Eltern: "Unser Kind soll nach dem Abschluss (Mittelschule) in die gymnasiale Oberstufe wechseln. Wir können aber gar nicht verstehen, dass es sich in der 6. Schulstufe schon mit Brüchen beschäftigen soll. Es hat sich doch gerade erst von der Flächenberechnung des Rechtecks erholt."
Beiträge von Frechdachs
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Die Konferenz wird nicht lang dauern.
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Hallo,
vermutlich gehe ich nicht auf alles ein, weil es sehr viel ist. Zum Alter des Schülers: reifer 7.Klässler.
Die Schulsozialarbeit hat in den Stunden selber Unterricht. Wir sind stark unterbesetzt, mit vielen Dauererkrankten. Der Krankenstand beträgt mitunter 15- 20% . Meinem Empfinden nach werden wir total verheizt. Das kenne ich von mehreren anderen Schulen und anderen Schulformen anders. Zu detailliert möchte ich nicht werden, wegen des Wiedererkennungswertes. Wenig detailgenaues Bsp: als Vollzeitkraft habe ich im Schnitt 3 Vertretungsstunden PRO WOCHE. Wenn das bei euch normal ist, jammere ich wohl. Wäre auch gut zu wissen.
Zu der Anmerkung: reden mit Mitglied der SL bzw. SL selber: beides ist passiert. 1. SL kam 40 Min. nach dem Vorfall mit dem betreffenden Schüler zu mir, stellte sich mir gegenüber (ich zitterte immer noch) und ich sollte berichten, was passiert sei. Der Schüler unterbrach mich dabei 3x. Ich kam mir vor wie auf der Anklagebank. Unter 4 Augen fragte SL, ob eine Gefährdungssituation vorgelegen habe. Das bejahte ich. Der Gegenstand war zudem nur knapp an SchülerInnenköpfen vorbei geflogen.
Ein Fall von vor einem 3/4 Jahr: anderer Schüler bewarf mich auf einem Ausflug, traf mich wohl eher versehentlich leicht am Bein. Ich gab der gesamten SL, Schulsozialarbeit und KL schriftlich, dass das Kind selbst- und fremdgefährdend handelt (mit etlichen Bsp.) und ich es in der Form für nicht beschulbar halte und eine Kindswohlgefährdungsanzeige angebracht wäre, da das Elternhaus sich nicht um Therapie kümmerte. Es passierte exakt nichts. (OK, außer 2 Tage Ausschluss).
Versetzung: läuft. KollegInnen haben schon Dringlichkeitsanträge bewirkt und werden im Sommer kündigen, falls keine Versetzung erfolgt.
Von Leuten im Vorbereitungsdienst weiß ich, dass sie nach der UPP lieber arbeitslos sind, obwohl die Schule sie behalten würde.
Wäre ich Angestellte, würde ich ebenfalls kündigen. Ich will an dieser Schule nichts mehr grundlegend verbessern, ich will nur noch weg von dort, bis dahin aber unversehrt bleiben.
Zur Klarstellung: es liegt nicht am Beruf.
In vielen Jahren vor dieser Schule wurde ich nie beworfen oder bedroht.
Jammermodus Ende.
Hey ho,
danke Fraggles. Es gab seitens des Kollegiums bereits Zusammenkünfte, Gespräche und die Ergebnisse, Wünsche, Bedürfnisse wurden der SL übergeben. Resultat: noch mehr Überlastungen, so dass wir keine Zeit (und Lust) mehr haben, uns konstruktiv einzubringen. Das Ganze verlief im Sande. Menschen in Ausbildung bekommen bei uns schier unglaubliche Beurteilungen der SL. Ein Mitmensch schaltete einen Anwalt ein, woraufhin Mitmensch einen Einlauf der SL bekam, dass es ausdrücklich verboten worden sei, den Vorentwurf Dritten zu zeigen.
Konferenzen dauern bei ins bis zu knapp 2,5 Std. LÄNGER als vorher schriftlich angesetzt und niemand (incl. Personalrat) kann mir sagen, ob ich dann irgendwann das Recht habe, einfach zu gehen. Wenn ja, nach welcher Zeit. Diese Schule praktiziert Leibeigenschaft.
