Beiträge von Moebius

    Kommerzielle Batteriespeicher dienen dem Abfedern von kurzfristigen Netzschwankungen, sie sind um Dimensionen davon entfernt, längere Dunkelflauten überbrücken zu können.

    Ich habe hier schon oft genug geschrieben, dass ich es grundsätzlich für richtig halt, unsere Energieversorgung in Richtung erneuerbare umzubauen, aber man darf auch keine unrealisitschen Erwartungen erwecken. Dass aktuell viele Gaskraftwerke als Backup für Zeiten mit wenig erneuerbaren gebaut werden, hat schon seinen Sinn.

    Update:
    Ich habe am 1. Mai mit der Arbeitszeiterfassung begonnen und erfasse auch den Juni noch.
    In keiner Woche lag meine Arbeitszeit unter 45 Stunden.

    Eigentlich müsste ich dies nun der Schulleitung mitteilen. Die zuständige Beraterin der Gewerkschaft konnte mir bislang dazu jedoch keinen konkreten Hinweis geben.
    Wie wird so etwas üblicherweise kommuniziert? Hat jemand damit Erfahrung?

    Ich würde empfehlen deine individuelle Arbeitzeiterfassung zu nutzen, um Dinge individuell zu ändern. Am "System" kannst du dich als Einzelperson lange abarbeiten, das wird erfolglos bleiben. Tatsächlich liegt es auch erst mal in deiner persönlichen Verantwortung mit deiner normalen Arbeitszeit auszukommen, also erst, wenn du wirklich nachweisen kannst, dass ein Einhalten deiner Arbeitszeit gar nicht möglich ist, ist der Arbeitgeber in der Verantwortung und das ist noch mal eine ganz andere Nummer, als seine Arbeitszeit einfach nur zu erfassen.

    Also schau, wie du deine Arbeit zukünftig verändern kannst um deine Wochenarbeitszeit im Mittel bei Berücksichtigung normaler Urlaubszeiten einzuhalten, da ist bei dir der Weg auch nicht all zu weit, wenn du in den Schulferien deutlich reduziert arbeitest, musst du in der Schulzeit im Schnitt vielleicht auf 42 Stunden kommen, damit deine Arbeit insgesamt passt.

    Im psychologischen Sinne (und nach den Definitionen von entsprechenden Verbänden, wie zB Mensa) ist man ab einem IQ von 130 hochbegabt, das trifft auf ziemlich genau 2,5% der Menschen zu. Man kann berechtigt annehmen, dass der überwiegende Teil von denen auch auf dem Gymnasium landet (was nicht heißt, dass es nicht auch andere Fälle gibt). bei 40-50% Gymnasialquote sind also etwa 5% aller SuS an dieser Schulform hochbegabt, pro Klasse also 1-2.
    Es ist kein Exoten-Phänomen, ich könnte in meinen Klassen sicher eine gute Handvoll an hochbegabten SuS benennen ohne dass diese getestet worden wären, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich in den meisten Fällen richtig liegen würde.

    Meine Güte, vielleicht geht es auch einfach mal etwas weniger fatalistisch.
    Uns geht es nicht so schlecht und es ist auch nicht so, dass Deutschland und der Rest der Welt unwiederbringlich auf den Abgrund zusteuern. Leider ist es auch in der gesellschaftlichen Mitte Mode geworden, sofort den Weltuntergang herbei zu reden, sobald sich Dinge in eine Richtung entwickeln, die nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen.

    Letztlich ist "jedes Kind soll bestmöglich unterstützt werden" auch ein Allgmeinplatz, den wohl so ziemlich jeder unterschreiben wird. Auseinander gehen die Meinungen in der Frage, in welchem System das am besten funktioniert.

    Schade.
    Ist nämlich so.

    Der gemessene IQ ist das Kriterium, dass am höchsten mit dem voraussichtlichen Schulerfolg korreliert. Das Bild vom missverstandenen oder verhaltensauffälligen Hochbegabten, der aufgrund seiner Begabung fehleingeschätzt wird und dem dadurch Bildungschancen verwehrt bleiben ist in dieser Pauschalität ein Klischee, dass auf ein Buch von Lange-Eichbaum aus 1927 zurückgeht ("Genie, Irrsinn und Ruhm") und das längst widerlegt ist (der Autor selber hat seine Aussagen später deutlich relativiert).

