Beiträge von Moebius

    Im Augenblick kann man vorsichtig optimistisch sein, dass Trump seine Zoll- und Wirtschaftspolitik so schlecht macht, dass sie ihm innenpolitisch um die Ohren fliegen wird, bevor sie bei uns zu viel Schaden anrichtet.

    Der Dow geht aktuell stärker in die Knie als bei jeder anderen Krise der letzten Jahrzehnte und in den USA ist das in der Breite viel wichtiger, als bei uns, weil der Altersversorgung großer Bevölkerungsschichten daran hängt. Und die Zölle, die er Mittwoch angekündigt hat, werden die Inflation massiv anheizen, das wird auch den Trump-Wählern nicht gefallen.

    Man merkt aktuell, dass Trump sich nicht mehr mit Fachleuten umgibt, wie bei seiner ersten Amtszeit, sondern mit Loyalisten.

    Und dafür haben tatsächlich nicht alle Familien geeignete Bedingungen.

    Richtige Diagnose, aber die Typische Antwort der Linken ist dann, die Familien auszubremsen, bei denen die Bedingungen gut sind und das ist weder gesellschaftlich sinnvoll noch funktioniert es. Bildungsaffine Elternhäuser mit den entsprechenden Mitteln, werden immer Möglichkeiten finden und nutzen um ihre Kinder zu fördern, wenn es weniger Hausarbeiten gibt, ist halt mehr Zeit für Nachhilfe.

    An dem Problem ändert meiner Erfahrung nach auch Hausarbeitenbetreuung und Ganztag nichts - das sitzen bei uns ebenfalls eher die bereits guten Schülern mit den Doppelverdiener-Eltern, die Leistungsschwachen gehen nach der 6. Stunde nach Hause und sitzen dann nicht in der Hausarbeitenbetreuung sondern vor der Konsole oder TikTok.

    Wenn das eingehalten wird ist die Lehrkraft nicht "trotzdem dran", sondern die Situation bleibt im Grundsatz genau die gleiche wie jetzt: die Lehrkraft muss weiterhin jede Situation auf eine mögliche Gefährdung prüfen und das Unterrichtsseting entsprechend anpassen. Es kann weiterhin Gründe geben, durch die man hinterher zu dem Ergebnis kommt, dass eine besondere Berücksichtigung notwendig gewesen wäre und man für die folgen haftet.

    Genau wie in jedem anderen Lebensbereich.

    PS: Nach dem juristischen Text zum Hemd könnte auch die Abbildung des Fotos ein Problem darstellen. Wenn ich das Hemd nicht öffentlich zeigen darf, dann vermutlich auf Fotos davon nicht.

    Auch wenn es interessant ist, würde ich es hier doch eher raus nehmen.

    Ich denke mal, dass der Urheber es auf eine entsprechende Reaktion sogar abgesehen hat, er hat vermutlich nur nicht mit strafrechtlichen Sanktionen und einer Rechnung über 11 700 € gerechnet sondern eher mit dienstrechtlichen Konsequenzen die mit ein bisschen hin und her dann in die Pensionierung münden.

    Die Diskussion geht momentan aber in eine Richtung, dass es grundsätzlich nicht ausreichend ist mit 2 Lehrkräften zu unterrichten.

    Die Diskussion geht in die Richtung, weil du sie immer wieder in diese Richtung ziehst, während, ich, Antimon, Seph und andere immer wieder sagen, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen hier überhaupt nicht entscheidend sind. Die Lehrkräfte sind für individuell pflichtwidrige Beurteilung der Situation und ein daraus resultierendes ungeeignetes Unterrichtssetting verurteilt worden.

    Singulär betrachtet wäre ein Tragen dieses Hemdes mit der der Erklärung, dass dies ein Diskussionsanstoß für den Unterricht sein sollte, eigentlich eher ein Grund für ein Gespräch beim Schulleiter mit der Überschrift "Und sonst ist bei ihnen alles in Ordnung?", es ist ja auch eher ungewöhnlich, dass ein Schüler die Polizei ruft statt sich erst mal bei der Schulleitung zu beschweren. Aber auch hier würde ich vermuten, dass es eine Vorgeschichte mit "unangepasstem" Verhalten gibt. Es gibt Menschen, die irgendwann aus der Spur geraten und dann meinen, ihre Umwelt irgendwie provozieren zu müssen, bis es irgendwann knallt, gerne auch in Verbindung damit, sich gleichzeitig permanent ungerecht behandelt zu fühlen.

    Ich persönlich halte das Urteil nach der aktuellen, spärlichen Informationslage auch für nachvollziehbar. Das kann sich aber ändern, wenn das Urteil da ist.

    Deine Position ist durchaus anmaßend und nicht nachvollziehbar.

    Meine Position ist genau die, die du im ersten Satz selber schreibst, nur dass ich darauf hingewiesen habe, dass ich mir mein Bild auf Basis der bekannten Informationen selber mache, und für mich gar nicht so entscheidend ist, ob der Richter das genau so bewertet.

    Rein gesamtwirtschaftlich betrachtet wäre es sinnvoller, wenn der Lehrer die Tage nimmt, während der mit dem 'richtigen Job', der unmittelbar zum Wachstum beiträgt, arbeitet.

    Was sind denn heute schon noch richtige Jobs?

    Fliesen legen und Brot backen, ok, aber Personalsachbearbeiter, Innenausstatter, Personal Trainer oder Nachhaltigkeitsmanagerin? Ist im Grunde alles überflüssiger Käse, da leisten ja Lehrkräfte noch mehr, die halten den Eltern immerhin 6 Stunden am Tag ihre Kinder vom Leib.

