Beiträge von Moebius

    Vieles sind Legenden, die seit Jahrzehnten weitergegeben worden sind. Wie bei den meisten Legenden ist ein Kern Wahrheit vorhanden: die Geschichten in Meppen waren schon zu meiner Studienzeit bekannt und nicht mehr aktuell. Es gab tatsächlich ein oder zwei Suizide unter den Referendaren und der Seminarleiter hatte den Spitznamen "Der Henker von Meppen", das war aber vor ca. 40 Jahren.

    In Niedersachsen liegt sehr viel in der Hand der Fachleiter und da gibt es an jedem Seminar 20-25. Wie es an fast jeder größeren Schule problematische Lehrkräfte gibt, so gibt es auch problematische Fachleiter. Ich glaube aber nicht, dass die Quote in Niedersachsen insgesamt überproportional hoch ist.

    1. Amtsärzte sind in einem festen Beschäftigungsverhältnis, sie rechnen nicht patientenweise ab, die Dame hat Überhaupts nichts davon, das du noch mal antanzen darfst.

    2. Bei der amtsärztlichen Untersuchung geht es um die Frage, ob ein erhöhtes Risiko einer vorzeitigen Dienstunfähigkeit besteht. Dafür ist es nicht relevant, ob du Erklärungen für die einzelnen Krankheiten benennen kannst - ob du deine Sinusitis seit Corona oder seit deiner Entführung durch Außerirdische hast spielt überhaupt keine Rolle für die Frage, ob diese ein Risiko für vorzeitige Dienstunfähigkeit darstellt.

    3. Mit dem ganzen Paket von Problemen, das du hier aufgelistet hast, kannst du drei Kreuze machen, wenn es mit der Verbeamtung auf Lebenszeit klappt. Mit einem BMI von "nur noch 33" wärst du vor wenigen Jahren noch sofort raus gewesen.

    4. Die Frage, ob du die Fachlehrerausbildung antreten darfst, hängt nicht davon ab, wie die Untersuchung aus geht, sondern nur die Frage, in welchem Beschäftigungsverhältnis du das kannst.

    Wenn ich den Beitrag lese, gehen bei mir alle Warnlampen an - keine konkrete Sachverhaltsbeschriebung, die regulären Wege sollen umgangen werden, weil man bereits weiß, dass die nichts bringen, Personalrat ist nicht vorhanden oder Teil des Problems und die eigenen Emotionen sind die einzige Erklärung des Anliegens.

    Es ist seit 20 Jahren in Mode, über die "Bildung-Kleinstaaterei" der Länder zu lamentieren und zu fordern, dass dies durch bundeseinheitliche Regelungen und Aufsicht ersetzt wird. Habe ich nie verstanden.

    Kann mir irgendwer auch nur ein einziges Beispiel nennen wo irgendetwas effizienter und besser geworden ist, dadurch dass man eine "große", übergeordnete Behördenstruktur geschaffen hat?

    Das Gegenteil wird der Fall sein. (Ist es jetzt bereits, die länderübergreifenden Abituraufgaben sind zumindest in Mathe eine absolute Katastrophe.)

    Ich möchte ungern ein Hauptfach studieren.

    Nebenfächer wie Wirtschaft werde ich sicherlich machen müssen, weil ich eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung habe.

    Sollte ich mich dazu bereit erklären, weitere Fächer zu studieren wird es sicherlich kein Problem, oder?

    Du hast meine Kernaussage nicht verstanden:

    Du bringst dich selber in eine recht bequeme Position für das Studium für den Preis einer sehr unbequemen Situation für den Berufseinstieg und späteren Werdegang.

    Gehen geht eine Menge, wenn du glaubst, später besonders flexibel und belastbar zu sein (denn das wirst du müssen), verstehe ich nicht, warum du jetzt unbedingt den kurzfristig leichtesten Weg gehen möchtest.

    Hmm..

    Denkt ihr es wird schwierig eine Arbeitsstelle mit den zwei Fächern zu finden?

    Das Problem wird nicht sein, eine Stelle zu finden - der Lehrkräftemangel wird dafür sorgen, dass der kein großes Problem ist - sondern wo und wie du dann arbeiten kannst.

    Mit den beiden Fächern kannst du im Sek 1 - Bereich nur an einem großen System arbeiten, in einer kleinen Schule bist du nicht vernünftig einsetzbar. Also nicht die kleine Realschule im ländlichen, sondern innerstädtische Gesamtschule. Dann unterrichtest du in deinen Fächern je nur 2 Stunden, Politik dazu auch nur in wenigen Jahrgängen - bedeutet 10-13 verschiedene Lerngruppen.

