Beiträge von Moebius

    Zitat von n-tv

    +++ 12:07 Leopoldina: Schulen so bald wie möglich wieder öffnen +++

    Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, unter bestimmten Voraussetzungen sobald wie möglich zuerst Grundschulen und die Sekundarstufe I schrittweise wieder zu öffnen. In der am Montag veröffentlichten Stellungnahme der Wissenschaftler heißt es unter anderem zu den Voraussetzungen, die Infektionen müssten auf niedrigem Niveau stabilisiert und die bekannten Hygieneregeln eingehalten werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Studie der Leopoldina als "sehr wichtig" für das weitere Vorgehen bezeichnet.

    Man stellt fest, dass Überschriften stark zu einer reißerischen Tendenz in die ein oder andere Richtung neigen, Inhalte aber im Prinzip immer in einen grundsätzlich vernünftigen Mittelweg gehen: Wiedereröffnung nur Schrittweise und unter besonderen Bedingungen.

    Deutlich ausführlicher wird der Inhalt im Spiegel dargestellt:

    ...

    Die Leopoldina-Forscher drängen stark darauf, die Schulen "sobald wie irgend möglich" wieder zu eröffnen. Denn das Lernen daheim würde die ohnehin bereits stark ausgeprägte soziale Ungleichheit in der Bildung weiter verschärfen. Weil dies vor allem für die Grundschulen gelte, wo Lerninhalte in der Gemeinschaft vermittelt würden, sollen diese als erste öffnen, und zwar zunächst die oberen Jahrgänge, in denen die Schüler vor dem Übergang zu den weiterführenden Schulen stünden. Die Kinder müssten dabei "Mund-Nasen-Schutz" tragen, sie sollten zunächst auch erst in den Grundfächern Deutsch und Mathematik in einer "Gruppengröße von maximal 15 Schülerinnen und Schülern" unterrichtet werden. Je nach Lerngruppe sollten sie getrennt in die Pause gehen.

    ...

    Moebius Die Zahlen sind einfach falsch, sie waren es auch am 4. April schon. Und zwar nicht nur ein bisschen falsch, sondern richtig richtig falsch.

    Gut, kann ich für die Schweiz nicht beurteilen, für Deutschland passen sie ganz gut.

    Da lag die Prognose für durch Corona belegte Intensivbetten bei 2100, die tatsächlichen Werte lagen zwischen 2000 und 2500, je nach Artikel und Quelle.

    Nachtrag: Auch für die Schweiz kann ich dein "richtig, richtig falsch" nicht ganz nachvollziehen, auf die schnelle habe ich für den 8.4. die Zahl von 480 ICUs gefunden: https://www.blick.ch/news/ausland/c…id15836986.html

    Die mittlere Prognose für diesen Tag betrug 588.

    Natürlich wird das nicht geschehen. Man wird sich hinstellen und sagen "es ging doch auch so", noch ein bissel Selbstbeweihräucherung dazu, fertig ist der Laden.

    Man hätte aber ab Mitte/Ende Januar Einreisende nach Deutschland konsequent unter Quarantäne stellen und testen können und ggf. die Flüge auf diese Quarantäne-Kapazitäten herunterfahren. Und das meine ich für alle Verkehrsmittel und Grenzen, ebenso für Flüchtlinge. Beendigung der Quarantäne erst nach negativem Test oder Inkubationszeit.

    Das hätte die Ausbreitung m.E. effektiv einschränken können. das wäre auch der Zeitpunkt gewesen, an dem entsprechende Schutzkleidung etc. noch verfügbar war und angeschafft hätte werden können. Und es hätte allen Beteiligten noch zeit gegeben sich vorzubereiten.

    Mitte Januar hätte man schon hellseherische Fähigkeiten gebraucht um den weiteren Verlauf richtig zu erahnen.

    Und bei der letzten Pandemie hatten die westlichen Staaten Milliardensummen für den Kauf von Vorräten an Tamiflu ausgegeben, die später ungenutzt vernichtet wurden, dafür gab es auch reichlich Kritik.

    Hinterher ist man immer schlauer.

    Moebius Sorry, aber das von Dir verlinkte Tool spuckt nachweislich Bullshit aus. Es behauptet, dass Stand heute in der Schweiz etwa 600 Intensivbetten belegt sind, diese Zahl wurde zu keinem Zeitpunkt erreicht. Es ist auch kompletter Blödsinn, dass nur 190 Intensivbetten zur Verfügung stünden und es ist ebenso kompletter Blödsinn zu projizieren dass die Bettenbelegung weiter steigen würde weil sie zum jetzigen Zeitpunkt bereits seit mehreren Tagen rückläufig ist. Die speisen da irgendwelche Fantasiezahlen ein un das wird sicher nicht nur bei der Schweiz so sein.

