Damit bezahlen die Gymnasiallehrer ihre Besoldungserhöhung praktisch über die Arbeitszeitverlängerung selbst.
Schön wärs - Durch die Arbeitszeiterhöhung sinkt der "Stundenlohn" um 4,3%, die Bezügeerhöhung im nächsten Jahr ist deutlich geringer. Es war eigentlich schon an der diesjährigen Einstellungsrunde zu erkennen: wir haben ca. 4 Stellen abgegeben, aber nur 1 neue bekommen. Da war eigentlich schon klar, dass da eine Arbeitszeiterhöhrung vorbereitet wird. "Auf dem Papier" stehen die Gymnasiallehrer in Niedersachsen im Vergleich zu anderen Bundesländern immer noch nicht besonders schlecht da, daher ist es natürlich leicht für die neue Landesregierung, das zu rechtfertigen (zumal der Landesrechnungshof ja seit Jahren für Einsparungen im Bildungsbereich trommelt). Man muss aber dagegen rechnen, dass andere Rahmenbedingungen (Zahl der Arbeiten, Entlastungen für andere Tätigkeiten, etc) deutlich schlechter sind als in Nachbarbundesländern. Ich persönlich könnte mit der Stunde Mehrarbeit durchaus leben, wenn die dadurch erwirtschafteten Stunden komplett in die Schule gingen und als Anrechnung für die ganzen Zusatztätigkeiten zur Verfügung ständen, die in den letzten Jahren iin die Schulen gekommen sind (nächster großer Spaß: Inklusion für umsonst) und jetzt so nebenbei erledigt werden. Aber damit ist wohl kaum zu rechnen, schließlich geht es darum Geld zu sparen (und wohl bei dieser Landesregierung auch darum die Bedingungen an den Gymnasien im Vergleich zu den Gesamtschulen zu verschlechtern).
Bleibt noch die vage Hoffnung, dass die 1-Stimmen-Mehrheit unserer Landesregierung nicht hält.