Beiträge von Moebius

    Hast du die über 65jährigen aus Impfgruppe 3 auch mitgerechnet? Weiterhin ist ja nicht die Frage, wann Lehrer dran kommen. Momentan gibt es ja zwei verschiedene Reihenfolgen einmal für AZ und einmal für Biontech und co.. Und wird sicherlich nicht die Lehrer Biontech anbieten solange es noch ältere gibt, die darauf angewiesen sind und AZ in den Lagern liegt. Außerdem setzt du voraus, dass man dann überhaupt eine freie Impfstoffwahl anbietet. Was machst du, wenn die Bundesregierung das erst im August freigibt?

    Aber selbst nach deinen Zahlen ist vollkommen unrealistisch als Lehrer im April regulär an Biontech zu kommen. Ich bleibe dabei. Für die meisten Lehrkräfte gibt es die Chance frühestens Mitte Juni. Vielleicht auch erst im Juli oder August.

    Sorry, aber das hat nichts mit Meinung zu tun, das ist Mathematik. Wenn die Lieferpläne so eingehalten werden und man die Prioritätsgruppen so einhält ergibt sich aus den Liefermengen und den Gruppengrößen ein Impfstart für Lehrer ab frühestens Ende April bis Mai.

    Das heißt natürlich nicht, dass

    - es sicher ist, dass die Pläne eingehalten werden

    - man sich dann den Impfstoff aussuchen kann

    Allerdings ist die Gruppe der über 65jährigen dann zum Großteil bereits abgearbeitet und fast alle, die dann geimpft werden können, können jeden Impfstoff bekommen und zu dem Zeitpunkt werden die mRNA-Impfstoffe etwa 80% der Mengen ausmachen. Somit dürften die Chancen zumindest steigen, da dann auch den guten Stoff zu bekommen.

    Anders wird es in den Bundesländern aussehen, in denen Lehrer und Erzieher vorgezogen werden, da ist der Großteil der Impfkonkurenz noch über 70, damit werden für die anderen Kandidaten zu diesem Zeitpunkt nur die Vektorimpfstoffe zur Verfügung stehen.

    Darum bin ich persönlich auch nicht so wahnsinnig scharf auf ein Vorrücken von Lehrern von 3 nach 2.

    Ich persönlich halte mir vorsichtshalber den 20. Mai frei.

    Noch mal zur Verdeutlichung:

    Wir werden keine Impfquote von 100% haben, wenn es gut läuft, werden sich in Deutschland 60 Millionen Menschen Impfen lassen.

    Bis Ende Q2 kann man alleine mit mRNA problemlos die Hälfte davon schaffen und zur ersten Hälfte werden Lehrer definitiv gehören.

    Edit:

    Da findet man die Prioritätsgruppen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Priorisierung_der_COVID-19-Impfmaßnahmen#Zu_priorisierende_Personengruppen

    Es gibt in Deutschland insgesamt 35 Mio Personen mit erhöhter Priorität. Davon lassen sich 25 Mio - 30 Mio impfen, Lehrer kommen also irgendwann ab Position 15 000 000 dran, also nachdem 25-30 Mio Dosen verimpft sind.

    Das sind doch genau die gleichen Zahlen wie von der Süddeutschen Zeitung, die ich gepostet habe.

    Aber selbst wenn du noch mal 10 Mio darauf rechnest, wirst du als Mensch unter 65 Jahren niemals regulär im April oder Mai schon Biontech geimpft. Selbst mit Lieferungen aus der Nachbestellung reicht das für 30 Mio Menschen und alleine die nächste Altersgruppe ist irgendwo 12-15 Mio groß. Du wirst also frühestens am Ende des 2.Quartals eine reguläre Möglichkeit auf Biontech haben. Da ist noch nicht mitgerechnet, dass ja alle Biontech wollen. Also realistisch kann man es irgendwann im Sommer aussuchen.