    Missverständnis, es handelt ich um kein Tool sondern eine Prognose der Universität Washington. Ich meine bis zum 4. April handelt es sich um reale Daten, alles danach sind berechnete Prognosewerte und da finde ich es durchaus ehrlich, dass sie das nicht täglich nachziehen sondern so stehen lassen, damit man dann bewerten kann, wie gut die Schätzung war. Nur bei den Todeszahlen werden die tatsächlichen Werte nachgepflegt. Für Deutschland passt es ganz gut, bei den Intensivbetten liegen wir knapp über der prognostizierten Linie bei mittleren Annahmen, bei den Todeszahlen knapp drunter.

    Die 600 benötigten Intensivbetten in der Schweiz sind also nicht der tatsächliche Wert, sondern nur der, der 10 Tage vorher geschätzt wurde. Bei der Schweiz liegen die realen Werte deutlich in der Nähe des Szenarios unter optimistischen Annahmen (also der untere Rand des hellgrünen Bereiches).

    Über die Versäumnisse im Vorfeld, die das Ergebnis parteiübergreifender, jahrelanger Sparpolitik in entscheidenen Sektoren sind, wird man sich später unterhalten müssen. Aber auch hier sind die Zustände im internationalen Vergleich wohl immer noch vergleichsweise "gut".

    Ich bin jedenfalls aktuell recht froh, diesen Ausbruch in Deutschland zu erleben und nicht an irgendeinem anderen Ort auf diesem Erdball.

    Ich habe den Link gestern in anderem Zusammenhang schon mal gepostet:

    https://covid19.healthdata.org/germany

    Wer ernsthaft glaubt, die Coronakriese tauge als Beleg für Mängel im deutschen Gesundheitswesen sollte mal die deutsche Kurve mit denen von Italien, Spanien, England oder auch nur Holland vergleichen.

    Natürlich ist die Situation neu und, wie nach jeder neuen Situation, man muss hinterher schauen was man lernen und für die Zukunft besser machen kann. Es ist aber jetzt schon klar, dass der überwiegende Teil von Europo nach Deutschland gucken wird um zu sehen, was hier besser gemacht wurde, und nicht umgekehrt.

    Wenn die Coronakriese irgendetwas zeigt, dann, dass das deutsche Gesundheitswesen zur Weltspitze gehört und wir wirklich froh und dankbar sein können hier zu leben und nicht auf irgend einem anderen Kontinent oder in 2/3 des übrigen Europa.

    Was soll die Schulleitung jetzt planen? 17 verschiedene Stundenpläne für alle möglichen Einstiegsszenarien?

    Das einzige, was man jetzt planen kann, sind Hygienevoraussetzungen, also die Schule schon mal Grundreinigen lassen und den Schulträger nerven mit dem Bedarf an Seife, etc.

    Für alles andere muss man abwarten. Und es gibt auch keinen Grund, da jetzt in Hektik zu verfallen, am 20.4. wird voraussichtlich noch gar nix passieren, maximal einzelne Gruppen von Abiturienten. Ab dem 27.4. wird es in sehr kleinen Schritten gehen. Ich habe keine Ahnung, welchen Jahrgänge oder Gruppen da zuerst wieder kommen werden, aber bis Mitte/Ende Mai werden vielleicht 20% der Schüler einer Schule gleichzeitig in der Schule sein. Dafür brauche ich gar nicht groß planen, notfalls verteile ich die in möglichst kleinen Gruppen auf alle Räume der Schule, lasse die 3 Stunde von einem Lehrer beschulen und schicke sie dann (gestaffelt) wieder nach hause.

    Realistischerweise ändern sich Abschlussnoten durch die Abiturprüfung um ein bis zwei Zehntel, mehr nur in seltenen Fällen. Trotzdem halte ich die Prüfungen für wichtig, weil sie die erste große Abschlussprüfung im Leben ist und auch darauf vorbereiten soll, dass so etwas dann das ein oder andere Mal wieder vorkommt. Die Abschlussprüfung ist eben auch ein "Abschluss" für die Schüler und darum auch gefühlt für diese wichtig.

    Mich würde ja der Algorithmus interessieren. Im Moment sieht das so aus, als spielt da auch ein Würfel eine Rolle🙄.Trotz aller Ungenauigkeiten müsste die Zahl der Genesenen ja der der Infizierten grob folgen. Tut sie aber nicht. Das ist für mich ein nicht nachvollziehbares auf und ab.

