Hauptgrund ist meiner Meinung nach eine völlig unausgeglichene Verteilung des Studienfächer. Jahrelang haben sich viele Tausende vom Stichwort Lehrermangel völlig unreflektiert in das Studium locken lassen. Der Lehrermangel besteht tatsächlich, aber nur in bestimmten Schulformen und Fächern und keineswegs allgemein.
Im Primarbereich und allgemein in Fächern wie Deutsch, Geschichte, etc. sieht es derzeit übel aus, da ein massiver Überschuss an Absolventen besteht und das wird sich in den nächsten Jahren noch deutlich verschlimmern, besonders wenn die Pensionierungswelle ab 2012 abflacht. Germanistik ist derzeit immer noch das dritthäufigste Fach bei Studiemanfängern und ein Großteil davon will in die Schule. In diesen "Trendfächern" kann man eigentlich gar nicht deutlich genug darauf hinweisen, dass aus Bedarfssicht bestenfalls einer von 20 Studienanfängern tatsächlich in diesem Beruf arbeiten kann.
In vielen Mangelfächern und "unattraktiven" Schulformen herrscht aber das krasse Gegenteil. Grade in Fächern, die als "unsexy" gelten (Physik, Chemie, Mathe,...) sind die Chancen mehr als gut, hier kann bereits jetzt in vielen Schulen der Unterrichtsbedarf nicht mehr gedeckt werden, weil es schlicht keine Bewerber gibt.
Grüße,
Moebius