    Es gibt unterschätzte Hochbegabte, die auf der falschen Schulform landen, aber es gibt kein generelles Problem, dass Hochbagabung ein erhöhtes Risiko für ein Scheitern im Bildungssystem ist, im Gegenteil, der weit überwiegende Teil der Hochbegabten ist in unserem Bildungssystem außerordentlich erfolgreich.

    Es wird nichts, weil es vollständig an den Problemen dieses Landes vorbeigeht. Seine Wirtschafts- und Migrationspolitik ist ein völliger Witz...

    Ich empfehle die Analysen von Maurice Höfgen, die das ganz gut auseinandernehmen

    Die Migrationspolitik entspricht den, was eine deutliche Mehrheit in diesem Land möchte und bisher ist nichts von den befürchteten Konflikten mit Nachbarländern oder "das wird sowieso von Gerichten" gestoppt eingetreten, vor allem auch weil es überhaupt keine dramatischen Veränderungen gegeben hat, sondern begrenzte Änderungen an Verfahren und geplanten Gesetzen. In der Wirtschaftspolitik ist nicht viel passiert, weil die Prozesse da länger dauern, aber die angekündigten Sachen (Netzentgelte aus dem Strompreis, bessere Abschreibungsregeln für Investitionen, etc.) sind vernünftig.

    Tragisch ist ja, dass eigentlich jeder, dem irgendetwas an dieser Demokratie liegt, hoffen müsste, dass diese Regierung erfolgreich ist, denn sonst wird es nicht mehr ohne die AfD gehen. Trotzdem scheint es vielen wichtiger zu sein, irgendwie mit ihren Befürchtungen recht zu behalten.

    Anregung:

    Können wir den Biden oben entnehmen und vielleicht ersetzen durch "gegen den Rest der Welt" o.ä.?

    Biden ist ein zentraler Part dessen, wie es dazu gekommen ist:

    https://www.n-tv.de/politik/Bidens…le25791067.html

    Der innere Zirkel um Biden muss sich inzwischen glaubhaft vorwerfen lassen, dass sie jemanden als Strohmann wieder in das Präsidentenamt befördern wollten, der ersichtlich nicht mehr in der Lage war, das Amt auszufüllen. (Die Autoren des Buches kommen nicht aus dem rechten Spektrum, Jake Tapper ist Chefnachrichtensprecher von CNN. ) Der Aufstieg von Leuten wie Trump (oder auch der AfD) findet nicht im luftleeren Raum statt, er wird ermöglicht vom Versagen in der politischen Mitte.

    Man kann ja in solchen Fragen im Zweifelsfall schülerfreundlich sein, aber es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn man hier seine scheinbare Schülerfreundlichkeit mit offensichtlich falschen rechtlichen Argumentationen untermauert, während man an anderer Stelle ganz offenkundig auf die Rechte von Schülern pfeift. (Ich erinnere an den "Wir durchsuchen die Handys von Schülern"-Thread)

    Danke! Also wenn die Schule zum Beispiel eine neue Ausstattung xy braucht, die 25.000€ kostet. Kann man dann die Sparkasse fragen, ob sie was "dazu gibt"? Auch wenn die Ausstattung von der Stadt/Kommune kommen müsste, da aber kein Geld ist?

    Die meisten Stiftungen und anderweitigen Förderer haben die interne Vorgabe, dass die Mittel für zusätzliche Projekte verwendet werden sollten, deren Finanzierung nicht zu den Pflichten des eigentlich verantwortlichen Kostenträgers gehört.

    Für die sächliche Ausstattung der Schulen ist der Träger verantwortlich, meiner Erfahrung nach sind möglich Sponsoren da sehr reserviert. Man wird keine neuen digitalen Tafel von der Sparkasse bekommen, die wird sagen, so etwas zu finanzieren, ist Kernaufgabe der Stadt und man möchte nicht dazu beitragen, dass diese sich hier einen schlanken Fuß macht.

    Am ehesten bekommt man Geld für Dinge wie Anschaffung besonderer Dinge für den Schulhof oder Anschaffung von Robotern / technischen Dingen, mit denen eine freiwillige AG eingerichtet werden soll, die sonst nicht stattfinden kann.

    Ob ein Täuschungsversuch vorliegt entscheidet der Lehrer.

