Beiträge von Moebius

    Woher kennst du die Motivation der Kritiker?

    Ist es nicht zu einfach, jedem der auch Israel in die Verantwortung nimmt bzw. das Verhalten Israels kritisiert pauschal einem "mundtot-mach"-Antisemitismus-Vorwurf zu machen.

    Das ist ein Totschlagargument, nach dem man es komplett sein lassen könnte, über Antisemitismus zu reden, abgesehen bei den Leuten, die sich offen als Antisemiten bezeichnen. Man kann schließlich niemandem in den Kopf gucken.

    Im übrigen habe ich niemanden als Antisemiten bezeichnet, sondern nur gesagt, dass bestimmte Aussagen und Verhaltensweisen für mich antisemitisch sind. Und ja, da sehe ich besonders jetzt jeden einigermaßen gebildeten Menschen in der Verantwortung, seine Äußerungen kritisch zu reflektieren. Es ist auch nicht jeder ein Rassist, weil er eine rassistische Bemerkung äußert, trotzdem muss man so etwas nicht tolerieren.

    Im übrigen nimmt fast jeder Israel mit in die Verantwortung, dir ist sicher klar, dass du auch hier eine Aussage von mir bewusst falsch wiedergegeben hast.

    Was linker Antisemitismus ist, steht in dem von mir verlinkten Artikel und habe ich auch schon mal geschrieben.

    Nicht jede Kritik an Israel ist Antisemitismus aber im Augenblick ist viel der Kritik an Israel aus dem linken Lager antisemitisch motiviert, vor allem dann, wenn man Rollenzuschreibungen in diesem Konflikt macht, die die Ursache der Eskalation ausblendet und Verantwortlichkeiten einseitig Israel zuschreiben.

    Es ist ein immer noch weit verbreitetes Paradigma in linken Kreisen, dass linke Standpunkt nicht antisemitisch sein können, weil der Holocaust ja von den Nazis begangen wurde und Antisemitismus damit automatisch ein rechtes Problem ist.

    Im Augenblick haben wir ein deutlich größeres Problem mit linken Antisemitismus als mit rechtem. Und das erlaubt zum Beispiel einer rechten Populistin, wie Le Pen, sich zu profilieren, indem sie auf einer der größten Solidaritätskundgebungen für Israel mit marschiert, während Macron fehlt.

    Gewerbeaufsichtsamt anrufen.

    Die haben eine Abteilung für Abfallentsorgung und sich als kommunale Institution auch für Schulen zuständig.

    Die Entsorgung radioaktiver Stoffe läuft beispielsweise über die, die kommen dafür auch ins Haus, bei unklaren Fällen werden sie dir auch sagen können, ob sie zuständig sind.

    Wieso kann ich in unserer Schulkommunikationsplattform für jeden Schüler bei Abwesenheit den genauen Abwesenheitsgrund (selten auch unter Nennung der Krankheit/Symptome) einsehen? Das müsste dann doch genau so wenig erlaubt sein.

    Stimmt. Personenbezogene Daten müssen denjenigen zugänglich gemacht werden, die sie dienstlich benötigen, heißt, ein unterrichtender Lehrer muss sehen können, ob ein Schüler entschuldigt oder unentschuldigt fehlt. Genau das sind auch die selektrierbaren Gründe für Abwesenheit in den gängigen Klassenbuchprogrammen. Genaue Erkrankungen oder Symptome haben im Klassenbuch überhaupt nichts verloren und werden der Schule normalerweise auch gar nicht mitgeteilt.

    Darüber hinaus dürfen Sie nicht "unnötig" verbreitet werden.

    Ausnahme aus der jüngeren Vergangenheit:

    Coronainfektionen hatten Dinge zur Folge, die von der Schule, stellvertretend durch die Lehrkräfte, zu beachten waren, dies musste denjenigen, die es betraf, dann natürlich auch mitgeteilt werden.

    Finden kann man das, wie es will, es ist datenschutzrechtlich schlicht und ergreifend unzulässig.

    Der Vertretungsplaner kennt den Grund, er kann im elektronischen Klassenbuch frühzeitig vermerken "Aufgaben Meyer", wenn Kollege Meyer aus einem Grund ausgeplant ist, aus dem er trotzdem Aufgaben stellen kann oder eben "Vertretung Müller", wenn Meyer das nicht kann und / oder muss und Müller selbst überlegen muss, was er in der Stunde macht. Alles andere geht Müller nichts an, und erst recht nicht alle anderen Kollegen.

    Update

    Endlich: Nach 7 (sieben!) Monaten hat die SL eine neue Stelle antreten können. Auch unfassbar, dass es so lange gedauert hat, angesichts des eklatanten Mangels an Schulleitungen in Grundschulen.

    Die Kollegin hat meinen großen Respekt dafür, dass das ihr das mental möglich ist.

    Nicht selten ist das Ergebnis solcher Vorgänge die dauerhafte Dienstunfähigkeit aus psychischen Gründen.

    Fridays for future hat keinen Führer - rsp. keine Führerin. Thunberg spricht nicht für die Gruppe - siehe Reaktionen der deutschen Sektion.

