Beiträge von Lily Casey

    Ich kann das Amity Institute empfehlen. Reisekosten muss man selbst tragen, aber sonst sind keine großen finanziellen Herausforderungen zu erwarten. Beim Amity Institute werden sogenannte Assistenzlehrer an Schulen in verschiedenen Ländern eingesetzt (man bewirbt sich jedoch für ein konkretes Land) und leben in der Zeit kostenfrei bei Gastfamilien. Ein Lehramtsstudium wird nicht zwingend vorausgesetzt, wohl aber ein pädagogisches Grundverständnis (sprich dass man den Kindern bspw. hilft, wenn sie einfache Aufgaben nicht verstehen). Man macht quasi ein Praktikum an einer Schule und unterstützt den Fachlehrer.
    Ich z.B. war mit denen acht Monate lang in den USA.

    Ich unterrichte eine Flüchtlingsklasse, die meisten Schüler (viele davon aus Syrien) sind zwischen 13 und 18 Jahren alt. Das Thema Körperhygiene ist zum Glück noch nie notwendig gewesen in meiner Klasse (mit teilweise ständig wechselnden Schülern). Jedoch musste das Thema "Gesundheit und ansteckende Krankheiten" leider hervorgebracht werden. Eine Schülerin leidet/litt nämlich an Tuberkulose; dies habe ich erst zwei Wochen nach Beginn des Schulbesuchs der Schülerin herausgefunden durch ein Gespräch mit ihrer Betreuerin. Es ist zum Glück eine geschlossene TB, dennoch bin ich erstmal erschrocken. Sich selbst zu schützen vor ansteckenden Krankheiten ist sehr wichtig und das hat nichts mit Ekel zu tun. Somit muss ich meinen Vorrednern zustimmen, dass man als Lehrkraft auf sowas zu achten hat - egal woher die Schüler kommen.
    Um auf den Anfangspost zurückzukommen: Papperlapapp, du hast geschrieben, dass das Mädchen noch im Heim wohnt. Die erste Anlaufstelle sollte somit der/die Betreuer/in des Mädchens sein. Die Betreuer sind dafür zuständig, sich nicht nur um die Kinder zu sorgen, sondern ihnen auch "westliche" Gepflogenheiten beizubringen. In einem Gespräch sollte sehr schnell herausgefunden werden, woran der Körpergeruch des Mädchens liegt und wie die Situation zu verbessern ist.

    Danke für die Antworten! Ich hatte so etwas in der Art schon befürchtet. Aber dass sie einen selbst dann so weit weg setzen können, wenn ein Kind und eine eigene Immobilie vorhanden sind, zeigt, dass meine Vorstellung eher utopisch ist. Da bleibt mir nur, das Beste zu hoffen...

    Hallo,


    Ich habe seit diesem Schuljahr eine Planstelle in Rheinland-Pfalz. Bei der Einstellung gab es die Bedingung, dass ich fünf Jahre lang Deutsch als Zweitsprache unterrichte. Die Stelle ist keine Poolplanstelle. Nun wurde mir gesagt, dass ich im kommenden Schuljahr abgeordnet werden kann, wenn es zu wenig DaZ-Schüler geben sollte (dies ist auch in den darauffolgenden Jahren möglich). Dass ich (leider) auch einer Schule zugewiesen werden kann, die nicht meinem Amt entspricht, steht im Landesbeamtengesetz. Das allein finde ich schon ziemlich hart, aber da kann man eben nichts tun.
    Mich würde nun jedoch interessieren, ob man mich auch an eine Dienststelle abordnen kann, die unzumutbar weit weg von meinem Wohnort liegt? In meiner Bewerbung hatte ich nur einen Teil Rheinland-Pfalz' als möglichen Einsatzort angegeben und meine jetzige Schule liegt bereits 75km weit weg von meinem Wohnort (sie war damit die am weitesten entfernte Region, die ich angegeben hatte). Wäre es möglich, dass die ADD mich noch weiter weg setzt? Falls ja, kann ich etwas gegen diese Abordnung tun? Der ÖPR weiß von meinem Fall, aber das kann dauern, bis sie sich melden; und ich empfinde diese Ungewissheit als sehr belastend (auch wenn ich weiß, dass eine Entscheidung noch lange dauern wird). Ein Umzug ist für mich keine Option, da ich mit meinem Freund zusammen lebe und auch meine Freunde hier wohnen.


    Über Antworten, Erfahrungen und Tipps würde ich mich sehr freuen.


