Beiträge von Moebius

    Denn Wohneigentum ist die einzig sinnvolle Form des Vermögensaufbaus.:aufgepasst:.

    Es ist die, die gemeinsam mit der Absicherung über Aktien im Mittel über die letzten 20 Jahre die höchste Rendite abgeworfen hat. Im Vergleich zu Aktien aber eine geringere Volatilität aufweist und gleichzeitig ein Grundbedürfnis abdeckt und ein hohes Maß an Sicherheit in Krisensituationen bietet.

    Ja, Wohneigentum ist zwar nicht die einzige Komponente, aber die, die beim Vermögensaufbau an erster Stelle stehen sollte.

    Daum ist es ja so problematisch, dass das für weite Bevölkerungsschichten kaum möglich ist.

    Nebenbei: aktuell gehen alle Prognosen davon aus, dass die Mieten im kommenden Jahr deutlich steigen werden, Preise für Wohneigentum werden noch etwas seitwärts laufen, Hypotheken gibt es für 10 Jahre wieder für 3%. Ist also vermutlich für viele die letzte Chance auf absehbare Zeit.

    Aber ich verstehe diese krankhafte Fixierung mancher auf Wohneigentum auch nicht.

    Die Wertentwicklung von Wohneingentum ist die Kernursache dafür, dass die "Wohlstandsschere" in diesem Land in den letzten 20 Jahren deutlich auseinander gegangen. Ich kann für mich sagen, dass etwa die Hälfte meines aktuellen Vermögens auf reine Wertsteigerung meines Wohneigentums zurück zu führen ist, die andere Hälfte überwiegend auf die Tilgung, die zu keinem Zeitpunkt größer war als die Miete einer vergleichbaren Immobilie.

    Viele können sich heute kein Wohneigentum mehr leisten, wer das kann und freiwillig darauf verzichtet verschenkt über sein Erwerbsleben unglaublich viel Geld.

    Man unterrichtet 12 Stunden, davon 6-8 eigenverantwortlich. Eigenverantwortlich bedeutet, dass man die selbst Verantwortung trägt. Man kann sich immer Beratung holen und bekommt sie manchmal auch unfreiwillig, aber du schreibst die Note unter die Klassenarbeit und entscheidest, dass der Schüler die 5 auf dem Zeugnis bekommt, mit der er vielleicht nicht versetzt wird. Du fühlst auch die 30 Elterngespräche für deine eigenverantwortlichen Klassen am 1. Elternsprechtag alleine.

    Genau so musst du in der Lage sein alleine zu reagieren, wenn plötzlich etwas in deinem Klassenraum passiert, was zu einer Gefährdung von Kindern führen kann und das ist in manchen Bereichen der Förderschule besonders wichtig.

    Jeder sollte anstreben, das Referendariat in einer Verfassung anzutreten, in der er dazu in der Lage ist.

    Um die zeitlich Arbeitsbelastung geht es mir dabei gar nicht, die macht im Ref tatsächlich nicht unbedingt den Haupt-Belastungsfaktor aus, das ist die ersten 2-3 Jahre voll im Beruf noch mal schwieriger.

    Ja, Bescheid weisst du darüber, dass 1. ich nicht bescheisse und 2. der Handwerksfirma eine sichere Auftragslage garantiert wird weil die Verwaltung die ja für hunderte von Liegenschaften in der ganzen Region engagiert.

    "Sichere Auftragslage" ist aktuell ganz sicher nicht das vorwiegende Problem der meisten Handwerksbetriebe in Deutschland.

    Und es ist schon so, dass du die Sache aus der Situation von jemandem heraus beurteilst, der sich zwar theoretische Gedanken über die Situation machen kann, aber ganz offensichtlich keine reellen Erfahrungen damit hat.

    Aber wenn jemand explizit sagt, ich habe dort und dort auf Schwarzarbeit gesetzt um Geld zu sparen, sollte man ihn aus dem Dienst entfernen.

    Ja, solche Sprüche machen sich im Internet immer gut, fällt unter Gratis-Mut, in der Realität dürftet du dann wohl mindestens 50% der KuK aus dem Dienst entfernen und deren Arbeit mit machen.

    Und in der Realität wird Steuerhinterziehung eben juristisch so bewertet, wie ich es beschrieben habe. Die Tatsache, dass Steuerhinterziehung und Abtreibungen die einzigen beiden Tatbestände sind, für die diese juristische Sonderregen "verboten, aber unter bestimmten Umständen straffrei" gilt, ist schon ein deutliches Statement des Gesetzgebers, kein Taschendieb kann die Tat juristisch heilen, indem er die Brieftasche zurück gibt.

    Stellt euch doch nicht blöder als ihr seid.. die meisten bekommen Bürgergeld und machen das schwarz nebenbei mit der Putzerei..die wollen das auf keinen Fall anmelden.

    Sag bloß. Kannst du das noch mal langsam erklären?