Zu dem Jungen: Er hat seit dem Sommer komplett jegliche Mitarbeit verweigert (nicht nur bei mir). Arbeiten werden geschwänzt, es wird gelogen. Bei Respektlosigkeiten mir gegenüber befördere ich ihn sofort in Parallelklassen/ zum Schulsozialarbeiter, der dann auch sagt, wie schlimm der Schüler sich benommen habe.
LG
Du beschreibst meine Refschule. Dort waren ähnliche Zustände 😥.
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Ich habe in der Tat "Österreich" überlesen, als mich der Beitrag in gewisser Weise gleich getriggert hat. Wie auch immer die "Warenkorb"-Abrechnung bei euch funktioniert, dann ist ja alles gut und ich nehme den Beitrag zurück.
Ich denke genauso. Was mir mein Arbeitgeber zur Verfügung stellt, habe ich und nutze ich. Was fehlt, kann ich nicht nutzen und bezahle ich nicht privat.
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Und die Konsequenz die du daraus ziehst, ist die Farbkopien auf eigene Kosten zuhause zu drucken? Da freut sich der Dienstherr aber, dass du ihm Geld schenkst.
Wenn es keinen Farbdrucker gibt, gibt es halt kein farbiges Kartenmaterial für die "lieben Kleinen".Farbkopien kann man über den Warenkorb abrechnen. Die müssen wir nicht selbst bezahlen. Aber das Budget ist knapp.
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Frechdachs: In Deutschland zählt das Alter nix mehr.
Das ist hart. -
Vorbereitungen kommen bei mir mittlerweile nach Korrekturen,... eher als Letztes.
Ich spare Zeit, indem ich viele gleiche/ähnliche Tätigkeiten zusammenkommen lasse und die dann gebündelt abarbeite. Beispiel: Donnerstags in der 7. Stunde mache ich alle Kopien für eine Woche, dienstags in der 5. Stunde erledige ich alle Elternanrufe (außer die dringenden), ...
Zudem bereite ich immer Themenblöcke vor, von der Einführungsstunde bis zur Schularbeit (Klassenarbeit).Durchschnittlich habe ich pro Stunde 0 - 15 min Vorbereitungszeit (ohne Nachbereitung, ...).
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Hat man mit 62 nicht weniger?
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Nein, nur das, was ich in Beitrag 36 geschrieben hatte, gab es in echt.
Ich habe mal aus Versehen eine 7 eingetragen. Hat sich schnell geklärt - war in einer Spalte verrutscht. In der Konferenz wurde kurz gelacht und war nicht weiter schlimm.
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In RLP gab es bei uns noch ein Bonus von 0,5 auf die Note vom 1. Stex, wenn dieses auch in RLP abgeschlossen wurde. Aktuell weiß ich es aber nicht.
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Ich vergesse einen Test einzusammeln.
(Die Semesterferien nahen ... ) -
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Ich würde unterscheiden, um welche Art Nachhilfe es sich konkret handelt?
Reine Hausaufgabenbetreuung (Hauptsache, jemand sitzt daneben, dass das Kind etwas tut) - keine besondere Qualifikation nötig, könnte also auch ein älterer Schüler übernehmen
Hausaufgabenbetreuung + leichte Erklärungen (ähnlich wie oben, nur dass derjenige auch etwas erklären können sollte) - keine besondere Qulifikation nötig, aber Fachkenntnisse bzw. gute Allgemeinbilding nötig. Könnte also auch ein älterer Schüler oder ein Stundent in den ersten Semestern übernehmen.
Keine Hausaufgabenbetreuung, sondern Aufholen von kleineren Lücken - spätestens jetzt müssen Fachkenntnisse vorhanden sein, kann aber immer noch von einem älteren Schüler bzw. Student übernommen werden (könnte aber mehr Stunden erfordern, als bei jemandem mit fachdidaktischen Kenntnissen)
Aufholen von größeren Lücken, ggf. Neumotivation eines Schülers (auch je nach Grund der Entstehung der Lücken) - spätenstens jetzt sollten fachdidaktische, pädagogische und ggf. schulpsychologische Kenntnisse vorhanden sein. (Lehramtsstudium) Könnte aber auch ein Student höheren Semesters übernehmen. (Auch hier sollte sich die Qualifikation im Lohn wiederspiegeln, hier wäre schon angebracht zu schauen, was die Person als Lehrer im Schuldienst pro Stunde ca. verdienen würde).
