Beiträge von Moebius

    Hast du dazu irgendwas Schriftliches? Mein letzter Stand ist Herrn Tonnes Ankündigung von Mittwoch, dass sich niedersächsische Lehrkräfte bald kostenlos testen lassen könnten, aber ich wusste nicht, dass dies schon umgesetzt wurde. Das heißt also, ich dürfte mir nun einen Termin für einen Coronatest bei meinem Hausarzt holen (würde ich vermutlich nur machen, wenn ich Symptome bekomme)?

    Noch nicht, nur aus dem Brief vom Donnerstag:

    Zitat

    Ich möchte Sie hierzu kurz darüber informieren, dass wir allen Schulleitungen, Lehrkräften sowie schulischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landes Niedersachsen die Möglichkeit zweier freiwilliger Testungen geben werden. Die Kosten dafür werden vom Dienstherrn übernommen. Detailinformationen erhalten Sie in der nächsten Woche.

    Das Hausrecht einer Privatperson oder einer Firma in Bezug auf die Nutzung von Räumlichkeiten, in denen man der Hausherr ist, ist nicht gleichzusetzen mit dem Hausrecht des Schulleiters in Bezug auf die Räumlichkeiten einer Schule, da dem die Schulpflicht entgegen steht. Ich kann mir aussuchen, ob ich meinen Nachbarn besuche oder in einem Supermarkt einkaufe, nicht jedoch, ob mein Kind zur Schule geht. Einen Schüler vom Unterricht auszuschließen, weil er keine Maske trägt (was man ja in letzter Konsequenz immer androhen muss, wenn gegen Regelungen der Hausordnung verstoßen wird) steht im Konflikt mit der Schulpflicht. Hier muss eine Rechtsgüterabwägung vorgenommen werden und da wird die Schulpflicht das höhere Gut sein.

    Auch die Einführung von Schuluniformen oder vergleichbarer Vorgaben ist in Deutschland nicht so einfach über die Hausordnung möglich.

    An der Zahl der coronabedingten Todesfälle ist die "zweite Welle" übrigens bis heute immer noch komplett vorbei gegangen, die schwankt nach wie vor um 5 pro Tag (was etwa der Hälfte der Verkehrstoten und einem fünftel der Suizide pro Tag entspricht).

    Und wem das noch nicht genug gute Nachrichten sind:

    Zitat von n-tv

    +++ 20:29 Gericht kippt Prostitutionsverbot in Niedersachsen +++

    Aber bitte nur mit Mundschutz.

    Und auch jetzt kriegst du nicht überall einen Test, selbst wenn du eine Kontaktperson 2. Grades bist und Symptome hast :hitze:

    Falls man das ernsthaft möchte:

    Lehrer können sich in den meisten Bundesländern anlasslos testen lassen, zB bei uns in Niedersachsen zwei mal mit Kostenübernahme durch das Land, ein "Privileg", das sonst nur echte Risikogruppen, wie medizinisches Personal, haben.

    In Deutschland hatte die Zahl der Testungen in der vergangenen Woche mit 987 000 den absoluten Höchststand und der Anteil mit positivem Befund ist mit unter 1% konstant niedrig.

    Hier wird einfach an der Realität vorbei Gejammert.

    Man weiß doch gar nicht, ob es "nennenswertes Infektionsgeschehen" gibt.

    Doch, natürlich weiß man dass, Tausende von Fachleuten beschäftigen sich mit dem Aufklären von Infektionsketten und in Deutschland werden jede Woche mehr als eine halbe Millionen Tests gemacht. Hört doch auf, so zu tun, als würden wir hier die Augen verschließen und einen Blindflug machen, keine Krankheit in der Geschichte der Menschheit ist jemals mit einem vergleichbaren Aufwand erforscht, bekämpft und eingedämmt worden.

    Und das - zumindest in Deutschland - in den letzten 4 Monaten ausgesprochen erfolgreich.

    Bei der Maskenpflicht im Unterricht in NRW war von Anfang an kommuniziert, dass es zunächst um eine Phase von zwei Wochen geht um die Sicherheit in einer Zeit zu erhöhen, in der es noch unerkannte Infektionen von Reiserückkehrern geben könnte. Die Regelung war auch von Anfang an auf diesen Zeitraum befristet. Da es nach wie vor kein relevantes Infektionsgeschehen an Schulen gibt (weder in NRW noch in den Bundesländern ohne Maskenpflicht im Unterricht), ist es auch absolut folgerichtig, dass die Regelung jetzt ausläuft und nicht noch einmal verlängert wird.

