Beiträge von MarPhy

    So etwas schriebe ich auf keinen Fall hin. Ich erlebe immer wieder, das junge Menschen derlei falsch interpretieren.

    Da hast du recht, im Tafelbild habe ich das auch nicht.

    Ich mache das an der Zahlengeraden, "minus 3 Schritte nach links ist das gleiche wie 3 Schritte nach rechts" etc.


    Zwei ist größer als minus drei, IMHO. Ohne „Betrag“, den im nächsten Teilsatz erwähnst, kriegst du das nicht formuliert.

    Danke für den Hinweis, habe ich oben korrigiert, da war ich unpräzise.

    Das sind allerdings Hinweise, die sich auf Mathematik beziehen. Mit „Mathe“ kenne ich mich nicht aus.

    Oh man ey:D

    Es ist dein erster Unterrichtsbesuch. Back kleine Brötchen. Methodenfeuerwerk kannst du im Examen machen.

    Solider Alltagsunterricht reicht völlig aus.

    Stell zuerst die Lernziele auf und siehe zu, dass das Hauptlernziel nach maximal 2/3 der Unterrichtszeit erreicht werden kann.

    Überlege dir dann, wie du die Ziele erreichen könntest und würze, wenn du noch Ressourcen hast, mit etwas "schönem Material" oder "kooperativen Lernformen" nach.

    Viel wichtiger als ein Methodenfeuerwerk finde ich ne klare Zielorientierung für die SuS zu Stundenbeginn ("Ihr lernt heute ...), gern direkt nach oder zusammen mit der Motivation.

    Kleine Erarbeitungsphase, bisschen Anwendung/Übung, Feedback/Sicherung Schluss.

    Gerade in den ersten Besuchen gucken die vor allem auf das Lehrer-Schüler-Verhältnis und ne strukturierte Stunde.

    Ich habe damals zuerst das Ordnen rationaler Zahlen sowie das Eintragen an der Zahlengeraden geübt. Da geht schon mächtig Zeit für ins Land.

    Addition und Subtraktion dann in einem Rutsch als links und rechts gehen auf der Zahlengeraden.

    Also Beispiel:

    2 + (+3) Startpunkt ist die +2, dann geht es +3 Schritte nach rechts, man landet bei +5

    2 - (+3) Startpunkt ist die +2, dann geht es 3 Schritte nach links, man landet bei -1

    2+ (-3) Startpunkt ist die +2, dann geht es -3 Schritte nach rechts, also 3 Schritte nach links, man landet bei -1

    2 - (-3) Startpunkt ist die +2, dann geht es -3 Schritte nach links, also 3 nach rechts, man landet bei +5.

    Das selbe dann nochmal mit nem negativen "Startwert".

    Anschließend beobachten: Da kommen ja immer nur zwei verschiedene Ergebnisse raus --> Vereinfachung, d.h. ++ = +; -+ = - ; +- = -; -- = +

    Zum Schluss (schon nächste Stunde) dann die allgemeine Regel, bei gleichen Vorzeichen Beträge addieren und Vorzeichen übernehmen.

    Also 2 + 3 = +2 +(+3) = + (2+3) = + 5

    und -2 - 3 = -2 + (-3) = - (2+3) = - 5

    Bei ungleichen Vorzeichen vom größeren Betrag den kleineren abziehen, das Ergebnis bekommt das Vorzeichen der Zahl mit dem größeren Betrag.

    Also -2 + 3 = + (3-2) = +1

    und 2 -3 = - (3-2) = -1

    Am Ende führst du also die Subtraktion immer auf ne Addition zurück. Also hab ich so gemacht, hat funktioniert.

    Gerade bei so grundlegenden Sachen wie Grundrechenarten bin ich ein Freund davon, einfach zu sagen, wie es gemacht wird und das dann anständig zu üben. Mag das nicht, wenn jeder da sein eigenes Süppchen kocht.

    Das letzt Hemd hat keine Taschen.

    Und What you get is what you pay.

    Dabei ist jede Versicherung im Durchschnitt ein Verlustgeschäft.

    Du machst nur Gewinn, wenn es dir möglichst beschissen geht. Und das kann ja nicht das Ziel sein.

    Natürlich kommen mit willkürlichen Annahmen völlig willkürliche Ergebnisse raus.

    Interessant wäre zum Beispiel auch, ob die 3% p.a. wirklich die durchschnittliche Teuerung pro Jahr sind oder die Teuerung pro Jahr im Durchschnitt.

