Wurde in der PK heute dargestellt. Ich habe nur mit einem Ohr zugehört. Der Journalist war auf Basis der Zahlen auf 0,9 gekommen, Wieler hatte dann gesagt sie wären auf 0,96 aufgerundet also 1. Es hörte sich aber nicht so an, dass es jetzt nicht eindeutig war. Ich finde es auch schwierig, wenn jetzt Herr Kubicki oder Du die Zahlen des RKI bezweifeln. Ich denke es gibt genug deutlich kompetentere Menschen und bis auf einzelne Stimmen, scheinen doch die meisten Wissenschaftlicher keinen Zweifel an den eigentlichen Zahlen zu haben
Nein, das RKI hat gestern Abend einen Bericht mit dem von dir genannten Wert veröffentlicht und heute mittag einen neuen mit R0=0,9 mit Konfidenzintervall 0,7-1,0, also um 0,85:
https://www.rki.de/DE/Content/Inf…publicationFile (Seite 7/8)
Und ich habe meine Kritik ziemlich ausführlich begründet, dem einfach nur zu entgegnen "das RKI ist kompetent, die werden es schon wissen" ist da ein bisschen dünne. Es bleibt eine deutliche Diskrepanz, wenn man gleichzeitig veröffentlicht, dass die Neuinfektionen auf Wochenbasis einerseits um 27% zurückgegangen sind und R0 gleichzeitig aber 1 sein soll und Kritik gab es nicht nur von mir, sondern zumindest in einer so großen Breite, dass es das RKI offenbar für nötig hält, darauf auch zu reagieren:
Zitat
In einem Bericht zur Methodik gibt das RKI zu bedenken, dass auch die deutliche Erhöhung der Testkapazitäten - und dadurch vermehrt sichtbare Infektionen - dazu führen könnten, "dass der aktuelle R-Wert das reale Geschehen etwas überschätzt"
Man räumt also ein, dass die Zahl vermutlich nicht stimmt. Das wäre völlig in Ordnung und legitim, wenn man sie nicht gleichzeitig als das entscheidende Kriterium für das weitere Vorgehen verkaufen würde.