    Doch, im Prinzip tun sie das schon, mit Ausnahme vom 30.3. und 8.4., wo es jeweils einen größeren Sprung gegeben hat. Ich meine auch gelesen zu haben, dass man an diesen Tagen die "Karteileichen" bereinigt hat, bei denen der positive Test schon länger zurück lag, man aber eben keine "Gesundmeldung" erhalten hat.

    In meiner Region gibt es auch von Anfang an tagesaktuelle Zahlen der Genesenen. Hier kommen die Sprünge an diesen Tagen nicht vor. Es scheint so zu sein, dass einige Gesundheitsämter die Genesenen melden, andere nicht, für die letzteren werden die Zahlen dann in gewissen Abstände dann bereinigt, indem man alle, die vor längerer Zeit getestet wurden und nicht irgendwann als verstorben gemeldet werden als gesund zählt.

    Naja, das Verhältnis ist sowieso eher symbolisch als exakt, da ja die Fälle mit schwachen Symptomen überwiegend nicht getestet und somit auch nicht erfasst werden. Die erfassten Fälle sind schon eher die schwereren, die sind dann auch in ärztlicher Behandlung und zum Teil gibt es auch "Gesundmeldungen". Tatsächlich gibt es auch Kriterien der WHO hierfür (zwei in einem bestimmten Abstand durchgeführte Tests müssen negativ sein). Südkorea hat sich wohl nicht an diese Definition gehalten und die Leute teilweise schon nach einem Test als Gesund gezählt, das wird als mögliche Ursache für die Fälle von "reaktivierte Infektion" vermutet, die vor ein paar Tagen für Irritationen gesorgt haben.

    Aber auch wenn man sich bei den Geheitlen jetzt nicht zu genau auf die Zahlen verlassen sollte, hat der Zeitpunkt schon eine gewisse Relevanz, weil er bei allen Ländern die weiter sind etwa mit dem Zeitpunkt übereinstimmt, bei dem sich der Trend insgesamt zum Besseren gedreht hat.

    Natürlich erhöht ein gesuchtes Fach die Chancen.

    Die drei "schlimmsten" Fächer, was Bewerberüberhang angeht, sind Deutsch, Geschichte und Biologie, da spielt es dann auch keine Rolle, ob du zwei oder drei davon hast. Da würde ich mich dann lieber auf die Note konzentrieren und sehen, dass ich auf jeden Fall mit 1,x ins Bewerbungsverfahren gehen kann.

    Andere Fächer führen zu besseren Chancen, aber man muss sie dann halt auch unterrichten.

    Ggf. sollte man mal über den Tellerrand zu anderen Schulformen gucken, insbesondere im Berufsbildenden- oder Förderschulbereich werden die Chancen in ein paar Jahren deutlich besser sein als in GHR/GS/Gym.

    Denkt ihr, prinzipiell ist es mit dieser Fächerkombi schwer einen Job zu finden?

    Wie viel Einfluss haben da meine Noten (sowohl Ref, als auch Bachelor/Master)?

    Und würde es helfen, z.B. als Drittfach noch Biologie dazu zu nehmen?

    1. Ja

    2. Bewerbernoten sind das Hauptkriterium bei der Stellenvergabe. Wie sich die Bewerbernote aus den Teilnoten zusammensetzt, ist unterschiedlich, je nach Bundesland

    3. Drei mal Null ist immer noch Null

    Gestern Abend schon mal erwähnt, jetzt eintreten:

    Zitat von n-tv

    Erstmals in Deutschland mehr Genesene als aktiv Infizierte

    In Deutschland hat die Zahl der vom Coronavirus genesenen Menschen erstmals die Zahl derer überholt, die aktiv infiziert sind. Nach neuesten Angaben des Robert-Koch-Institutes gelten derzeit 60.200 Patienten als genesen. Das sind knapp 1000 mehr, als es zurzeit nachgewiesene aktive Infektionen gibt. Im Fall Chinas markierte dieser Punkt den Moment, in dem die erste Welle der Pandemie überstanden war. Ob die Trendwende in Deutschland damit tatsächlich vollzogen ist, lässt sich anhand der aktuellen Datenlage aber noch nicht sagen: Mehrere Bundesländer haben darauf hingewiesen, dass ihre Zahlen wegen der Feiertage und des langen Wochenendes unvollständig sein könnten.

    Durch Berücksichtigung von Meldeverzug mag sich der Zeitpunkt noch um ein paar Stunden verschieben, aber ob heute oder morgen spielt jetzt auch keine große Rolle. Die Zahl der aktiv Erkrankten pendelt seit 10 Tagen grob um 60 000, während die Zahl der Geheilten naturgemäß steigt.

