang. Da kenne ich keinen der das Studium in der Regelstudienzeit absolviert hat...