    LG

    Falls die Flüchtlinge einen Sprachkurs besuchen, wäre eine Absprache mit der Sprachlehrkraft am sinnvollsten. Je nach Sprachniveau können sie die Politik-Aufgaben in abgespeckter Form und mit vielen Begriffserklärungen bearbeiten - das jedoch erst ab mindestens B1-Niveau. Vorher sollte der Spracherwerb im Vordergrund stehen. Entweder mit separaten Übungen (siehe Link meines Vorredners) oder anhand der Politiktexte, indem z.B. Nomen oder Verben herausgesucht und in neuen Sätzen verwendet werden oder indem ganz einfache Fragen zum Text mit gleichlautenden (oder abgewandelten, kommt auf das Sprachniveau an) Wörtern gestellt werden.

    Ich habe die Fächer Deutsch und Englisch und nur dank DaZ eine Planstelle bekommen - und das nach mehreren Jahren. Diese Kombination ist sehr beliebt, deshalb würde ich persönlich davon abraten. Du solltest dich nicht vom Religions-Studium abschrecken lassen - das sind schließlich nur wenige Jahre im Vergleich zu deiner unterrichtlichen Tätigkeit später.


    Eine Frage am Rande: Bist du an deine Tätigkeit in den USA mithilfe einer Organisation gekommen? Falls ja, dürfte ich fragen mit welcher?

    Hallo Exodus,


    Ich hätte noch eine anderen Idee für dich: Lehrkraft für angehende Erzieher. An meiner alten Schule gab es einen Fachbereich, in welchem Schüler in den Berufen Erzieher und Kinderpfleger ausgebildet wurden. Dabei gab es u.a. die Fächer Deutsch und Musikerziehung. Als Klassenlehrer war man auch öfter freigestellt, weil man die Schüler an den Ausbildungsorten besucht hat. Ich war an einer privaten beruflichen Schule in BaWü, aber sowas gibt es sicherlich auch in Sachsen. Und die Lehrer hatten kein zweites Staatsexamen, die das unterrichtet haben (dennoch haben sie gut verdient). Du unterrichtest dann zwar auch Jugendliche bis hin zu Erwachsenen, aber eben ohne großen Leistungsdruck und vor allem unterrichtest du den Inhalt, für den du (wenn ich deinen Anfangspost richtig gelesen habe) lebst ;-)

    Vielen Dank für die schnellen Antworten! Es geht mir sowohl um die Anerkennung als auch um die Verkürzung. Im Dezember hatte ich schon mal bei der ADD angerufen und da hieß es, ich müsse die drei Jahre abwarten. Aber die Person war auch nur stellvertretend für meinen Sachbearbeiter eingesprungen und kannte meinen Fall nicht. Sie meinte, ich solle in ein paar Monaten wieder anrufen und nachfragen. Sie konnte nur meine Daten ablesen, was bedeutet, dass mein Fall nach knapp vier Monaten noch nicht entschieden war oder ich tatsächlich drei Jahre Probezeit habe. Aber bis es soweit ist, wollte ich nun hier mal nachfragen (ich habe durchaus unterschiedliche Meinungen an meiner Schule gehört).
    Kann die Probezeit auch was mit der Note des zweiten Staatsexamens zu tun haben?

    Hallo liebe Foren-Mitglieder,


    ich würde gerne wissen, welche Erfahrungen ihr bzgl. der Verkürzung der Probezeit bei Planstellen in Rheinland-Pfalz gemacht habt?
    Bei mir sieht es so aus: Das Ref habe ich in RLP gemacht, habe danach aber zwei Jahre lang Vollzeit an einer Privatschule in Baden-Württemberg unterrichtet. Seit diesem Schuljahr habe ich nun eine Planstelle in RLP. Hätte ich dann nicht Anspruch auf Verkürzung?


    Viele Grüße

    Hallo,


    Ich unterrichte einen DaZ-Kurs mit Flüchtlingen und Migranten unterschiedlicher Herkunft; die meisten sprechen als Muttersprache Arabisch. In der Vorbereitung auf den Kurs, der immerhin über 20 Unterrichtsstunden pro Woche geht, habe ich einstimmig gelesen, dass man die Muttersprache zulassen soll, da diese für die Kinder oftmals die einzige Möglichkeit darstellt, über den Unterrichtsstoff sprechen zu können. Dies tue ich auch, wodurch das Verständnis sowie die schnelle Aufnahme neuer (grammatischer, inhaltlicher und landeskundlicher) Themen an vielen Stellen gefördert und vereinfacht werden (ich selbst spreche keine der vertretenen Muttersprachen).
    Nun jedoch kommt es vermehrt vor, dass sich die Schüler auch in der Muttersprache über andere Dinge unterhalten. Und deshalb wollte ich nach Vorschlägen fragen, was ich tun kann, damit diese Privatgespräche eingestellt werden? Ich behaupte, in vielen Fällen unterscheiden zu können, wann die Schüler über den Unterrichtsstoff reden und wann nicht. Aber eben nicht immer. Ich möchte die Muttersprache aufgrund der genannten Vorzüge nicht ganz verbieten. Aber die PRIVATgespräche müssen eingestellt werden. Somit ist der Grad zwischen Ermahnung und Duldung sehr schmal. Ich möchte nicht inkonsequent sein, habe aber das Gefühl, dass sich das momentan nicht vermeiden lässt. Auch regen sich viele Schüler darüber auf, dass sie das, was manch andere miteinander sprechen, nicht verstehen, machen es aber selbst nicht anders.
    Zur Info: In dem Kurs werden keine Noten gemacht und Hausaufgaben gibt es auch keine, da die Schüler bereits den Stoff aus dem (ein oder anderen) Fachunterricht nacharbeiten müssen, den sie aufgrund des DaZ-Kurses verpassen. Die Änderung der Tisch-An- sowie der Sitzordnung hat leider zu keiner deutlichen Besserung geführt.