    Es ist schon lustig, dass Thunberg vor ein paar Jahren nur knapp unter Jesus war, jetzt auf einmal bemühen sich alle ihren Status klein zu reden mit formalen Verweisen auf eine fehlende rechtliche Organisationsstruktur von FFF (deren Führungsfigur sie natürlich ist).

    Er geht aber weder mir noch in dem Artikel vordergründig um Thunberg sondern um die Denkstrukturen, die mit linken Antisemitismus verbunden sind.

    Für mich ist FFF da auch nicht so zentral, für wesentlicher halte ich zum Beispiel die Dinge, die an manchen US-Universitäten in den letzten Wochen passiert sind. Auch der Artikel beschäftigt sich ja zum Großteil mit einer historischen Betrachtung.

    Ich gebe dieses Geld gerne weiter, wenn dafür im Gegenzug auch alle Ausgaben für die Kinder übernommen werden.

    Wie viel oder wenig die das jetzt wären, ist subjektiv, aber Tatsache ist, dass es in jedem anderen Beschäftigungsverhältnis überhaupt keine Zusatzzahlungen von Arbeitgeber für Kinder gibt. Ein Grund zu meckern, ist das also definitiv nicht und mit deiner Entscheidung, Kinder zu bekommen, haben weder deine Kollegen noch dein Arbeitgeber etwas zu tun (wenn es ein familienpolitisches Instrument sein sollte, wäre eine allgemeine Leistung an alle Steuerzahler sinnvoller).

    Der "normale" Familienzuschlag gleicht in etwa die Mehrkosten aus, die man durch die Notwendigkeit hat, die Kinder privat Krankenzuversichern. Dadurch ist er grundsätzlich gerechtfertigt. Die Variante von NRW soll eine Steuerungsfunktion haben und ist definitiv ein Sonderfall und ein Bonus für Eltern, den es sonst nirgendwo gibt.

    Kann ich so nicht bestätigen, wir zahlen 40 Cent pro KWh Hausstrom (wenn nicht aus der PV-Anlage) und das eben auch fürs Laden, Laden wir z.B. bei Lidl zahlen wir nur 29 Cent, bei 55 KWh Ladung sind das immerhin 5,50 Euro billiger als zuhause, daher nutzen wir das oft.

    Klar noch viel attraktiver war vorher das kostenlose Laden, aber da war ja klar, dass das vermutlich so nicht bleiben würde.

    Das ist dann aber selbst gewähltes Elend, "Normale" Stromtarife für den Haushalt gibt es für Privat wieder unter 30ct/kWh, wenn an einen Spezialtarif nutzt (Nachtstrom mit intelligentem Laden oder einen an den Börsenpreis gekoppelten Tarif) geht es zu Hause auch für deutlich weniger. Und dass der Tarif bei Lidl nicht typisch ist, weißt du sicher auch, an durchschnittlichen Ladesäulen ist der Preis höher.

    Auch mit öffentlichen Ladepunkten löst sich das Problem der sozialen Ungleichheit der Elektromobilität nicht, da der Strom aus der Ladesäule im Schnitt knapp das doppelte kostet, wie der aus dem Hausanschluss.

    Bisher ist alles, was an Subventionen in den Sektor geflossen ist, zu fast 100% bei der Klientel der Besser- und Best-Verdienenden gelandet.

    Und der Marschal-Plan hat in Westdeutschland die notwendigen Voraussetzungen für einen Wiederaufbau geschaffen, durchgeführt haben die Deutschen denn dann aber schon selber. Die Voraussetzungen für einen Wiederaufbau und wirtschaftlichen Aufschwung hätte Gaza schon mehrfach haben können. Das Problem ist, dass das alles nichts nützt, so lange der grundsätzliche Mentalitätswechsel weg von "das wichtigste Ziel ist die Vernichtung Israels" nicht erfolgt. Den müssen die Palästinenser irgendwann selber schaffen.

    Ich muß halt daran denken, wie es in Deutschland 1945-49 gelaufen ist. 1945 zu Kriegsende hatten wir Millionen fanatisierte Kinder, die nichts außer der Hitlerjugend kannten. Dazu kam der Partisanenkrieg der Organisation Werwolf.

    Danach kamen der Marschal-Plan und die Berliner Luftbrücke und 1949 war die Stimmung pro USA.

    Die USA hat denen aber nicht die Staatsbürgerschaft gegeben.

    Und dass man den Gaza-Streifen wieder aufbauen und den Menschen eine Perspektive geben muss, ist sicher nicht zu bestreiten, die Frage ist nur, wer und wie man das machen kann.

    Da du ja in den 90ern anscheinend noch zu jung warst, um in die Politik zu gehen, hast du jetzt vielleicht genau das richtige Alter? Die Politik braucht schließlich Leute, die Probleme intellektuell angemessen durchdringen und lösen können...

    Eine "Lehrerforen-Partei" wäre vermutlich unterhaltsam aber ganz sicher nicht mehrheitsfähig.

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