Beiträge von Veronica Mars

    Vollkommen richtig, auch das sind ganz entscheidende pro Argumente für den Lehrerberuf. Man stelle sich nun aber vor wenn eine Schule in eine Ganztagsschule umgewandelt wird. Dann fällt dieser Vorteil weg und der Beruf wird von den Bedingungen noch einmal extrem unattraktiver.scaary schrieb:

    Ich arbeite an der Berufsschule. Ein Schultag geht an meiner Schule von 7:45 Uhr bis ca 16:00 Uhr. Das kann man wohl als Ganztagsschule bezeichnen. Das ist an Beruffsschulen ganz normal und war auch schon immer so.


    Ich finde das überhaupt nicht problematisch. Die abzuleistenden Stunden bleiben doch die gleichen. Ich fange also manchmal später an, oder höre früher auf. Manchmal habe ich auch Freistunden zwischendurch, aber auch die stören mich nicht, die tun mir sogar gut um kurz zu entspannen oder eben für den Folgetag zu kopieren. Und an dem einen Tag, an dem ich echt viele Freistunden habe (ich glaube insgesamt 4) da bereite ich den Nachmittagsunterricht des Tages erst am Vormittag vor und habe somit am Tag vorher Freizeit gewonnen.


    Ich sehe das Problem beim Ganztagsunterricht an allgemeinbildenden Schulen eigentlich nur darin, dass versucht wird Geld zu sparen und z.B. zusätzliche "Aufsichten" als Hausaufgabenbetreuung zu verkaufen, die nicht aufs Deputat angerechent wird o.ä. Und da wären wir wieder bei den Dingen im Schulbetrieb, die mich mit Kopfschütteln zurück lassen. Ein Arbeitgeber in der freien Wirtschaft würde auch nur sehr selten auf die Idee kommen, dass seine Mitarbeiter dauerhaft für umsonst Überstunden schieben müssen. Oder eben der Arbeitgeber würde das schon gerne versuchen, aber die Arbeitsgerichte schieben dem nen Riegel vor.



    Ähnliches Problem: wir arbeiten gerne mit Haftelementen, die könnte man ja schön im Moderationsbedarf kaufen, da kosten sie aber Geld. Also stehen wir Lehrer da und schneiden A4-Papier mit der Schneidemaschine ins richtige Format. In einem Unternehmen völlig unwirtschaftlich, da die Arbeitszeit der Mitarbeiter deutlich teurer ist, als die Moderationskarten von Neuland zu bestellen. Da die zusätzliche Arbeitszeit der Lehrer ja kostenlos ist müssen wir aber halt schneiden...


    Ich habe für micht die Konsequenz beschlossen, dass ich mich bei manchen Dingen eben nach Möglichkeit zurückhalte. Ich werde also eben nicht so oft Moderationskarten verwenden und auch nicht sofort "hier" schreien, wenn es um Klassenfahrten geht.


    Trotzdem finde ich mich im Vergleich zur "freien Wirtschaft" gut bezahlt (aber ich fühle auch nur meine Arbeitsleistung bezhalt, dafür ist mein Gehalt da. nicht für Bastelmaterial und Ähnliches). Aber in München würde das dann doch ganz anders aussehen. Die Kollegen dort kann ich schon verstehen, wenn sie jammern.


    Mein Jahresbrutto liegt aber auch über dem oben genannten Durchschnittsgehalt der Lehrer. (Und das als Berufseinsteiger)

    Ich habe schon in der freien Wirtschaft gearbeitet. In Vollzeit ca 8,5 Jahre, während des Studiums in Teilzeit (20 h/Wo) nochmal ca 5 Jahre.
    Viele Dinge im Schulsystem lassen mich verwundert zurück, z.B. die Sache mit den nicht bezahlen Reisekosten bei Klassenfahrten. Das ist echt unter aller Sau, was da abgeht. Oder die Nichtbeachtung von Arbeitszeitvorschriften bei Veranstaltungen und Konferenzen.
    Trotzdem bin ich gern Lehrer. Und für mich passt auch die Bezahlung. Ich hatte vor dem Referendariat zumindest deutlich weniger verdient. Und das obwohl ich Wirtschaft studiert hab, also ein im Unternehmen verwertbares Fach...