Schülercoaching - hier geht es an eingemachte Kenntnisse, die man auf jeden Fall durch eine geeignete Ausbildung nachweisen sollte. Hier wäre auch eine höhere Bezahlung auf jeden Fall angebracht (zw. 50 - 80 € sind üblich, ist ggf ein eigenes Beruffeld wie Dyskalkulietrainer, Vorbereitung auf den Medizineraufnahmetest,...).
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Oh je, ich bin seit über 10 Jahren dabei. Musste man damals Klarnamen und Mailadresse angeben?
Habe auch gerade überlegt

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Es kommt darauf an, ob du über die alte oder die neue Lehrerausbildung verfügst. Die alte endete mit dem Bachelor und war für die Einstellung im alten Dienstrecht ausreichend. Die neue Lehrerausbildung endet mit dem Master. Danach kommt noch je nach Einstellungssituation die Induktionsphase. Einstellungssituation: Hast du bereits während dem Studium mit mindestens 150 Ects an der Schule gearbeitet, kann die Induktionsphase entfallen.
In Deutschland brauchst du den Master, um eingestellt zu werden. Obwohl, gilt das in Deutschland auch für die Grundschule (in RLP hat man zum Zeitpunkt meiner Auswanderung mit dem Abschluss des Grundschullehramtes nicht den vollen Master gehabt)?Wenn du sicher gehen magst, nimm mit den Einstellungsbehörden des gewünschten Bundeslandes Kontakt auf.
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Mir ist lieber, ein potentieller Kollege kennt seine Grenzen als, dass wir jemanden an der Schule haben, der überfordert ist. Und Migranten haben nun mal spezielle Probleme (Sprachprobleme, kulturelle Probleme, Fluchttraumata, Analphabetismus,...), die für einen Lehrer schon irgendwo Mehrarbeit erfordern (aufgrund Sprachprobleme schwierige Gespräche, Besprechungen mit anderen bzw vorgesetzten Behörden,...). Hier muss mal an Unterstützungsprogramme und ggf auch Mehrvergütung gedacht werden.
Im Großstadtbereich trifft man auch häufiger als auf dem Land auf Schüler (Verhaltenskreativität, Verwahrlosung, Gewalt, ...), die den Kontakt zum Jugendamt oder anderen Stellen erfordern. Hier ist der Migrationshintergrund wurscht, die sind meiner Erfahrung nach gleichverteilt. Aber als Lehrer muss man dem auch gewachsen sein. Auch hier wäre eine Mehrarbeitsvergütung (Brennpunktschulenzuschlag/Stadtzuschlag/etc.) mal denkbar.
Meinen heftigsten Fall, ein Deutscher, hatte ich aber auf einer sehr ländlichen Schule im Referendariat.Aber zur Ausgangsfrage: Wie lange meine Kollegen auf eine Stelle in Kärnten gewartet haben, kann ich nicht sagen, da sie ja letztlich in Wien eine Stelle angetreten haben.
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Diese Tabellen spiegeln nicht die Realität wieder. Ich kenne niemanden, der nach diesen Tabellen verdient. Das Gehalt in Deutschland ist höher, dafür aber auch die Wochenstundenzahl und die Klassengrößen.
Und: Ich kenne beides.
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Ich kann dir nicht sagen, ob du die alte oder die neue Lehrerausbildung absolvierst oder absolviert hast.

Auch die hiesigen Regelungen zur Induktionsphase sind unterschiedlich.
Mal allgemein angemerkt:
Versuche, das Referendariat zu umgehen, sind meistens erfolglos. Könnte vielleicht klappen mit einem (Universitäts-)Master, der Induktionsphase und einige Jahre Berufserfahrung. Andernfalls, ggf. trotzdem (kommt noch auf dein Zielbundesland an) musst du einen Anpassungslehrgang (verkürztes Ref.) machen. -
Alte oder neue Lehrerausbildung?
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