Beiträge von Moebius

    Der Pabst ist ein realitätsferner Schwafelkopf ohne realpolitischen Einfluss auf irgendeinen Geschehen und mit allgemein schwindender Bedeutung in Europa. Es ist überflüssig seine Aussagen im Detail zu sezieren.

    Und niemand geht von einer Eroberung Russlands aus, auch die Russen nicht. Sie reden aus politischem Kalkül eine Gefahr herbei, an die sie selber nicht glauben. Russland hat sein Militär an allen Grenzen zur Nato im letzten Jahr stark ausgedünnt, weil sie alles in der Ukraine brauchen, die Arme von Belgien könnte aktuell ohne ernsthaften Widerstand bis Moskau durchmaschieren, wenn sie wollte. Wagner hat genau dass im letzten Jahr ja fast erfolgreich getan. Wenn Russland auch nur im Ansatz an eine militärische Bedrohung durch die Nato glauben würde, hätten sie das sicher nicht getan.

    Wir hatten in Deutschland Jahrzehnte eine sehr komfortable Situation, in der kaum gestreikt wurde und die Arbeitnehmer trotzdem angemessen am wirtschaftlichen Erfolg partizipiert haben. Seit ca. 10 Jahren hat für letzteres das subjektive Gefühl nachgelassen und in den letzten Jahren lassen sich auch Reallohnverluste statistisch belegen.

    Diese Dinge haben etwas damit zu tun, dass da, wo eine gewisse Streikmacht da ist, auch wieder mehr gestreikt wird.

    Vielleicht kann man das der Ukraine einfach selber überlassen an statt von außen Ratschläge zu geben, dass man sich doch besser in den Staub werfen soll, damit es nicht so schlimm wird.

    Im Augenblick ist es nicht derjenige, dessen Städte in Trümmern gelegt werden, der den Widerstand aufgeben möchte, dass sind Besserwisser von Außen, die nicht mal Helfen wollen und ihre Nicht-Hilfe damit rechtfertigen, dass es für den Angegriffenen ja sowieso besser wäre, es einfach zu akzeptieren und auf zu geben. Die Ukraine selber weiß ganz genau, dass das, was jetzt passiert, schlimm ist, das was ihr bei einer Niederlage droht aber weitaus schlimmer.

    Die Studienplatzvergabe nach affirmativ action ist Jahrzehnte alt und hat offensichtlich überhaupt kein Problem gelöst.

    Die Paradoxie sieht man ja schon an der zitierten Zulassungsregel nach unterschiedlichen Punkten im Zulassungstest, die bei anderen Universitäten noch ausgeprägter ist, es gibt Universitäten, an denen PoC mit 1P zugelassen werden, sprich jeder, der sich anmeldet wird auch genommen. Gleichzeitig wurden in einigen Staaten Mindeststandards für den High-School Abschluss in Bezug auf reading und mathematics abgeschafft, ebenfalls mit der Begründung, diese würden Farbige überproportional benachteiligen. Die Benachteiligung entsteht aber nicht durch die Diagnostik der Leistungen.

    Jemandem, der mit starken Defiziten aus dem Schulsystem kommt, nützt es überhaupt nichts, wenn man ihn dann an die Universität unter andere Studenten steckt, die nicht diese Probleme mitbringen. Nach der Logik könnte man auch jedes Jahr Hauptschüler auslosen und die ohne weitere Förderung in eine Gymnasialklasse stecken.

    Das Problem entsteht schon in jüngster Kindheit und zwar dadurch, dass jede bessere US-Schule Schulgeld verlangt.

    Aber es ist nicht sinnvoll, unbeteiligten die Abi-Prüfung oder so zu versauen.

    Es ist nicht sinnvoll, Streiks - die die Gewerkschaft ja auch viel Geld kosten - so zu planen, dass sie möglichst niemanden treffen.

    Und hypothetische Diskussionen über Streiks im deutschen Bildungssystem sind überflüssig, das System ist so wie es ist.

    Übrigens funktioniert das Beamtensystem auch nur deswegen einigermaßen, weil den Beamten im Gegenzug für das Streikverbot, relativ weit reichende gesetzliche Zusagen über finanzielle Partizipation an der gesellschaftlichen Entwicklung gemacht wurden, über die auch permanent vor Gericht gestritten wird.

    Kapa: Siehst du denn noch irgendeine realistische Chance auf einen "Sieg" der Ukraine?

    Natürlich gibt es die, dazu muss man sich nur mal die Schätzungen über russische Verluste an Menschen und Material ansehen. Die gibt es aus vielen und unabhängigen Quellen, die alle zu dem Ergebnis kommen, dass Russland 3-5 mal mehr Verluste hat als die Ukraine.

    Natürlich wird auch Russland irgendwann der Nachschub ausgehen, auch wenn ein Menschenleben da keinen Wert hat.

