Gestern und heute (stand 20 Uhr) waren es 19,7k und 22,2k. Für gestern passt es also etwa, die Zahlen heute währen geradezu sensationelle niedrig, aber vermutlich wird es daran liegen, dass die Zahlen nicht immer zum gleichen Zeitpunkt gemeldet werden und am Samstag eher etwas früher. Trotzdem sind die Zahlen heute für mich ein ganz kleiner Hoffnungsschimmer.
Für morgen und übermorgen ergäben sich 26,8k und 31,9k, wahrscheinlich etwas zu niedrig, aber der Grenzwert hätte sich aktuell auf 60k auch mehr als halbiert.
Heute stand 20 Uhr waren es gestern und heute 24,8k und 29,0k, also an beiden Tagen signifikant unter dem eh schon optimistischeren logistischen Modell. Mit den neuen Daten sinkt der langfristige Grenzwert auf 46k und kommt für die nächsten beiden Tage auf 32k und 34,7k, wobei das Modell im Augenblick vielleicht überkompensiert, weil die Zahlen in den letzten drei Tagen vom mathematischen Standpunkt aus zu schnell fallen.
Was bedeutet das?
- Man kann eindeutig verwerfen, dass die Zahlen der letzten Tage zu einer exponentiellen Funktion mit konstanter Basis passen. Zum Vergleich: rechnet man vom letzten Donnerstag mit einem exponentiellem Wachstum um 25% pro Tag, so hätten wir heute mit einem täglichen Zuwachs von 7,5k auf 37,4k Infektionen kommen müssen.
- Der aktuelle Verlauf beinhaltet, dass der Wendepunkt (also das Maximum an täglichen Neuinfektionen) am letzten Samstag war. Dieser Punkt ist so wichtig, weil das der Zeitpunkt ist, bei dem die durchschnittliche Anzahl an Folgeinfektionen pro Erkranktem unter 1 sinkt. Der letzte Samstag ist sicher hochgradig unscharf, aber ich würde schon so weit aus dem Fenster lehnen, dass wir gute Chancen haben in der Nähe dieses Punktes zu sein.
- Ein Trendbruch zum exponentiellen Wachstum in den letzten Tagen wäre bemerkenswert, weil er das Infektionsgeschehen in der Woche vom 9.3-16.3. abbildet. Dieser Zeitraum liegt vor Schulschließungen und Ausgangsbeschränkungen, das würde bedeuten, dass sich zumindest für den Ausbruch in Deutschland das Infektionsgeschehen mit im Wesentlichen 3 Maßnahmen wirksam Dämpfen lässt: 1. keine Großveranstaltungen 2. lokale Cluster von Ausbrüchen eindämmen 3. Testen und Infektionsketten unterbrechen. Das entspricht im Übrigen ziemlich genau den Erkenntnissen aus Südkorea (Vor allem: testen, testen, testen).
Ich hoffe mal, dass diese Theorie nicht morgen schon wieder durch steigende Infektionszahlen pulverisiert wird. Um wieder in den exponentiellen Bereich zu kommen, müssten die gefundenen Neuinfektionen allerdings schon in die Größenordnung 10k springen.