Beiträge von Moebius

    Es ist die Aufgabe der GEW in Fragen der Inklusion die Interessen der Mitglieder zu vertreten.

    Ob das der Fall ist, mag ich nicht zu beurteilen, die Interessen der Lehrerschaft im Ganzen vertritt sie da meiner Meinung nach nicht.

    Das Phänomen, sich nicht auf ein konkretes Problem fokussieren zu können, sondern immer von A auf B aufs große Ganz und überhaupt zu kommen ist aber ganz allgemein eine Lehrerkrankheit und betrifft nicht nur die gewerkschaftliche Vertretung.

    Der Abschluss bei der Post kommt auf 11,5% für 24 Monate, in meinen Augen ein realistisches Ergebnis für den Moment, auch wenn man für den Zeitraum vermutlich unter der Inflation liegen wird. Ich bezweifle, dass wir in der Größenordnung liegen werden.

    Nebenbei: gerade beim "klassischen Tafelbild" empfinde ich die Digitalisierung als riesen Vorteil. Das gibt es bei mir immer noch, aber eben fortlaufend mit Goodnotes auf dem iPad, so dass ich Aufgabenstellungen, Bilder aus Büchern und Schülerlösungen schnell integrieren kann, ich kann die ein mal vorbereitete Vorlage jedes Jahr wieder nutzen (gerade in Physik ist meine Arbeit deutlich entspannter geworden, weil ich keine Versuchsaufbauten mehr an die Tafel zeichnen muss) und ich kann beliebig zurück blättern und sowohl mal eben schnell wiederholen, was wir letzte Stunde besprochen haben, als auch zeigen, dass wir ein bestimmtes Verfahren zum Lösen von Gleichungssystemen vor drei Jahren eben doch gemacht haben.

    Didaktisch und Inhaltlich bleibt das Tafelbild trotzdem relativ dicht an dem, was ich vor 10 Jahren auch schon an der Kreidetafel gemacht habe, dabei habe ich mir nämlich was gedacht und das meiste davon ist heute immer noch gültig.

    KuK, die da immer noch aus Prinzip darauf beharren, alles mit Kreide an die Tafel zu schreiben, kann ich aber tatsächlich auch nur noch begrenzt für voll nehmen.

    Ich halte die Grundsatzposition "Ich arbeite mit Tafel und Kreide und mache nix, was einen Computerchip benötigt" heute tatsächlich nicht mehr für haltbar, obwohl sie definitiv bei einzelnen KuK noch vorhanden ist. Umgekehrt sind digitale Hilfsmittel nur ein Werkzeug, kein Selbstzweck und man kann natürlich an einzelnen Stellen auch ihren Einsatz hinterfragen.

    Zuschlag für das erste Kind wären bei mir Netto 70€, das scheint mir grob in der Größenordnung der Versicherungskosten zu sein, die ja unterschiedlich je nach Versicherung und persönlicher Situation sind. Ich weiß nicht, ob Versicherungen einen (zweifellos gerechtfertigten) Risikozuschlag für das Leben in NRW kassieren, aber die Familienzuschläge sind in jedem Fall nicht in einer Größenordnung, die es rechtfertigen würde, darüber eine Neiddiskussion zu führen.

    Der Begriff "Nazis" bedeutet in Russland nicht das gleiche, wie bei uns. Er wird dort ganz schlicht als Synonym für "Feind Russlands" benutzt. Aus russischer Sicht ist es überhaupt kein Widerspruch, dass Utkin, der Günter der Wagner Truppe, in Interviews über die "Nazis in der Ukraine" spricht, während man deutlich seine auf den Hals tätowierte SS-Rune sehen kann.

    Das gibt es, weil mehrere Einschränkungen kumulieren, zwei Dinge, die für sich genommen je 20 geben würden, können zusammen dann 30 ergeben (es wird nicht einfach addiert).

    Im übrigen gibt es eine grundsätzliche Fürsorgepflicht des Dienstherrn. Wenn ich einen GdB 20 habe, kann es unter umständen trotzdem Sinn machen, diesen weiter zu geben, man erhält zwar keine Stundenentlastung oder anderes "handfestes", kann aber sicher besser argumentieren, wenn man bestimmte kleinere Entlastungen benötigt. Ein Kollege, der durch eine Sehbeeiträchtigung einen GdB von 20 hat, kann sicher argumentieren, dass man ihn bitte nicht in den am schlechtesten beleuchteten Klassenraum stecken soll.

    Ich bin immer wieder verwundert, dass auch erfahrene KuK immer noch versuchen, einen Bezug zwischen beamtenrechtlichen Regelungen und gesundem Menschenverstand her zu stellen.

    (Der Dienstherr wird antworten: Weil du als Beamter deine volle Arbeitskraft in den Dienst deines Dienstherren stellst und keine anderen Tätigkeiten ausüben darf, die dich daran möglicherweise hindern. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Tätigkeit abhängig beschäftigt, selbständig oder ehrenamtlich ist, es geht um die zusätzliche Arbeitsbelastung. Aber wie gesagt - die Diskussion über das für und wider ist müßig.)

    Wie oft wollen wir das hier noch durchkauen? Jeder Beamte kennt doch die Zuverdienstregeln für das Ruhegehalt. Sollte zumindest so sein.

    1. Die Zuverdienstregeln dürften die meisten KuK genau so gut kennen, wie die meisten anderen Rechtsgrundlagen unseres Berufes - auf Basis von Hörensagen und Behauptungen, die der Sitznachbar im Lehrerzimmer mal beim Kaffeetrinken gemacht hat.