    Könnte ja auch gut sein, dass billige Tarife eine höhere Dynamik aufweisen als höherpreisige.

    150*1,04^40 = 720,15

    350*1,02^40 = 772,81

    Servus!

    Ich würde die Verbeamtung tatsächlich nur wegen der hier vorliegenden Geschichte ausschlagen, hinsichtlich meiner Berufswahl bin ich mir sicher.

    Ist der hohe Beitrag durch deinen Wunsch (Leistungen) entstanden oder war das zu diesem Zeitpunkt einer günstigsten (mit angemessenen Leistungen)?

    Doch, den Kaufkraftverlust habe ich berücksichtigt, irgendwo stehts auch, aber ich bin zu faul, es rauszusuchen :p

    Wird die Besoldung an die Inflation angepasst - selbst wenn sie 1/1 angepasst wird -, so würde sich bei 3% p.a. für die PKV die Differenz trotzdem nicht schließen. PKV steigt wegen Inflation, Besoldung ebenfalls. Demnach ist beides so gestellt, als hätte es keine Inflation gegeben, rein theoretisch betrachtet. In der Regel steigt die Nettobesoldung zwischen den Stufen aber im Durchschnitt eben nicht diese 3% p.a. Zusätzlich erreicht man irgendwann die Endstufe. Die PKV hingegen wächst weiter, was bedeutet, geringeres Nettoeinkommen (real) trotz gestiegenem Nettoeinkommen (nominal). Je geringer dann der prozentuale Besoldungszuwachs zwischen den Stufen bzw. je größer die Differenz zwischen dem prozentualen Anteil der Besoldungserhöhung und der Steigung des PKV-Beitrages, desto gravierender der reale Nettoverlust bei der Besoldung, so meine Theorie...

    Kann man jetzt hin und herrechnen wie man will.

    Ich muss noch ca. 40 Jahre arbeiten.
    Gehen wir davon aus, dass das Einkommen bezogen auf die Kaufkraft konstant bleibt.

    Als Beamter also 3300€ pro Monat für 40 Jahre, macht 1,584 Mio €.

    Kosten für die PKV: 4200€ p.a. mit 3% Dynamik macht ca. 330k €, echtes netto also 1,25 Mio €.

    Als Angestellter: 2550€ pro Monat für 40 Jahre: 1,224 Mio €.

    Auf dem Papier also kein Unterschied, wenn man die Steigerung der GKV unter den Tisch fallen lässt.

    Als Beamter mache ich aber Gewinn, wenn ich früh sterbe (weil die PKV erst spät teuer wird, der BreakEven ist nach ca. 25 Jahren).

    Außerdem darf man nicht vernachlässigen, dass man Überschüsse in frühen Lebensjahren natürlich besonders attraktiv anlegen kann.

    Wenn ich nur den Überschuss gegenüber dem Angestellten mit 5% p.a. anlege (ETFs bieten auf lange Zeit noch mehr Rendite!) kommen bis zum BreakEven nach 25 Jahren ca. 175.000€ raus. Lässt man das Geld dann einfach weiter liegen, spielt es keine Rolle mehr, wenn man im 40sten Berufsjahr ca. 4000€ weniger verdient als ein angestellter, man hat nämlich 300.000€ auf der Bank, die der Angestellte nicht hat.

    Geht man davon aus, dass der Unterschied zwischen Angestelltem und Beamten auf die Kaufkraft bezogen konstant bleibt, und man legt die Differenz mit 5% an, kommt man bei 680k€ raus, das ist also das halbe Lebenseinkommen nochmal on Top.

    Was ich sagen will: Statt hier ewig wegen einer PKV hin und her zu überlegen: Geld ordentlich anlegen, Lifestyle-Inflation vermeiden und insbesondere teure Hobbies wie Ehefrau und Kinder :P

    Hinsichtlich Tarifwahl: Es war schon eher ein besserer Tarif, irgendwo zwischen VW Passat Highline und Mercedes E-Klasse.

    Ich bin selten beim Arzt und kriege viele Beiträge wieder. Wenn ich dann aber mal was habe, solls auch nicht nur ne Gaffatape und WD40 Versicherung sein:D

    Die müsste ich aber doch ablehnen dürfen, ohne meinen Anspruch auf eine spätere Verbeamtung zu verwirken, oder?