    Ich würde mich sehr über Ideen und Tipps freuen.


    Viele Grüße

    Hallo liebe Foren-Mitglieder,


    ich werde im kommenden Jahr zusammen mit mehreren Schülern an einem mehrwöchigen Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in einem außereuropäischen Land teilnehmen (Unterbringung in Gastfamilien). Könnt ihr mir sagen, ob ich (Beamtin auf Probe in Rheinland-Pfalz) Anspruch auf Erstattung der Reisekosten habe? Und falls ja, wo ich hierzu eine Information finden kann? Der Austausch findet zum ersten Mal statt, deshalb konnten mir meine Kollegen nicht weiter helfen.


    Viele Grüße

    Vielen Dank für die Antworten und entschuldigt bitte die Verwirrung wegen des Bundeslandes! Ich habe mein Profil nun entsprechend geändert. Es erscheint mir wahrscheinlich nur am Anfang recht komplex zu sein; wenn ich es einmal ausprobiert habe, ist es sicherlich viel leichter verständlich. Auch stelle ich es mir zeitaufwendig vor - in dem Sinne, dass viel Zeit vergeht, bis ich mich anmelden kann und dann vielleicht alle Teilnahmeplätze belegt sind. Aber die Beiträge von Nitram und auch von hugoles_AL haben mir definitiv weiter geholfen - danke nochmal!

    Hallo,


    seit diesem Schuljahr bin ich in Rheinland-Pfalz auf Probe verbeamtet. Nun würde ich gerne wissen, wie das Prozedere ist bei Fortbildungen? Mein Schulleiter gibt mir hierzu leider keine Antwort und die anderen Kollegen gehen davon aus, dass man dies alles schon kennen müsse. Ich war jedoch vorher an einer Privatschule in einem anderen BL tätig und kenne deshalb den Ablauf nicht.
    Wenn ich also an einer Fortbildung teilnehmen möchte, melde ich mich dann zuerst an und bekomme dort eine Vorlage zur Genehmigung durch die Schulleitung? Oder muss ich mir erst die Genehmigung einholen, bevor ich mich anmelden kann?
    Wie kann ich einen Moodle-Zugang bekommen?


    Viele Grüße

    Ich habe Praktika an beiden Schulformen gemacht und finde, dass Grundschüler die extremeren Vor- und Nachteile haben. Sie lieben einen und sind sehr leicht zu motivieren (ganz im Gegensatz zur Sek I). Dafür aber müssen sie noch deutlich stärker erzogen werden, was mitunter sehr kräftezehrend sein kann. Und damit meine ich nicht nur Maßregelungen, sondern auch einfache Dinge wie ihre Explorationslust oder Arbeitstechniken.
    Es stimmt, dass 7./8. Klasse schwieriger sind, weil sie sich in einer Nullbock-Phase befinden, aber du wirst in der Mittelschule nicht nur die Klassen haben. Ein Vorteil dieser Schulform ist zudem, dass es immer Klassen- und Schüler-abhängig ist, wie anstrengend der Unterricht sein kann. Auch ich hatte schon super liebe 7. und 8. Klassen. Die Grundschüler brauchen definitiv mehr Fürsorge.
    Zudem solltest du auch die Arbeit außerhalb des eigentlichen Unterrichts beachten. Das ist in der Grundschule deutlich mehr, weil du als Klassenlehrer für alles verantwortlich bist, was mit der Klasse zu tun hat, und zudem fast alle Fächer in der Klasse unterrichtest. Und die Arbeit mit den Eltern ist viel umfangreicher. Generell gilt: Je jünger die Kinder, desto mehr mischen sich die Eltern ein.