    Die korrekte Formulierung wäre "Das zu entscheiden, liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Lehrers" und das ist eben nicht ganz so einfach, denn zu beurteilen, ob diese Entscheidung tragfähig ist, liegt dann wiederum im pflichtgemäßen Ermessen des Schulleiters.

    Ich hätte bei einer ersten Auffälligkeit der Schülerin genau so entschieden, wie Miss Miller, eine nachträgliche Wertung als Täuschungsversuch ist rechtlich möglich, aber die Hürden sind da. Auch wenn ich bei dem beschriebenen Sachverhalt keine ernsthaften Zweifel daran habe, dass die Schülerin hier getäuscht hat, aber man hat es halt nicht bemerkt und für die Zukunft sorgt man dafür, dass so etwas dann nur einmal klappt.

    Ich sehe keine große Korrelation zwischen der Wirksamkeit der Wirtschaftspolitik und der Parteizugehörigkeit des jeweiligen Bundeskanzlers. Die Wirtschafstpolitik von Schröder hatte positivere Auswirkungen als die von Kohl oder Merkel, Scholz war ein Totalausfall, das was von Merz bisher kommt, hat für mich mehr Hand und Fuß als bei seinem Vorgänger, aber was daraus wird, kann man jetzt sicher noch nicht sagen.

    Ich spreche aber über Zahlen. Warum sind denn Jugendliche d.E. mit Förderschwerpunkt Hören besser am Gym aufgehoben als an der Gesamtschule? Weil der Unterricht am Gymnasium leiser ist und dort weniger nichtdiagnostizierte Verhaltensauffällige beschult werden? Und warum denkst du, dass Inklusion von zieldifferent Beschulten an allen Schularten außer dem Gymnasium besser wäre? Wie sollen denn die Haupt-, Real- oder Gesamtschulen das alleine leisten?

    Förderschwerpunkt Hören ist da gut aufgehoben, wo die Ausstattung etnsprechend ist, genau so wie Förderschwerpunkt körperliche Entwicklung ggf. an einer Schule gut aufgehoben ist, die rollstuhlgeeignet ist. Das kann dann auch ein Gymnasium sein, auch durchaus eher als eine Hauptschule, weil die Systeme größer sind und man da dann eher entsprechende Investitionen tätigen kann. (Wir sind Schwerpunktschule für einen bestimmten Förderbedarf, und für den ist bei uns dann auch Geld investiert worden für eine entsprechende Ausstattung, das wird man an einer kleinen Hauptschule nicht machen, wenn alle 10 Jahre mal ein Schüler mit dem entsprechenden Bedarf da ist.)

    Und für zieldifferenten Unterricht sind in Niedersachsen Gesamtschulen und Oberschulen prädestiniert, weil das praktisch die Existenzberechtigung dieser Schulen darstellt. Dort sollen unterschiedliche Abschlüsse durch einen differenzierten Unterricht unter einem Dach erworben werden. Mein Eindruck ist auch, dass das mehr schlecht als recht funktioniert. Wir können gerne wieder zu einem dreigliedrigen Schulsystem zurückkehren, dann muss man neu nachdenken. Aber so lange es hier Schulformen gibt, die Binnendifferenzierung als ihre Kernkompetenz betrachten, sollten diese auch die SuS beschulen, die dort ihren Kernbedarf haben.

    Ganz ehrlich, warum die Gymnasien da aussen vor sind, mag ich auch nicht ganz einsehen.

    Bei der Diskussion kommt jedes mal der Reflex, die Gymnasien wären außen vor oder wollten sich drücken. Ich habe ausdrücklich geschrieben, dass wir mehr Inklusionsschüler haben, als die meisten anderen Schulen vor Ort und dass das für mich auch kein Problem ist. Kriterium muss für mich aber sein, dass die Beschulung an einer bestimmten Schulform für den jeweiligen Schüler Sinn machen muss. Ich habe in diesem Jahr je einmal körperliche Entwicklung und Hören. Beide sind hier absolut an der richtigen Schule, sie bekommen gezielte Unterstützung bei ihren Defiziten, sind dann aber im Unterricht "ganz normale" gymnasiale Schüler.

    Denkst du wirklich, dass andere Schularten diesbezüglich besser ausgestattet werden würden mit Personal, Räumlichkeiten, weiteren Voraussetzungen?