    Es wird im Augenblick ein überzogenes Bild über die russischen Vorteile gezeichnet, Russland hat in den letzten 6 Monaten weniger Geländegewinne gemacht, als die Ukraine in der wenig erfolgreichen Sommeroffensive befreit hat. (Weit weniger als 1% des ukrainischen Territoriums.) Gleichzeitig ist die russische Schwarzmeerflosse faktisch ausgeschaltet worden und die Luftwaffe hat erhebliche Kapazitäten verloren.

    Die Ukraine braucht endlich die zugesagten F16, mehr Munition und Waffen (wie den Taurus) um die russischen Nachschubwege (wie die Kerch-Brücke, über die 80% der Versorgung der Südfront läuft) effektiv an zu greifen, dann sähe es ganz anders aus, die aktuellen Probleme sind ganz klar über die Verzögerungen der Unterstützerstaaten entstanden, sie sind nicht schicksalsgegeben.

    Kann man so machen. Man sollte für sich nur klar haben, ob die Situation die Eskalation rechtfertigt.

    Hier betreibt niemand eine Eskalation, der TE möchte einfach vernünftig vorbereitet in ein Gespräch gehen.

    Und ja, leider ist es so, dass manche Dienstvorgesetzte dieses Einladen ohne Nennung eines Grundes als bewusste Strategie wählen um den Betreffenden dann überrumpeln zu können. Ich habe das in meiner Personalratsarbeit bereits selber erlebt und wenn wir das mit der Kollegin nicht vorher ganz genau besprochen hätten, hätte das noch deutlich unangenehmere Folgen für sie haben können, wenn sie im Schreck der Situation dann Dingen zustimmt, die für sie sehr nachteilig sind.

    Ich sehe aktuell das Hauptproblem darin, daß das zu lange dauert, bis zum Schuljahresanfang also keine Entscheidung da ist und die Schule so ggf. im oder am Ende der 5. Klasse erneut gewechselt werden muss.

    Das wäre für mich dann nicht der entscheidende Hinderungsgrund.

    In dem Moment, in dem der Brief vom Anwalt in der Behörde eingeht, wird die Sache dort geklärt, wenn eine realistische Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg vor Gericht besteht, lässt es die Behörde in der Regel nicht zur Verhandlung kommen.

    Auf beiden Sitzungen bat die Sl explizit darum, Kollegen zu melden, die nicht nach den Fachanforderungen unterrichten. Vielleicht ist es so selbstverständlich, dass man vor dieser "Meldung" an die Sl erst mit den betreffenden Kollegen spricht und daher blieb es unerwähnt.

    Das wäre für mich als Fachobmann auch absolut nicht meine Aufgabe. Ich habe nicht die Aufgaben einer Fachaufsicht den KuK gegenüber, die aktiv nach Fehlverhalten such um es nach oben weiter zu melden. Wenn es innerhalb der Fachgruppe zu Problemen kommt, weil ein Kollege immer wieder Klassen übergibt, in denen Lücken zum Curriculum bestehen, wäre es vielleicht der letzte Schritt mich an die Schulleitung zu wenden, ansonsten unterminiert so etwas natürlich die vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Fachgruppe. (Und möglicherweise ist das gewollt, das wäre der worst case.)

    Von außen kann man viele gute Ratschläge geben, aber ich kann durchaus nachvollziehen, dass die Situation für Betroffene sehr unschön ist.

    Und wenn die Situation vor Ort so ist, dass es faktisch keine Wahlfreiheit bei der Schule mehr gibt, halte ich das auch für ausgesprochen problematisch.

    Letztlich stehst du jetzt vor dem Dilemma, dass du dich mit der Situation abfinden oder den Rechtsweg wählen kannst. Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen.

    Für aussichtslos halte ich den Rechtsweg nicht, in Niedersachsen hättest du zumindest ein Anrecht auf einen Platz an einer Realschule. Und die Erfahrung zeigt tatsächlich, dass bereits das klare Signal, dass man den Rechtsweg beschreiten wird, manchmal Dinge möglich macht, die vorher noch unmöglich waren. Auf der anderen Seite ist natürlich auch klar, dass das nicht unbedingt der beste Start an einer Schule ist.

    Unabhängig davon, wie genau die Arbeitsbelastung bei der Bahn aussieht, ist die Argumentationskette:

    Der Beruf ist unattraktiv -> wir haben zu wenig Leute -> wir lassen die vorhandenen Leute mehr arbeiten und akzeptieren, dass der Beruf noch unattraktiver wird

    auch aus ziemlich offensichtlichen Gründen problematisch

    Die Eltern können Abwesenheiten statt über IServ über Webuntis angeben (dafür haben sie bei uns eigene Elternzugänge für Webuntis). Klassenlehrkräfte müssen diese dann nur noch bestätigend nicht mehr komplett neu eintragen.

    Ok, dass dürfte eine legitime Lösung sein, so lange die Schule da noch einmal bestätigen muss.