    Vielleicht mit Hilfe einer PowerPoint-Präsentation?

    Oder vielleicht Handpuppen?

    Im Ernst, zu behaupten, die Reinigungskraft wolle es doch nicht anders, ist doch ein schlechter Scherz.

    Ich kenne eine Reihe an Leuten, die Putzhilfen beschäftigen, soweit ich weiß ist keine davon angemeldet, obwohl das die meisten gerne würden, denn für den Auftraggeber ist es deutlich vorteilhafter jemanden angemeldet zu beschäftigen, da die Mehrkosten minimal sind und man gleichzeitig steuerlich absetzen kann.

    Im ländlichen mag das noch anders sein, aber in größeren Städten ist es praktisch unmöglich jemanden zu finden, der bereit ist angemeldet zu arbeiten. Die einzige Chance ist die Beauftragung über ein Unternehmen und da zahlt man dann 30€ pro Stunde für wechselndes Personal, das man sich nicht aussuchen kann.

    Wie man damit umgeht, muss jeder selber wissen, aber die Möglichkeit zur zur legalen Beschäftigung besteht faktisch nicht, man hat die Option jemanden schwarz zu beschäftigen oder selber zu putzen.

    Ich persönlich habe inzwischen alles was möglich ist automatisiert.

    Vor allem ist das Referendariat kein Schonraum, um sich erst mal aus zu probieren, das gilt höchstens für Praktika.

    Im Referendariat ist wird man bereits auf Zeit verbeamtet, man übernimmt in weiten Teilen vollumfänglich die Pflichten einer ausgebildeten Lehrkraft, insbesondere was Aufsichtspflicht und Notengebung betrifft, man trifft also von Anfang an Entscheidungen, die für die betroffenen SuS weitreichende Folgen haben.

    Die Anforderungen, die an Referendare gestellt werden, mögen hoch erscheinen, sind aber letztlich nur adäquat, gemessen an der Verantwortung, die man trägt.

    Hier wird die Steuerhinterziehungs-Debatte internettypisch nur vor den Karren gespannt um Moralitäts-Punkte in der Diskussion zu sammeln.

    Moralisch kann man von Steuerhinterziehung halten, was man will. Ich halte nichts davon, das ist aber kein Maßstab, es gibt aber auch Menschen, die Abtreibung für unmoralisch halten. Juristisch ist beides überraschender weise auch auf einem ähnlichen Level angesiedelt. Abtreibung ist in Deutschland verboten aber straffrei. Steuerhinterziehung ist straffrei, so lange man sich selber anzeigt.

    Zu einer Gefängnisstrafe ohne Bewährung führt Steuerhinterziehung bei Ersttätern üblicherweise erst ab einem Schaden von über 1 Millionen, im Zuge der Fälle Uli Höhnes und Schubeck ist viel darüber berichtet worden. Im 1. Fall ist sogar darüber spekuliert worden, ob Höhnes nicht unterm Strich trotz Verurteilung besser weggekommen ist, weil man sich auf eine Strafzahung geeinigt hat ohne den Schaden vollständig ermitteln zu können, das war dem Staat damals zu aufwändig.

    Wenn man ernsthaft jemanden anzeigt, weil er einen Handwerker mit 100 € schwarz bezahlt hat, gehe ich eine Wette ein, dass das Verfahren aus Mangel an öffentlichem Interesse eingestellt wird, wenn nicht gerade ganz besondere Umstände vorliegen. Wie gesagt, jeder kann persönlich von Steuerhinterziehung halten, was er möchte, aber als Staatsdiener sollte man anerkennen, das unser Dienstherr das offensichtlich eher pragmatisch sieht.

    Auch als Schweizer darf man das sehen, wie man persönlich möchte. Den Widerspruch, dass der dortige Wohlstand und somit das eigene Gehalt zum Großteil auf dem Bankensystem aufgebaut ist, dass seine erfolgreiche Stellung übe Jahrzehnte wiederum vor allem aus dem Profit von Steuerhinterziehung aus den Nachbarländern verdankt, muss man dabei allerdings ausblenden.

    Um als Lehrkraft überleben zu können benötigt man Belastbarkeit und Resilienz, man sollte in der Lage sein präsent vor der Klasse zu sein und damit ist nicht die körperliche Anwesenheit gemeint, sondern die Fähigkeit den Raum und eine Gruppe SuS zu überblicken und mit den passenden kleinen Gesten, Blicken, etc. mit der Gruppe arbeiten zu können. Man sollte klar und präzise in seiner Sprache und möglichst auch in seinem Denken sein.

    Um als Lehrkraft gut zu sein benötigt man zusätzlich Empathie und die Fähigkeit, Gedankengänge von Kindern nachvollziehen zu können um zu verstehen, wo es bei ihnen Hakt und wie du die passenden Impulse geben kannst.