    Grüß dich, ich hab die gleiche Fächerkombi wie du und bin ziemlich genau zwei Jahre im Beruf. Habe mir am Anfang die Wahlmöglichkeiten erhalten wollen hinsichtlich Schule... und habe mich deshalb vorerst gegen eine Verbeamtung entschieden. Im Ref war ich zwangsweise Beamter auf Widerruf. War fürs Ref auch in der PKV, hab dann eine Anwartschaft gemacht und bin bei der späteren Verbeamtung ganz easy ohne erneute Prüfung wieder in die PKV.

    Ich war also genau die Probezeit im Angestelltenverhältnis und habe dann den Antrag auf Verbeamtung gestellt.

    Die PKV kostet mich monatlich 345€ inkl. Pflegeversicherung, hab also einen eher teuren Tarif gewählt.

    Angestellt hatte ich netto ca. 2550€, Abzüge für GKV und Pflege waren ca. 430€ und der AG hat das ja quasi nochmal abgedrückt.

    Als Beamter habe ich netto ca. 3300€, da zahl ich doch gerne 350€ PKV von.

    Was in deiner Rechnung auch fehlt (esseidenn ich habe es übersehen) ist eine Berücksichtigung des Kaufkraftverlusts. Natürlich hört sich 3% mehr jedes Jahr schlimm an. In der Praxis sollte das durch erfolgreiche Gehaltsverhandlungen im TVL (kleiner Scherz am Rande) sowie den Stufenaufstieg ganz gut kompensiert werden.

    Long story short: Da ich bereits weiß, dass ich in den nächsten Jahren (edit: soll heißen nach dem Ref) mindestens 3 Mal umziehe - und das über Bundeslandes- und Landesgrenzen - sofern alles läuft, wie angedacht, halte ich es für wenig sinnvoll mich verbeamten zu lassen, neben allgemeineren Gründen.

    Du kannst dich aber, wie gesagt, auch später noch verbeamten lassen, auch nach Jahren. Und diese Option würde ich mir offenhalten. Auf Dauer nervt es nämlich, wenn KuK dieselbe Arbeit machen und min. 800€ netto monatlich mehr haben.

    Ich hab mir als Mathelehrer für 5-12 jetzt mal beide Verfahren angesehen. Ich wusste nicht, dass es überhaupt mehrere gibt. Entbündeln habe ich selbst nicht verstanden. Wir haben damals in der GS wohl erweitert (so nach dem Motto 3 - 7 geht nicht, also nehmen wir ne 1 davor, 13-7 ist 6, dabei 1 gemerkt...).

    Meiner meinung nach handelt es sich bei den schriftlichen Rechenverfahren um Automatismen, warum sie funktionieren, muss doch gerade für Grundschüler keine Rolle spielen.

    Die Hattie-Studie ist da ja auch eindeutig. Und wie viel mehr Frieden würde es in den Familien geben (und Zeit für schöne Sachen!), wenn es keine / nicht so viele / individuelle Hausaufgaben gäbe.

    Und wie viel Zeit erst wäre, wenn die Eltern nicht arbeiten müssten und die Kids auch vormittags frei hätten! So isses aber nunmal nicht...^^

    Bester Garant für freie Nachmittage zumindest in der weiterführenden Schule ist eine effektive Zeitnutzung am Vormittag. Kein Handydaddeln im Unterricht, absolute Minimalanforderung ist immer eine vollständige Mitschrift.

    Wenn ich mir anschaue, wie manche ihre Zeit vertrödeln, kann ich über deren Beschwerden nur müde lächeln.

    Oder bei Mecces unterschreiben, kann ja sofort wieder kündigen.

    An die TE: Lass dich einfach bei einem freien Makler beraten, die klären dich auch über sowas auf. Und bedenke nach Abschluss des Vorbereitungsdienstes das Abschließen einer Antwartschaft, wenn du nämlich nach einiger Zeit dann vielleicht doch verbeamtet werden willst, bleibt dein Gesundheitszustand eingefroren.

    Ich war auch für die erste Zeit nur angestellt, wollte erstmal sehen, ob das alles so passt für mich.

    First of all: Ich kann Lesch in seiner selbstgefälligen Art als deutscher Universalgelehrter nicht ab, Schuster bleib bei deinem Leisten!

    Ich nutze Hausaugaben (in Mathematik und Physik), wenn relativ stumpf etwas geübt werden soll. Dabei entsteht aber das Problem, dass die SuS, die die Übung wirklich bräuchten, sie i.d.R. nicht erledigen, während andere, die sie nicht bräuchten, ihre Zeit damit verschwenden.

