ZitatOriginal von Vaila
Aber nun einmal zurück zum Thema! Fakt ist, dass es doch eine ganze Reihe von Kolleginnen und Kollegen gibt, die zeitlich stark überdurchschnittlich belastet ist - trotz vielfältiger individueller Gegenmaßnahmen - und andere eben nicht. Zu letzteren gehört offensichtlich die Mehrheit, sonst gäbe es einen größeren Druck auf Lehrervertretungen und die Politik.
Das wird durch permanente Wiederholung nicht richtiger. Die große Mehrheit der Kollegen ist über das normale Maß hinaus belastet, völlig egal ob diese Überlastung nun aus hohen Korrekturzeiten, Druck bei Unterrichtsvor- und Nachbereitung oder außerunterrichtlichten Zusatzaufgaben resultiert.
Dies lässt sich auch durchaus belegen, bei Anwendung von Instrumenten wie AVEM ist es keine Seltenheit, dass raus kommt dass mehr als 2/3 eines Kollegiums einer der beiden Risikogruppen zuzuordnen sind.
ZitatOriginal von Vaila
Wie hier im Thread auch schon gesagt wurde: Ich bin der festen Überzeugung, dass sich die Lehrertätigkeiten zeitlich festlegen lassen. Selbst wenn sie nur einmal grob geschätzt werden, so hätte man schon einmal eine Richtschnur und Transparenz. Wer gegen ein Lehrerarbeitszeitmodell ist, muss sich schon die Frage gefallen lassen, warum er oder sie gegen mehr Transparenz ist.
Bei allen bisherigen Versuchen Bandbreitenmodelle einzuführen war das Ende vom Lied das 30% der Kollegen genau so viel wie vorher arbeiten und 70% noch mehr. Die Vorstellung, dass ein Dienstherr die gewonnenen Stunden, die man irgendwelchen vermeintlich minderbelasteten Kollegen zusätzlich aufdrückt, tatsächlich nutzt um andere zu entlasten ist naiv seit 20 Jahren beweist praktisch jeder neue Erlass, dass unser Arbeitgeber nicht bereit ist, irgendjemanden zu entlasten, wenn mit der alternative Geld gespart werden kann.
Und ganz nebenbei: ich habe mich schon mit Bandbreitenmodellen beschäftigt und meine Kombination gehört immer zu den mit der höchsten Stundenfaktorisierung. (Trotzdem würde ich nach dem Hamburger Modell nicht weniger unterrichten.)
ZitatOriginal von Vaila
Der starke Gegenwind in diesem Thread lässt sich nur dadurch erklären, dass diese Mehrheit befürchtet, nun auch über Gebühr belastet zu werden.
Der Gegenwind rührt vor allem aus deiner ständigen Reduzierung der Arbeitsbelastung auf Korrekturen in Sprachfächern und dem nicht wahrnehmen wollen der Belastungen anderer an vielen anderen Stellen oder einer völlig anderen Situation in anderen Bundesländern.