Beiträge von Moebius

    Ja... Und was habe ich jetzt neues gelernt? Wieso ist es denn 1 % mehr und wieso ist es in Sachsen gleich 2 % mehr? Sterben denn deutsche alte Menschen eher als schweizer alte Menschen?

    - Die niedrigere Inzidenz der Stadtstaaten (auch Berlin hat eine recht niedrige) dürfte an der Bevölkerungsstuktur liegen

    - Der besonders hohe Wert Sachsens dürfte an der Infektionslage im November/Dezember liegen

    - Die Fragestellung "Warum ist die Sterblichkeit in der Schweiz niedriger als in Deutschland" dürfte nicht zielführend sein, da die Lage innerhalb Deutschlands schon sehr unterschiedlich ist, innerhalb der Schweiz dürfte es ähnlich sein und wenn man da auf einzelne Regionen guckt, wird man da vermutlich auch Gründe für höhere und niedrigere Sterblichkeiten finden

    ... und der Schweiz, auch unsere Positivrate ist seit einiger Zeit schon kleiner als in Deutschland. Ich finde eher die Fallsterblichkeit verdächtig viel höher als in Österreich oder der Schweiz (da jeweils ähnlich). Mag natürlich sein, dass es mehr Menschen in schlechterem Gesundheitszustand gibt, die Lebenserwartung ist ja auch kleiner. Es irritiert mich trotzdem. Ich habe irgendwie den Verdacht, dass im Dezember mal einige Leute einfach nicht zum Test gegangen sind und deshalb auch trotz Shutdown die Zahlen weiter hoch gingen.

    Die Sterblichkeit liegt in Deutschland bei 2,8% , in der Schweiz 1,8% bei .

    Innerhalb Deutschlands findet man durchaus noch größere Differenzen (Sachsen 3,9%, NRW 2,4%, Bremen 1,9%, ).

    Fun Fact: Deutschland testet im internationalen vergleich so wenig, dass selbst wenn jeder Test positiv wäre wir nie über eine Inzidenz von etwa 1200 kämen. Vermutlich haben/hatten wir deshalb eine wesentlich höhere Dunkelziffer als die Nachbarländer.

    Auf das ist - wieder mal - mathematisch völlig falsch.

    Entscheidend für die Dunkelziffer ist die Positivquote, ist die hoch, so kann man auch von einem hohen Dunkelfeld ausgehen. Frankreich zB testet zwar ungefähr 1,5 mal so oft pro Kopf, hat gleichzeitig aber auch eine 3,5 mal so hohe Inzidenz, die Quote positiver Tests dürfte in Frankreich also mehr als doppelt so groß sein, wie die aktuell 6,5% bei uns, damit ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch die Dunkelziffer höher. Analog gilt das für alle Nachbarländer mit Ausnahme von Österreich und Dänemark.

    Aus der geringeren Verbreitung von Corona bei uns ergibt sich auch die niedrigere Testzahl, nicht umgekehrt.

    Gleichzeitig berichtet die gleiche Webseite nebenbei:

    Zitat

    Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca rechnet nach Angaben aus der EU damit, im zweiten Jahresquartel weniger als die Hälfte der vertraglich vereinbarten Impfdosen in die Europäische Union zu liefern, wie ein EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Demnach will der Konzern von April bis Juni weniger als 90 Millionen Einheiten liefern. Der Vertrag zwischen der EU und Astrazeneca sieht für diesen Zeitraum die Bereitstellung von 180 Millionen Impfdosen vor.

    Allerdings sind bei 90 Mio für Europa die 16,7 Mio für Deutschland wohl realistisch, ich vermute mal, dass die Reduktion im ersten Artikel schon enthalten ist.

    Für die Astrazeneca-Skeptiker dürften damit die Chancen steigen auch an andere Präparate zu kommen (und ich bleibe bei meiner Vermutung, dass man spätestens im Mai in der EU bei Astrazeneca den Stecker zieht und die Dosen direkt an andere weiter reicht).

    Und was hat jetzt Frau Merkel davon, dass meine Coiffeuse einem Frankfurter die Haare schneidet?

