Ohne jetzt umfangreich dazu schreiben zu wollen: es gibt existierende Faktorisierungsmodelle bei denen die Faktoren auf Arbeitszeitstudien beruhen. (Für Hamburg gab es mal einen Rechner, den ich vor Jahren auch mal gepostet habe, ich suche ihn aber jetzt nicht noch mal raus.)
Die immer wieder auftauchende Annahme, dass KuK mit Deutsch und Englisch die höchste Arbeitsbelastung haben und davon profitieren würden, ist so pauschal falsch.
Es gibt Unterschiede in der Faktorisierung der Fächer: Deutsch, Englisch und die Experimentalfächer sind am höchsten gewichtet, Sport, Musik und Kunst am niedrigsten.
Es gibt Unterschiede in der Faktorisierung nach Jahrgangsstufen: der Faktor steigt nach oben.
Punkt 2 überwiegt gegenüber Punkt 1.
Damals habe ich mal für mich durchgerechnet und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich im Hamburger-Modell etwas weniger unterrichten müsste, als in Niedersachsen, da ich überproportional viel in 11-13 unterrichte.
Der wesentliche Unterschied in den Faktorisierungsmodellen liegt darin, dass alle Zusatzaufgaben durch Faktoren erfasst werden. Kaum jemand wird bei der Einführung alleine dadurch entlastet, dass er bestimmte Fächer hat, besser fahren meist die KuK, die viele zusätzliche Sachen nebenbei machen. Ein Kollege, der Deutsch und Englisch überwiegend in der Unter- und Mittelstufe unterrichtet und keine weiteren Aufgaben übernommen hat, wird nach einem Faktormodell in der Regel mehr Stunden erteilen müssen, als er das nach dem Debutatsstundenmodell muss.