    Außerdem spart man kaum Zeit, wenn man die Hausaufgaben intensiv bespricht. Tut man das nicht, kann mans auch lassen.

    Insgesamt gebe ich daher sehr selten Hausaufgaben auf. Es gibt zudem keine Konsequenzen, wenn sie nicht erledigt werden. Ich frage lediglich zu Beginn des Vergleichs, wer "beichten" muss und notiere mir das. Auf die Liste schaue ich aber nur, wenn dann panische Eltern zu mir kommen, "was man denn tun könnte wegen der Noten".

    Gute Erfahrungen habe ich mit flipped Classroom (vgl. Christian Spannagel) in der Oberstufe gemacht. Beispielsweise Kurvendiskussion, ich habe ein ca. 45 minütiges Video erstellt, wie das händisch bzw. mit CAS geht, mit Kapitelmarken und kleinen Arbeitsaufträgen zwischendrin.

    Das sollen die SuS zuhause schauen und "durcharbeiten". Im Unterricht erkläre ich dazu nichts bzw. nur auf Nachfrage. Wir starten direkt mit einer sehr ausgedehnten Übungsphase mit Aufgaben und Musterlösungen, d.h. die ganze Übungsphase kann in der Schule unter meiner Betreuung stattfinden.

    Einziger Nachteil: Die Erstellung dieser Videos ist maximal zeitaufwändig, war also nur in der Phase geschlossener Schulen möglich. Und naja es bietet sich nur bei größeren Algorithmen o.Ä. an.

    Du hast von Fehlzeiten gesprochen. Hast du auch Fehlzeiten, wenn du als Lehrer in Quarantäne musst? Du schreibst so, als ob die SuS Bock auf den ganzen Zirkus hätten und nach Lust und Laune dem Unterricht fernblieben.

    Und zur Versetzung, bei uns gab's Noten, nix mir leeren Blättern.

    Natürlich habe ich "Fehlzeiten", ich bin ja nicht da. Also bin ich nicht anwesend, es muss vertreten werden.

    Und du hast Recht, genau so schreibe ich. Weil mir diese Schülerinnen und Schüler wahnsinnig auf die Ketten gehen. Sidn auf dem Gym völlig falsch aufgehoben und ich muss mich jetzt nicht nur 2 Jahre wie sonst sondern 4 oder 6 damit rumärgern.

    Die Kids können oft nichts dafür, eher sind es ihre beratungsresistenten Eltern, und ich habe die auch genauso lieb wie alle anderen Kinder auch. Aber deswegen fahre ich permanent mit angezogener Handbremse und das nervt mich gewaltig.


    Noten gibt es auch, aber sie sind völlig egal.

    Bei uns wird mit 6,0 versetzt.

    "Teil des Abmilderungspakets sind auch die bereits aus dem vergangenen Schuljahr bekannten Regelungen

    • zum Aufrücken nach den Klassenstufen 4, 6 und 8: am Ende der jeweiligen Doppeljahrgangsstufe findet außerordentlicherweise keine Versetzungsentscheidung statt"

    Wäre ja noch schöner!

    Wie? Na entweder jemand ist da oder nicht, ist doch völlig wertungsfrei. Ich stelle zu Stundenbeginn fest, wer fehlt. Der Anlass ist mir eigentlich egal.

    Wie wird das denn bei euch gehandhabt?

    Für mich das größte Problem an der ganzen Pandemie: Ständige Inkonsequenz.

    Einige SuS erfüllen (unverschuldet) die Anforderungen für die Versetzung nicht. Haben wochenlang Unterricht verpasst.

    Trotzdem wird versetzt. Prüfungsanforderungen abgesenkt, mehr Wahlmöglichkeiten...

    Man könnte doch auch einfach sagen: Blöd gelaufen, neue Chance im nächsten Jahr. Die Kinder von heute werden doch eh 100 Jahre alt, wieso so ein Stress?

    Irgendwie scheint das ein Trend zu sein. Gewollt sind Ausnahmen ohne Konsequenz.

    In anderen Bereichen werden Konsequenzen viel eher hingenommen. "Oh Mist, ich bin geblitzt worden, war ich wohl zu schnell." Auch das Scheitern an der Führerscheinprüfung ist ganz normal. Da käme niemand auf die Idee, wegen Corona den Maßstab abzusenken.