    Ich habe gehört, Frau Merkel hat Millionen in die Aktien schweizer, französischer und polnischer Friseure gesteckt und will mit dem Gewinn die Krim von den Russen kaufen um da dann nach ihrem Abgang als Bundeskanzlerin den feien Staat "Merkelland" aus zu rufen.

    Noch mangelt es am Präparat - die Impfzentren können ihre Kapazitäten nicht ausschöpfen. Doch ab April wird es umgekehrt sein: 77 Millionen Dosen wollen die Hersteller bis Juni liefern. Die Bundesländer müssen sich perfekt aufstellen, sonst droht bald der "Impfstau".

    ...

    Viermal so viele Ampullen des Biontech-Präparats wie im ersten Quartal sollen dann zur Verfügung stehen - insgesamt gut 40 Millionen Dosen.Moderna und Astrazeneca wollen ihre Lieferungen in etwa verdreifachen auf 6,4 und 16,7 Millionen Impfdosen. Curevac und Johnson & Johnson dürften dann auch mit ihren Präparaten starten. Die Zulassung vorausgesetzt, kämen von ihnen zusammen 13,6 Millionen Dosen.

    ...

    Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat Zweifel daran, dass dieser Kraftakt klappt. Einen "gigantischen Stau" befürchtet KBV-Vorstandschef Andreas Gassen schon bald, wenn nicht niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in die Impfkampagne eingebunden werden.

    Mein persönliches Liefer-Highlight im Lockdown:

    Lieferung mit Identitätsfeststellung von Amazon, Lieferung über die Post wird mehrfach per Email angekündigt, am Tag der Lieferung kann ich sogar das Postfahrzeug live online verfolgen. Ich sehe da, dass der Wagen vor mein Haus fährt und gehe runter. Ich öffne die Tür, vor der der Postfahrer bereits mit meinem Paket in der Hand steht.

    "Ähh, guten Tag, ich hätte ein Paket für Sie ... das darf ich ihnen aber nicht geben."

    "???"

    "Ähm, ja, das ist mit Identitätsfeststellung, das wäre eine Dienstleistung mit persönlicher Interaktion, die bieten wir während Corona nicht an."

    "Und jetzt?"

    "Sie müssen das Paket *er hält es noch mal hoch* in der Filiale abholen."

    "Da habe ich doch die gleiche persönliche Interaktion und muss zusätzlich mit 20 anderen in der Schlange stehen."

    "Ja ich weiß, das ist nicht ganz zu Ende gedacht. Ich würde es ihnen ja so geben, aber in unserer Software gibt es die Möglichkeit gar nicht mehr."

    "Warum stehen Sie dann überhaupt vor meiner Haustür."

    "Das muss ich nach wie vor machen, weil wir getrackt werden und nur vor der Haustür den Status des Paketes auf in die Filiale umgeleitet ändern können."

    Schöne neue Welt.

    Es wurde hier recht lang und breit diskutiert, dass es schon einen Unterschied macht, ob man mit Astrazeneca oder mit Biotech geimpft wird.

    Nymphicus will kein Astrazeneca, sondern Biontech oder Moderna (ich auch, wenn ich die Möglichkeit dazu habe). Die Frage ist halt, was passiert, wenn ich eine Impftermin habe, Astrazeneca angeboten bekomme und das dann ablehne. Die Frage ist berechtigt und bisher ungeklärt.

    Spahn ist das übrigens auch auf der PK am letzten Mittwoch gefragt worden, seine Antwort war:

    Wer ablehnt, wird halt nicht geimpft. Man kann einen neuen Terim machen, muss dann aber damit leben, dass man wieder warten muss und da dann vielleicht wieder Az angeboten bekommt.

    Edit:

    Und ja, es macht schon Sinn, die Frage lehrerspezifisch zu stellen, aus 2 Gründen:

    - Lehrer an Grund- und Förderschulen werden im Impfplan in Gruppe 2 vorgezogen, da wird es dann gehäuft zu der Situation kommen, dass für die unter-65-jährigen nur AZ angeboten wird

    - Was passiert eigentlich, wenn eine Gruppe theoretisch die Möglichkeit hatte, sich impfen zu lassen, was bei den oben genannten Gruppen möglicherweise schon nach den Osterferien der Fall sein kann? Es ist durchaus möglich, dass dann Schutzmaßnahmen deutlich runter gefahren werden, mit der Begründung "Wer sich impfen wollte, hatte die Gelegenheit, wer das nicht gemach hat, muss das für sich selber verantworten und kann nicht erwarten, dass darauf Rücksicht genommen wird".