    Das denke ich nicht nur, dass ist objektiv überprüfbar. Die Gesamtschulen hier haben je einen Differenzierungsraum zwischen zwei Klassenräumen, die Landesregierung in Niedersachsen hat vor zwei Jahren ein Programm zur Aufstockung der pädagogischen Mitarbeiter an weiterführenden Schulen aufgelegt und die Gymnasien davon zunächst ausdrücklich ausgenommen, mit der Begründung, dass es dort nicht den gleichen Bedarf gäbe. Teams von 6-8 pädagogischen Mitarbeitern stellen sich bei den benachbarten Gesamtschulen auf deren Homepage vor, da brauche ich nicht spekulieren.

    Mein autistischer Schüler löst die schwierigsten Aufgaben und kann sie auch gut anderen erklären. Ich lasse ihm einfach die Aufgaben nach oben offen. Das müsste jedes Gymnasium schaffen.

    Ein Schüler mit einer leichten Autismusspektrumsstörung muss auch nicht zieldifferent unterrichtet werden, sondern kann genau so wie jeder andere bei den entsprechenden Leistungen sein Abitur machen (diese Fälle hatten wir bereits).

    Alle anderen Schularten schaffen das doch auch und auch dort ist das kein Spaziergang. Warum also sollen die Gymnasien zieldifferente Beschulung per se qua Schulart nicht leisten (müssen), jede andere Schulart aber schon?

    Weil am Gymnasium am "30 SuS, 1 Lehrer Setting" nicht gerüttelt wird, wir haben aktuell irgendwo zwischen 30 und 40 Förderstunden für die Inklusion von SuS mit Förderbedarf. Noch nie hat eine Förderschullehrkraft unsere Schule betreten um dort Unterricht zu geben. Die Stunden werden durch Gymnasial-Kollegen ausgebracht, die jeden betroffenen Schüler für 2-4 Stunden pro Woche aus seiner Regelkasse nehmen und individuelle Dinge mit ihm machen, die übrigen ca. 28 Stunden pro Woche sind die SuS ganz regulärer Part der Klasse ohne dass diese zusätzliche personelle Unterstützung hätte. Das kann nur mit SuS funktionieren, die ein regulärer Part der Klasse seien können.

    Und eine abstrakte Diskussion über "dann müsste man Inklusion anders machen und ausstatten" führe ich nicht, meine Aussagen beziehen sich auf die aktuelle Realität.

    Da wird nichts unterstellt, guck bitte mal, wie viele Inklusionskinder in deinem Wohnort an einem Gymnasium und wie viele in einer Mittel-Sekundar-/Oberschule unterrichtet werden.

    Über Zahlen habe ich gar nicht gesprochen, es ist ganz objektiv so, dass Inklusionskinder mit GE und der überwiegende Teil mit ES eben nicht zielgleich beschult werden können und darum völlig zurecht nicht am Gymnasium sind und das ist für den Betroffenen auch gut so.

    Förderschwerpunkt Hören haben wir sogar überproportional viele im Vergleich zu Gesamtschulen, weil die bei uns tendenziell sogar besser aufgehoben sind.

    Ich fände es z.B. sehr schade, wenn das autistische Kind, das ich derzeit unterrichte, nicht aufs Gymnasium dürfte.

    Er kann relativ Problemlos auf das Gymnasium, auch dort findet ganz normale Inklusion über diverse Förderbedarfe statt, auch wenn oft anderes unterstellt wird. Das Kernproblem am Gymnasium ist, dass dort kein zieldifferenter Unterricht geleistet werden kann. So lange es zielgleich ist, lässt sich fast alles andere irgendwie regeln.

    Aktuell ist nicht das Problem, dass SuS mit Förderbedarf keinen Platz an der Regelschule erhalten würden. Dieser Rechtsanspruch ist da und kann auch umgesetzt werden. In der Realität ist aktuell das wesentlich größere Problem, dass gut funktionierende Förderschulen gegen den Willen der Eltern dichtgemacht werden und die SuS, für die ein Platz an der Förderschule der bessere Weg wäre, dort keinen Platz mehr bekommen und zwangsweise in den inklusiven Unterricht an der Regelschule müssen, weil es keine praktikablem Alternativen mehr gibt.

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