Beiträge von Moebius

    Bei Norovax liegen angeblich seit Monaten Daten vor, genau so lange schieben sie aber den Zulassungsantrag auf, mit der nebulösen Begründung "Produktionsprobleme". Valneva war ein Börsenhype einer relativ kleinen Firma, der sich im wesentlichen aus einer Bestellung aus UK gespeist hat. Die wurde vor ein paar Tagen gekündigt, es gibt aktuell keine einzige Bestellung mehr für den Impfstoff. Die Zulassungsstudie läuft noch, belastbare Daten zur Wirksamkeit gibt es nicht. Vergleichbare Totimpfstoffe sind die aus China, diese haben aktuell bei der Delta Variante eine so schwache Wirksamkeit, dass sie wohl in keinem westlichen Industrieland auch nur annähernd eine Zulassung erreichen könnten.

    Ich persönlich wäre inzwischen eher überrascht, wenn es einer der beiden noch zur Zulassung schafft.

    Dann ist Laschet Kanzler, Scholz kann gleich Vize und Finanzminister bleiben, die Grünen sind raus und die Klimawandel-Bekämpfung ist in Deutschland mausetot.

    Das Thema Klimawandel als Argument dafür, dass die Grünen mit in die Regierung müssen, wird völlig überhöht. Die regierende GroKo hat einen Fahrplan für die Energiewende beschlossen. Wenn die Grünen mit regieren geht es bei den Zielen um 2 Jahre mehr oder weniger aber nicht um das Grundsätzliche ob. Dem mag man jetzt entgegenhalten, dass es bisher überhaupt keine überzeugende Lösung für das "wie" gibt und auch der aktuelle Fahrplan fraglich ist, da sind die Grünen aber keinen Deut besser, denn das "wie" beantworten sie auch nicht. (Stattdessen gibt es dann Wohlfühlprogramme a la "Lastenradzuschuss".)

    Es gibt seriöse Berechnungen darüber, wie die Klimaziele erreicht werden können, benötigt würde zB etwa eine Verdreifachung der Windkraft bis 2030. Technisch wäre das möglich, aber aufwändig. Hierauf könnten die Grünen Antworten geben, wenn sie denn wollten - Garantierte Einspeisevergütung (steigende Stromkosten), deutliches Eindampfen der Abstandsregeln beim Bau neuer Windräder, streichen von Einspruchsmöglichkeiten. Davor drücken sie sich genau wie alle anderen Parteien.

    Jeder Beruf hat Vor- und Nachteile über die man endlos diskutieren kann. Ich empfinde es aber schon als lehrertypisch, dass es eine besonders große Gruppe gibt, die die Nachteile überbetonen und ständig darüber jammern und genau so eine Gruppe, die meint sich immer für die Vorteile entschuldigen und rechtfertigen zu müssen. (Möglicherweise gibt es sogar eine Schnittmenge dieser Gruppen.)

    Ich persönlich glaube, dass am Ende des Tages die Bilanz aus Vor- und Nachteilen einigermaßen passt. Das schließt auch die Besoldung und Versorgung mit ein, die ein relativ gutes Grundniveau hat aber gleichzeitig wenig Spielraum für Steigerungen zulässt. Nicht umsonst gibt es seit 50 Jahren Diskussion über Abschaffung des Beamtentums, Eingliederung in die gesetzliche Altersversorgung, etc. , die seit ebenfalls 50 Jahren zu nichts führen.

    Es gibt Studienfächer, bei denen Leute von der Uni kommen und sechsstellige Einstiegsgehälter verlangen können und auch bekommen (aktuell insbesondere: Informatik), zumindest in dem Bereich, in dem die Leute wirklich was können müssen.

    Ich versteh immer dieses Herumgereite auf dem Studium nicht. Warum soll man soviel mehr verdienen, wenn man studiert hat? Warum wird nicht nach gesellschaftlicher Wertigkeit bezahlt,...

    Weil da draußen die echte Welt ist und kein von Pädagogen erdachtes Taka-Tuka-Land.

    Als Gewerkschaft wäre meine absolute Untergrenze bei Gehaltsverhandlungen die aktuelle Inflationsrate.

    Die EZB "enteignet" maximal diejenigen, die hohe Beträge auf dem Sparbuch liegen haben.

    Hohe Inflation geht immer als erstes zu Lasten der Beschäftigten, weil die Löhne nicht mit steigen. Geld kann man immer schützen und schnell anderweitig unterbringen, was glaubst du, warum aktuell die Preise für Immobilien und Aktien so stark gestiegen sind?

    Aktuell haben wir einen Tarifkonflikt bei der Bahn, bei dem sich die Berichterstattung in weiten Teilen darauf beschränkt auf den bösen Herrn Weselsky zu schimpfen, der seine gemeine, kleine Spartengewerkschaft profilieren will. Komischerweise wird nicht darüber geredet, dass die Haupt-Bahngewerkschaft vorher einem Tarifabschluss mit 40 Monaten Laufzeit(!) und 05,-1,5% Lohnerhöhung zugestimmt hat, was etwa 8% Reallohnverlust für ihre Mitglieder bedeuten wird.