    Aber wenn man sich aufregen möchte, kann man sich natürlich auch hier mal wieder aufregen.

    Das schöne ist ja, dass man alle drei Tage einen neuen Grund hat, sich auf zu regen und sich damit die Diskussion darüber sparen kann, dass man sich schon die letzten 20 Mal völlig unnötig aufgeregt hat.

    Auch Biontech hat letzte Woche einen Zwischenstand bekannt gegeben (die entwickeln mit Pfizer) und bekräftigt, dass sie damit rechnen im Oktober so weit zu sein, den Zulassungsantrag zu stellen, man hat auch gleich angekündigt, in diesem jähr noch 100 Mio Dosen zu liefern (Biontech entwickelt einen mRNA-Impfstoff, die in der Produktion besonders gut skalierbare sind). Wenn sich eine seriöse Firma aktuell so weit aus dem Fenster lehnt, glaube ich schon, dass sie bei den Forschungsergebnissen im Grunde schon ziemlich sicher sind und es aktuell nur noch um die notwenige statistische Grundlage geht.

    Ich gehe davon aus, dass Personal im Medizin und Pflege noch in diesem Kalenderjahr geimpft werden kann und andere exponierte Berufsgruppen (Polizisten, Lehrer, ... ) dann Anfang des neuen Jahres. Wenn man das denn will.

    Wieso genau willst Du die rausrechnen? Das sind infizierte Person, die IN Deutschland wiederum weitere Personen anstecken (können). Soll Spanien denn alle Infektionen, die durch Touristen eingeschleppt wurden, auch wieder "rausrechnen" damit es kein Risikoland mehr ist oder was?

    Ich will nur verdeutlichen, dass wir nicht in einer allgemeinen "zweiten Welle" stecken, sondern dass es für die steigenden Infektionen durchaus sehr klar benennbare Ursachen gibt, die man zum Teil auch deutlich gezielter angehen könnte, wenn man denn wollte.

    Zumal die genaue Zuordnung der Infektionen auf das Reiseland auch sehr deutlich zeigt, dass es eben nicht allgemein "Urlauber" sind.

    In Deutschland haben sich in der letzten Woche 42% aller positiv getesteten vermutlich im Ausland infiziert.

    Rechnet man diese 42% aus den Neuinfektionen raus, so liegt man irgendwo zwischen 500 und 1000 Neuinfektionen in Deutschland pro Tag was dann wiederum gar nicht so weit von den Werten aus Mai/Juni entfernt ist.

    Schulen tragen nach wie vor nicht nennenswert zum Infektionsgeschehen bei, auch da nicht, wo schon wieder seit knapp 4 Wochen Unterricht stattfindet.

    Ich meine, relevant wären stationäre Behandlungen der letzten 10 Jahre, ambulante der letzten 5, aber ohne Gewähr.

    Auf jeden Fall würde ich genau nachfragen, was er wissen will, und erst dann antworten.

    Nicht ins "Plaudern" kommen, sondern genau die Fragen beantworten, die gestellt werden und das natürlich wahrheitsgemäß.

    Das nennt sich verlässliche Grundschule (für 5 Zeitstunden) oder Ganztag.

    Im Ganztag sind ohnehin Lehrkräfte eingesetzt, gerne mit 50%Bewertung der Stunden.

    Im Niedersächsischen Ganztagserlass ist eindeutig geregelt, dass eine 50%tige Anrechnung nur bei einer reinen Beaufsichtigung zulässig ist, zB in der Mittagspause. Betreuungsaufgaben sind als reguläre Debutatsstunden an zu rechnen.

    Daran halten sich aber nicht alle Schulleiter ...
    Ja, weiß ich. Es ist halt immer auch die Frage, was man mit sich machen lässt, man muss seine Rechte notfalls auch durchsetzen.

    Ich finde es im Ganzen gut, dass im heutigen Matheunterricht es weniger um das stumpf Operieren geht. Aber diese Kompetenz faktisch gänzlich an Hardware auszulagern finde ich nicht gut, ...