    Zusammengefasst: Deine Fächerwahl garantiert dir ein schwieriges Klientel und kaum Zugriffsmöglichkeiten, um dieses Klientel zu erreichen.

    Ich würde so nicht ein Berufsleben lang arbeiten wollen.

    Gleichwohl weisen die betreffenden Schulen ja sehr wohl den erreichten Kompetenzgrad in Lernentwicklungsberichten aus, aus denen man i.d.R. auch entnehmen kann, wie gut ein Schüler in einer bestimmten Schulform zurecht käme. Unschärfer als die Abbildung dieser Kompetenzen durch Ziffernnoten ist das jedenfalls auch nicht.

    Letzteres würde ich bestreiten.

    Textgutachten sind in weiten Teilen Geschwafel ohne inhaltlichen Mehrwert, oft kommt dann noch die Vorgabe hinzu, das bestimmte Formulierungen positiv sein müssen oder positive Aspekte betonen sollen.

    A15 Stellen sind nie aufgabengebunden sondern immer schulgebunden. Man Bewirbt sich auf das Amt. Der Schulleiter kann die Geschäftsverteilung jederzeit ändern, wen ein Koordinator Interesse daran hat, sollte er sich frühzeitig mit dem Schulleiter austauschen, wenn etwas frei wird. Das ist auch absolut üblich. Wenn der Schulleiter nicht bereit ist, die Geschäftsverteilung zu ändern, nützt einem auch der Weg über eine Bewerbung nichts, dann geht das schlicht nicht.

    Grundsätzlich ist ein Exit aus dem Lehrerberuf möglich, aber machen wir uns nichts vor - auf jeden, der das macht, kommen 1000 die endlos drüber reden und es nie machen werden. Aus guten Gründen: Wir sind in einem relativ gut bezahlen akademischen Beruf unterwegs, für den wir stark spezialisiert ausgebildet sind. Überall anders wären wir die Quereinsteiger. Beim Wechsel muss man fast immer mit deutlichen Gehaltseinbußen rechnen und im Grunde ist jedem hier schon klar, dass es auch in der Wirtschaft nicht überall entspannt und sonnig zugeht.

    Kaum jemand macht im Lehrerberuf Teilzeit wegen "work-life-balance", dazu sind die Teilzeitkonditionen viel zu unattraktiv. Teilzeit ist wichtig, damit die Leute, die stark unter psychischen Belastungsfaktoren leiden, überhaupt noch arbeiten können ohne sich zeitlich und mental völlig zu entgrenzen. Wenn diesen KuK die Möglichkeit genommen wird, sind die Folgen Krankmeldungen und irgendwann Dienstunfähigkeit. Das ist auch alles hinlänglich bekannt.

    Man muss ja beim Thema Migration auch nicht immer die Grundsatzdiskussionen über das für und wieder und über 3 Generationen führen. Völlig unabhängig davon, wie man dazu steht darf man aber meines Erachtens ein Problem klar benennen:

    Der Umgang des Dienstherrn damit ist eine Katastrophen. Sowohl bei der Syrien-Krise als auch jetzt in der Frage der Ukraine ist es sich das gleiche Muster: Die Bundesregierung wiederholt das Mantra "Da kommen vor allem gut ausgebildete Leute, die sich leicht und gerne integrieren lassen, alles kein Problem" und Länder und Kommunen predigen gleichzeitig "Das sind Kurzzeit-Flüchtlinge, die alle schnell wieder in ihre Heimat zurück wollen, großartige Integrationsmaßnahmen sind gar nicht notwendig". Beides dient nur dazu, Forderungen nach einer vernünftigen Ausstattung der Schulen mit Personal und die damit verbundenen Kosten ab zu wehren

    Ich kommuniziere Anfang der 11 ganz bewusst, das und warum ich auf das siezen übergehe: In der Mittelstufe hatte ich Kinder und Jugendliche vor mir, die nicht freiwillig da waren, sondern weil ihre Eltern das für sie entschieden haben und die auch als Heranwachsende mit weniger Pflichten behandelt wurden. In der Oberstufe habe ich Erwachsene vor mir, die den Entschluss dort zu sein, hoffentlich bewusst getroffen haben und von denen ich auch erwarte, dass sie Eigenverantwortung für ihren weiten Bildungsweg übernehmen.

    Man kann seine Schülerschaft nicht ewig wie Kinder behandeln und sich gleichzeitig darüber beschweren, dass sie sich so benehmen.