    Prioritätsgruppe 1 und 2 sind je ca. 8 Millionen Personen, Bei einer Impfquote von 80% werden also ungefähr 13 Millionen Personen geimpft, bevor die Gruppe mit Lehrern an der Reihe ist. Wir werden in ca. 3 Wochen mit der Orio-Gruppe 2 starten, Mitte bis Ende April dann mit Prio 3. Mit den oben genannten Zahlen für Q1 und Q2 können etwa 30-35 Millionen Menschen geimpft werden, das sind deutlich mehr als die Gesamtzahl aller Personen mit erhöhter Priorität in allen 3 Stufen. Theoretisch könnte man also mit den Lehrern bis Ende Mai durch sein und zwar nur mit dem mRNA-Impfstoffen, also ohne irgendwelches vorziehen mit den Ladenhüter-Impfstoffen.

    Voraussetzung ist aber die notwendige Kompetenz, diese Mengen auch unter das Volk zu bringen, die ich beim Staat aktuell nicht erkennen kann.

    Die geplanten Liefermengen findet man zB da:

    https://www.zdf.de/nachrichten/po…ognose-100.html

    Die Aufstellung enthält dabei noch nicht die zusätzlichen Mengen durch die Nachbestellung von 200 Mio Dosen bei Biotech und 160 Mio Dosen bei Moderna, da sollten im 2. Quartal noch grob 10 Millionen drauf kommen.

    Somit wird man im 2. Quartal 50-60 Mio Einheiten der mRNA-Impfstoffe bekommen, so dass man alleine Davon knapp 1 Millionen pro Tag verimpfen muss. (Dann nach Plan über die Hausarztpraxen.)

    Im 1. Quartal liegen wir insgesamt unter 20 Mio Einheiten.

    Menschen sind nach abgeschlossener Impfung mit dem Wirkstoff der Hersteller Biontech und Pfizer wohl nicht ansteckend. Das geht aus einer Studie des israelischen Gesundheitsministeriums und Pfizer hervor. Den Daten zufolge schützt der Impfstoff zu 90 Prozent vor einer Weitergabe des Coronavirus, berichtet die "Bild"-Zeitung.

    ...

    Wie das israelische Gesundheitsministerium mitteilt, wurden bei Geimpften zwei Wochen nach der zweiten Impfdosis 95,8 Prozent weniger Infektionen festgestellt als bei nicht geimpften Menschen. Eine Woche nach der zweiten Dosis liegt die Wirksamkeit demnach bei 91,9 Prozent.

    Die Daten bestätigen somit die zuvor in klinischen Studien festgestellte hohe Wirksamkeit. Der Impfstoff schützt zwei Wochen nach der zweiten Dosis zudem zu 99,2 Prozent vor einer schweren Erkrankung und zu 98,9 Prozent vor einem tödlichen Verlauf.

    Aktuell zeichnet sich ab, dass ab April die Mengen, alleine von dem mRNA Impfstoffen so stark steigen, dass sich die Situation umdrehen wird und wir eine Impfstoffknappheit mehr haben, sondern mit dem Impfen nicht mehr nachkommen werden. Dann hat sich das Thema eh erledigt, man wird sic den Impfstoff aussuchen können und nicht verimpften Reste der Vektor-Impfstoffe gehen dann halt nach Afrika oder auf den nicht-EU-Balkan.

    "Bedroht" finde ich in diesem Fall etwas überzogen, es wurden Proteste vor dem Impfzentrum angekündigt und das wollte man wohl nicht um den Betrieb da nicht zu beeinflussen, was ich für eine richtige Entscheidung halte.

    Der Einsatz von Herrn Lauterbach war sowieso nur eine PR-Aktion (was in diesem Kontext nicht negativ gemeint ist, er wollte wohl Vertrauen in AZ schaffen).

    Grundsätzlich gibt es nun mal ein Recht auf Demonstration, Drohungen muss man nachgehen und Urheber ausfindig machen, wenn jemand sich selbst so massiv in die Öffentlichkeit begibt, wie Lauterbach muss er mit (geordnetem und zivilem) Gegenprotest aber auch leben.

    Schutz schon nach der ersten Spritze: Der Impfstoff von Pfizer und Biontech zeigt eine 85-prozentige Wirksamkeit gegen das Coronavirus bereits nach Verabreichung der ersten Dosis

    ...