    Als Alternative: Wenn du nach dem Studium und Referendariat merkst, dass du so junge Schüler doch nicht unterrichten möchtest und lieber in die Erwachsenenbildung gehen willst, kannst du auch Sozialpädagogik unterrichten. Ich bin an einer Privatschule, an der die Schüler auch eine Ausbildung zum Erzieher oder Kinderpfleger machen können. Und da reicht es, wenn du BW studiert hast. Jedoch solltest du definitiv ein abgeschlossenes Lehramtsstudium haben - und dafür benötigst du Fächer.

    Ich hatte an der Uni ein Zusatzzertifikat in Deutsch als Fremdsprache erworben. In der Email stand auch, dass meine Qualifikation ausreicht.
    Heute Morgen habe ich mit der zuständigen Person telefoniert und erfahren, dass ca. 50 Personen angeschrieben wurden. Es ist allerdings noch nicht klar, wie viele Stellen es geben wird.

    Hallo,



    meine Schule, die Mannheimer Akademie für soziale Berufe, eine Privatschule des DRK, sucht zum neuen Schuljahr mehrere Lehrkräfte mit 2. Staatsexamen für verschiedene Fächer.



    Beschreibung der Schule:
    Im Zeichen der Menschlichkeit setzen wir uns für das Leben, die Gesundheit, das Wohlergehen, den Schutz, das friedliche Zusammenleben und die Würde aller Menschen ein. Das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Mannheim e.V. ist Träger der Mannheimer Akademie für soziale Berufe. In neun staatlich anerkannten Fachschulen bilden wir rund 850 Menschen für Berufe in der Altenpflege sowie im Erzieherbereich aus. In unserem sozial- und gesundheitswissenschaftlichen Gymnasium können junge Menschen die allgemeine Hochschulreife erwerben.



    Kurzbeschreibung der Stellen:
    - Festanstellung (mit eigenem Schreibtisch, kostenlosen Kopien uvm.)
    - Bezahlung nach Tarif (mit Weihnachtsgeld und Lohnfortzahlung über die Ferien z.B.)
    - Flexibilität hinsichtlich der Arbeitszeit und des Arbeitsumfangs
    - Unterricht in verschiedenen Fachbereichen



    Ich habe nach meinem Referendariat vor knapp zwei Jahren an der Schule angefangen mit einer vollen Stelle (unbefristet) und bin sehr zufrieden hier. Die Kollegen sind super nett und die Lernatmosphäre sehr angenehm. Die Werte des DRK sind definitiv spürbar - auch im Umgang der Schüler untereinander und mit den Lehrern. Die Schule ist mit modernster Technik ausgestattet und liegt zentral am Mannheimer Paradeplatz (ein Jobticket für Zug, Straßenbahn und Bus ist möglich).



    Da wir eine Privatschule sind, ist eine Verbeamtung nicht möglich - dafür aber eine unbefristete Festanstellung. So muss man sich immerhin keine Gedanken um das Gehalt während der Sommerferien oder gar um eine möglicherweise drohende Arbeitslosigkeit machen.



    Da wir Lehrkräfte verschiedener Fächer suchen, könnt ihr bei Interesse einfach eine Initiativbewerbung an unseren Schuldirektor Herrn Hahl (wolfgang.hahl@mannheimer-akademie.de) senden.



    Die Homepage der Schule ist: http://www.mannheimer-akademie.de
    (Bitte nicht verwirren lassen, da dort steht "zur Zeit keine Stellen zu besetzen" - dies stimmt nicht.)



    Bei Fragen könnt ihr mir gerne schreiben.

    Hallo.


    Ich habe eben eine Email bekommen, dass es ab dem nächsten Einstellungszyklus in Rheinland-Pfalz einen extra Korridor für Lehrkräfte mit einer Zusatzausbildung in DaZ/DaF geben wird. Um dort aufgenommen zu werden, muss man sich aber verpflichten, in den ersten fünf Schuljahren nach Einstellung überwiegend, also mit mehr als der Hälfte der Deputatsstunden, in Deutsch-Intensivkursen eingesetzt zu werden. Weiß jemand von euch genaueres? Also ob man beispielsweise als Feuerwehr an verschiedenen Schulen eingesetzt wird oder nur an einer Schule? Oder auch, ob diese Fünf-Jahres-Regel auch während der Elternzeit gilt? Aus der Email ging leider auch nicht hervor, welche Schularten dies betrifft.


    Ich bin unsicher, ob ich mich darauf bewerben soll. Ansich sind meine Planstellen-Chancen für die nächsten Jahre eher gering aufgrund der Fächerkombination und der Auswahlnote. Aber ich bin auch nicht unbedingt so begeistert von der Aussicht auf den Unterricht in solchen Intensivkursen. Kann jemand von eigenen Erfahrungen bzgl. des Unterrichtens von Flüchtlingen (gerne auch aus einem anderen Bundesland) berichten? Ich würde mich auch über Tipps freuen, die mir die Entscheidung erleichtern.


    Viele Grüße

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