    Maskenpflicht aufheben finde ich eher etwas albern - sollen die Supermärkte dann Impfausweise kontrollieren?

    Regeln werden am Ende die ganze Geschichte die Fluggesellschaften und Reiseveranstalter, Alltours hat bereits angekündigt ab Sommer nur noch Gäste mit Impfnachweis in die hauseigenen Hotels zu lassen.

    So, sie war dann auch so genervt, dass sie das "Äpfel" mit "Birnen" vergleichen noch mal erklärt hat:

    Wirksamkeit eines Impfstoffes – was bedeuten all diese Prozentzahlen? – So funktionierts! (wordpress.com)

    Schon die joviale Überschrift suggeriert ja, dass eigentlich die Leute zu dumm sind es selber zu verstehen und darum doch bitte einfach machen sollen, was man ihn sagt.

    Die Unterschiede zwischen den Impfstoffen sind vorhanden und ja, auch wenn ich weiß und verstehe, dass es nicht nur um den Schutz vor Infektionen sondern auch um den vor schweren Verläufen geht, etc., ist ganz objektiv und unbestreitbar ein Qualitätsunterschied zwischen den Impfstoffen vorhanden. Aktuell wird versucht, diesen klein zu reden - Astrazeneca sei doch eigentlich viel besser als die schnöden 70% vermuten lassen, gleichzeitig gibt es heute die ersten Artikel darüber, dass die gestern vermeldete Erkenntnis, dass Biontech auch die Weitergabe verhindere noch gar nicht bewiesen sei - klar, gestern gab es auch nur eine Presseerklärung, die Studie dazu kommt erst Ende der Woche.

    Aus gesamtgesellschaftlicher Sicht mag das Sinn machen, dass man das was man jetzt hat natürlich nutzen sollte. Ich empfinde es aber schon als Problem, dass viele Experten offensichtlich meinen ihre Expertise als gesellschaftspolitisches Mittel einsetzen zu müssen. Experten sollen Expertise außen, keine Politik machen.

    Wir werden mit den Impfstoffen genau das gleiche erleben, wie vor einem Jahr mit den Masken: Die Einschätzung wird sich Verändern, sobald sich die Verfügbarkeit ändert. Waren im letzten März Masken noch nach einhelliger Meinung nutzlos, sind die gleichen Experten jetzt der Meinung, das Maskenverweigerer asozial sind. Die gleichen Experten, die jetzt die Vorteile von Astrazeneca betonen, werden ums im Mai erklären, dass wir uns bei der Impfkampagne jetzt auf die mRNA-Impfstoffe konzentrieren und den Rest an andere Länder verschenken sollten, weil wir mit dem Impfen sowieso nicht mehr hinterher kommen.

    Nebenbei: Die Seite täuscht eine wesentlich höhere Komplexität vor, als realvorhanden.

    Es werden lediglich alle möglichen Prioritätsfaktoren abgefragt, dann wird man nach dem mit der höchsten Priorität in die passende Gruppe eingeordnet. Wenn ich das richtig sehe, gibt es am Ende nur vier mögliche Ergebnisse.

    Das ist ja interessant... Das kam ja auch bei mir raus, obwohl ich auch noch Asthma habe. Dann wird das zwar abgefragt, macht aber keinen Unterschied??? Echt seltsam.

    Es muss ein Prioritätsfaktor aus einer höheren Gruppe sein, weitere Prioritätsfaktoren aus der gleichen Gruppe bringen dir nicht. Als Lehrer über 60 mit Asthma hast du die gleiche Priorität, wie die gesunde, 30jährige Sportlehrerin.

    Ob das am Ende so stimmt, lässt sich noch nicht sagen, aktuell wird in Gruppe 1 dann nach feineren Kriterien weiter differenziert. (Ich vermute, das wird man eher nicht mehr machen, wenn es über die Hausärzte in die Breite geht.)

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