    2. Auch dass es schon oft besprochen wurde ändert nicht an der Tatsche, dass sich freiwillige Zusatzarbeit nach der Pensionierung bei Lehrkräften absolut nicht lohnt, aktuell in vielen Bereichen verzweifelt Lehrkräfte gesucht werden und man daher gezielt Pensionäre ansprechen will und der Gesetzgeber es ums verrecken nicht hin bekommt (nicht hinbekommen will) diesen offensichtlichen Widerspruch durch die notwendige Gesetzesänderung zu lösen.

    Als Schwerbeschädigten gilt man ab 50%, ab dieser Grenze hat man Anspruch auf bestimmte Unterstützungs- und Entlastungsmaßnahme.

    Ab 30% kann man Gleichstellung beantragen, sofern man nachweisen kann, dass die Behinderung einem bei der Ausübung des Dienstes beeinträchtigt.

    20% sind irrelevant, du kannst den Arbeitgeber darüber informieren (daraus ergeben sich keine Rechtsfolgen), es muss nicht einmal vermerkt werden.

    Aus diesem Grund ist die Hürde von 20% auf 30% oft relativ schwer zu nehmen, unter 20% wird vieles anerkannt.

    In einem Bewerbungsverfahren darf es grundsätzlich keinen Nachteil darstellen, als Schwerbeschädigter oder mit Gleichstellungsvermerk kann man die Beteiligung der Vertrauensperson beantragen, die achtet dann schon mit darauf. Wie der einzelne Vorgesetzt persönlich damit umgeht, steht aber natürlich immer auf einem anderen Zettel.

    Scholz ist kein Macher, sondern der nette Onkel der im Fernsehen beruhigende Worte spricht, bis die Sachen von selbst gut laufen. Das funktioniert in Deutschland ja oft erstaunlich gut, Merkel hat im Prinzip 16 Jahre genau so regiert.

    Dass die USA den Abrahams nur zugesagt hat, damit Deutschland endlich den Leopard frei gibt, war ja von Anfang an kein Geheimnis, etwas überraschend ist nur, dass da jetzt noch öffentlich nachgetreten wird. Dass der Abrahams gar nicht so gut geeignet ist, war auch von Anfang an klar, es geht ja um mehr als Treibstoff: Munition, Ersatzteile, Wartung, für den Leopard gibt es dass in Europa alles großflächig, für den Abrahams nicht.

    Ich glaube auch nicht, dass man ernsthaft bezweifeln kann, dass es auch Fälle gibt, bei denen ukrainische Soldaten fürchterliche Dinge getan haben. Allerdings gehören bei Russland solche Dinge wie das Massaker von Butcha zur geplanten Kriegsführung, in der Ukraine nicht. Und natürlich ist es wichtig, dass die Ukraine bei solchen Ausfällen, wie der Forderung nach Streumunition auch eine deutliche Antwort aus dem Westen bekommt, es besteht mit Sicherheit die Gefahr, dass es auch auf Seiten der Ukraine sonst zur Verschiebung moralischer Grenzen kommt. Nach meinem Eindruck geschieht das aber auch.


    Und ich habe durchaus persönlich Sorge vor der größer werdenden Gefahr einer nuklearen Eskalation in den nächsten Jahren. Allerdings nicht in Form einer direkten Auseinandersetzung zwischen Russland und der NATO. Viele gefährlicher sind für mich zwei andere Möglichkeiten:

    Der Iran ist auf dem besten Wege zum Erwerb von Nuklearwaffen. Es besteht die ganz reale Gefahr einer Bedrohung Israels und die Möglichkeit, dass Israel es nicht darauf ankommen lässt und das mit einem Präventivschlag verhindert.

    Und Russland gerät aktuell in eine derartige Isolation- und Abwärtsspirale, dass ich einen wirtschaftlichen Kollaps und ein Auseinanderbrechen in 5-10 Jahren für möglich halte, was ebenfalls dazu führen kann, dass auf einmal diverse unzuverlässige Kandidaten über Nuklearwaffen verfügen.

    Deine Vergleiche sind echt hahnenbüchen.

    Es ist Strategie beim "whateboutism" möglichst große Bögen zu Dingen zu schlagen, die mit dem Kern, um den es eigentlich geht nichts zu tun haben, und es hat keinen Sinn, sich auf diese Ablenkungstaktik ein zu lassen.

    Dann können wir uns hier auch die Empörung über das Wort "Atombombe" sparen, gell?

    Das wäre klug, denn das permanente Fallenlassen des Begriffs "Atombombe" ist offensichtlich eine bewusste Strategie Putins um Druck und Unsicherheit im Westen, vor allem in Deutschland, hoch zu halten und den Zweifel zu sähen, ob es nicht doch besser wäre die Ukraine zu opfern, bevor man das Risiko eines Atomkrieges eingeht. An diese Erpressungstaktik werden wir uns gewöhnen müssen, auch nach dem Ukraine-Krieg.

    In einigen Jahren werden wir erleben, dass Russland mit der Atomdrohung versucht, wirtschaftliche Zugeständnisse zu erpressen.


    Auch die russchische Bevölkerung leidet.

    ... unterstützt aber trotzdem zu 3/4 den Angriffskrieg, zumindest wenn man den Umfragen in Russland (auch von neutraler Seite, soweit das dort möglich ist) glauben kann.

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