    Was heisst "keine Erfahrung". Natürlich weisst du um die Gefährlichkeit von Netzspannung, auch wenn noch nie ein Schüler irgendwas in die Steckdose gesteckt hat. Das ist doch genau der Punkt: Der Fall muss gar nicht erst eintreten, die Sicherheitsvorkehrungen sind so und so zu treffen. Dass du dir irgendwas unterschreiben lässt, hält auch niemanden davon ab es trotzdem zu tun. Ich glaube kaum, dass dir in einem derart offensichtlich vorsätzlichen Fall überhaupt jemand ans Bein gepinkelt hätte, auch ohne Unterschrift.

    Keine Erfahrung bezog sich auf die Lerngruppe.

    Der Vater hat tatsächlich versucht dem betreffenden Kollegen ans Bein zu Pinken, ist damit aber nicht weit gekommen. Und wenn es jetzt noch einmal passieren sollte, muss man sich zumindest auf die Argumentation "sie wussten doch, dass so etwas passieren kann" vorbereiten.

    Wir arbeiten übrigens tatsächlich auch im Schüler*innenpraktikum mit Netzspannung. Dann muss ich einfach als Lehrperson die Arbeitsplätze vorgängig eingerichtet haben, die Schüler*innen dürfen die Kabel selbst nicht umstecken. Das ist genau das eine Praktikum, vor dem ich in der Physik den grössten Respekt habe und das ich auch sicher nicht mit jeder Gruppe durchführen würde. Der Punkt ist einfach: Es hat im ganzen Schulhaus Steckdosen an der Wand, in die jeder jederzeit irgendwas reinstecken kann. Es liegen ja auch überall Steckdosenleisten für die Laptops rum. Ergo gibt es auch keinen Grund, das Praktikum mit der Netzspannung pauschal überhaupt nicht durchzuführen.

    Bei uns ist dieser Grund die RISU, die explizit nicht berührungsgefährliche Kleinspannung bis max. 24V und eine Bescherung mit 1A vorschreibt.

    Diese Vorgaben werden aber tatsächlich von den Einbauten in unseren Fachräumen nicht eingehalten, und ich habe durchaus Schwierigkeiten damit einzelne Kollegen von der Haltung "wenn der Raum so ausgestattet ist, darf ich es doch auch benutzen" abzubringen.

    Und nach der Aussage vieler hier reicht die Belehrung eben nicht, sondern du bist trotzdem dran, wenn er es trotzdem so macht.

    Nein, immer noch nicht, was sowohl von mir als auch im vorliegenden Fall vom Gericht erwartet wird, bleibt: Lehrkräfte haben eine pflichtgemäße Abschätzung der Gefahrenlage vorzunehmen und die Unterrichtssituation darauf abzustimmen. Da haben dann Altern, Umstände und mit der Lerngruppe gemachte Erfahrungen einzufließen und wenn ich noch keine Erfahrung habe, hat die Einschätzung entsprechend vorsichtig auszufallen.

    Bei uns ist mal ein Schüler während eines Schülerversuches aufgestanden und hat einen Nagel in die Wandsteckdose gesteckt.

    Es mag skurril und unvorhersehbar sein, aber nur beim ersten mal. Seitdem ist "Wir benutzen ausschließlich die gesicherten Experimentiersteckdosen und niemals die Steckdosen an der Wand" ein Punkt der jährlichen Sicherheitsbelehrung, die jeder Schüler ausdrücklich erhält und dafür unterschreibt.

    Antimon, doch, da ist eine ganze Menge unvorhersehbar. Egal wie oft du das noch anders schreibst.

    ...

    Hast du die Beispiele vonnTom gelesen? Das war überraschendes Verhalten, ohne dass 21 Kinder gleichzeitig im Wasser sind.

    Die Tatsache, dass diese Dinge passieren, entbindet nicht von irgendeiner Verantwortung, im Gegenteil, sie verpflichten die Lehrkraft zu besonders vorsichtigem und verantwortungsvollem Verhalten.

    In der Grundschule brauchst du keine unvorhersehbaren Zufälle. Da reichen schon die Kinder, die manchmal sehr überraschend agieren - wie von Tom beschrieben.

    Echt, Grundschulkinder verhalten sich manchmal überraschend?

    Dann sollte man vielleicht nicht gleichzeitig 21 davon, von denen 6 nicht schwimmen können, in ein Nichtschwimmerbecken lassen, das auch noch zu tief für viele der Kinder und unzureichend gesichert ist...

    Es geht nicht darum, ob Du anderer Meinung bist. Es geht darum, dass Du so darstellst, dass der Richterspruch zwar kassiert werden könnte aber die Lehrkräfte sich trotzdem falsch verhalten haben.

    Ja, exakt, auf Basis der für mich derzeit zugänglichen Informationen gehe ich davon aus, dass die Lehrkräfte sich falsch verhalten haben, unabhängig davon, dass das aktuelle Urteil meine Meinung auch bestätigt.

    Wenn die nächste Instanz den Urteilsspruch kassiert, dann würde ich davon ausgehen, dass man den Lehrkräften nichts vorwerfen kann.

    Davon gehst du doch auch jetzt schon aus.

    In Deutschland gilt man als unschuldig bis das Urteil rechtskräftig ist. Wenn die Folgeinstanz das Urteil einkassiert, dann vielleicht einfach deshalb, weil der Richter vorher etwas falsch gemacht hat. Wie kommst Du darauf, dass Du besser weißt, dass die Lehrkräfte schuldig sind?

    Lustig, dass du und andere seit 20 Seiten darüber schreiben, dass sie anderer Meinung sind als der aktuelle Richterspruch, gleichzeitig meine möglicherweise abweichende Meinung zu einem hypothetischen Richterspruch in der Zukunft aber anmaßend sein soll.

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