Beiträge von Frechdachs

    Ich: "Ihr rechnet Augabe 9." (Aufgabe ging bis d)

    Schüler: "Alles?"

    Ich: "Ja, alles."

    Kurze Zeit später Schüler 2: "Echt alles?"

    Ich (leicht genervt): "Ja, von a bis z."

    Ein paar Minuten später weint Schüler 3 und ich frage ihn, was los ist.

    Er: "Ich kann z nicht finden."

    Eltern: "Unser Kind soll nach dem Abschluss (Mittelschule) in die gymnasiale Oberstufe wechseln. Wir können aber gar nicht verstehen, dass es sich in der 6. Schulstufe schon mit Brüchen beschäftigen soll. Es hat sich doch gerade erst von der Flächenberechnung des Rechtecks erholt."

    Hey ho,

    danke Fraggles. Es gab seitens des Kollegiums bereits Zusammenkünfte, Gespräche und die Ergebnisse, Wünsche, Bedürfnisse wurden der SL übergeben. Resultat: noch mehr Überlastungen, so dass wir keine Zeit (und Lust) mehr haben, uns konstruktiv einzubringen. Das Ganze verlief im Sande. Menschen in Ausbildung bekommen bei uns schier unglaubliche Beurteilungen der SL. Ein Mitmensch schaltete einen Anwalt ein, woraufhin Mitmensch einen Einlauf der SL bekam, dass es ausdrücklich verboten worden sei, den Vorentwurf Dritten zu zeigen.

    Konferenzen dauern bei ins bis zu knapp 2,5 Std. LÄNGER als vorher schriftlich angesetzt und niemand (incl. Personalrat) kann mir sagen, ob ich dann irgendwann das Recht habe, einfach zu gehen. Wenn ja, nach welcher Zeit. Diese Schule praktiziert Leibeigenschaft.

    Zu dem Jungen: Er hat seit dem Sommer komplett jegliche Mitarbeit verweigert (nicht nur bei mir). Arbeiten werden geschwänzt, es wird gelogen. Bei Respektlosigkeiten mir gegenüber befördere ich ihn sofort in Parallelklassen/ zum Schulsozialarbeiter, der dann auch sagt, wie schlimm der Schüler sich benommen habe.

    LG

    Du beschreibst meine Refschule. Dort waren ähnliche Zustände 😥.

    Ich habe in der Tat "Österreich" überlesen, als mich der Beitrag in gewisser Weise gleich getriggert hat. Wie auch immer die "Warenkorb"-Abrechnung bei euch funktioniert, dann ist ja alles gut und ich nehme den Beitrag zurück.

    Ich denke genauso. Was mir mein Arbeitgeber zur Verfügung stellt, habe ich und nutze ich. Was fehlt, kann ich nicht nutzen und bezahle ich nicht privat.

    Und die Konsequenz die du daraus ziehst, ist die Farbkopien auf eigene Kosten zuhause zu drucken? Da freut sich der Dienstherr aber, dass du ihm Geld schenkst.
    Wenn es keinen Farbdrucker gibt, gibt es halt kein farbiges Kartenmaterial für die "lieben Kleinen".

    Farbkopien kann man über den Warenkorb abrechnen. Die müssen wir nicht selbst bezahlen. Aber das Budget ist knapp.

    Vorbereitungen kommen bei mir mittlerweile nach Korrekturen,... eher als Letztes.

    Ich spare Zeit, indem ich viele gleiche/ähnliche Tätigkeiten zusammenkommen lasse und die dann gebündelt abarbeite. Beispiel: Donnerstags in der 7. Stunde mache ich alle Kopien für eine Woche, dienstags in der 5. Stunde erledige ich alle Elternanrufe (außer die dringenden), ...
    Zudem bereite ich immer Themenblöcke vor, von der Einführungsstunde bis zur Schularbeit (Klassenarbeit).

    Durchschnittlich habe ich pro Stunde 0 - 15 min Vorbereitungszeit (ohne Nachbereitung, ...).

    Ich würde unterscheiden, um welche Art Nachhilfe es sich konkret handelt?

    Reine Hausaufgabenbetreuung (Hauptsache, jemand sitzt daneben, dass das Kind etwas tut) - keine besondere Qualifikation nötig, könnte also auch ein älterer Schüler übernehmen

    Hausaufgabenbetreuung + leichte Erklärungen (ähnlich wie oben, nur dass derjenige auch etwas erklären können sollte) - keine besondere Qulifikation nötig, aber Fachkenntnisse bzw. gute Allgemeinbilding nötig. Könnte also auch ein älterer Schüler oder ein Stundent in den ersten Semestern übernehmen.

    Keine Hausaufgabenbetreuung, sondern Aufholen von kleineren Lücken - spätestens jetzt müssen Fachkenntnisse vorhanden sein, kann aber immer noch von einem älteren Schüler bzw. Student übernommen werden (könnte aber mehr Stunden erfordern, als bei jemandem mit fachdidaktischen Kenntnissen)

    Aufholen von größeren Lücken, ggf. Neumotivation eines Schülers (auch je nach Grund der Entstehung der Lücken) - spätenstens jetzt sollten fachdidaktische, pädagogische und ggf. schulpsychologische Kenntnisse vorhanden sein. (Lehramtsstudium) Könnte aber auch ein Student höheren Semesters übernehmen. (Auch hier sollte sich die Qualifikation im Lohn wiederspiegeln, hier wäre schon angebracht zu schauen, was die Person als Lehrer im Schuldienst pro Stunde ca. verdienen würde).

    Schülercoaching - hier geht es an eingemachte Kenntnisse, die man auf jeden Fall durch eine geeignete Ausbildung nachweisen sollte. Hier wäre auch eine höhere Bezahlung auf jeden Fall angebracht (zw. 50 - 80 € sind üblich, ist ggf ein eigenes Beruffeld wie Dyskalkulietrainer, Vorbereitung auf den Medizineraufnahmetest,...).

    Es kommt darauf an, ob du über die alte oder die neue Lehrerausbildung verfügst. Die alte endete mit dem Bachelor und war für die Einstellung im alten Dienstrecht ausreichend. Die neue Lehrerausbildung endet mit dem Master. Danach kommt noch je nach Einstellungssituation die Induktionsphase. Einstellungssituation: Hast du bereits während dem Studium mit mindestens 150 Ects an der Schule gearbeitet, kann die Induktionsphase entfallen.
    In Deutschland brauchst du den Master, um eingestellt zu werden. Obwohl, gilt das in Deutschland auch für die Grundschule (in RLP hat man zum Zeitpunkt meiner Auswanderung mit dem Abschluss des Grundschullehramtes nicht den vollen Master gehabt)?

    Wenn du sicher gehen magst, nimm mit den Einstellungsbehörden des gewünschten Bundeslandes Kontakt auf.

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