    Der Studie zufolge lag die Effektivität des Biontech/Pfizer-Impfstoffs einen bis 14 Tage nach der Impfung bei 47 Prozent und stieg zwischen dem 15. und 28. Tag auf 85 Prozent.

    Ungeklärt ist weiterhin, ob vollständig geimpfte Personen das Coronavirus weiterverbreiten können. "Das ist die große, große Frage, an der wir noch arbeiten", sagte Studien-Mitautor Gili Regev-Yochay.

    ...

    Tippfehler, ich meinte PCR-Test.

    Und wie gesagt: die Vertragsärzte scheinen durchaus interessiert an der Abnahme der Tests. Bei uns hat einer davon alle Schulen durchtelefoniert und angeboten, vor Ort zu testen, alle Schulen die das angenommen haben, haben bei uns jetzt für einen Vormittag ein Testzentrum.

    Der Berechtigungsschein liegt vorausgefüllt im Sekretariat, alles in allem hat mich das diese Woche etwa 3 Minuten gekostet.

    Man muss sich nur drum kümmern und nicht immer nur warten, bis der böse Dienstherr endlich aktiv wird und mit ein Taxi schickt.

    Aktuell in SH:

    Lehrkraft ist 6 Tage nach Präsenzunterricht mit leichten Symptomen einer Atemwegserkrankung zuhause geblieben, die Inkubationszeit passt sehr gut zu einer Ansteckung durch den Unterricht. Dort sind in der Folgewoche außerdem zwei SuS krank gemeldet (ohne, dass man Details erfährt).

    Als Symptome wie Geruchsverlust hinzukommen will die Lehrkraft selbstverständlich einen Test auf SARS-CoV-2 durchführen auch zum Schutz und zur Information der übrigen Mitglieder der Schulgemeinschaft und erfährt, dass der Dienstherr sich weigert die Kosten zu übernehmen. Man könne ab dem 22.02. in SH Schnelltests machen, vorher wird da nix gezahlt. Lehrkraft macht daraufhin verständlicherweise keinen Test, die KuK werden natürlich von der Schulleitung auch nicht informiert.

    Die beschriebene Situation kann auf alles hinweisen, ernsthafte Anzeichen für einen größeren Ausbruch oder Belege für eine Infektion in der Schule kann ich da nicht erkennen.Möglich, vielleicht auch nicht. Aber viel wichtiger:

    Der Dienstherr ist nicht für annlassbezogene Tests aufgrund von Symptomen verantwortlich, bei den in der Schule zur verfügung stehenden Testmöglichkeiten ist das Vorhandensein von Symptomen sogar ein Ausschlusskriterium. Wenn man Symptome hat, ist man krank, dann hat man das zu tun, was man macht, wenn man krank ist: zum Arzt gehen, sich da anhand der ärztlichen Empfehlungen behandeln zu lassen und die Behandlung, wie üblich, mit seiner Krankenkasse abrechnen.

    Wer jetzt ernsthaft Kindergartenspiele der Art "Wenn der Dienstherr vorher keine Kostenübernahme zusichert, mache ich gar nichts" spielt ist definitiv Teil des Problems und nicht der Lösung.

    Ganz nebenbei: Testangebote gibt es auch in anderen Bundesländern, zT auch für Erzieher, etc.

    Herr Spahn hat auf der PK am Mittwoch gesagt, dass die aktuellen Testangebote von 10%-20% der Berechtigten angenommen werden. Dies st in meinen Augen viel zu wenig. Wenn wir es mit der Eindämmung von Covid ernst meinen, müssen wir uns zuerst an die eigene Nase fassen und die bestehenden Möglichkeiten auch ausreizen.

    In Schulzentren mit 100+ Mitarbeitern ist es zB problemlos möglich jemanden, der dazu berechtigt ist, die Tests auch zu führen (und ab zu rechen) für einen Vormittag in die Schule zu bekommen, dadurch steigt die Akzeptanz erheblich, weil ich nicht extra einen Arzttermin machen muss (ich hätte auch keine Lust, ein mal pro Woche einen Nachmittag dafür zu opfern).