    In Thüringen würde ein Schüler, der 2019 im August in die Klasse 5 des Gymnasiums gekommen ist, und seitdem nur leere Blätter abgegeben hat, jetzt im Juli 2022 völlig problemlos in Klassenstufe 8 versetzt werden.

    2020: eh keine Versetzungsentscheidung wegen Doppeljahrgangsstufe, willkommen in Klassenstufe 6

    2021: Corona, willkommen in Klasse 7.

    2022: Corona, und außerdem eh keine Versetzungsentscheidung wegen Doppeljahrgangsstufe, willkommen in Klassenstufe 8.

    Mir wird Angst und Bange.

    Ja, das mache ich jetzt grundsätzlich, wenn SuS fehlen. Ich stelle alles auf "Moodle" ein, was wir machen. Praktisch für mich auch, weil ich das im nächsten Schuljahr nochmal nutzen kann (mache ich derzeit auch mit "Moodle"-Kursen aus dem letzten Schuljahr so). Zeitaufwand: gering (max. fünf Minuten pro Doppelstunde), da wir in jedem Klassenraum einen Lehrer-PC habe, wo ich mich dann nur kurz anmelden muss plus Anmeldung auf "Moodle" über die Schulhomepage, kurze Beschreibung des Unterrichtsinhalts und ggf. Hochladen von Dateien von meinem USB-Stick.

    Ich mache das also während der Unterrichtsstunden, wenn die SuS einen Arbeitsauftrag bearbeiten, nicht in meiner Freizeit.

    Wobei wir ja - wie gesagt - auch die notwendige (und funktionierende!) Hardware haben.

    Das kann ich verstehen, coole Sache. Wir haben keine PCs in den Klassenräumen und kein Internet.


    In welchem Bundesland bist du denn? Hier in NDS ist die Präsenzpflicht nicht ausgesetzt.

    Thüringen, Präsenzpflicht ist aber bei uns nur mittelbar wegen Corona für ne Woche ausgesetzt. Fehlstunden gibt es für Quarantäne aber auch nicht ("Gibt ja Distanzunterricht", frage mich nur, wer den Unterricht abdeckt.).

    Und naja, selbst wenn es defacto ne Präsenzpflicht gibt, ist sie mit "Ich hab Asthma" "Oma hat Corona" oder jeder beliebigen Ausrede auch wieder dahin.

    Ich meinen Augen ist das gleichzeitige Abdecken von Präsenz- und Distanzunterricht Mehrarbeit, die entsprechend angewiesen und vor allem vergütet werden muss.

    Meine Gewerkschaft sieht es genauso.

    Wo kommen wir da denn sonst auch hin?

    Muss ich in Zukunft, wenn nach Corona jemand krank ist, dann auch jedes Mal alles online in meiner Freizeit hinterhertragen?

    Versteht mich nicht falsch, wer seinen Unterricht streamen kann und möchte, soll das gerne tun. Aber weder haben wir die Hardware dazu, noch habe ich Lust, meinen eigenen Job abzuschaffen.

    Bei uns ist das Credo "Präsenzunterricht bis zum letzten Mann", bitteschön, von mir aus gerne. Wenn schon nicht für die Kinder, dann wenigstens für die Wirtschaft. PräsenzPFLICHT ist nämlich ausgesetzt, macht also jeder wie er will.

    Aber das heißt doch nicht, dass ich dann damit mehr Arbeit haben muss. Vor allem dann nicht, wenn die dienstlich bereitgestellte Ausstattung noch nicht mal den Empfang von Mails erlaubt.

    Wer früher ne Knie-OP hatte und zwei Wochen gefehlt hat, musste sich seinen Kram auch selbst besorgen. Wer sich freiwillig hat freistellen lassen erst recht.

    Warum sollte das jetzt anders sein?

    Zumal es sowieso keinen nennenswerten Versetzungsentscheidungen mehr gibt. Kann eh jeder machen was er will.

    Ach. Habt ihr? Wir haben mit dem, was wir hatten, Distanzunterricht organisiert. Das Gewurschtel ging los, als man anfing Konzepte zu schreiben. Da kamen die Wichtigtuerinnen aus den Löchern und erzählten dummes Zeug.

    Natürlich brauchen die Schülerinnen eine einheitliche Linie und Klarheit. Aber die kriegt man ja nicht dadurch, dass jede Schule, jede Abteilung erstmal einen Arbeitskreis tagen lässt.

    Bei uns hat halt jeder was anderes:D

    In der Schule selbst gibt es selbst heute noch kein Internet.

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