    Auf die Lehrerübliche Selbstkasteiung über "üppige Beamtenversorgung" gehe ich jetzt mal nicht weiter ein, die Realität ist Lehrermangel in vielen Bereichen.

    Man kann notwendige Zukunftsinvestitionen auch leisten ohne sie durch Schulden zu finanzieren, das ist nur eine Frage der Prioritäten. Für eine Einführung mehrerer neuer Renten war in der letzten Legislaturperiode genug Geld da.

    Und wozu ein schuldenfinanzierter Staatshaushalt führt, können wir gerade sehr schön sehen: zu Inflationsraten, die deutlich oberhalb der Einkommenssteigerung liegen und zu Reallohnverlusten führen, weil es letztlich die einzige Möglichkeit ist, die Schulden dann weg zu inflationieren.

    Das ist meist schlecht für Arbeitnehmer und gut für diejenigen, die genügend Sachwerte, wie Immobilien oder Aktien besitzen, deren Wert steigt nämlich mit. Leider hast du trotzdem recht, steigende Schulen und höhere Inflationsraten werden kommen, da können wir gar nichts gegen machen, weil viele andere Euro-Länder den Punkt längst überschritten haben. Man sollte nur privat die Konsequenzen daraus ziehen: also weniger Arbeiten, mehr Immobilien besitzen.

    (Meine Prognose für die Anpassung der Besoldung, die jetzt wieder ansteht: der Dienstherr wird auf eine lange Laufzeit drängen, ca. 3 Jahre, gestaffelt gibt es dann ca. 4%, was aber nur 1,3% pro Jahr entspricht.)

    Lustig, aber irrelevant.

    Es wird vermutlich überhaupt keine weitern Impfstoffe mehr geben, als die, die jetzt auf dem Markt sind (abgesehen von Norovax, bei denen der Zug schon rollt). Notfallzulassungen bzw. bedingte Zulassungen gibt es voraussichtlich nicht mehr, die Voraussetzungen dafür nicht mehr gegeben sind (das Fehlen von Alternativen). Die Hürden für reguläre Zulassungen sind aber hoch, Biontech hat das in den USA gerade geschafft (fast ein Jahr nach der Notzulassung), Moderna ist am kämpfen (angeblich wegen ungeklärter Patentfragen), wird das aber wohl noch schaffen. Norovax hat vor 3 Monaten die notwendigen Zulassungsstudien vorgelegt, den Zulassungsantrag aber seitdem mehrfach verschoben - Produktionsprobleme. Moderna und Biontech sind aktuell der Goldstandard, bei Arzneimitteln ist es so, dass später zugelassene Medikamente nachweisen müssen, dass sie einen Mehrwert gegenüber den zugelassenen besitzen. Das ist aktuell praktisch unmöglich, wenn nicht eine Mutation die Wirksamkeit drastisch einschränkt (und der neue gleichzeitig nachweisen kann, dass er für diese Mutation wirksam ist).

    Auch die Pflegekräfte mit blutunterlaufenen Augen konnten manche nicht überzeugen.

    Die Pflegekräfte sind selbst nicht vollständig überzeug, im Juli waren gerade 61% des Pflegepersonals vollständig geimpft (obwohl die zu den ersten gehören, die sich impfen lassen konnten), im Gegensatz zu etwa 80% bei den Ärzten.

    Selbst in diesen Berufen korreliert die Impfquote mit dem Bildungsgrad.

    ... und auch das hat Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeiten der Wahlen, wenn es immer wieder zu Diskussionen über Unregelmäßigkeiten führt. Das ist insbesondere dann fatal, wenn die Entscheidungen wie bei den letzten Wahlen immer sehr knapp waren. Es ist ein ganz konkreter Schwachpunkt im Wahlsystem der USA.

    Die letzte Wahl war nicht knapp, Biden hatte national einige Millionen Stimmen Vorsprung (war aufgrund des Wahlrechtes nicht wirklich relevant ist aber schon etwas über die demokratische Legitimation sagt) und auch bei den Wahlmännerstimmen war der Vorsprung so groß, dass Trump mehrere von den umstrittenen Staaten (und damit eine deutlich sechsstellige Anzahl Stimmen) hätte kippen müssen und dort ist mehrfach ausgezählt und sehr genau hingesehen worden und auch die republikanischen Verantwortlichen auf jeweils regionaler Ebene haben sehr deutlich gesagt, dass das Wahlergebnis eindeutig und rechtmäßig ist. "Zweifel an der Wahl" ist - zumindest bei der letzten Wahl - eine ausschließlich durch Trump konstruierte Dolchstoßlegende.

    Das kann ich dir aus direkter Erfahrung bestätigen, dass es zu "seltsamen" Situationen kommt. Der Vater einer Freundin ist Amerikaner und wohnt hier in Deutschland. Seine Schwester in den USA hat zwei Wahlscheine bekommen, hätte also zweimal abstimmen können, während er gar nichts zugesandt bekommen hat.

