Verbeamteten Lehrkräften werde ich immer empfehlen in den passenden Verband ein zu treten, nicht in die konkurrierende Gewerkschaft, denn die Verbände vertreten die Interessen eigentlich "passgenauer", die Gewerkschaften arbeiten wesentlich allgemeiner und decken vieles mit ab, was für uns eigentlich gar nicht relevant ist (oder den Interessen der Lehrkräfte bestimmter Schulformen sogar zuwider läuft. Trotzdem: besser Gewerkschaft als gar nichts).
Beiträge von Moebius
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Und im Verband, wo ich Mitglied bin, zahle ich sogar nur 14 Euro Monatsbeitrag
!Stimmt, ich zahle bei den Philologen auch nur 20€, bei den Gewerkschaften sind es mehr, weil die nun mal eine Streikkasse haben.
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Ich beschränke mich auf einen Beitrag und spiele den Advocatus Diaboli:
Deine Motivation enthält für mich viele rote Flaggen.
Wichtig sind für dich Sicherheit, wenig Druck, möglichst wenig Stunden unterrichten, hohe Einstufung / Gehalt.
Deine Motivation ist in erster Linie, dass du aktuell in die Arbeitslosigkeit gehst
Der obligatorische Satz "ich möchte gerne jungen Menschen etwas beibringen" wird als Pflichtübung eingewoben.
Lies dir hier die Erfahrungsberichte zum Quereinstieg / Seiteneinstieg /Referendariat durch.
Der Weg zum Lehrer ist möglich. Er wird mit sehr viel Arbeit, hohem Druck und in den ersten zwei Jahren sehr geringem Gehalt verbunden sein. Reflektiere kritisch, ob du wirklich Lehrer werden willst und bereit bist, dafür sehr viel Einsatz zu bringen und Einschränkungen zu ertragen, oder ob du einfach nur einen möglichst bequemen Job suchst und dem vorurteilsgetriebenen Eindruck aufgesessen bist, Lehrer könnte so ein Job sein.
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Ich vermute, dass der Abschluss ziemlich genau wie der des tvöd sein wird.
Das wäre für mich auch eine einigermaßen akzeptable Perspektive, weil sie sich im Mittelfeld aller Abschlüsse dieses Jahres bewegt. Man darf sich keine Illusionen machen - einen vollständigen Ausgleich für die Inflation hat aktuell keine Gruppe Beschäftigter bekommen.
..die Verbände werden sich dann für das "tolle" Verhandlungsergebnis feiern ...
Aha, bist du denn in irgendeinem Verband oder tust sonst irgendetwas dafür, dass das Ergebnis besser wird, anstatt vom Sofa aus misanthropische Kommentare ab zu geben?
Die Verbände sind so stark wie ihre Mitgliederzahlen, leider wird die Gruppe derer, die bereit sind 30€ Monatsbeitrag zu zahlen, immer kleiner und die Gruppe derer, die es sich bequem machen und sich über die Folgen davon wundern immer größer.
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Mein Dienstherr hat mir mal gesagt, ...
Das Land Niedersachsen hat zu dir gesprochen? Da würden mich Details interessieren, ich nehme an, es ist dir in Form eines überdimensionalen, schwebenden Pferdes erschienen?
Die Frage, ob man in einem Verband organisiert ist, ändert nichts am Beamtengesetz.
Man sollte im Verband organisiert sein, unter anderem weil man dann in problematischen Situationen Unterstützung bekommen kann und sich nicht auf Verkündungen sprechender Pferde verlassen muss.
(Tatsächlich sind sowohl der "Treue zum Amt"-Paragraph als auch das Mäßigungsverbot relativ abstrakte Teile der Gesetzgebung und es ist nur schwer zu objektivieren, wann man dagegen verstößt. Ein fähiger Dienstvorgesetzter wird wird mit beidem vielleicht mal drohen, aber dienstrechtliche Maßnahmen nur im äußersten Notfall damit begründen, weil der Ausgang vor Gericht ein Glücksspiel ist und die Behörde nichts mehr fürchtet als verlorene Prozesse.)
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Dass in weiten Teilen KuK Probleme bekommen, wenn sie irgendwie "Anders" sind, also eine besondere sexuelle Orientierung haben, sich auffällig schminken oder lustige Hüte trage, halte ich für eine völlig absurde Ablenkungsdiskussion. In kaum einen Beruf kann man so unangepasst und trotzdem erfolgreich sein, wie als Lehrer. Und natürlich machen SuS sich über jemanden lustig, der sich auffällig schminkt oder sonst was macht - sie machen sich auch über jeden andern Lehrer lustig, das ist Teil der Pubertät und das zu akzeptieren ist Teil unseres Berufs.