    Deine Selbstbeschreibung steht dem zunächst mal ziemlich diametral entgegen.

    Ob das aber wirklich so ist, kann hier niemand einschätzen, ich würde dir dringen Raten, dir da in deinem professionellen (wichtig, nicht dem privaten) Umfeld Feedback zu holen und das auch erst zu nehmen, also ggf. Therapeut, betreuende Dozenten, die selber auch Unterrichtserfahrung haben, betreuende Lehrkräfte aus dem Praktikum.

    Ich persönlich finde das Formeldokument gut.

    Im Bereich Mathematik sind klassische Formelsammlungen für den Schulbedarf eher überfrachtet. Das Dokument ist übersichtlicher, die SuS sparen 20€ für die Anschaffung und auch die Schule muss nicht 100 Exemplare einer Formelsammlung vorhalten, die nur ein mal pro Jahr für das Abitur gebraucht werden, sondern kann das Dokument einfach selber ausdrucken.

    Es war überfällig, mich überrascht lediglich, dass die Lobby er Verlage das nicht verhindern konnte.

    Da muss man sich nicht hinstellen und sagen "Och, ich kann das aber einschätzen - die 15 km/h mehr machen nichts." oder "Das schwarz Beschäftigen ist doch nur Notwehr." *kopfschüttel*

    Auf der Autobahn fahre ich vereinzelt auch mal 20 km/h über dem Limit.

    Ich rede weder Geschwindigkeitsüberschreitung noch Steuerhinterziehung klein, beides ist rechtswidrig mit bekannten Konsequenzen die jeder Erwachsene für sich abwägen kann. Ich glaube aber auch nicht, dass wir hier eine Diskussion unter der Hypothese führen sollten, dass einzelne sich an jede in diesem Land geltende Regel unterschiedlicher Rechtsnormen halten und darum moralisch überlegen oder besser als Lehrkraft geeignet sind.

    Meine Lebenserfahrung zeigt mir, dass diejenigen, die sich als besonders moralisch geben, oft nur die größte Fallhöhe haben.

    (Die katholische Kirche, Helmut "Ich habe mein Ehrenwort gegeben" Kohl, etc.)

    Ich benutze das Dreieck in Physik Klasse 8 gelegentlich, da es SuS gibt, die auch nach Klärung der Grundlagen und vielfacher Übung nicht so weit sind elementare Gleichungsumformung sicher anwenden zu können. Diese SuS haben eigentlich nichts am Gymnasium verloren aber ich muss trotzdem einen pragmatischen Weg finden, mit ihnen um zu gehen.

    Für stärkere SuS thematisiere ich dann allerdings auch, warum es funktioniert und das man es immer dann verwenden kann, wenn eine Größe das Produkt mehrer anderer Größen ist.

    Natürlich ist das nur ein Pflaster für ein viel tiefer liegendes Problem.

    Was bekommt man denn als Sternenflotten Admiral? Ist das überhaupt noch A-Besoldung?

    Zumindest in TNG sagt Picard mal, dass die menschliche Gesellschaft zu einer Überflussgesellschaft geworden ist (Replikatoren) und klassisches Geld keine Bedeutung mehr habe. Von daher kann man anzweifeln, ob die Mitglieder der Sternenflotte überhaupt irgendwie bezahlt werden.

    (Eigentlich erstaunlich, dass eine erfolgreiche US-Serie so nebenbei den Kommunismus langfristig zum Erfolg verhilft.)

    In den späteren Serien gibt es Gold gepresstes Latinum als Währung, aber eigentlich nur für den Handel mit anderen Spezies, ich glaube nicht, dass die Beschäftigten das als Sold erhalten.

    In diesem Szenario wären dann die Schülerinnen und Schüler jeweils die Passagiere oder die Zielgruppen der einzelnen Missionen.

    Meine Schüler sind eher die Tribbles.

    Natürlich sind daran Lehrpersonen beteiligt, die sich ein Denkmal setzen wollen.

    Es sind Lehrkräfte beteiligt, die berufliche Ziele haben und in einem System arbeiten, auf das sie nur sehr begrenzt Einfluss haben.

    Wer sich mit einer fachliche Komponente beruflich weiterentwickeln möchte, wird keinen Erfolg haben, wenn er dies mit der Kernaussage "Mein Ziel ist, dass die Lehnenden wieder mehr elementares Rechnen ohne Sachbezug üben" verfolgt. Ich persönlich könnte nicht Landesfachberater Mathematik werden, weil ich die Vorgaben für die Art und Weise, wie dieses Amt umgesetzt werden soll, nicht überzeugend vertreten könnte. Trotzdem kritisiere ich nicht grundsätzlich die Personen, die solche Ämter anstreben.

    Fachdidaktiker aus dem universitären Bereich interessieren mich persönlich praktisch nicht und nach meiner Erfahrung ist deren Einfluss auch Schule auch sehr begrenzt.

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