    Ich nutze manchmal das Raabits Deutsch für berufliche Schulen und finde es ganz gut. Etwas kleinschrittig und eher für schwächere Klassen geeignet. Da ich Deutsch fachfremd unterricht finde ich das ganz hilfreich. Die Unterlagen für Sozialkunde/Wirtschaft von Raabits finde ich teilweise etwas komisch strukturiert. Da bin ich aber auch fachlich tiefer in der Materie.


    Meist sind das schon ganze Reihen für mehrere Stunden.

    Ich fände Beamer + fest installierter Rechner + Dokumentenkamera eine sehr gute Grundausstattung.


    Über einen Umschalter kann dann jeder nach Wunsch auch sein eigenes Gerät dranhängen, mit dem fest installierten Rechner kann man dann aber auch ohne eigenen Rechner z.B. Filme zeigen, mal ein Bild anbeamen oder die Dokumentenkamera verwenden (hier wäre es natürlich ein nettes Plus, wenn die auch ganz ohne Rechner geht, was ja bei teureren Modellen der Fall ist).

    Genau so haben wir das bei mir an der Schule. Zusätzlich haben viele der Beamer eine "einfache Smartboardfunktion", soll heißen, dass man mit den speziellen Stifen an der weißen Wand zusätzliche Anmerkungen aufschreiben kann, es gibt aber keine Speichermöglichkeit für die Anmerkungen.


    Eigentlich würde ich mich als technikaffin bezeichnen. Trotzdem verwende ich im Unterricht keine besondere Technik (neben den Visualizern). Ich sehe einfach keinen Mehrwert. Ab und zu zeige ich Youtube Viedeos, aber eigentlich ist das doch auch nur Frontalunterricht in "bunt".


    Ich habe schon mit den "echten" Smartboards und der Smart-Software gearbeitet. Das war so aufwändig und so störungsanfällig, das macht für normalen Unterricht echt keinen Sinn. Das einzig Schöne war, dass man die Tafelbilder für die nächste Stunde speichern konnte. Dafür hat man dann nur ne mini Tafel, weil die Smartboards doch erheblich kleiner sind, als die alten Tafeln (da wurde halt Geld gespart)


    Außerdem habe ich schon mit E-Learning gearbeitet (auch selbst erstellt) aber auch da rechtfertigt in meinen Augen der Nutzen den ganzen Aufwand nicht.

    Ich bin im Verband der Berufsschullehrer und fühle mich und meine Interessen durch ihn sehr gut vertreten. Auch wenn dieser Verband eher wirtschaftsliberal eingestellt ist stellt er realistische Forderungen und ich habe das Gefühl, dass wirklich was bewegt wird.


    Die GEW käme für mich niemals in Betracht, da man das Gefühl hat, dass Berufsschulen in ihrer Wahrnehmung einfach nicht existieren. Trotzdem zeigen sie einen Teil der in dtl. vorhandenen Meinung. Wichtig ist halt, dass andere Meinungen auch zu Wort kommen.


    Gerade erst habe ich eine Reihe über Gewerkschaften und Tarifverträge unterrichtet. Ich finde, dass sich mehr Menschen gewerkschaftlich organisieren sollten. Gerade die Meckerer sollten was tun, statt nur zu meckern.

    irgendwie hat das mit dem Zitat nicht geklappt. Ich beziehe mich auf die Aussage, dass die Schüler ohne elementare Rechenfähigkeiten an der Berufsschule ankommen.

    wir (Berufsschule) wurden auch am ersten Schultag vereidigt. Wir waren allerdings am Tag zuvor schon "freiwillig" auf der Konferenz. Die Vereidigung wird nicht so viel früher liegen, weil du ab dem Zeitpunkt der Vereidigung bezahlt wirst ;) .


    Für den Ortswunsch wirst du halt statt dem Landkreis Stadt München schreiben müssen.

    Und denke vor allem daran: Das Geld was du in Miete investierst ist genauso weg, wie das was du in die Zinsen investierst, das Geld was in die Tilgung geht ist ein Teil deiner Altersversorgung (selbst wenn du die Wohnung irgendwann verkaufst und 2 Jahre auf Kreuzfahrt gehen willst).

    Das ist echt nicht zu unterschätzen. Wir haben vor 5 Jahren zwangsweise unsere Wohnung gekauft. (Vermieter wollte Wohnung verkaufen, alle Interessenten wollten Eigenbedarf anmelden) Letzte Woche kam der Kontoauszug von unserem Darlehen. Wir haben schon einiges abbezahlt, dabei haben wir die Kreditrate so gewählt, dass sie so hoch ist wie vorher die Miete.