    Und wer sich für eine Diskussion disqualifiziert, entscheidest sicher nicht du.

    Bist du Arzt? Virologe? Epidemiologe? Ne? Siehste. Dann einfach mal Vorsicht walten lassen. Keiner hat bei Corona wirklich Ahnung.

    In meinen Augen disqualifizierst du dich, indem du versuchst deinen Standpunkt zu puschen, indem du mit Horrorszenarien bei anderen Angst verbreitest. Dazu muss ich kein Virologe sein. Die Taktik ist weit verbreitet. Was andere davon halten, können sie gerne selber entscheiden.

    Ganz nebenbei wäre "drei Wochen hinter Italien" keine schlechte Nachricht, denn in Italien war der Höhepunkt der Infektionswelle vor drei Wochen. Seitdem verbessert sich die Situation kontinuierlich. Allerdings würde ich sagen, dann sind wir eher zwei Wochen hinter Italien, zumindest bei den Neuinfektionen haben wir den Höhepunkt wohl auch schon hinter uns.

    Realistische, wissenschaftlich fundierte Einschätzungen über den Verlauf der Infektion und wahrscheinliche Prognosen gibt es zB da:

    https://covid19.healthdata.org/germany

    (Kurz: wir befinden uns aktuell etwa auf dem zu erwartenden Höhepunkt der Todeszahlen, insgesamt ist in D mit etwa 7000 Toten zu rechnen, die Kapazitätsgrenze der Intensiv- und Beatmungsbetten wird zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd erreicht, auch im pessimistischen Szenario nicht.)

    ...

    Auch ältere Menschen haben ein Recht zu Leben und mein Mitgefühl, wenn sie betroffen sind. und man sollte alles sinnvolle tun um dort unnötige Opfer zu vermeiden.

    Bei Menschen, die Aquarienreiniger trinken und daran versterben - und die fallen wohl in die zweite Kategorie - sollte man auch Mitgefühl haben man weiß nicht, in welcher Lage diese Menschen waren. Allerdings muss ich zu geben, dass es mir hier schon schwerer fällt, ebenso wie bei Herrn Johnson, der vor ein paar Wochen noch durch englische Krankenhäuser gelaufen ist und damit angegeben hat, er hätte jedem dort die Hand geschüttelt und würde sich keine Sorgen um seine Gesundheit machen.

    Ich bin auch nur ein Mensch.

    Vielleicht ist es Zufall, aber nach der Chloroquin-Diskussion war nicht mehr viel zu lesen zu Medikamenten und Verfahren zur Therapie. Die Blutplasma-Behandlung noch.

    Chloroquin war immer der Liebling von Trump, ohne das es dafür einen ausreichenden wissenschaftlichen Grund gab, in Europa haben sich viele Mediziner von Anfang an Skeptisch geäußert. (Trivia: Chloroquin oder zumindest ein verwandter Stoff ist wohl in Aquarienreiniger enthalten. Nach Trumps Lobrede auf den Stoff hat ein mit Corona infiziertes US-Ehepar größere Mengen Aquarienreiniger getrunken. Der Mann ist daran verstorben.)

    Die in Deutschland bekannten Virologen haben schon längere Zeit eher auf Remdesivir gesetzt. Der Stoff zeigt auch in ersten Studien eine Wirksamkeit, er hat vor ein paar Tagen in Deutschland eine Schnellzulassung für die Behandlung schwerer Fälle ohne andere Behandlungsmöglichkeit bekommen.

    Das ist für mich tatsächlich mehr wert als das Gebrabbel vom orange Guy.

    Dass sich die Impfung in den Industrienationen schneller verbreiten wird, halte ich durchaus auch für wahrscheinlich. Dennoch werden Länder wie China auch ihren Anteil am verfügabren Material abgreifen und vermutlich auch großflächig durchimpfen.

    Egal wie man es dreht: Man geht wohl derzeit von 200 Mio. Impfdosen/Monat aus, die durch die vorhandenen Einrichtungen produziert werden können ohne andere wichtige Präperate zu vernachlässigen.

    Bei Grippe ist die Impfquote in Deutschland etwa 1/3. Bei Corona wird es am Anfang einen run geben, aber wenn das Thema dann aus den Medien verschwindet glaube ich nicht, dass sich die Impfquote langfristig über der Grippe halten wird.

    Vermutlich gibt es in 3 Jahren eine Kombiimpfung, da die Risikogruppen eigentlich die gleichen sind.

    (Falls die Quote doch höher bleibt, hätte es zumindest mal den Vorteil, dass dann automatisch auch die Grippe-Impfquote steigen würde, da wären nämlich viele Tote schon jetzt vermeidbar.)

Werbung