    Meiner Erfahrung nach wird der Mathematikunterricht durch CAS nicht weniger stumpfsinnig, sondern mehr.

    In der Theorie gewinnt man durch CAS Freiräume, indem man Rechenroutinen an das System auslagert, die man dann für "höhenwertige" Tätigkeiten nutzen kann. In der Praxis überfordern diese höhenwertigen Fähigkeiten aber heute selbst an Gymnasien einen Großteil der Schüler, vor allem wenn man vorher die grundlegenden Routinetätigkeiten nicht so weit thematisiert hat, dass Schüler diese wirklich verstanden haben. (Denn auch vermeintliche Routinetätigkeiten, wie Gleichungen lösen, fördern mathematisch-prozessorientiertes Denken.)

    Gerade für die etwas schwächeren Schüler wird der Mathematikunterricht mit CAS über weite Phasen zum "Köpfchen-Drück-Unterricht".

    "Weniger stumpf" kann ich eher mit GTR unterrichten. Statt die Gleichung einfach nur einzugeben und auf solve zu drücken, lasse ich die beiden zugehörigen Graphen zeichnen und bestimme die Schnittstelle, da scheitert der schwache Schüler auch nicht an seinen Rechenfertigkeiten, kann aber zumindest auf seinem Niveau noch eine eigene Denkleistung mit einbringen, und sei es nur, indem er einen geeigneten Window-Bereich wählt.

    Das Argument mit der Studierfähigkeit kommt noch dazu.

    Das für mich eigentliche Rätsel ist die Tatsache, dass nach meiner Erfahrung der weit überwiegende Teil der Mathematiklehrer das so sieht, von oben aber trotzdem das CAS gepusht wird.

    Meine Hoffnung ist, dass entsprecheden Programme auf Tablets deutlich intuitiver zu bedienen sind.

    Die Angebotslage auf dem Tablet ist erstaunlich mau.

    Man darf nicht vergessen, dass man nicht "irgendeine" TR-App verwenden darf, diese muss einen Prüfungsmodus unterstützen und genau so wie wie ein Hardware-TR die Kriterien der Erlasse erfüllen.

    Aktuell gilt das eigentlich nur für die NSpire App von TI die es in einer GTR und einer CAS Version gibt. Die gibt es nur für iPad, die Bedienung ist ähnlich wie die der Rechner, wenn auch nicht identisch.

    Außerdem gibt es eine TR-App vom Westermann. Die ist systemübergreifend aber wohl noch nicht ganz ausgereift.

    Casio ist bisher außer Konkurrenz, weil sie ihre App allen ernstes als Abo-Modell anbieten, so dass über ein Schülerrleben Kosten deutlich im dreistelligen Bereich anfallen würden, das kann man niemandem zumuten.

    1. Wenn es Samstagsunterricht geben würde, würde man sich an den Interessen der Schüler und Eltern orientieren und nich an denen der Lehrer. Ideen, wie "dafür einen anderen Tag frei" könnt ihr vergessen, da solche Sachen keine Priorität haben werden. Wir könnten und auf mehr Springstunden, zusätzliche Betreuungsangebote (Jahrgang 5 jetzt Dienstags bis Samstags? Da brauchen wir aber eine Notbetreuung, für die Eltern, die am Montag arbeiten müssen!), etc. einstellen.

    2. Da Samstagsunterricht nicht im Interesse der überwiegenden Mehrheit der Eltern und Schüler ist, wir er nicht kommen.

    Es wird CAS-Zwang werden.

    Wir kämpfen in Niedersachsen schon seit Jahren einen Abwehrkampf dagegen, der aber scheibchenweise verloren geht. (Vor einigen Jahren sollte schon mal eine allgemeine CAS-Pflicht kommen, dann wurde durch die Hintertür der Curricula versucht Vorgaben zu machen, die bei genauer Auslegung nur mit CAS zu erfüllen wären). Aktuell ist der Erlass für die Tablet-Nutzung so formuliert, dass auf dem Tablet nur die CAS-Software zulässig ist. (Von TI gibt es beide Varianten, die ansonsten auch Identisch sind, es geht also wirklich nur um die Durchsetzung von CAS).

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