    Du siezt dann ernsthaft Leute, die du vor den Sommerferien noch geduzt hast? Das stelle ich mir sehr merkwürdig vor.

    Ist es nicht.

    Ich habe nie verstanden, wieso Leute meinen, sie könnten jemanden ein Leben lang duzen (und sich gleichzeitig von ihm siezen lassen), nur weil sie ihn mal als Kind gekannt haben.

    Ich fand es zum Teil auch unangenehm, wenn mich Leute, die ich als Kind schon unsympathisch fand, mit 30 noch geduzt haben.

    Wir sind schon bei Mobbing und der Diagnose von Persönlichkeitsstörungen.

    Wir haben lediglich eine subjektive Schilderung einer Einzelpartei die im Kern darauf hinaus läuft, dass die anderen Mädchen der Klasse nicht mit ihr befreundet sein wollen - was nun mal legitim ist, ich möchte auch mit vielen Leuten nicht befreundet sein - und dass sie ausgeschlossen wird - was alles mögliche sein kann, von boshaftem Mobbing bis hin zu einer verständlichen Reaktion auf hier nicht geschildertes vorangegangenes Verhalten des Mädchens. Man kann es schlicht nicht beurteilen und hilft auch niemandem mit Spekulationen.

    Über Klassenzusammensetzung entscheidet Grundsätzlich die Schulleitung, das ist in anderen Bundesländern auch nicht anders. (Sogar bei einem rechtsgültigen Beschluss der Klassenkonferenz eines Klassenausschlusses hat die Schulleitung ein "Vetorecht", wenn schulorganisatorische Gründe den Wechsel nicht zulassen). In so fern bleibt letztlich nur der Weg konstruktiv das Gespräch zu suchen und eine vernünftige Lösung mit allen Beteiligten an zu streben.

    Grundsätzlich verstehe ich, dass man als Eltern alles Mögliche unternimmt, wenn man das Gefühl hat, dass das eigene Kind leidet. Wenn ich allerdings so irrationale Floskeln wie "Und wenn sie als Druckmittel aktiv Schulabsentismus betreiben muss, dann werde ich sie darin unterstützen" lese möchte ich auch nicht ausschließen, dass die andere Seite der Geschichte komplett anders aussieht und die Schulleitung vielleicht gute Gründe hat, den Wechsel ab zu lehnen. (Mal abgesehen davon, dass ich nicht ganz nachvollziehen kann, wieso das ein Druckmittel gegen die Schule sein soll.) Ich kann nur davor warnen, mit solche "Argumenten" gegenüber der Schule auf zu treten, sonst landet man relativ schnell in der "durchgeknallt" Schublade und die Schulleitung wird möglicherweise erst recht nicht tätig werden, weil sie die Option eines Schulwechsels als attraktive Möglichkeit sieht, Eltern los zu werden, mit denen man sonst in Zukunft vielleicht noch mehr Probleme hat.

    Die juristischen Hürden für eine Kündigung seitens der Krankenkasse liegen in Deutschland hoch, die beschriebene Situation "Die Krankenkasse behauptet, er hätte es wissen müssen ..." reicht dafür alleine definitiv nicht. Es ist aber auch müßig über so einen Fall zu diskutieren, der hier über mehrere Zwischenstationen im Forum landet. Im Grundsatz kann man sagen, dass in D die Schutzrechte der Versicherten gut sind und Krankenkasse sich nicht einfach so gegen die Kostenübernahme sperren können. Niemand muss fürchten, dass er Krebs bekommt, die Kasse die Behandlungskosten nicht übernimmt und er deswegen Meth kochen muss. Darum kommen aus Deutschland auch keine guten Serien.


    Ich bin bei der HUK, habe abgesehen von Standarduntersuchungen und -rezepten bisher nur ein mal umfangreichere Kosten gehabt (Zahnbehandlung für ca. 3000€), die hat die KK kommentarlos gezahlt, die Beihilfe wollte zusätzlichen Papierkram vom Arzt, hat dann aber auch gezahlt.

    https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes…N&det_id=610334

    So, für NRW gilt die o.g. Vorschrift. Hoffentlich ist jetzt Ruhe im Karton mit Euch zwei:teufel:

    Auch diese Vorschrift ist die, für Nebentätigkeiten im öffentlichen Dienst. Das ist etwas anderes als eine Nebentätigkeit von Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

    Sie ist für die in diesem Thread diskutierten Nebentätigkeiten überhaupt nicht relevant.

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