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Wann ist man als Lehrer eigentlich nicht geeignet? Meine sehr subjektive Beobachtung ist, dass Kinder immer weniger damit klar kommen, wenn Menschen „anders“ sind, dann fehlt es schnell an Respekt und nichts läuft mehr.
Als Lehrer ist man nicht geeignet, wenn man es in weiten Phasen als Qual empfindet, vor der Klasse zu stehen.
Hört sich absurd an, in diesem Fall den Berufsweg weiter zu verfolgen, aber viele tun es trotzdem ("Hauptsache, ich werde erst mal verbeamtet, dann sehen wir weiter"). Lehrerzimmer sind voll mit KuK, die in jeder großen Pause über die Stunden davor stöhnen und mit Bauchschmerzen an die kommenden Stunden denken.
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Wir werden uns noch wundern. Die neuesten Entwicklungen im Russland Ukraine Krieg lassen eine weitere Eskalation der Inflationsspirale befürchten. Wenn die den Getreidedeal nicht unter Dach und Fach kriegen, werden die Weizenpreise durch die Decke gehen.
Nicht in Europa.
Aktuell versuchen 5 Länder der EU die Ausfuhr von Agrarprodukten von der Ukraine in die EU zu unterbinden, weil sie ein Einbrechen der Preise und Nachteile für die eigene Landwirtschaft fürchten, zum Teil ist das im letzten Jahr bereits geschehen. Die Probleme wird es in Afrika geben, weil sich die großen Mengen ukrainischen Getreides nicht einfach auf anderen Wegen bis dahin transportieren lassen.
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Auch bei Lehrern ist der weitere Berufsweg nicht völlig alternativlos, allerdings sind die meisten Alternativen schlechter bezahlt oder aus anderen Gründen für viele nicht attraktiv. -
Die Inflationsrate geht zurück. Damit die Inflation zurück gehen soll, muss die Inflationsrate negativ werden.
Die Inflation ist bereits eine Änderungsgröße, der Begriff "Inflationsrate" ist redundant wie ein weißes Schimmel oder Stromfluss.
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Das mag ich so nicht stehen lassen, da es m.E. irreführend ist. Die Abschlüsse bedeuten gerade keine Anhebung der Besoldung um 10% bzw. 12%. Für 2023 erfolgt lediglich eine (man möchte sagen: natürlich) nicht pensionswirksame Zahlung eines "Inflationsausgleichgeldes", welches dadurch ja gerade keinen Inflationsausgleich liefert. Im Jahr 2024 soll es dann zur tatsächlichen Anhebung der Besoldung um 200€ zzgl. 5,5% bei einer Vertragslaufzeit von 2 Jahren kommen.
200€ Sockel + 5,5% ergibt in etwa die von mir genannten Zahlen (natürlich auf zwei Jahre und für die Eingangsstufen). Du kannst dir die Tabellen auf diversen Seiten ansehen.
https://oeffentlicher-dienst.info/beamte/bund/a/…und-2022.m.html
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Bei Bundesbeamten summieren sich die Abschlüsse auf ca. 12% im gehobenen Dienst und 10% im höheren, da wird es auf Landesebene sicher nicht zu 1,5% kommen, ich würde mit Abschlüssen knapp unter dieser Marke rechnen.
Die Länder sind im übrigen auch nicht "klamm", die Steuereinnahmen der Länder sind auf einem Allzeithoch, was nicht zuletzt daran liegt, dass die durch die kalte Progression einen Großteil der Lohnerhöhungen abschöpfen. Eine Anpassung der Steuersätze wäre ebenfalls mehr als überfällig.
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Die Länder werden sich nicht vollständig vom Abschluss für Bund und Kommunen abkoppeln können, man kann gleiche Besoldungsgruppen bei unterschiedlichen Dienstherren nicht endlos weit auseinander laufen lassen. Aber die Tatsache, dass die Inflation doch deutlich zurück kommt, wird sicher nicht hilfreich im Bestreben sein, einen ähnlichen Abschluss für die Länder zu erzielen.
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Ich halte eine umfangreiche fachliche Ausbildung für sinnvoll und wichtig, aber letztlich kann man natürlich darüber diskutieren, welche Inhalte in welcher Tiefe im Studium gelehrt werden sollten. Mich stört an der Kritik am Studium viel mehr, bei der Kritik an Inhalten oft mitschwingt, das Studium sollte noch leichter sein, als es bereits ist. Und das sollte es definitiv nicht. Ich bleibe dabei, dass ein wesentliches Problem beim Berufseinstieg ist, dass viele Anfänger vorher nie gelernt haben, in einer Drucksituation - die der Beruf nun mal mit sich bringt - fokussiert zu arbeiten und sich und seine Aufgaben zu strukturieren.