    Führt aber zu noch mehr Elternzugängen über ein weiteres System.

    1.: Ich kenne die Eltermaccounts aus den Anmeldungen für die Elternsprechtage, ich bin mir nicht sicher, ob die Eltern dadurch eine schulische Emailadresse erhalten, ich glaube nicht. Ich würde trotzdem dabei bleiben, dass Eltern normalerweise Kontakt zu Lehrkräften per Mail über die schulische Adresse aufnehmen.

    2. und 3.: Ich gehe davon aus, dass das nicht geht, nach meinem Dafürhalten darf das auch nicht gehen. Das Klassenbuch ist ein offizielles schulisches Dokument, die Informationen darin können relevant für Bemerkungen, Ordnungsgeldverfahren oder ähnliches sein. Nach meinem Verständnis darf nur die Schule Daten darin erfassen, dass Eltern irgendwo irgendwelche Dinge anmelden, die dann automatisch im Klassenbuch landen, halte ich für unzulässig. Da muss eine verantwortliche Person der Schule zwischen sitzen.

    Hat jemand Erfahrung mit IServ, insbesondere mit der Elternverwaltung i. V. m. WebUntis?

    1. Wie können Eltern mit Lehrkräften in Kontakt treten?

    2. Wie landet eine Abwesenheitsmeldung aus der IServ-Elternverwaltung im digitalen Klassenbuch?

    3. Oder arbeitet jemand mit einem anderen Anbieter und kann aus jahrelanger guter Erfahrung berichten?

    Herzlichen Dank für hilfreiche Antworten.

    IServ ist ein Schulserver, Units ein digitales Klassenbuch, das sind zwei verschiedene Systeme mit unterschiedlichen Funktionen und Daten. Es gibt Schnittstellen.

    1. Email schreiben

    2. Mir wäre nicht bekannt, dass es ein spezielles Modul für Abwesenheiten bei IServ gibt, bei uns schrieben die Eltern eine Email an das Sekretariat und da trägt jemand morgens die Abwesenheiten bei Unis ein.

    3. Wofür genau?

    Asyl ist hier gar nicht einschlägig, weil es nicht um politisch Verfolgte geht.

    Vor (Bürger)kriegen darf man völkerrechtlich ins Nachbarland fliehen. Das ist aktuell auch möglich, ein Großteil der Ukrainer tut das nicht, weil die Regionen, in denen sie leben, nicht direkt vom Krieg betroffen sind, wenn man von nächtlichen Drohnenangriffe absieht.

    Niemand kann ernsthaft glauben, dass 20 Millionen Geflohene dann in Polen bleiben und niemand kann ernsthaft erwarten, dass man die Geflohenen mit Waffengewalt (denn die wird man brauchen) zurück in die russische Besatzung treiben kann.

    Natürlich wird ein russischer Sieg zu einer beispiellosen Flugbewegung führen.

    Wer es als Afro-Amerikaner oder ethnischer Asiate einen Bildungsweg bis vor die Tore einer Elite-Uni hinlegt, ...

    Es fängt schon mal damit an, dass man Afro-Amerikaner und Amerikaner mit asiatischen Wurzeln in einem Topf schmeißt, obwohl sie sich in fast allen Statistiken an entgegengesetzten Enden wieder finden. Asiaten in den USA sind weit überdurchschnittlich gebildet und verdienen sehr gut.

    Das ist übrigens der Probleme der Demokraten. Sie richten ihr politisches Engagement für Minderheiten sehr eindimensional an Afroamerikanern aus. Viele latino-stämmige Amerikaner (die inzwischen die größte Minderheit sind) sehen das sehr kritisch, darum hat Biden zB Florida verloren, obwohl die dort sehr starke Gemeinde der Latinos eigentlich eine Steilvorlage für sie wäre. Die haben aber zum überraschend starken Teil Trump gewählt.

    Dein Job ist es, SuS angemessen zu behandeln, ohne Bevorzugung oder Benachteiligung, sie objektiv zu beurteilen und dich ihnen gegenüber ganz allgemein professionell zu verhalten.

    So lang das gewährleistet ist, ist es erst mal deine Sache, wie du emotional damit umgehst.

    Falls das zu Situationen führt, die dich übermäßig belasten, wäre es eine andere Baustelle, daher ist die Frage von Antimon schon entscheidend. Hin und wieder melancholisch zu werden, wäre für mich jetzt nicht dramatisch.

    Naja, es sind in NRW unter den Beamten pro Jahr nur 0,8 % und im Tarifbereich zwischen 2-2,3 Prozent je Jahr…

    Das sind aber vorrangig diejenigen, die noch eine lange Dienstzeit vor sich hätten. Und 0,8% der Beamten entspricht an einem großen Gymnasium einer Lehrkraft pro Jahr, die auf diesem Wege dauerhaft verloren geht, das ist keineswegs wenig und bei uns ist die Quote definitiv niedriger.

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