    Das hat aber nichts mit der Briefwahl oder überhaupt der Wahl zu tun, sondern mit dem Fehlen eines Einwohnermeldesystems in einem sehr großen Land.

    Ich würde vorsichtig sein, mit dem, was man "so aus den USA hört", da ist viel stille Post und subjektiv gefärbtes dabei.

    Die genauen Regelungen sind Sache der Bundesstaaten, im allgemeinen sind die Anforderungen dort aber eher höher als bei uns. Die Briefwahl erfolgt meist in einem Umschlag in einem Umschlag, wobei der innere Umschlag unterschrieben sein muss, im Zweifelsfall wird die Unterschrift auch mit der vorliegenden Unterschrift in der Wählerregistrierung abgeglichen. Das ist ein wesentlicher Grund dafür, dass da die Auszählung so lange gedauert hat.

    Das Thema "Leute durch vernünftige Argumente von der Impfung überzeugen" ist durch, die, die man damit erreichen kann, hat man erreicht.

    Jetzt kommen noch die, die eigentlich nicht wollen, denen es im nächsten Winter aber irgendwann zu ungemütlich wird, sich ständig testen zu lassen oder irgendwo gar nicht mehr rein zu kommen. Wenn es nach mir ginge, könnte man diese Phase gerne beschleunigen, indem man jetzt schon flächendeckend auf das 2G-Prinzip für alle nicht essentiellen Aktivitäten (Restaurant, Disko, Konzert, Kreuzfahrtschiff,...) umstellt, spätestens im Dezember kommt das sowieso.

    Am Ende werden wir bei 75%-80% liegen und dann muss man halt damit leben, dass sich der Rest infiziert, hoffentlich ohne die Krankenhäuser zu überfüllen.

    Aus der Reihe, es wäre so lustig, wenn es nicht so traurig wäre:

    https://www.ndr.de/nachrichten/ni…tfilter140.html

    Kurzvariante:

    - Die Stadt Hannover hat in einigen Schulen Kippsperren in Fenstern entfernen lassen, um zur Coronaprävention eine bessere Lüftung zu ermöglichen.

    - Die Förderrichtlinie für Luftfilter des Landes Niedersachsen sieht vor, dass Luftfilter für Klassenräume beschafft werden können, die nicht ausreichend gelüftet werden können

    - Die Kippsperren werden jetzt wieder eingebaut, damit das Lüften nicht mehr möglich ist, nur dann kann man Luftfilter für die Räume beantragen

    - Ob die Luftfilter dann wirklich kommen, ist allerdings noch nicht sicher

    Willkommen in Deutschland

    Bisher nur die IgGs. Wir werden uns mit dem behandelnden Arzt besprechen, sobald der aus dem Urlaub zurück ist. Evtl. braucht das Kind eine 3. Dosis.

    Damit zählt dein Kind aber formal sogar zu den geimpften und nicht zu den übrigen 30%.

    Und wirkungslos wird die Impfung vermutlich trotzdem nicht sein, ich meine schon mal gelesen zu haben, dass das Problem der nicht gebildeten Antikörper bei bestimmten Personengruppen bekannt ist, diese aber trotzdem eine Teilimmunisierung haben.

    Eine 3. Dosis (und 4.) werden wir alle brauchen, die Frage ist nur, ob es nach 6 oder 12 Monaten Sinn macht. Vermutlich spätestens dann, wenn es einen auf Delta angepassten Impfstoff gibt.

    Neben denen, die sich nicht impfen möchten, gibt es auch immer noch die, die sich nicht impfen können, weil sie

    a) zu jung sind oder

    b) aus gesundheitlichen Gründen keine Impfung erhalten dürfen.

    b) ist weitgehend ein Gerücht, bzw. eine Ausrede, die von Impfskeptikern gerne vorgeschoben wird, um sich nicht weiter rechtfertigen zu müssen. Schwangeren wird die Impfung in Deutschland noch nicht empfohlen (eine Haltung mit der die Stiko international ziemlich alleine ist), ansonsten sind nur Allergien gehen Inhaltsstoffe einschlägige Kontraindikationen und wenige OPs, wenn sie denn unmittelbar anstehen. Bei den meisten sonstigen Erkrankungen oder Vorbelastungen wird eine Impfung sogar ausdrücklich empfohlen, weil Risikogruppe. Der Anteil an Personen, die sich tatsächlich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, liegt in der zugelassenen Altersgruppe vielleicht bei 1% und spielt keine relevante statistische Rolle bei den 20%, die sich offensichtlich nicht impfen lassen wollen (von denen aber viele behaupten, sie dürften nicht).

    Da mache ich mir weniger um Laschet oder Baerbock sorgen, ein Bundeskanzler macht solche Dinge eh nicht persönlich und seine Performance hängt auch in vielen anderen Bereichen ganz stark davon ab, wer ihn berät und wer die tatsächliche Arbeit macht.

    Das wiederum ist für mich dann Anlass zur Sorge, denn ich habe den Eindruck, dass - durch alle Parteien hinweg - sich die Gruppe der Personen, die in der Sache kompetent sind, aus der Mitarbeit verabschiedet hat (oder rausgedrängt wurde).

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