    Für die Durchführenden ist das durchaus attraktiv, weil sie die Gesamtzahl mit dem Land abrechnen können - relativ viel Umsatz für relativ wenig Aufwand. (Mal so als Tipp für diejenigen, die in Niedersachsen in der Schulleitung oder im Personalrat sind.)

    Schulmail.

    Alle Lehrerinnen und Lehrer in Niedersachsen haben über die Schulen ein Berechtigungsschreiben bekommen, das Sie ausdrucken und von der Schulleitung unterschreiben lassen müssen, dann können Sie sich ein mal pro Woche testen lassen (Antigen-Schnelltest beim Hausarzt oder Apotheke, PCD nur bei positiven Vortest.)

    Ich lasse mich jeden Freitag testen.

    In Niedersachsen werden übrigens die Klassen bei eine Einzelfall aktuell komplett durchgetestet (zumindest bei meinem Gesundheitsamt) und Lehrer können sich wöchentlich testen lassen.

    (In so fern ist es eigentlich erstaunlich, dass die Inzidenz in Schulen so niedrig ist, wie oben beschrieben, da hier vielleicht noch nicht optimal getestet wird, aber wir sind sicher deutlich dichter dran als viele andere Lebensbereiche. Wenn es noch ein großes Dunkelfeld gäbe, müssten durch die Testung eigentlich viel mehr Fälle in Schulen auffallen.)

    Das sind wie gesagt die Schnelltests, es ging aber um Selbsttests ;)

    Und ja, wie das Montag bei uns läuft, keine Ahnung, es soll ab Montag getestet werden, ob sie Leute gefunden haben, die das machen, auch keine Ahnung, die Schulleitung hüllt sich in Schweigen.

    Die von mir beschriebenen Tests nimmt eine geschulte Person an sich selber vor. Das ist auf Basis der aktuellen Rechtslage aktuell in Schulen möglich und entsprechende Tests sind auch verfügbar, dafür werden nämlich die gleichen "Schnelltests" verwendet, die aktuell auch in Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen verwendet werden und nicht die "Selbsttest-Kits", die ab März für jedermann in Apotheken angeboten werden sollen.

    Dass diese in Deutschland noch nicht zugelassen sind, damit rechnet man erst Ende März ca. In Berlin sollen sie schon gekauft und bei der Senatsverwaltung liegen, aber dürfen eben aktuell nicht benutzt werden.

    Noch nicht zugelassen sind in Deutschland Schnelltests für Privatpersonen, zugelassen und in großer Stückzahl verfügbar sind welche für geschultes Personal. Das können auch Lehrer sein. In Niedersachsen gibt es auch eine Rechtsgrundlage, die Schulen erlaubt die Tests selber zu beziehen (ein 25er-Pack kostet 200 €), die Lehrer müssen ein mal von einem Arzt in der Anwendung eingewiesen werden (das geht per Videokonferenz) und dann kann sich im Prinzip jeder selber testen.

    Das ist also prinzipiell mit der aktuellen Rechts- und Verfügbarkeitslage möglich. (Die Finanzierung ist dann noch ein anderes Problem.)

    Lieber einmal mehr scheinbar Recht gehabt, statt eine anschauliche Warnung einfach mal stehen zu lassen, gell?

    Deine Methode zur Ermittlung von Zahlen gleicht der Anwendung der Drake-Gleichung, bei der man immer in die einem genehme Richtung rauf oder runter Multiplizieren kann um am Ende das gewünschte Ergebnis zu kriegen. Und jemand, der ganz offen zugibt, dass Daten für Ihn nur mittel zum Zweck sind um Leute in eine von Ihm gewünschte Richtung zu manipulieren, muss sich nicht wundern, wenn das für andere keine ernstzunehmende Diskussionsgrundlage mehr ist.

    Ja, aber du kannst es nicht vergleichen. Alleine weil wir gegen Masern einen Schutz haben.

    Sag das Nymphicus.

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