Man könnte von Studenten auch an zufällig ausgewählten Zeitpunkten im Studium verlangen innerhalb von drei Tagen eine 30seitige Ausarbeitung über französisches Gebäck zu schreiben und obwohl die thematischen Berührpunkte zum späteren Lehrerberuf überschaubar sind, hätte das Ergebnis unter Garantie eine Aussagekraft über die spätere Eignung für den Beruf. Diejenigen, die sich hin setzen, recherchieren und nach drei Tagen was brauchbares abliefern, werden vermutlich auch später in der Lage sein einen Stapel Abiturklausuren zu korrigieren, wären sie nebenbei noch ganz normal unterrichten. Und diejenigen, die keine brauchbare Ausarbeitung zu Stande bringen werden, sondern erst mal 2 der 3 Tage über die Ungerechtigkeit der Aufgabe jammern, weil sie sich eigentlich viel mehr für lateinamerikanische Nachtische als für französisches Gebäck interessieren, werden vermutlich diejenigen sein, die sich regelmäßig krank melden, wenn das Abitur ansteht.
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Wie lange wollt ihr eigentlich noch über die Stöckchen von jemandem springen, der ganz offensichtlich hier nur ein Publikum sucht?
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Der Praxisteil der Ausbildung an den Universitäten wird in vielen Fachbereichen auch so betreut, das die Bezeichnung "stiefmütterlich" noch geschmeichelt wäre (obwohl dort Personen Betreuungsstunden dafür enthalten, im Gegensatz zu den betreuenden Lehrern in der Schule).
Mein letzter Praktikant war zumindest interessiert und zuverlässig, die vorletzte hat mich am Anfang des Praktikums gefragt, ob sie mich begleiten kann und nach der Zusage 4 Wochen kein einziges Wort mehr mit mir gewechselt. Sie stand mit den Schülern zum Stundenbeginn am Klassenraum, hat sich in die letzte Reihe gesetzt und ist mit dem Klingel als erste vor allen Schülern aus dem Raum. An der Uni hat das niemanden interessiert. Davor hatten wir ein Pärchen, bei denen wir mit juristischen Schritten drohen mussten, weil die geliehene Bücher für 200 € einfach behalten und nicht mehr auf Mails reagiert haben.
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Da kommt der Fachwissenschaftler durch.

Ehrlich gesagt kenne ich den Begriff weniger aus meinem Fachstudium als aus der Science-Fiction Literatur.
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L1-L5 sind selbstverständliche die Lagrange-Punkte eines Zweikörperproblems, was denn sonst?
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Das Problem der meisten "Satire-Videos" ist kein juristisches, sondern dass sie niemand außer dem Ersteller lustig findet.
Und das liegt meistens daran, dass die eigentliche Intention nicht darin besteht, Menschen zu unterhalten, sondern irgendwelche persönlichen Dinge auf zu arbeiten und mit irgendwelchen Personen oder Dingen ab zu rechnen. Den Pfad scheinst du mir auch eingeschlagen zu haben.
PS: Wäre vielleicht auch etwas für unseren Neuzugang mit dem komischen Namen, der scheint mir da auch Bedarf zu haben.
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Die 10% sind Menschen, die teilweise 5 Jahre oder länger studiert haben, aber noch einmal komplett neu mit etwas anfangen müssen, weil die beruflichen Chancen alleine mit einem Lehramtsmaster und/oder einem 1. Staatsexamen begrenzt sind. So ein Zusammenhang ist mir in dem Ausmaß bei keinem anderen Beruf bekannt.
In der verlinkten Studie geht es bei der genannten Zahl um Abbrüche im Bachelor. Es wäre auch erläuterungsbedürftig, wie diese Zahl methodisch ermittelt worden ist (wen es interessiert: https://www.dzhw.eu/pdf/pub_brief/dzhw_brief_05_2022.pdf). Aber mir ging es letztlich nur um die grundsätzliche Aussage, dass das Lehramtsstudium in vergleich zum jeweiligen Fachstudium - natürlich - einfacher ist, dass dieses in einigen Universitäten / Fachbereichen aber zum Teil so weit geht, dass Leute einfach durchgewinkt werden. Und dann sitzen ungeeignete Kandidaten im Seminar für die das auch völlig unverständlich ist, dass das Leben nicht so weiter geht.
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