    Wir haben über die Sparkasse finanziert, das war vielleicht 0,1%oder 0,2% schlechter vom Zins her, aber dafür mussten wir uns um nix kümmern, nix vergleichen usw.. Und die Zinsen sind momentan ja eh so günstig.

    Ich habe vor dem Referendariat lange in der "freien Wirtschaft" gearbeitet. In die ersten Konferenzen bin ich ziemlich blauäugig gestapft und war echt geschockt. Unglaublich, wie lange man über belangloses Zeug referieren kann.


    Was mich an Konferenzen am allermeisten stört ist, dass sie ohne offizielles Ende angekündigt werden. Was ist so schwer daran einen Zeitplan zu gestalten und sich dann auch daran zu halten.


    Bei meiner ersten Konferenz hatte ich mir am späten Nachmittag noch einen Zahnarzttermin ausgemacht. Ich dachte "länger als 2 Stunden wird sowas schon nicht dauern" tja... ich hatte mega Stress noch rechtzeitig zum Termin zu kommen.


    Auch das niemand darauf achtet, dass man die maximale Arbeitszeit nicht überschreitet stört mich. Bei uns fängt die Schule um 7:45 Uhr an. Das bedeutet, dass um 18:30 Uhr Schluss sein müsste (und man müsste 45 Minuten Pause gemacht haben) Demnächst haben wir Konferenz und danach noch Elternabend. Da kann man mich dann am nächsten Tag sicher vergessen. Ich verstehe warum das so gelegt wurde, aber ich finde sowas mega anstrengend. Das müsste echt nicht sein.

    ich habe bisher jedes Jahr was raus bekommen, obwohl ich auch nix besonderes zum Absetzen hatte. Hab mir immer eines der Computerprogramme dafür gekauft (ca 15 €) und mindestens 150 € wieder raus bekommen. Arbeitsaufwand ca 1-2 Stunden, also lohnt es sich schon.


    In einem Jahr war es ziemlich kompliziert, da haben mein Mann und ich dann einen Steuerberater beauftragt, aber wenn nix besonderes ist geht das locker mit dem Programm.

    Bei Verstößen gegen das Jugendarbeitsschutzgesetzt ist, glaube ich, das Gewerbeausfichtsamt der richtige Ansprechpartner. Wenn das Verhältnis zum Chef eh schon mies ist würde ich ihn auch anschwärzen. Kann ja nur besser werden.


    Ansonsten gehts mir wie den anderen hier, mir fällt kein sinnvoller Grund ein, warum man einen Aufhebungsvertrag unterschreiben sollte. Und ja, einem Azubi nach der Probezeit zu kündigen ist unheimlich schwer. Selbst größere Vergehen des Azubis fallen da noch unter den Erziehungsauftrag des Ausbilders.

    hm. Erwachsenenbildung? Aber da gehtes ja auch um Unterricht, wenn auch in anderer Form. Ich habe sowas ja früher gemacht, das war deutlich anders. Es gab z.B. keine/kaum Disziplinprobleme. Die Schüler waren sehr Zielorientiert. Das ist allerdings deutlich schlechter bezahlt und man kann größtenteils von prekärer Beschäftigung und Scheinselbständigkeit ausgehen.


    Ansonsten habe ich mal einen ehemaligen Lehrer getroffen, der hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Der war Sportlehrer und Sportkletterer. Jetzt plant und baut er Klätterwändr für Schulen und Vereine.
    Das ist aber halt voll von deinen Interessen abhängig.

    Die Besoldung hängt von deiner Schulform ab. Für Gymnasium und Berufsschule müsstest du Anwärter A13 bekommen. Zumindest habe ich das in Bayern so bekommen und ich denke das müsste in BW gleich sein. Wie viel das bei dir ist findest du unter http://www.oeffentlicher-dienst.info raus. Einfach auf Beamte, dein Bundesland und dann Anw A und die Zahl der Stufe wählen, die du als fertiger Lehrer bekommst.


    Bei dem Rechner kannst du auch individuell deine Daten wie verheiratet/Kinder/Religion eintragen, das Ergebnis passt dann ziemlich genau.


    KB bin ich bei der Debeka und bin zufrieden, mit der Beihilfe gabs bisher auch noch keine Probleme.

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